Hepatitis: Ursachen, Symptome und ganzheitliche Behandlung

Unsere Leber ist unzähligen Belastungen ausgesetzt, die sie schwächen und anfällig für Funktionsstörungen und Erkrankungen machen. Eine – oft unbemerkte – Erkrankung ist die Hepatitis. Die Leberentzündung kann zahlreiche Ursachen haben, einen akuten oder chronischen Verlauf nehmen oder sich schleichend entwickeln. Wie man eine Hepatitis erkennt und wie man ihr am besten vorbeugen und sie behandeln kann, lesen Sie im folgenden Artikel.

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 25. November 2020

Hepatitis – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Hepatitis – was ist das? Eine Hepatitis ist eine Entzündung der Leber. Sie kann hoch akut auftreten und in eine chronische Entzündung übergehen oder sich schleichend entwickeln. Man unterscheidet die viralen Hepatitiden (Typ A, B, C, D, E), Virusbegleithepatitis, Autoimmunhepatitis und Hepatitis als Folge einer Schädigung oder Überlastung der Leber.
  • Ursachen & Risikofaktoren: virale Infektion, Alkohol- oder Drogenmissbrauch, unbehandelte Fettleber, Nebenwirkung von Medikamenten, Folge einer Vergiftung mit lebertoxischen Substanzen, Komplikation von Stoffwechselerkrankungen, Autoimmungeschehen
  • Symptome: bei leichten Formen keine oder unspezifische Symptome, bei schweren Verläufen Übelkeit, Fieber, Schmerzen im rechten Oberbauch, Gelbsucht, Intoxikationen
  • Diagnose und Tests: Anamnese, Gewichtsveränderungen, körperliche Untersuchung, Labordiagnostik, Ultraschalluntersuchung, Biopsie
  • Leberwerte: GOT (AST), GPT (ALT), Gamma-GT, GLDH, AP und Bilirubin
  • Prognose und Verlauf: Akute Hepatitiden heilen meist komplikationslos ab, chronische Verlaufsformen können zu erheblichen Leberschäden und Komplikationen wie Leberzirrhose oder Leberzellkarzinom führen.
  • Empfohlene Ernährung: Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollwertprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.
  • Therapie: 
    • Mikronährstoffe: Zink, Magnesium, die Vitamine A, B6, C, D und E, Selen, Omega 3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe wie Curcumin, Senfölglykoside oder Resveratrol. Die höchste Bioverfügbarkeit und Wirksamkeit haben Mikronährstoffe im natürlichen Verbund.
    • Lebensstil: Verzicht auf Alkohol und Nikotin, Bewegung, Ernährungsumstellung, Entspannungstechniken
    • Konventionelle Therapie: Schonung der Leber durch leichte Kost, Verzicht auf Alkohol und leberschädigende Medikamente, Vermeidung von Zucker, in schweren Fällen Medikamente (Virustatika, Immunsuppressiva) oder Lebertransplantation
    • Ganzheitliche Therapie: Bitterstoffe, Heilkräuter, Vitamin C-Infusionen, Darmsanierung, Entsäuerung
  • Checkliste und Empfehlungen bei Hepatitis: Das können Sie selbst tun.

Was ist eine Hepatitis?

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Hepatitis in der Übersicht

  • Als Hepatitis bezeichnet man die Entzündung der Leber.
  • Sie kann akut auftreten oder einen chronischen Verlauf nehmen.
  • Man unterscheidet virusbedingte Leberentzündungen (Typ A bis E), Autoimmunhepatitis, Virusbegleithepatitis, alkoholbedingte Hepatitis und fettleberbedingte Hepatitis.

Vorkommen, Auftreten und Differenzierung

Eine Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, bei der es zum Absterben von Gewebe kommt. Schreitet die Entzündung fort, kann es zu einer Leberzirrhose (Umwandlung von Lebergewebe in inaktives, vernarbtes Bindegewebe) kommen, wodurch die zahlreichen Funktionen der Leber zunehmend eingeschränkt werden. Folgen sind Erkrankungen, Entzündungen und Gewebszerstörung im ganzen Organismus.

In den westlichen Industriestaaten sind Alkoholmissbrauch und die Infektion mit den Hepatitisviren B oder C die Hauptursachen für eine Leberentzündung.

Viele Hepatitisformen sind nicht ansteckend, darunter die Autoimmunhepatitis, die alkohol- und die fettleberbedingte Hepatitis sowie die Virusbegleithepatitiden.

Die durch Viren hervorgerufene Hepatitiden A bis E können – je nach Virus – auf verschiedene Arten übertragen werden: durch Schmierinfektionen, Blutkontakt oder Geschlechtsverkehr von Mensch zu Mensch übertragen werden.

 

Im Rahmen einer Studie wurde ermittelt, dass in Deutschland im Zeitraum zwischen 2008 bis 2011 etwa 0,3 % der 18- bis 79-Jährigen an einer akuten oder chronischen Infektion mit dem Hepatitis B-Virus erkrankten. Repräsentativ sind diese Zahlen für die Allgemeinbevölkerung in Deutschland.

Bei Kindern und Jugendlichen wurde im Zeitraum zwischen 2003 und 2006 eine Prävalenz von Hepatitis B von 0,5 % festgestellt.

Bei Menschen aus anderen Ländern liegen diese Zahlen deutlich höher, wie aktuelle Studien aus der allgemein- und primärärztlichen Versorgung ergaben. (Quelle: RKI)

Die Durchseuchungsrate ist in Europa sehr unterschiedlich. Beispielsweise liegt sie bei Personen aus dem arabischen Raum oder der Türkei höher, was vermutlich an kontaminierten Rasierklingen liegen könnte.

Von der fettleberbedingten Hepatitis (Steatohepatitis) sind am häufigsten Patienten zwischen 40 und 60 Jahren betroffen. Bei vielen ist sie die Folge von Übergewicht, Diabetes Typ 2 oder anderen Stoffwechselerkrankungen. Die Prävalenz liegt in Deutschland bei etwa 3%. Bei schätzungsweise bis zu 20% kann eine vorausgehende nichtalkoholische Fettleber in eine Leberentzündung übergehen.

Kinder, die an einer Hepatitis erkranken, infizieren sich meist vor oder während der Geburt über die Mutter, die auch symptomlos Trägerin von Hepatitis-Viren, vornehmlich des Hepatitisvirus B oder C, sein kann.

Im Jahr 2018 sind laut des Statistischen Bundesamts 39 Menschen an einer akuten Virushepatitis unterschiedlicher Genese verstorben, 632 Menschen an einer chronischen Virushepatitis unterschiedlicher Genese. Der Anteil an Männern unter den Verstorbenen lag deutlich höher als bei Frauen.

Die Ausheilung einer Hepatitis hängt von ihrer Ursache ab und wann die Erkrankung diagnostiziert wurde.

Die Hepatitis wird in verschiedene Formen unterteilt:

Nach Art des Verlaufs

  • akute Hepatitis: Sie tritt plötzlich auf und klingt innerhalb eines halben Jahres ab.
  • chronische Hepatitis: Sie entwickelt sich schleichend, folgt auf eine akute – meist virusbedingte – Hepatitis (chronisch persistierende Hepatitis; Hepatitisviren B, C und D) oder aufgrund eines Autoimmungeschehens (chronisch aggressive Hepatitis). Eine chronisch-aktive Hepatitis kann sich zu einer Leberzirrhose weiterentwickeln, dem Endstadium der meisten chronischen Lebererkrankungen.

Nach Ursache

  • Virushepatitis: Die Leberentzündung wird von Hepatitisviren ausgelöst. Sie werden unterschieden in Typ A, B, C, D oder E.

 

Quelle: RKI – Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2018

 

  • Virusbegleithepatitis: Auch andere Viruserkrankungen können eine Leberentzündung auslösen, selbst wenn sich die Erkrankung in einem anderen Bereich des Körpers abspielt. Häufig tritt die Hepatitis als Begleiterkrankung bei Herpes Zoster, AIDS (HI-Virus) und dem Pfeifferschen Drüsenfieber (Epstein-Barr-Virus) auf.
  • Autoimmunhepatitis: Bei etwa 10 bis 20 % der chronischen Hepatitiden liegt ein Autoimmungeschehen (Fehlfunktion des Immunsystems, das sich gegen körpereigenes Gewebe richtet) vor. Die Autoimmunhepatitis tritt bei fast der Hälfte aller Betroffenen zusammen mit anderen Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes, Autoimmunthyreoiditis oder Rheumatoider Arthritis auf.
  • Alkoholbedingte Hepatitis: Die toxische Auswirkung des Alkohols auf die Leber führt bei langjährigem Alkoholmissbrauch zu fortschreitenden Leberschädigungen. Etwa 35% alkoholabhängiger Personen in Westeuropa sind von der Erkrankung betroffen.
  • Fettleberbedingte Hepatitis: Auch nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) genannt. Sie ist die Entzündung einer länger bestehenden Fettleber. Meist sind Stoffwechselerkrankungen (z. B. Typ-2-Diabetes), Übergewicht oder erhöhte Blutfettwerte die Ursache.
  • Medikamenteninduzierte Hepatitis: Grundsätzlich können alle Medikamente eine Leberschädigung verursachen, die mit einer Hepatitis einhergeht.
  • Weitere Ursachen der Hepatitis: Andere Auslöser einer Hepatitis wie Bakterien, Parasiten oder Mykosen (Pilzerkrankungen) kommen sehr selten vor.

 

Ursachen und Risikofaktoren

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Ursachen und Risikofaktoren in der Übersicht

  • Hepatitisviren werden vor allem beim Geschlechtsverkehr durch Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Vaginalsekret etc.) von Hepatitiskranken übertragen.
  • Außerdem kann eine Ansteckung sowohl durch verunreinigte Nahrungsmittel und Trinkwasser wie auch durch mangelnde Hygiene im medizinischen Bereich erfolgen. Darüber hinaus stellen unsachgemäß vorgenommene Tätowierungen und Piercings eine Ansteckungsquelle dar.
  • Alkohol ist ein Zellgift und verursacht körperliche und psychische Erkrankungen. Leberschädigungen sind die Folge von Alkoholmissbrauch und können eine Hepatitis auslösen.
  • Medikamente und synthetische Drogen stellen für den Organismus Giftstoffe dar, die von der Leber gefiltert und unschädlich gemacht werden müssen. Bei manchen Medikamenten sind die Nebenwirkungen Ursache für eine Leberentzündung.
  • Stress und eine ungesunde Ernährung belasten und schwächen unsere Leber, fördern die Bildung freier Radikale, die zellschädigend wirken und die Leistungsfähigkeit der Leber einschränken, wodurch die Entstehung oder Chronifizierung einer Hepatitis begünstigt wird.
  • Oxidativer Stress ist Katalysator für die Entstehung und das Fortschreiten aller Leberkrankungen.
  • Auch eine Fettleber kann sich entzünden. Häufige Ursachen für ihre Entstehung sind eine mikronährstoffarme, kohlenhydrat- und fettreiche Ernährung, Alkoholkonsum und Stoffwechselerkrankungen.
  • (Angeborene) Stoffwechselerkrankungen können Auslöser einer chronischen Hepatitis sein.
  • Physikalische Beeinträchtigungen der Leber wie Prellungen oder Blutabflussstörungen können ebenso zu einer Entzündung des Leberparenchyms führen.
  • Bakterien/ Parasiten sind in selten Fällen Auslöser einer Hepatitis.

Übertragungswege und Vererbung

Die virusbedingte Hepatitis Typ A bis E wird über verschiedene Infektionsquellen übertragen. Diese reichen von kontaminiertem Trinkwasser und Speisen über mangelnde Hygiene im medizinischen Bereich, Ansteckung über Körperflüssigkeiten (vor allem beim Geschlechtsverkehr oder Kontakt mit dem Blut Infizierter) bis hin zu unsachgemäß durchgeführten Tätowierungen und Piercings.

Die Virus-Hepatitis ist nicht vererbbar, jedoch können Kinder perinatal durch ihre Mutter infiziert werden.

Für virale Hepatitiden besteht laut Infektionsschutzgesetz Meldepflicht beim Gesundheitsamt.

 

Grundsätzlich kann jedes andere Virus eine Begleithepatitis auslösen wie beispielsweise Grippeviren, das Epstein-Barr-Virus (Pfeiffersches Drüsenfieber) oder Herpesviren.

Auch andere Formen der Hepatitis sind nicht vererbbar, da sie sich aus verschiedenen Lebervorerkrankungen oder aufgrund toxischer Schädigungen der Leber entwickeln, wie dies beispielsweise bei der Fettleberhepatitis und der alkoholbedingten Hepatitis der Fall ist.

Lediglich bei der Autoimmunhepatitis vermutet man eine genetische Veranlagung, da sie oftmals zusammen mit anderen Autoimmunkrankheiten auftritt, die familiär gehäuft in Erscheinung treten.

 

 

Hepatitisviren

Alle Virushepatitiden (Typ A bis E) sind beim Gesundheitsamt meldepflichtig. Genauere Informationen zu den viralen Hepatitiden, Desinfektion und Umgang mit Erkrankten können Sie auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) nachlesen.

 

Infektionswege der Hepatitisviren sind:

Hepatitis A:    Vorkommen v. a. in Ländern mit schlechten Hygienestandards; Inkubationszeit 2-6 Wochen; Häufige Übertragung durch Schmierinfektion, keimbesiedelte Nahrungsmittel (v. a. Salate, Muscheln), kontaminiertes Trinkwasser; Kleinkinder können symptomlose Träger sein

 

Hepatitis B:    Vorkommen weltweit, v. a. Afrika, mittlerer Orient und Süd-Osteuropa; zählt zu den Geschlechtskrankheiten; Übertragung durch Kontakt mit den Körperflüssigkeiten Infizierter (Blut, Speichel, Sperma, Vaginalsekret). Inkubationszeit: 1-6 Monate. Häufige Übertragung durch ungeschützte sexuelle Kontakte, Verwendung von kontaminiertem Spritzbesteck anderer Drogenkonsumenten, mangelnde Hygiene bei der Durchführung von Rasuren, Piercings und Tätowierungen, unzureichende Sterilisation von medizinischem Material oder unsachgemäße Desinfektion bei medizinischen Behandlungen (v. a. Nadelstichverletzungen, Operationen), perinatal bei der Geburt; 

 

Hepatitis C:    Vorkommen weltweit; Inkubationszeit: 2 Wochen bis 6 Monate; Übertragung durch Körperflüssigkeiten, v. a. Blut (Nadelstichverletzungen, kontaminiertes Spritzbesteck bei Drogenkonsumenten)

 

Hepatitis D:    Vorkommen in Süd-Osteuropa, Afrika, Naher Osten und Südamerika; Infektion erfolgt nur bei Menschen, die mit Hepatitis B infiziert sind; Inkubationszeit. 1-6 Monate

 

Hepatitis E:    Vorkommen v. a. in Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika; Inkubationszeit 2-8 Wochen; Übertragung durch Schmierinfektion, kontaminierte Nahrungsmittel oder verunreinigtes Trinkwasser

 

Wichtig

Wenn bei Ihnen eine Hepatitis B und C diagnostiziert wurde, ist es wichtig, Ihre Familie und Ihren Sexualpartner darüber zu informieren, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Alkohol

Übermäßiger Alkoholkonsum ist einer der Hauptfaktoren für sämtliche Lebererkrankungen. Alkohol ist ein Zellgift und verursacht körperliche wie auch psychische Schäden, u. a. durch die Entstehung freier Radikale. Die Leber ist das zentrale Organ, das ca. 90 % des aufgenommenen Alkohols abbauen und seine Stoffwechselprodukte ausscheiden muss. Eines davon ist das Acetaldehyd, das in großen Mengen zellschädigend ist. Eine Leberschädigung ist die Folge von fortdauerndem Alkoholkonsum, etwa 35 % der Alkoholabhängigen erkranken an einer Hepatitis.

 

Um alkoholbedingten Lebererkrankungen vorzubeugen, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation einen täglichen Alkoholkonsum von maximal 10 g bei Frauen und 20 g bei Männern.

  • 10 g entsprechen in etwa 0,1 Liter Wein oder 0,25 Liter Bier.
  • Außerdem rät die WHO wöchentlich mindestens einen bis drei alkoholfreie Tage einzuhalten.
  • Personen, die bereits an einer Lebererkrankung leiden, sollten komplett auf Alkohol verzichten.

 

Der Gesundheit zuliebe sollte deutlich weniger Alkohol konsumiert werden als in den WHO-Empfehlungen zu lesen ist. Gegen ein Glas zu einer besonderen Gelegenheit spricht sicherlich nichts, das kann ein gesunder Körper auch verkraften. Täglicher Alkoholgenuss ist jedoch eine Gewohnheit, auf die zu verzichten es sich lohnt. Ihre Leber dankt es Ihnen.

Obst am Abend

Obst am Abend kann aufgrund der eingeschränkten Verdauungsleistung in den Abend- und Nachtstunden nicht mehr vollständig verdaut werden. Es gärt nachts im Darm und bildet sehr leberschädliche Fuselalkohole (Begleitalkohole). Auch diese können zu einer (alkoholischen) Fettleber führen, ohne dass auch nur ein Tropfen Alkohol getrunken wurde.

Auch Störungen in der Verdauungsfunktion, meist infolge einer gestörten Darmflora und eines Ungleichgewichts an Verdauungsenzymen, können zu einer vermehrten Vergärung anstatt Verdauung des Nahrungsbreis und damit zur vermehrten Bildung von Fuselalkohol führen.

Medikamente

Des Weiteren stellt die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, synthetischen Hormonen wie der „Pille“ oder Anabolika (Muskelaufbaupräparate) hohe Anforderungen an die Entgiftungsleistung der Leber. Die Überlastung führt auf Dauer zu einer Vergrößerung es Organs und zu krankhaften Veränderungen und Entzündungen im Lebergewebe (Leberparenchym) sowie einer Ansammlung von Giftstoffen in anderen Organen oder im Bindegewebe, da die Leber nicht unbegrenzt schädliche Substanzen filtern kann. Zudem lagert sie vermehrt Fette ein, wodurch die Entgiftungs- und Abbaufunktion zunehmend eingeschränkt wird.

Manche Medikamente, beispielsweise Paracetamol, Diclofenac und Chlorpromazin, aber auch Narkosegase können als unerwünschte Nebenwirkung zu einer Leberentzündung führen.

 

Ungesunder Lebensstil und Ernährung

Da die Leber ein sehr regenerationsfähiges Organ ist, kann sie über lange Zeit leberschädigendes Verhalten tolerieren. Viele Ursachen und Auslöser von Lebererkrankungen liegen in unserem Lebensstil und unserer Ernährung.

  • Andauernder Stress ist für den gesamten Körper schädlich und Ursache für unzählige Krankheiten. Stress löst die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol aus und fördert die Bildung freier Radikale. Der Zellstress führt u. a. dazu, dass die Leber ihren vielfältigen Aufgaben wie die Synthese von Eiweißen und die Nährstoffverteilung im Köper nicht mehr nachkommen kann und die Entstehung von Entzündungen begünstigt.
  • Eine ungesunde Ernährung, die viel Fleisch, Weißmehlprodukte, Zucker, gehärtete Fette und industriell gefertigte Nahrungsmittel wie Fertigprodukte, Fast Food und Zusätze von Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffe enthält belastet die Leber und schwächt sie zunehmend. Die Leberzellen verfetten, Schadstoffe werden eingelagert und Entzündungen begünstigt.
  • Eine Fettleber kann sich entzünden, wenn ihre Ursachen nicht abgestellt werden. Die Entstehung einer Fettleber wird durch eine fett- und kohlenhydratreiche Ernährung, Adipositas und Alkohol begünstigt.
  • Stark verarbeitete, industriell hergestellte Fertignahrungsmittel enthalten oft synthetische Konservierungs-, Geschmacks- und Farbstoffe. Viele davon belasten unsere Leber und liefern kaum verwertbare Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie sind vielmehr Mikronährstoffräuber, da unser Organismus zum Abbau dieser Substanzen mehr Mikronährstoffe verbraucht als er durch die Nahrung erhält. Außerdem fördert diese Art der Ernährung Entzündungen, von denen auch die Leber betroffen ist.

Oxidativer Stress als Katalysator von Lebererkrankungen

Unser Körper bildet bei vielen Reaktionen freie Radikale (z. B. in der Zellatmung, beim Stoffwechsel und bei Immunreaktionen), die in normalen Konzentrationen nicht schädlich sind. Erst bei einem Zuviel (chronische Entzündungen) entsteht der sog. oxidative Stress. Hält der oxidative Stress über einen längeren Zeitraum an, steigt das Risiko für eine Vielzahl an Erkrankungen an. Die Leber neigt unter oxidativem Stress zu Entzündungen, eine Fettleber kann schneller Lebertumoren entwickeln.

Stoffwechselerkrankungen

Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Fettstoffwechselstörungen können unbehandelt nicht nur zu einer Fettleber, sondern auch zu einer (schleichenden) Leberentzündung führen.

Darüber hinaus gibt es angeborene Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes-Typ-1, die Kupfer- oder die Eisenspeicherkrankheit, die eine chronische Hepatitis verursachen können.

 

Physikalische Ursachen

Physikalische Beeinträchtigungen durch Prellungen, Stürze oder Blutstau in der Leber (durch lokale Thrombosen oder Rechtsherzinsuffizienz) können das Lebergewebe schädigen und Entzündungsreaktionen bedingen.

 

Nicht-virale Erreger

Zuletzt können auch bestimmte Bakterien und Parasiten Infektionskrankheiten auslösen, die als Komplikation mit einer Hepatitis einhergehen. Beispiele sind Leptospirose (Übertragung durch Haustiere), Salmonellose (Ansteckung durch verunreinigte Speisen und Trinkwasser) oder Malaria.

 

Wissen zum Infektionsprozess

Viren produzieren selbst freie Radikale, die das Abwehrsystem schwächen und somit eine Vermehrung der virusbefallenen Zellen erst möglich machen oder zumindest begünstigen.

Aus diesem Grund ist der Genesungsprozess bei vielen Viruskrankheiten sehr langwierig. Das Immunsystem wird lange Zeit daran gehindert, den Virus zu identifizieren und befallene Zellen zu zerstören.

Infolgedessen neigen Viruserkrankungen zur Chronifizierung, wie dies häufig bei Hepatitis der Fall ist.

Ein ganzheitlicher therapeutischer Ansatz besteht in einer erhöhten Zufuhr von Antioxidantien, um die Zellen vor dem oxidativen Stress zu schützen.

Symptome der Hepatitis

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Symptome in der Übersicht

  • Bei einer schleichenden Entzündung sind die Symptome lange Zeit unspezifisch.
  • Eine Autoimmunhepatitis hat ein meist uncharakteristisches Erscheinungsbild und geht oft mit anderen Autoimmunerkrankungen einher.
  • Akute Hepatitiden gehen mit Fieber, einem ausgeprägten Krankheitsgefühl und teilweise mit Gelbsucht einher.
  • Virusbedingte Hepatitiden haben eine ähnliche Symptomatik und verlaufen in drei Stadien.

Verschiedene Symptome können auf eine Hepatitis hindeuten. Diese sind allerdings abhängig von ihrer Ursache und dem Verlauf.

Besonders bei einer Hepatitis mit einem schleichenden oder chronisch-persistierendem Verlauf im Anfangsstadium sind die Symptome eher unspezifisch und wenig zielführend, da im Inneren der Leber keine Nervenfasern verlaufen, weshalb die Leber ihre Überlastung nicht in Form von Schmerzen zeigt. Wenn Schmerzen im rechten Oberbauch auftreten, liegt das daran, dass die geschwollene und damit vergrößerte Leber gegen umliegende Gewebe und Organe drückt.

 

Dazu zählen Symptome wie

  • Druckgefühl/Schmerzen im rechten Oberbauch
  • Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen
  • wechselnde Durchfälle
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit („Müdigkeit ist der Schmerz der Leber“)
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • (chronischer) Juckreiz
  • unklare Temperaturerhöhung
  • unerklärliche Gewichtsveränderungen
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Hautausschläge
  • schubweise Verschlimmerung der Symptome im Wechsel mit symptomarmen oder symptomfreien Phasen

 

Akute Hepatitiden gehen zudem einher mit

  • Fieber
  • Kreislaufschwäche
  • Gelbfärbung der Haut und Skleren (weiße Lederhaut im Auge)
  • einem ausgeprägten Krankheitsgefühl

 

Auch eine Autoimmunhepatitis zeigt ein eher unklares Erscheinungsbild mit unspezifischen Symptomen, die bei allen Hepatitisformen auftreten können. Sie geht jedoch oft mit einer chronischen Leberentzündung oder einer weiteren Autoimmunerkrankung einher.

 

Die virusbedingten Hepatitiden Typ A bis E zeigen alle ein ähnliches Symptombild. Grundsätzlich verlaufen sie in drei Stadien:

Prodromalphase (präikterisches Stadium)

  • grippeähnliche Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen
  • Hautausschläge
  • Dauer der Phase: Tage bis Wochen mit zunehmender Beeinträchtigung des Wohlbefindens

 

Krankheitsphase (ikterisches Stadium)

  • Oftmals Besserung des Allgemeinbefindens mit Beginn der Gelbsucht (Ikterus)

Achtung: Bei etwa der Hälfte der Patienten tritt keine Gelbsucht auf.

  • Ikterus geht mit Juckreiz einher
  • lehmfarbener Stuhl
  • braungefärbter Urin
  • Schwellung der Leber und Milz, tastbar geschwollene Lymphknoten
  • Hautausschläge
  • Dauer des Stadiums: 2-6 Wochen, bei Abwehrgeschwächten länger

 

Rekonvaleszenzphase (postikterisches Stadium)

  • Rückbildung aller Krankheitssymptome
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit können über längere Zeit fortbestehen

 

 

Ikterus (Gelbsucht) bedeutet, dass die Haut wie auch die Skleren (weiße Lederhaut im Auge) eine gelbliche Färbung annehmen. Ursache ist, dass das Bilirubin aufgrund einer Leberfunktionsstörung nicht mehr über die Gallenflüssigkeit in den Darm abgegeben und ausgeschieden wird, sondern sich im Blut ansammelt. Aufgrund einer Lebererkrankung kann die Aufnahme des Bilirubins aus dem Blut und seine Verstoffwechselung in den Leberzellen oder die Ausscheidung über die Gallenwege gestört sein. Nun müssen die Nieren einen Teil des nicht verstoffwechselten Bilirubins ausscheiden, wodurch sich der Urin dunkelgelb bis bräunlich verfärbt. Über den Darm wird nur noch ein geringer Anteil des Bilirubins ausgeschieden, was dazu führt, dass der Stuhl seine typische Farbe verliert und lehmfarben aussieht. Mit dem Ikterus geht meist ein starker Juckreiz einher. Der Grund ist, dass sich das Bilirubin in der Haut einlagert und von dort nur schwer ausgeschieden werden kann.

 

Bilirubin ist ein Abbauprodukt des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff). Es entsteht beim Abbau von überalterten roten Blutkörperchen in der Leber und hat eine gelb-bräunliche Farbe. Es wird über die Galle in den Darm abgegeben und verleiht der Gallenflüssigkeit ihre Färbung.

Diagnose und Test: Hepatitis feststellen

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Diagnose in der Übersicht

  • Anamnese
  • körperliche Untersuchung: Tastbefund der Leber, Ultraschallbefund, äußeres Erscheinungsbild, Ermittlung wichtiger Laborwerte, Leberbiopsie
  • Meldepflicht an das Gesundheitsamt bei bestätigter Virushepatitis

Anamnese

Um eine Hepatitis zu diagnostizieren, steht am Anfang die Anamnese. Viele Ihrer Beschwerden oder Auffälligkeiten können für den Arzt oder Heilpraktiker bereits im Anfangsstadium wegweisend sein, wenn die Begleitumstände mitberücksichtigt werden. Je früher die Diagnose gestellt werden kann, desto wahrscheinlicher ist die vollständige Ausheilung der Entzündung.

Eine Virushepatitis ist meldepflichtig beim Gesundheitsamt, die weitere Behandlung ist ausschließlich Ärzten vorbehalten.

 

Besonders wichtig für den Behandler sind folgende Informationen:

  • Einnahme von Medikamenten, Art der Medikamente
  • täglicher/ wöchentlicher Alkoholkonsum
  • auffällige Gewichtsveränderungen
  • unerklärliche Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Ernährungsgewohnheiten und Appetit
  • Verdauungsbeschwerden, Stuhlbeschaffenheit
  • unklare Temperaturerhöhung
  • grippeähnliche Symptome
  • vorausgegangene Auslandsaufenthalte
  • medizinische Eingriffe, Durchführung von Tätowierungen/ Piercings
  • ungeschützter Geschlechtsverkehr

 

Körperliche Untersuchung

Bestimmte äußerlich sichtbare Merkmale, die sog. Leberhautzeichen können auf eine Leberstörung hinweisen:

 

  • Gelbfärbung der Skleren (weiße Lederhaut des Auges) oder der Haut aufgrund eines erhöhten Bilirubinspiegels im Blut
  • Lacklippen oder Lackzunge (rot glänzende Lippen und Zunge)
  • Spider naevi: Gefäßverzweigungen auf der Haut wie kleine Spinnen, besonders im Gesicht
  • Mundwinkelrhagaden: eingerissene Mundwinkel
  • Weißnägel: weißliche Verfärbung der Nägel
  • Palmarerythem: gerötete Handinnenflächen
  • Hämatome oder häufiges Nasenbluten (aufgrund Blutgerinnungsstörungen)
  • Medusenhaupt: aufgetriebener Oberbauch (Verdauungsstörungen mit möglicher Leberbeteiligung) mit Venenzeichnung
  • Bauchumfang vergrößert
  • Gynäkomastie: Brustbildung bei Männern
  • Bauchglatze: verminderte Behaarung bei Männern im Bauchbereich

Bei der körperlichen Untersuchung sind bei einer Hepatitis eventuell teigige Veränderungen oder Verhärtungen am tastbaren Bereich der Leber feststellbar. Wenn die Leber deutlich unterhalb des Rippenbogens tastbar ist, weist das auf eine Vergrößerung und mögliche Schwellung des Organs hin.

 

Weitere diagnostische Verfahren

Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) macht Größe und Struktur der Leber sichtbar und kann Hinweise auf eine Leberzirrhose geben.

 

Bei Bedarf kommen bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz. Diese Untersuchung ist dann sinnvoll, wenn die Ultraschalluntersuchung einen unklaren Befund ergeben hat und für erhöhte Leberwerte keine eindeutige Ursache gefunden werden konnte.

 

Eine Leberbiopsie (Entnahme einer Gewebeprobe) kann sowohl zur Diagnosefindung bei unklaren Leberbeschwerden wie auch zur Verlaufskontrolle bei Hepatitis durchgeführt werden. Dabei wird unter örtlicher Betäubung oder einer leichten Narkose eine Hohlnadel durch die Bauchhaut in die Leber eingeführt und eine winzige Gewebeprobe entnommen, die dann im Labor analysiert wird. Diese diagnostische Methode wird vor allem bei Verdacht auf eine alkoholische Leberschädigung, Krebserkrankungen oder Hepatitis angewendet.

 

Blutuntersuchung

Bei einer akuten Leberentzündung sind folgende Blutwerte erhöht:

  • Leberwerte: GOT (AST), GPT (ALT), Gamma-GT, AP, Bilirubin
  • Leukozyten, Erythrozyten, Blutgerinnungsparameter (kleines Blutbild)
  • Ferritin und Transferrin (Eisenwerte im Blutserum)
  • Entzündungsparameter: CRP-Wert (C-reaktives Protein; wird bei Entzündungen vermehrt ins Blut abgegeben) und BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)

 

Bei Verdacht auf eine virusbedingte Hepatitis werden zusätzlich noch folgende Parameter bestimmt:

  • Hepatitis-Serologie (Antikörpernachweis gegen Hepatitisviren A, B, C, D, E)
  • Immunglobuline IgG und IgM

 

Liegt der Verdacht auf eine Autoimmunhepatitis nahe, wird das Blut zusätzlich auf Autoantikörper hin untersucht, die das Lebergewebe zerstören.

Bei Verdacht auf Hepatitis A – E oder der bestätigten Diagnose besteht Meldepflicht beim örtlichen Gesundheitsamt.

Durchführung von Hepatitis-Tests

Hepatitis-Serologie: In einem indirekten Hepatitis-Test wird die Blutprobe auf Antikörper gegen Hepatitisviren Typ A, B, C, D und E untersucht. Im Labor wird das Blut also nicht direkt auf die Erreger einer Virushepatitis untersucht, sondern nach spezifischen Antikörpern, die der Organismus bei einer solchen Infektion produziert. Anhand der nachgewiesenen Antikörper kann man ablesen, in welchem Stadium die Leberentzündung ist.

Direkter Hepatitis-Test: Dieser Test überprüft, ob im Blut das Erbgut der einzelnen Hepatitis-Viren nachweisbar ist. Gegebenenfalls werden mittels eines PCR-Tests (PCR = Polymerasekettenreaktion) winzige Bestandteile des Virenerbguts vervielfältigt, um sie nachweisen zu können.

Differentialdiagnosen

Wichtig sind bei Lebererkrankungen die Differentialdiagnosen. Da die Leber bei zahlreichen anderen Erkrankungen mitbeteiligt ist, ist es wichtig, dass diese in der Anamnese mit erfragt sowie bei der körperlichen Untersuchung bedacht werden.

Insbesondere bei Schmerz oder Druckschmerzhaftigkeit müssen andere Organe berücksichtigt werden, da die Leber über keine Schmerzrezeptoren verfügt. Aufgrund der Nähe der Leber zu Organen wie der Bauchspeicheldrüse, der Gallenblase oder des Darms sollten diese auf Entzündungszeichen oder andere Störungen hin untersucht werden.

Häufig sind auch Gallensteine Auslöser für Beschwerden im rechten Oberbauch. Darüber hinaus können Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen ursächlich sein für Störungen in der Leber.

Auch Erkrankungen im Hormonsystem, Störungen der Schilddrüse oder bestehende Autoimmunerkrankungen (z. B. Lupus erythematodes) können sich auf die Leber auswirken. Zudem kann eine Rechtsherzinsuffizienz die Ursache für eine Lebervergrößerung sein, da sich aufgrund der Herzschwäche Blut aus dem venösen Kreislauf in die Leber zurück staut.

 

 

Leberwerte

Leberwerte in der Übersicht

  • Leberwerte sind u. a. Enzyme, die bei Schädigung der Leberzellen ins Blut freigesetzt werden und dadurch erst nachweisbar sind.
  • Leberwerte sollten immer im Zusammenhang mit anderen Blutparametern betrachtet werden, um eine Aussagekraft zu erhalten.
  • Die wichtigsten Blutwerte sind: GOT (alternativ AST), GPT (alternativ ALT), GLDH, GammaGT und AP.
  • GOT und GPT zeigen akute Leberprobleme an, steigen bei schleichenden Schädigungen jedoch nur mäßig.
  • Gamma-GT ist der „sensibelste“ Leberwert, der bei Leberstörungen im Anfangsstadium bereits nachweisbar ist, darüber hinaus auch bei chronischem Alkoholkonsum und Gallensteinen.

Was sind Leberwerte?

Leberwerte sind im Blut nachweisbare Parameter, die über die Funktionsfähigkeit der Leber Auskunft geben. Sie werden im Rahmen einer Labordiagnostik bestimmt, wenn ein Verdacht auf eine Lebererkrankung besteht.

Sind veränderte Leberwerte im Blut nachweisbar, ist dies oft ein erstes Indiz auf krankhafte Veränderungen des Organs. Jedoch können nicht nur Lebererkrankungen, sondern auch Erkrankungen anderer Organe, Stress, Medikamente, schwere körperliche Arbeit oder Leistungssport ursächlich für die Erhöhung bestimmter Blutwerte sein, die primär der Leber zugeordnet werden.

 

Wichtig ist, die einzelnen Leberwerte nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit den anderen Leberparametern zu betrachten. Leicht erhöhte Leberwerte müssen nicht gleich Grund zur Besorgnis geben. Ein vorangegangener Virusinfekt, eine Entgiftungskur des Körpers oder eine Überlastung oder Verletzung der Muskulatur beim Sport, die sich mit Muskelschmerzen gezeigt hat, können vorübergehend die Leberwerte im Blut erhöht erscheinen lassen.

 

Bedenken Sie: Ein Blutbild ist eine Momentaufnahme. Um eine Diagnose stellen zu können, bedarf es weiterer Untersuchungen und einer Kontrolle der Blutwerte nach einigen Wochen, sofern die Blutparameter nicht alarmierend hoch sind.

Die wichtigsten Leberwerte sind:

 

Parameter, die bei Leberzellschädigung aus den Leberzellen freigesetzt werden

  • GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase) oder auch AST (Aspartat-Aminotransferase)

Dieser Leberwert zeigt Erkrankungen der Leber, aber auch Schädigung von Herz- und Muskelzellen. In geringen Mengen kommt das Enzym auch in Lunge, Bauchspeicheldrüse und Gehirn vor. GOT kann auch erhöht sein, wenn es zu Störungen und Stauungen im Gallengangsystem kommt, als Reaktion auf die Einnahme von Antibiotika oder Schmerzmitteln wie Ibuprofen, aber auch bei Muskelerkrankungen, Leistungssportlern oder Menschen, die schwere körperliche Arbeit leisten.

 

  • GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase) oder ALT (Alanin-Aminotransferase)

Dieses Enzym kommt hauptsächlich in der Leber vor, in geringen Mengen auch in roten Blutkörperchen und Muskelzellen. Er ist ein Hauptindikator für Schädigungen im Lebergewebe.

Ist dieser Wert deutlich erhöht, weist dies auf Virusinfektionen, übermäßigen Alkoholgenuss, Hepatitis, Leberzirrhose, Störungen der Gallenwege, Einnahme von Medikamenten oder Drogen sowie Pilzgifte hin. Aber auch Muskelschädigungen nach dem Sport, Muskelerkrankungen oder eine Herzschwäche können bei einem erhöhten GPT-Wert ursächlich sein.

 

  • GLDH (Glutamatdehydrogenase)

Das Enzym GLDH ist an Stoffwechselvorgängen in der Leber beteiligt und stellt die Aminosäure Glutamat her. Es kommt hauptsächlich in der Leber vor, daher liegt bei einer Erhöhung des Blutwerts meist eine (chronische) Leberentzündung, Fettleber oder Leberzirrhose die Ursache. Aber auch Vergiftungen oder ein Gallenstau können dem erhöhten Blutwert zugrunde liegen.

 

 

Parameter, die bei einer Cholestase (Gallestau) freigesetzt werden

  • Gamma-GT (GGT; Gamma-Glutamyltranspeptidase)

Gamma-GT wird in der Leber, den Nieren, der Milz und der Bauchspeicherdrüse gebildet und erfüllt wichtige Funktionen im Eiweiß-Stoffwechsel. Dieses Enzym ist der sensibelste Leberwert und ist bereits im Anfangsstadium von Lebererkrankungen nachweisbar. Auch nach dem Genuss von 2 Gläsern Wein oder Bier ist der Wert bereits deutlich erhöht.

Darüber hinaus zeigt sich Gamma-GT erhöht bei Hepatitis, Gallestauungen, Herzinfarkt, Diabetes mellitus, Nierenerkrankungen sowie Bluthochdruck.

 

  • AP (Alkalische Phosphatase)

Dieses Enzym kommt in Leber- und Nierenzellen, Gallenwegen und Knochenzellen vor. Es zeigt Krankheiten an, die insbesondere mit Stoffwechselveränderung in Leber oder Skelettsystem im Zusammenhang stehen.

Beispiele sind alle Lebererkrankungen und Störungen im Gallefluss, Nierenschwäche, Knochenerkrankungen sowie Überfunktion der Nebenschilddrüse.

Auch Medikamente gegen Gicht, Epilepsie, Diabetes oder Depressionen können zu einer Erhöhung der AP führen.

 

  • Bilirubin

Bilirubin ist der gelbe Gallenfarbstoff, der als Stoffwechselprodukt beim Abbau des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff) in der Leber entsteht, und wir hauptsächlich über die Gallenflüssigkeit an den Darm, zum Teil über das Blut an die Niere abgegeben. Bei Störungen und Erkrankungen der Leber, bei Gallestau oder Entzündungen der Gallenwege sowie durch Medikamente, die in der Leber abgebaut werden, kann der Bilirubinspiegel im Blut steigen.

Hinweis: Bei Morbus Meulengracht ist ein leicht erhöhter Bilirubinspiegel physiologisch und daher unbedenklich.

 

 

Parameter, die bei Synthesestörungen der Leber verändert sind:

Da die Leber unser zentrales Stoffwechselorgan ist, lebenswichtige Proteine herstellt und zudem Speicher- und Abbaufunktionen von zahlreichen Substanzen und Nährstoffen hat, geben auch andere Blutwerte Hinweise auf eine Mitbeteiligung oder Erkrankung der Leber.

Zu diesen Blutwerten zählen:

  • Cholinesterase (ChE), Enzym, zeigt Leberstoffwechselaktivität an
  • Quickwert (TPZ) ermittelt die Blutgerinnungsfähigkeit
  • Transferrin (Protein zum Eisentransport)
  • Ferritin (Eiweiß zur Eisenspeicherung)
  • Albumin (in der Leber produziertes Bluteiweiß)
  • Eisen im Blutserum
  • Kupfer im Blutserum
  • Harnstoff im Blutserum

Extrem erhöhte Leberwerte

Extrem erhöhte Leberwerte deuten meist auf ein akutes Geschehen oder schwerwiegende Schädigungen von Organen hin. Gründe für extrem hohe Leberwerte sind:

  • Organinfarkte
  • akute Hepatitis
  • Vergiftungen
  • Erkrankungen, die mit Entzündungsschüben einhergehen (Multiple Sklerose, Morbus Wilson, Colitis ulcerosa etc.)
  • hochakute Virusinfektionen wie Herpes zoster (Gürtelrose), Pfeiffersches Drüsenfieber, Grippe, AIDS; prinzipiell können jedoch alle Viruserkrankungen mit (vorübergehend) deutlich erhöhten Leberwerten einhergehen.

Welche Ursachen liegen erhöhten Leberwerten zugrunde?

Wenn im Blutbild erhöhte Leberwerte nachweisbar sind, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass eine ernsthafte Lebererkrankung zugrunde liegt.

Mögliche Gründe für auffällige Leberwerte sind:

  • Ernährung und Gewicht: Übergewicht, hoher Gewichtsverlust in kurzer Zeit, Fehlernährung (zu viele ungesunde Fette, Kohlenhydrate, Fast Food, Obst am Abend)
  • Alkoholmissbrauch
  • Erkrankungen: Fettleber, Leberzirrhose, Entzündung der Gallenblase, Gallengrieß oder Gallensteine in der Leber (Verengung der Gallenwege und Stauung der Gallenflüssigkeit), Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Magen-Darm-Erkrankungen (Durchfall, Entzündungen, akute oder chronische Infekte), (virale) Infektionskrankheiten wie Röteln, Mumps, Grippe oder Infektiöse Mononukleose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Störungen im Hormonhaushalt (durch Schilddrüsenerkrankungen, Stress, hormonelle Verhütungsmittel etc.)
  • Medikamente: Abbau und Nebenwirkungen von Medikamenten (z. B. Ibuprofen) und Drogen
  • Gifte: Schwermetallvergiftung, Vergiftungen durch Pilze oder andere lebertoxische Substanzen
  • Extremsport: Leistungssport, Muskelverletzungen durch schwere körperliche Arbeit
  • besondere Lebensphase: Schwangerschaft

Etwa 80% der gelisteten Medikamente können zu einer Erhöhung der Leberwerte führen.

Besonders Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Paracetamol und Diclofenac sind Gift für die Leber.

Aber auch Antibiotika, Antiepileptika, Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) sowie Statine belasten die Leber erheblich.

BlutwertReferenzbereich FrauenReferenzbereich Männer
GOT (AST)10 – 35 U/l10 – 50 U/l
GPT (ALT)bis 19 U/lbis 23 U/l
GLDHBis 3,0 U/lBis 4,0 U/l
Gamma-GTbis 39 U/lBis 66 U/l
AP60 – 18 U/l 60 – 18 U/l 60 – 80 U/l
Bilirubin
(gesamt im Blutserum)
bis 1,0 mg/dl
(≤ 17,1 µmol/l)
bis 1,0 mg/dl
(≤ 17,1 µmol/l)
Kupfer11,6 – 19,2 µmol/l12,4 – 20,6 µmol/l
Quick-Wert (TPZ)70 – 120 %70 – 120 %
Albumin56 – 68 %
(3,8 – 6,0 g/dl)
56 – 68 %
(3,8 – 6,0 g/dl)
Eisen (im Blutserum)11,6 – 19,2 µmol/l12,4 – 20,6 µmol/l
Transferrin13 – 651 µg/l4 – 665 µg/l
Harnstoff im Serum10 – 50 mg/dl
(1,64 – 8,18 mmol/l)
10 – 50 mg/dl
(1,64 – 8,18 mmol/l)

Möglicher Krankheitsverlauf und Prognose

Das-Wichtigste-in-Kürze

Krankheitsverlauf in der Übersicht

  • Akute Hepatitiden heilen meist komplikationslos innerhalb eines halben Jahres aus.
  • Chronische Hepatitiden können zu einer erheblichen Schwächung und Einschränkung der Leberfunktionen führen mit Auswirkungen auf den gesamten Organismus.
  • In schweren Verläufen kann die chronische Entzündung zu Leberzirrhose, Leberversagen oder Leberkrebs führen.
  • Die Prognose der Virushepatitiden hängt von der Art des Virus und der Art der Behandlung ab.

Eine akute Hepatitis heilt bei Schonung, Meidung von leberschädigenden Substanzen und Anwendung leberstärkender und entgiftungsfördernder Mittel meist innerhalb von 6 Monaten komplikationslos aus.

Wenn sie einen chronischen Verlauf nimmt, wird die Leber in ihrer Leistungsfähigkeit zunehmend eingeschränkt, ihre Stoffwechsel- und Entgiftungsfunktion wird zunehmend geschwächt, wodurch es zu Krankheiten und Funktionsstörungen im ganzen Organismus kommen kann.

In schweren Fällen wird das chronisch geschädigte Gewebe in funktionsunfähiges Bindegewebe umgebaut, das schließlich vernarbt und zu einer fortschreitenden Leberzirrhose mit der Gefahr völligen Leberversagens führt.

Zudem erhöht sich bei chronischer Hepatitis mit einhergehender Leberzirrhose die Gefahr des Leberzellkarzinoms.

 

 

Die Prognose bei den Virushepatitiden hängt von der Art des Virus und der Art der Behandlung ab:

Hepatitis A: Krankheitsverlauf meist leicht mit vollständiger Ausheilung und lebenslange Immunität gegen den Hepatitis-Virus Typ A.

Hepatitis B:  Bei 90% der Erkrankten unkomplizierter Verlauf; bei vollständiger Ausheilung lebenslange Immunität; bei unvollständiger Ausheilung verbleibt das Virus in der Leber, chronischer Verlauf mit wiederholter Reaktivierung des Virus; erhöhtes Risiko von Leberzirrhose, Leberversagen und Leberzellkarzinom.

Hepatitis C:  Zum Teil fulminanter Verlauf; bei ca. 75% der Erkrankten chronischer Verlauf mit erhöhtem Risiko von Leberzirrhose, Leberversagen und Leberzellkarzinom.

Hepatitis D:  Tritt nur bei an Hepatitis B Erkrankten auf; meist schwerer Verlauf und bei 90% Chronifizierung mit erhöhtem Risiko von Leberzirrhose, Leberversagen und Leberzellkarzinom.

Hepatitis E:  Meist Ausheilung innerhalb von 3 Monaten und ohne Komplikationen.

Ernährung bei Hepatitis

Das-Wichtigste-in-Kürze

Ernährung in der Übersicht

Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen.

Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt. Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.

Bei Hepatitis ist eine mikronährstoffreiche, überwiegend vegetarische Ernährung die Basis jeder Therapie.

Die Leber braucht Bitterstoffe, die die Bildung der Verdauungssäfte anregen, wodurch die Aufspaltung der Nährstoffe im Darm sowie die Fettverdauung erleichtert werden. Geeignete Lebensmittel sind Artischocke, Chicorée, Endivie, Oliven, Ingwer, Rosenkohl und Radicchio oder Kräuter wie Löwenzahn, Rucola oder Pfefferminze.

Lebensmittel, die die Entgiftungsfunktion der Leber unterstützen und zugleich die Leber anregen, sich selbst zu reinigen, sind beispielsweise: Knoblauch, Zitrone, Artischocke, Leinöl, Kurkuma und Rote Bete.

Am Abend sollte eine leichte, kohlenhydrat- und fettarme Kost zu sich genommen werden. Je früher die letzte Mahlzeit vor dem Schlafengehen eingenommen wird, desto besser.

Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen. Diese chronische Entzündung lässt Arterien verkalken, schwächt unseren Darm und unser Immunsystem, beeinflusst unsere Psyche negativ und lässt letztlich Zellstress entstehen. Wie im Kapitel Ursachen ausführlich dargestellt, sind entzündliche Prozesse auch bei der Hepatitis an der Entstehung beteiligt. Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen bei Hepatitis in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:

  • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
  • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
  • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Hepatitis
  • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

 

Probleme der heutigen Ernährung

Obwohl in Deutschland kein Mangel an Nahrungsmittelvielfalt herrscht, wird eine naturbelassene Ernährung mit vielen qualitativ hochwertigen und unverarbeiteten Produkten immer seltener. Volle Arbeitstage, Alltagsstress, keine Zeit zu kochen und auch der Mangel an Wissen und Fähigkeiten führen zunehmend zu einer ungesunden Ernährung.

 

Fertigprodukte statt frisch kochen: Western Diet

Diese Art der Ernährung wird oft unter dem Begriff Western Diet zusammengefasst, weil sie vor allem in den westlichen Industrieländern weit verbreitet ist und sich zunehmend auch in Ländern mit traditionell gesunder Ernährung ausbreitet – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.

Western Diet

hochkalorisch, zuckerreich, gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, salzreich, viele Konservierungsstoffe und hochverarbeitete Produkte (Fastfood, Fertigprodukte, „Junkfood“) – dagegen wenig frisches Obst und Gemüse, keine hochwertigen Pflanzenöle, wenig komplexe Kohlenhydrate, wenige Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe.

 

Nährstoffzufuhr aus dem Gleichgewicht

Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen. Unsere Lebensmittel setzen sich zum einen aus Makronährstoffen zusammen, die uns Energie und Baumaterial liefern: Kohlehydrate, Fette und Eiweiße.

Auf der anderen Seite enthalten Lebensmittel auch unzählige Mikronährstoffe, die das Umsetzen der Makronährstoffe im Stoffwechsel erst möglich machen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fettsäuren, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.

Ungesund wird eine Ernährung dann, wenn die einzelnen Gruppen nicht mehr im Gleichgewicht zueinander stehen. Arbeit findet z. B. heute sehr oft als sitzende Tätigkeit am Schreibtisch statt, wo keine bis kaum Kalorien verbrannt werden – jedoch dominieren Kohlehydrate nach wie vor zu einem großen Anteil unsere tägliche Ernährung, was die Entwicklung einer chronischen Entzündung besonders fördert – das ständige Zuviel.

 

Anti-entzündliche Ernährung: Profitieren Sie auf allen Ebenen

Erst gravierende Erkrankungen und Ereignisse wie eine Hepatitis lassen uns aufhorchen und führen oft zu einem Wendepunkt im Leben: Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen!

Sich gesund zu ernähren heißt nicht sich selbst zu kasteien, zu verzichten oder strikte Pläne einzuhalten. Es bedeutet Neues kennenzulernen, alte Wege zu verlassen und sich jeden Tag fitter, gesünder und leistungsfähiger zu fühlen statt immer müde, abgeschlagen und energielos. Sie können dabei Schritt für Schritt etwas an Ihrer Ernährung ändern, statt zu versuchen, von heute auf morgen alles auf den Kopf zu stellen. Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.

 

Was ist antientzündliche Ernährung?

Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Eine pro-entzündliche Ernährung ist einer der Hauptauslöser für eine chronisch-schwelende Entzündung in unserem Körper, die stille Entzündung (silent inflammation).

Die folgende Tabelle stellt Ihnen wichtige anti- und pro-entzündliche Nahrungsmittelgruppen vor:

Anti-entzündliche Nahrungsmittel und pro-entzündliche Nahrungsmittel

 

PRO Anti-entzündliche Ernährung (mediterrane Diät)KONTRA
Pro-entzündliche Ernährung („Westliche“ Diät)
Olivenöl, Walnussöl, Leinöl, Hanfölfrittierte Lebensmittel, Margarine, Sonnenblumenöl, Schweineschmalz, Sojaöl, Maiskernöl
Obst (zuckerarme Sorten bevorzugen: Beeren, Zitrusfrüchtw, Äpfel
Gemüse (mindestens „5 am Tag“: grüne Blattgemüse, Brokkoli, Spinat, Kohlsorten, Topinambur, alle Salate, Wildkräuter
Fast Food, Fertigprodukte, Süßigkeiten, industriell gefertigte Snacks
Vollkornprodukte: Getreideprodukte aus dem vollen Korn inklusive aller BallaststoffeProdukte aus Auszugsmehlen („Weiß“), Weizen
Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Tofu, Eier: moderater Konsum (mind. Bio-Freiland-HaltungWurstwaren, viele Milchprodukte
fetter Seefisch: Lachs, Makrele, SardinenSchweinefleisch
frische Kräuter, antientzündliche Gewürze wie Chilli, Kurkuma, Ingwer
Sulfide: Knoblauch, Zwiebeln, Meerettich
sehr salzreich
Getränke und Tee: Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, grüner TeeSoftdrinks, häufiger Alkoholkonsum Milchmixgetränke
Nüsse und Saaten: Walnüsse, Leinsamen, Pinienkerne, Kürbiskerne, MacadamianüsseErdnüsse, gesalzene und aromatisierte „Knabbernüsse“
Probiotika: Kefir, Joghurt, milchsauer eingelegte Gemüse, Misopaste

Weitere Eckpunkte einer gesunden Ernährung bei Entzündungen der Leber sind:

  • Flexitarismus: Insgesamt sollte Ihre Ernährung vorwiegend pflanzenbasiert ausgerichtet sein – Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind in Maßen zu genießen, dafür in hochwertiger Qualität.
  • Mittelmeer-Diät: Gute Orientierung bei einer anti-entzündlichen Ernährung bietet die mediterrane Ernährung – Menschen, die sich traditionell nach der Mittelmeerdiät ernähren, leiden seltener unter der chronischen Entzündung und deren Folgen, z. B. weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Regional und saisonal: Produkte aus der Region, die keinen weiten Anreiseweg hatten, sind frischer und oft nährstoffreicher. Viele Superfoods haben einheimische „Verwandte“ wie z. B. Leinsamen (statt Chiasamen) oder Hagebutten (statt Goji-Beeren).
  • Gesunde Fette: Fett reduzieren ist passé, viel wichtiger, ist die richtigen Fette aufzunehmen: Die optimalen Quellen sind kaltgepresste, hochwertige Öle. Dabei sollte der Anteil der Omega-3-Fettsäuren möglichst hoch sein, da sie im Gegensatz zu den Omega-6-Fettsäuren entzündungs- und schmerzhemmend wirken.
  • Kohlenhydrate reduzieren: Essen Sie insgesamt weniger Kohlenhydrate, also weniger weißes Brot, weniger weiße Nudeln und Reis. Zu viele dieser getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht der Botenstoffe. Die Leber wandelt sie in Zucker um, wenn die Speicher voll sind in Fett.
  • Zucker und zuckerhaltige Nahrungsmittel wie Kuchen, Marmeladen und Süßigkeiten sind Genussmittel, die zwar schnell Energie bringen, regelmäßig oder in größeren Mengen verzehrt jedoch dem Körper nichts Gutes tun.
  • Eiweißreiche Lebensmittel wie Fisch, Hülsenfrüchte oder Samen entlasten eine geschwächte oder kranke Leber.
  • Vegetarismus und Veganismus sind Ernährungsformen, die sehr gesund und ausgewogen sein können, aber nicht automatisch sind: Wenn viele oben genannte Nahrungsmittel integriert werden und auf ausreichend Mikronährstoffzufuhr geachtet wird. Auch der vegane Trend hat viele Fertigprodukte auf den Markt gebracht, die oft mit einer gesunden Ernährung nichts mehr gemeinsam haben. Achten Sie also weniger auf ein „Label“, sondern auf Ausgewogenheit.
  • Achtsamkeit beim Essen: Genuss, Freude und Langsamkeit gehören zu einer gesunden Ernährung genauso wie hochwertige Nahrungsmittel.
  • Alkoholverzicht: Senken Sie Ihren Alkoholkonsum oder verzichten Sie am besten generell auf Alkohol.
  • Obst am Abend wird nicht mehr optimal verdaut, sondern geht in einen Gärungsprozess im Darm über. Die dabei entstehenden Fuselalkohole schaden Ihrer Leber.
  • Fertignahrungsmittel enthalten neben Geschmacks- und Konservierungsstoffen meist schädliche Fette und Zucker. Ersetzen Sie diese lieber durch Frischkost und würzen Sie selbst mit Kräutern.
  • Fastenperioden: Intervallfasten oder Buchinger-Fasten können sinnvoll sein für einen Neustart oder ein jährliches Ritual, hier müssen Sie selbst abwägen, ob es zu Ihnen passt.
  • Salzarme Speisen werden bei Lebererkrankungen empfohlen, besonders wenn Sie bereits zu Wasseransammlungen im Körper neigen. Salz bindet Wasser im Körper. Unraffiniertes, naturbelassenes Steinsalz, das neben Natrium und Chlorid noch weitere Mineralstoffe und Spurenelemente enthält, ist eine Alternative zu Kochsalz. Verwenden Sie es dennoch nur sparsam und würzen Sie stattdessen vermehrt mit frischen Kräutern.
  • In Bewegung bleiben: Zu einer gesunden Ernährung gehört Bewegung – neben vielen anderen positiven Effekten, wirkt die Verdauung angeregt und die Darmpassage gefördert.

 


Das HTM-Team empfiehlt

Bei der Verwendung von Salz sollten Sie auf seine Naturbelassenheit achten. Herkömmliches Kochsalz ist meist gebleichtes Meer- oder Steinsalz, welches zusätzliche Rieselhilfen enthält. Unraffiniertes Steinsalz hingegen ist frei von Mikroplastik und weiteren Zusätzen. Stattdessen weist es zusätzliche Spurenelemente wie Magnesium, Calcium oder Kalium auf. Wir empfehlen Ihnen naturbelassenes Steinsalz aus den Hochgebirgen Deutschlands:


 

So sollte Ihr Teller aussehen

Mit dieser Telleraufteilung versorgen Sie Ihren Organismus optimal mit wichtigen Mikronährstoffen und ausreichend Energie-Lieferanten (Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß). Achten Sie also darauf nicht nur Beilagen und Fleisch/ Fisch zu sich zu nehmen, sondern variieren Sie vor allem mit verschiedenen Gemüse- und Obstkombinationen. So gehen Sie Übergewicht aus dem Weg und bewahren sich vor Speisen mit zu hohen Kalorienwerten.

 

Ernährung zur Prävention und Therapiebegleitung von Leberentzündungen

Für jeden Menschen, unabhängig davon, ob die Leber bereits erkrankt ist, ist eine gesunde Ernährung ratsam. Die Leber spielt eine zentrale Rolle in unserem Organismus, daher tun wir gut daran, sie mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen und Giftstoffe weitestgehend zu vermeiden.

Eine konsequente Ernährung und die Beachtung bestimmter Maßnahmen helfen der kranken Leber, sich zu erholen. Bereits nach einem halben Jahr schon können sich die Leberwerte normalisieren.

 

Um die Leber auf natürliche Weise bei ihrer Entgiftungs- und Stoffwechselarbeit zu unterstützen, setzen Sie folgende Lebensmittel so oft wie möglich auf Ihren Speiseplan:

  • Knoblauch enthält Selen, das der Leber beim Entgiften, insbesondere von Schwermetallen und Chemikalien, hilft.7 Im Frühjahr kann alternativ auch frischer Bärlauch statt Knoblauch verwendet werden.
  • Brokkoli, Rettich & Radieschen: darin enthaltene Senfölglykoside, Vitamin C und Sulforaphan sind natürliche Antioxidantien und aktivieren bestimmte Leberenzyme, die Giftstoffe ausleiten. Besonders empfehlenswert sind die Gemüse als Sprossen.

Das HTM-Team empfiehlt

Unsere Produkttipps:


  • Walnüsse enthalten u. a. Linolensäure, Zink und Vitamin E, was sich positiv auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel auswirkt. Zudem sind ihre Inhaltsstoffe entzündungshemmend und durchblutungsfördernd.
  • Rote Bete ist reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Antioxidantien, die eine leberreinigende Wirkung haben, und fördert die Durchblutung. Rote Bete ist laut einer Studie insbesondere bei Fettleber heilsam. 25
  • Artischocken regen den Stoffwechsel und den Gallefluss an, bindet Giftstoffe und unterstützt damit die Ausleitung der Gifte.
  • Das in Kurkuma enthaltene Curcumin regt ebenso den Gallefluss an, kann den Cholesterinspiegel senken und Entzündungen lindern.
  • Koriander unterstützt die Ausleitung von Giftstoffen und Schwermetallen 8, wirkt entzündungshemmend, antibiotisch und fördert die Verdauung.
  • Zitrone ist reich an Antioxidantien und Vitamin C und aktiviert Entgiftungsenzyme in der Leber.
  • Hafer(flocken) unterstützen den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel, wirken entzündungshemmend und cholesterinsenkend.
  • Leinöl enthält nicht nur die wichtigen Omega-3-Fettsäuren, sondern verbessert die Blutfettwerte und senkt den Blutzuckerspiegel, wodurch die Leber Entlastung findet. Außerdem wirken Omega 3-Fettsäuren entzündungshemmend.
  • Süßholzwurzel erhöht die natürliche Immunreaktion und hemmt Viren in ihrem Wachstum und kann sie sogar inaktivieren. 9
  • Bitterstoffe regen die Bildung der Galle sowie anderer Verdauungsenzyme an. Dadurch werden die Fette im Nahrungsbrei besser aufgespalten und können von der Leber verstoffwechselt werden. Besonders reich an Bitterstoffen sind Artischocke, Chicorée, Endivie, Oliven, Ingwer, Rosenkohl und Radicchio oder Kräuter wie Löwenzahn, Rucola oder Pfefferminze.

 


Das HTM-Team empfiehlt

Die in beispielsweise Brokkoli-, Rettich- und Radieschensprossen enthaltenen Antioxidantien helfen dabei, Giftstoffe auszuleiten und unterstützen dabei die Funktion der Leber. Um diese Sprossen frisch bei Ihnen zu Hause zu ziehen, brauchen Sie keinen Garten, sondern nur etwas Platz für ein Keimglas. Wir empfehlen Ihnen ein besonders pflegeleichtes und gleichzeitig dekoratives Sprossenset:


 

Sprossen selbst züchten

Sprossen können leicht zuhause auf der Fensterbank gezogen werden. Besorgen Sie sich ein Keimglas und Bio-Saatgut.

  • Waschen Sie das Saatgut in einem Sieb, weichen Sie es für mehrere Stunden in Wasser ein und gießen Sie es anschließend ab. Nicht gequollenes, und damit inaktives Saatgut wird aussortiert, da es sonst faulen und damit die Sprossen verderben könnte.
  • Stellen Sie das Keimglas mit den Sprossen auf den Kopf. Es steht in einer Schrägstellung, damit noch vorhandenes Wasser gut abtropfen kann. Daher ist es ratsam einen kleinen Teller unterzustellen.
  • Spülen Sie die Sprossen 2 bis 3mal täglich mit Wasser, damit sie immer gut feucht bleiben.
  • Je nach Saatgut können Sie die fertigen Sprossen bereits nach 4 Tagen ernten.
  • Essen Sie die Sprossen pur, im Salat oder als Brotbelag. Übrige Sprossen können bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden

Wenn bei Ihnen eine Hepatitis diagnostiziert wurde, sollten Sie zusätzlich zu den oben beschriebenen Maßnahmen vermehrt kalorienarme und eiweißhaltige Lebensmittel in Ihren Speiseplan aufnehmen.

Wenn die Lebererkrankung bereits fortgeschritten ist und zirrhotische Veränderungen festgestellt wurden, sollte die Ernährung kalorien- und eiweißreich sein, da die Leber nur noch einen Teil der Nahrung verstoffwechseln kann und somit die Gefahr einer Mangelernährung und eines raschen Gewichtsverlusts droht. Wählen Sie dennoch Lebensmittel, die möglichst aus biologischem Anbau stammen und vor allem reich an Mikronährstoffen sind.

Denn gerade der Mangel an Mikronährstoffen begünstigt das Voranschreiten der Erkrankung.

Nehmen Sie besser mehrere kleine statt weniger großer Mahlzeiten zu sich, um die Leber zu entlasten und möglichst viele der Nährstoffe aufnehmen zu können.

 

Therapie und Prävention von Hepatitis

Jede Behandlung enthält präventive Aspekte und jede Prävention wirkt auch als Therapie. Die Grundpfeiler jeder Vorbeugung und Therapie basieren auf unserem Lebensstil: Wie ernähren Sie sich? Ist Ihr Organismus ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt? Wieviel Bewegung ist in Ihren Alltag integriert? Rauchen Sie und wieviel Alkohol konsumieren Sie? Bestimmt Stress Ihr ganzes Leben? Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, können sich diese Basispfeiler positiv auf Ihre Gesundheit auswirken, aber auch jahrelange Risikofaktoren für viele Erkrankungen darstellen. In diesem Kapitel werden zahlreiche ganzheitliche Methoden vorgestellt, die Ihre Gesundheit und Lebensqualität stärken können – präventiv und/oder auch als Therapie.

 

Gerade bei der Virushepatitis ist die Prophylaxe die beste Therapie. Gleichzeitig schützen Sie sich mit diesem Verhalten vor zahlreichen anderen Erkrankungen wie z. B. AIDS, Geschlechtskrankheiten und Reisedurchfall.

  • Praktizieren Sie Safer Sex, um sich vor Übertragungen beim Geschlechtsverkehr zu schützen (Kondome).
  • Vermeiden Sie Infektionen auf Reisen, indem Sie nach der Regel handeln: „Cook it, peel it or leave it“.
  • Vermeiden Sie Rohkost wie Salate oder ungeschältes Obst, Meeresfrüchte, Leitungswasser oder Eiswürfel und Speiseeis.
  • Achten Sie bei Piercings und Tätowierungen auf hygienische Bedingungen, korrekt durchgeführte Desinfektion und sterile Nadeln.
  • Bei i.v.-Drogenabhängigkeit: Vermeiden Sie Needle Sharing (Teilen der Kanülen/Spritzen).

Mikronährstoffe

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Mikronährstoffe in der Übersicht

 

  • sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen bei Hepatitis. Besonders wichtig sind Zink, Magnesium, die Vitamine A, B6, C, D und E, Selen, Omega 3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe wie Curcumin, Senfölglykoside oder Sulphorafan.
  • Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Der Körper muss mit Mikronährstoffen optimal versorgt sein, damit Folgen der Hepatitis abgemildert und Nebenwirkungen der Medikamente reduziert werden können.

 

Mikronährstoffe – was ist das?

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert. Im weiteren Sinne lassen sich auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme hinzuzählen. Makronährstoffe wie Eiweiße, Kohlehydrate und Fette sind unsere Energielieferanten, während die Mikronährstoffe an Prozessen wie z. B. Blutgerinnung, Immunabwehr und Knochengesundheit beteiligt sind. Einige Mikronährstoffe kann unser Körper selbst herstellen, die meisten jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Der menschliche Organismus – ein Blick in die Zellen

Der Mensch besteht aus über 70 Billionen Zellen. Diese können alle nur optimal funktionieren, wenn sie mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt sind. Es gibt nahezu keinen Stoffwechselschritt, an dem nicht mehrere Mikronährstoffe beteiligt sind. Dazu zählen unter anderem die:

 

  • Aktivierung von Enzymen und Hormonen (Stoffwechselaktivität)
  • Abwehrleistung des Immunsystems (Immunstoffwechsel)
  • Energieproduktion in den Kraftwerken unserer Zellen, den sogenannten Mitochondrien (Energiestoffwechsel)
  • Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (Herzkraft und -rhythmus)
  • Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskelkraft und -koordination)
  • Impulsübertragung in und der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Nerven- und Gehirnstoffwechsel)

 

Für alle Stoffwechselreaktionen im Körper sind Enzyme notwendig, sie wirken wie ein Katalysator. Enzyme können ihren Aufgaben jedoch nur mithilfe von Mikronährstoffen nachkommen. Je besser der Körper mit Nährstoffen versorgt ist, desto besser funktioniert der gesamte Organismus. Ein Mikronährstoffmangel kann sich also negativ auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Um Ihre Gesundheit zu schützen und Ihre weiteren Therapien zu unterstützen, sollten Sie also auf Ihren Mikronährstoffhaushalt achten.

 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?

Egal ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder die Antibabypille. Schon ein einzelnes Medikament kann unsere optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ungünstig beeinflussen. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto intensiver wird in den Mikronährstoffhaushalt eingegriffen, was Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander sowie das Auftreten von Nebenwirkungen erhöht. Hierdurch kann nicht nur die Wirkung des Medikaments negativ beeinflusst werden, sondern auch die Funktion der Mikronährstoffe.

 

Welche Lebensphasen führen noch zu einem erhöhten Mikronährstoff-Bedarf?

Aber nicht nur die regelmäßige Einnahme von Medikamenten führt zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf. Es gibt bestimmte Lebensphasen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen Nährstoffmangel aufweisen:

 

  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und Stillende
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Magen-Darm-Störungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

 

Diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist nicht immer einfach. Trotz des reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Lebensmitteln verringern verschiedene Faktoren den Mikronährstoffgehalt in Lebensmitteln:

 

  • nicht ausgereiftes Obst und Gemüse
  • größere Erträge in der Landwirtschaft
  • Einsatz von Pestiziden

 

Es ist wichtig, die Ernährung mit einer breiten und möglichst natürlichen Basis an allen Vitaminen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu optimieren.

Mikronährstoffkonzentrat als Grundlage

Gut versorgt sind Sie mit moderaten Mikronährstoffmischungen – von einzelnen hochdosierten Mikronährstoffen raten wir ohne Absprache mit Ihrem Arzt und vorherigen Untersuchungen ab.

 

Das Angebot an Mikronährstoffpräparaten ist groß und unübersichtlich. Entscheidend beim präventiven Ansatz ist die natürliche Vielfalt. Das ideale Mikronährstoffpräparat ist auf natürlicher Basis produziert, enthält neben allen klassischen Mikronährstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, ist flüssig, glutenfrei und vegan. Die Bioverfügbarkeit sollte wissenschaftlich belegt sein und es sollten keine künstlichen Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten.

 

Testsieger

LaVita Mikronährstoffkonzentrat

LaVita Mikronährstoffkonzentrat 500ml

  • wissenschaftlich fundiertes Naturprodukt auf pflanzlicher Basis
  • alle wichtigen Vitamine und Spurenelemente enthalten
  • ganzheitliche Optimierung der täglichen Ernährung
  • ohne Konservierungs- und andere Zusatzstoffe

Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

 

 

In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass Mikronährstoffe bedeutsam für die Lebergesundheit sind 8,9, sowohl im Sinne der Prävention als auch als therapiebegleitende Maßnahme. Zudem haben die Enzyme, die die zahlreichen Aufgaben der Leber unterstützen, einen hohen Mikronährstoffbedarf. Insbesondere die Entgiftung der Schadstoffe und Stoffwechselprodukte in der Leber verbraucht große Mengen an Vitalstoffen.

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man deshalb heute als Basistherapie bei Lebererkrankungen eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung. Mit Hilfe der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe kann die Leber sowohl vorbeugend geschützt als auch behandelt werden, wenn eine Erkrankung bereits vorliegt.

Folgende Mikronährstoffe sind besonders wichtig, um die Funktion und Leistungsfähigkeit der Leber zu erhalten:

  • Antioxidantien

Antioxidantien aus natürlichen Quellen binden die freien Radikale und verhindern dadurch Zellschäden in der Leber. Beispielsweise schützen Antioxidantien die Leber vor Schädigungen durch Viren und durch das Schimmelgift Aflatoxin. Eine antioxidative Wirkung haben viele Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe am besten im natürlichen Verbund wie sie in Mikronährstoffmischungen vorkommen.

Beispiele sind Selen, Zink, Mangan, die Vitamine C und E, sekundäre Pflanzenstoffe und Polyphenole wie OPC (Oligomere Proanthocyanidine), Carotinoide (gelbe bis rötliche Pflanzenfarbstoffe) oder Anthocyane (rote, violette und blaue Pflanzenfarbstoffe).

 

  • Vitamin A

Vitamin A ist an der Herstellung von körpereigenen Eiweißen, am Fettstoffwechsel und der Zellneubildung beteiligt und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen mit Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten.

 

  • Vitamin B-Komplex

Die B-Vitamine werden in erster Linie für den Stoffwechsel und die Energieproduktion verwendet. Ein Mangel kann unter anderem bei Alkoholmissbrauch entstehen, da die Leber für die Entgiftung des Alkohols große Mengen an B-Vitaminen verbraucht.

Besonders hervorzuheben ist das Vitamin B6. Dieses Vitamin spielt im Harnstoffzyklus der Leber eine wichtige Rolle. Kommt es zu Störungen, gelangt der giftige Ammoniak ins Gehirn und verursacht dort Entzündungen und erhebliche Nervenschädigungen.

Es ist notwendig im Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel.

Vitamin B6 ist außerdem an der Herstellung vieler körpereigenen Proteine und fast aller Neurotransmitter beteiligt.

 

Homocystein 

Ein gut versorgter Mikronährstoffhaushalt kann oxidativem Stress entgegenwirken bzw. diesen abbauen. Ein Verstärker des oxidativen Stresses ist Homocystein: Steigerung der Zellschädigung, Erhöhung der Radikalbildung und Eingriff in die Funktion der Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen). Für den Abbau von Homocystein im Blutplasma sind Vitamin B2, B6, B12 und Folsäure nötig.

Patienten mit Leberzirrhose haben häufig einen erhöhten Homocysteinspiegel im Blut.

  • Vitamin C

Hochdosiertes Vitamin C führt zu einer signifikanten Verbesserung der Leberwerte und ist an wichtigen Abwehrreaktionen gegen Krankheitserreger wie z. B. Viren beteiligt. Es ist zugleich ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans, wesentlich beim Abbau von Cholesterin und bei der Eisenresorption. Zudem stimuliert Vitamin C die Bildung von Leberenzymen, die das Blut entgiften und Medikamente, Schwermetalle, Lebensmittelzusätze und sonstige Schadstoffe ausscheiden, und wirkt entzündungshemmend.12

 

  • Vitamin D

Ein hoher Vitamin D-Spiegel senkt das Risiko von Lebererkrankungen deutlich, reduziert oxidativen Stress und wirkt entzündungshemmend. Außerdem reguliert das Vitamin die Bildung fibrogener Wachstumsfaktoren, das heißt, dass die Umwandlung von aktivem Lebergewebe in inaktives Bindegewebe durch ausreichend Vitamin D gehemmt wird, wodurch eine Leberzirrhose verhindert wird.

 

  • Vitamin E

Dieses Vitamin zählt zu den wichtigsten fettlöslichen Antioxidantien, verbessert die Leberzellstruktur und reduziert die Transaminasen GOT und GPT, welche u. a. eine Leberzellschädigung anzeigen. Außerdem unterstützt es die Regeneration der Leber.

 

  • Zink

Zink ist an über 300 enzymatischen Reaktionen des menschlichen Körpers beteiligt. Zink erhöht beispielsweise die Bildung des Retinolproteins, wodurch die Aufnahme von Vitamin A verbessert wird.

 

  • Magnesium

Magnesium ist an allen Reaktionen im Stoffwechsel beteiligt. Es wird beim Abbau von Alkohol von der Leber in großen Mengen verbraucht. Ein Mangel an diesem Mineralstoff führt zu einer Schwäche im Stoffwechsel und damit indirekt zu einer Unterversorgung der Zellen mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.

 

  • Selen

Auch Selen zählt zu den Antioxidantien. Es stimuliert die Bildung von Antikörpern und Faktoren, die Krebszellen erkennen und zerstören. Auch an der Ausleitung von Giften und Schwermetallen ist Selen beteiligt. 13

 

  • Omega 3-Fettsäuren

Die Leber benötigt essentielle Fettsäuren für die Bildung neuer Zellen und um den Cholesterinspiegel zu regulieren. Zudem haben diese Fette eine entzündungshemmende Wirkung und tragen zum Abbau der in den Leberzellen eingelagerten Fettmolekülen bei.

 

  • Sekundäre Pflanzenstoffe

Curcumin trägt zu verbesserter Zellstruktur und damit zur Senkung der Leberwerte     GOT und GPT bei.

Sulforphan hemmt das Wachstum von Krebszellen, wirkt entzündungshemmend, aktiviert antioxidative Enzyme und Proteine im Immunsystem, unterstützt den Zuckerstoffwechsel und fördert die Entgiftung 7.

Senfölglykoside haben entgiftende, krebshemmende und entzündungshemmende Eigenschaften und wirken antibiotisch bei bakteriellen Infektionen.

Grüntee-Catechine sind Pflanzenstoffe im grünen Tee mit antibakteriellen, antiviralen und antitumorösen Eigenschaften.

Lebensstil

Das-Wichtigste-in-Kürze

Lebensstil in der Übersicht

  • Der Verzicht auf Alkohol und Nikotin bewirkt eine Verbesserung der Durchblutung, eine bessere Nährstoffversorgung des Organismus und entlastet die Leber erheblich in ihrer Entgiftungsfunktion. Außerdem ist eine Regeneration des geschädigten Lebergewebes nur möglich, wenn leberschädigende Substanzen, allen voran der Alkohol, konsequent vermieden werden.
  • Regelmäßige Leberwickel und Entgiftungstage unterstützen sanft die Arbeit des Organs und tragen dazu bei, dass es gesund bleibt. Ausreichend Wasser hilft dem Körper und insbesondere der Leber Giftstoffe und überschüssige Flüssigkeit auszuspülen.
  • Bewegung sorgt für eine bessere Durchblutung des gesamten Organismus, regt den Stoffwechsel an und baut Körperfett ab.
  • Normalisierung des Körpergewichts trägt zu einer Entlastung der Leber bei. Wichtig ist die langsame Gewichtsreduktion.
  • Regelmäßige Auszeiten im Alltag helfen aus dem Hamsterrad auszusteigen und sorgen für das Gleichgewicht zwischen Aktivität und Ruhe.
  • Entspannungsmethoden wie Yoga oder Mediation entspannen Körper und Geist, reduzieren Stresshormone im Blut und entlasten dadurch die Leber. Darüber hinaus sorgen sie für mehr Ausgeglichenheit und innere Zufriedenheit.
  • Ausreichend Schlaf wirkt sich positiv auf den gesamten Organismus aus.
  • Eine positive Lebenseinstellung stärkt nicht nur unser Immunsystem, sondern hat auf den gesamten Organismus eine harmonisierende Wirkung. Dankbarkeit für all das Gute lenkt die Aufmerksamkeit auf Kraftquellen im Alltag.

Verzicht auf Rauchen und Alkohol

Dass Nikotin und Alkohol schädlich für die Gesundheit sind und überall im Körper Störungen anrichten können, ist weitreichend bekannt.

Alkoholmissbrauch ist ein Auslöser für viele Erkrankungen, die mit der Leber in Verbindung stehen. Dadurch kann eine Hepatitis nicht nur ausgelöst, sondern die Entzündung auch verschlimmert werden. Verzichten Sie daher am besten konsequent auf Alkohol.

 

Alkohol schädigt die Leberzellen und erschwert einerseits die Aufnahme wichtiger Vitamine und Spurenelemente, andererseits werden beim Abbau des Alkohols in der Leber wichtige Nährstoffe verbraucht, die dem Körper an anderer Stelle fehlen. Die Auswirkungen von chronischem Alkoholkonsum wurde u. a. hinsichtlich Vitamin B6 erforscht. 14

Ein Mikronährstoffmangel führt zu vielfältigen Beschwerden sowohl körperlicher wie auch seelischer Art und kann somit auch eine Hepatitis verstärken oder in einen chronischen Verlauf übergehen lassen.

 

Ebenso führt Nikotinabusus, also der Konsum von tabak- und nikotinhaltigen Produkten, zu verschiedenen körperlichen Beschwerden, die in ihrer Ausprägung zunehmen, je höher der Nikotinkonsum ist und je länger er andauert.

Zudem führt der Nikotinkonsum zu einer schlechteren Durchblutung des Körpers, wodurch weniger Nährstoffe und Sauerstoff in den Zellen ankommen. Die Minderversorgung führt zu Funktionsstörungen der Organe, womit wiederum die vielfältigen Beschwerden erklärt werden können. Untersuchungen haben ergeben, dass das Risiko einer Zirrhose bei Rauchern signifikant erhöht ist. 15

Allein diese Zusammenhänge können eine Motivation sein, mit dem Rauchen aufzuhören oder am besten gar nicht erst damit anzufangen.

 

 

Leberwellness

Alles, was der Leber guttut und Sie in Ihrer Arbeit entlastet, hilft, um die Beschwerden und Folgen einer Hepatitis zu lindern. Hier einige Beispiele, wie Sie Ihre Leber unterstützen können:

 

Regelmäßige Entgiftungstage tun der Leber gut und unterstützen die Entgiftung und die Regenerationsfähigkeit.

  • Verzichten Sie an diesen Tagen auf Fett, Zucker, Teigwaren, Brot und Fast Food.
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin – am besten dauerhaft.
  • Trinken sie morgens nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone oder einer Scheibe frischen Ingwer.
  • Trinken Sie an diesen Tagen grundsätzlich viel Kräutertee und (lauwarmes) Wasser, um gelöste Giftstoffe auszuschwemmen.
  • Essen Sie an diesen Tagen viel Gemüse, roh oder leicht gedünstet, mit Kartoffeln oder etwas Reis. Würzen Sie nur mäßig mit Salz, besser mit frischen Kräutern.
  • Essen Sie kalorienarm und eiweißreich, beispielsweise gedünstete Kartoffeln mit Magerquark oder gedünsteten Fisch mit Gemüse.
  • Machen Sie an diesen Tagen abends einen Leberwickel, um die Entgiftung zu fördern.

 

Feucht-heiße Leberwickel regen den Stoffwechsel und die Sekretion der Verdauungssäfte an, aktivieren die Enzymtätigkeit und unterstützen die Entgiftung. Dass Leberwickel einen messbaren physiologischen Effekt auf die Leberfunktionen haben, hat eine Studie herausgefunden.16

Wird der Wickel statt mit warmem Wasser mit Lebertee durchgeführt, in dem eventuell noch etwas Basensalz aufgelöst wurde, verstärken die in den Kräutern enthaltenen Stoffe die Wirkung. Das Basensalz zieht über die Haut Säuren und Giftstoffe, wodurch die Leber zusätzlich Entlastung erfährt.


Das HTM-Team empfiehlt

Durch verschiedene Faktoren, wie beispielsweise eine unausgeglichene Ernährung mit Weißmehl, Zucker und Alkohol oder unzureichender Bewegung kann es zu einer chronischen Übersäuerung kommen. Unser Körper hat damit nicht genug basisch wirkende Stoffe, um Säuren zu neutralisieren. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist Grundvoraussetzung, damit der pH-Wert unseres Blutes im Idealbereich zwischen 7,34 – 7,45 liegt. Eine Möglichkeit der Vorbeugung bietet die regelmäßige Verwendung eines Basensalzes im Vollbad, Fußbad oder vielem mehr.

Unsere Empfehlung für Basensalz:


 

Leberwickeln selbst anwenden

Sie benötigen: eine Wärmflasche, einen Waschlappen und ein Handtuch.

 

Erwärmen Sie das Wasser für die Wärmflasche auf maximal 50 – 60°C, um eine Verbrühung zu vermeiden. Die Wärmflasche sollte flach mit dem Wasser befüllt werden.

 

Zusätzlich erhitzen Sie etwa einen halben Liter Wasser für den Wickel.

 

Zu Verstärkung der Wirkung können Sie dem Wasser einen halben Teelöffel Basensalz zufügen und/ oder statt Wasser einen starken Tee aus leberstärkenden Kräutern zubereiten (z. B. Schafgarbe, Mariendistel, Löwenzahn).

 

Tauchen Sie den Waschlappen in das warme (Basen-)Wasser bzw. den Tee, drücken ihn gut aus und legen ihn auf den rechten Oberbauch auf Höhe der Leber, direkt über dem rechten Rippenbogen.

 

Legen Sie sich während der Anwendung des Leberwickels hin, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen. Wenn Sie kälteempfindlich sind, decken Sie sich mit einer leichten Decke zu.

 

Legen Sie nun die Wärmflasche auf den feuchten Waschlappen und wickeln Sie das Handtuch so um Ihren Oberkörper, dass die Wärmflasche fest auf Ihrem Oberbauch ruht. Wenn Ihnen die Temperatur der Wärmflasche noch zu hoch ist, wickeln Sie die Wärmflasche zusätzlich in ein Baumwolltuch. Die Wärme sollte sich angenehm, aber nicht heiß anfühlen auf der Haut.

 

Idealerweise ruhen Sie in dieser Zeit 45-60 Minuten. Lassen Sie Handy und Fernseher aus. Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Lieblingsmusik hören, einem Hörbuch lauschen, meditieren oder schlafen.

 

Der Leberwickel sollte 1 – 2 mal pro Woche durchgeführt werden

Die Empfehlung, täglich ausreichend stilles Wasser zu trinken, ist grundsätzlich für jeden Menschen bedeutsam, da Wasser mehr als zwei Drittel unseres Körpers ausmacht.

Die Leber liebt körperwarmes Wasser und Lebertees aus Mariendistel, Löwenzahnkraut und -wurzel, Gänseblümchen, Süßholzwurzel, Schafgarbe, Odermennig oder Engelwurz.

 


Das HTM-Team empfiehlt

Unser Tipp für eine Teemischung mit leberstärkenden und entgiftungsfördernden Kräutern:


 

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für die Leber eine Wohltat. Wasser ermöglicht unseren Stoffwechsel und ist Lösungs- und Transportmittel für Nährstoffe und andere Substanzen. Es führt den Zellen Nährstoffe und Salze zu und sorgt für die Ausscheidung von Stoffwechselabfällen und Giftstoffen. Eine ausreichende Trinkmenge fördert die gesunde Leber- und Nierenfunktion und hilft, überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper auszuschwemmen.

 

 

Sport & Bewegung

Bewegung regt die Durchblutung im gesamten Organismus an und sorgt dafür, dass der Körper vermehrt eingelagertes Wasser schneller abtransportieren kann. Durch regelmäßige Bewegung wird der Stoffwechsel angeregt, Körperfett und Fetteinlagerungen in den Leberzellen abgebaut und die Entgiftung über Lunge und Haut angeregt, was die Leber entlastet.

Empfehlenswert sind mäßige Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen. Aber auch strammes Spazierengehen oder Wandern haben positive Auswirkungen auf den Körper. Moderate körperliche Aktivität ist selbst bei akuter Hepatitis erlaubt und kann die Rehabilitation positiv beeinflussen. Wichtig ist, sowohl bei akuten wie auch chronischen Verlaufsformen der Leberentzündung erschöpfende Belastungen zu vermeiden.17 Bewegung und Ernährung müssen bei der Therapie als Basispfeiler zusammen mit anderen leberstärkenden Maßnahmen kombiniert werden.

 

 

Stressreduktion & Alltagsrituale

Unser Lebensstil und unsere Lebenseinstellung haben nicht nur auf die Leber großen Einfluss. Eine stressige Lebensweise, häufige Konflikte oder langanhaltende Sorgen wirken sich negativ auf den gesamten Organismus aus. Die Ausschüttung von Stresshormonen bringt den Hormonhaushalt durcheinander, das vegetative Nervensystem gerät aus dem Gleichgewicht und verursacht vielfältige körperliche Beschwerden wie Anspannung, Schlafprobleme, Muskelverspannungen und Verdauungsbeschwerden. Stresshormone sind auch an der Entstehung von Lebererkrankungen mitbeteiligt und befeuern das Entzündungsgeschehen bei einer Hepatitis.

Gerade, was unseren Lebensstil betrifft, haben wir viele Möglichkeiten, unsere Gesundheit positiv zu beeinflussen und die Regeneration der Leber zu fördern.

 

Die Vermeidung von Stress kommt unserer Gesundheit zugute. Die konkrete Umsetzung im Alltag stellt jedoch meist eine große Herausforderung dar.

Eine hohe Stressbelastung ist Gift für die Leber. Wenn uns „etwas über die Leber gelaufen“ ist oder „die Galle hochkommt“, sollten wir etwas an unserem Lebenswandel verändern.

Grundsätzlich gilt: Gerade weil eine Hepatitis schwerwiegende Komplikationen und Auswirkungen auf den gesamten Organismus mit sich bringen kann, hat die Wiederherstellung der eigenen Gesundheit oberste Priorität!

Konkret heißt das: Auf Phasen der Aktivität sollten stets Phasen der Ruhe und Erholung folgen. Wenn dies an einigen Tagen nicht möglich ist, schaffen Sie dafür zeitnah Freiräume, die für das Wohlbefinden und die Regeneration reserviert sind.

Hilfreich sind beispielsweise fest eingeplante Termine im Kalender, die der eigenen Regeneration dienen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der „Termin“ mit einem Hobby, einen ausgedehnten Spaziergang, Treffen mit Freunden oder einfach dem Nichtstun gefüllt wird.

Alles was dem eigenen Wohlbefinden dient, ist richtig.

Wichtig: Diese Wohlfühl-Termine haben die gleiche Priorität wie das Fußballtraining der Kinder, wie das Geschäftsessen mit den Kunden oder die Geburtstagsfeier der Schwägerin.

 

Ebenso empfehlenswert sind kleine Alltagsrituale, die uns am besten mehrmals täglich aus dem Hamsterrad aussteigen lassen. Beispiele hierzu sind die Viertelstunde am Nachmittag, der ausschließlich eine Tasse Tee gewidmet wird, während die Familie oder das Handy Pause haben, die Runde um den Block bei jedem Wetter oder mehrmals am Tag kurze Pausen, in denen alles liegen bleibt und wir uns ausgiebig strecken und dehnen, mehrere Male tief atmen und erst dann wieder die nächste Aufgabe unsere Aufmerksamkeit erhält.

Zur Erinnerung an die Alltags-Oasen empfiehlt es sich, den Handywecker auf feste Zeiten zu programmieren. Dadurch gilt die Ausrede nicht mehr, dass wir die Pausen vergessen

 

 

Entspannungsübungen

Es gibt zahlreiche Methoden die, regelmäßig praktiziert, zu einer nachhaltigen Entspannung auf körperlicher und psychischer Ebene beitragen und die Lebensqualität insgesamt erhöhen. Entspannung, innere Ausgeglichenheit und die Reduktion von Stress führen insgesamt zu mehr Wohlbefinden, verbessern den Schlaf und die Belastbarkeit.

Meditation ist leicht zu erlernen und kann in den Alltag integriert werden.

Autogenes Training verbessert mittels autosuggestiver Übungen die Fähigkeit, sich selbst besser entspannen zu können. Über bewusste Konzentration auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers wird ein Zustand tiefer innerer Entspannung, Ruhe und Ausgeglichenheit erzeugt.

 

 

Yoga 

Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Vereinigung, Integration“ als auch „Anspannen“. Der Ursprung des Yoga liegt in Indien und ist eine philosophische Lehre, die eine Vielzahl geistiger und körperlicher Übungen bzw. Praktiken, Atemübungen und Meditationstechniken umfasst. Ziel ist es Körper und Seele auf dem Weg der Selbsterkenntnis wieder in Einklang zu bringen.  Yoga hat bei uns im Westen weite Verbreitung gefunden, da das regelmäßige Praktizieren nachweislich einige positive Effekte sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit hat. Es wurden Verbesserungen bei Durchblutungsstörungen, Angst und Depression, Störungen im vegetativen Nervensystem, Bluthochdruck, Asthma, Muskelschmerzen, Hormonstörungen und vielen mehr beobachtet. Für Hepatitis-Patienten ist interessant, dass Yoga nachweisbar dazu beiträgt, das Immunsystem zu stärken und schädliche Folgen von chronischen Entzündungen reduziert.18

Yoga

Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Vereinigung, Integration“ als auch „Anspannen“. Der Ursprung des Yoga liegt in Indien und ist eine philosophische Lehre, die eine Vielzahl geistiger und körperlicher Übungen bzw. Praktiken, Atemübungen und Meditationstechniken umfasst. Ziel ist es Körper und Seele auf dem Weg der Selbsterkenntnis wieder in Einklang zu bringen.

Yoga hat bei uns im Westen weite Verbreitung gefunden, da das regelmäßige Praktizieren nachweislich einige positive Effekte sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit hat. Es wurden Verbesserungen bei Durchblutungsstörungen, Angst und Depression, Störungen im vegetativen Nervensystem, Bluthochdruck, Asthma, Muskelschmerzen, Hormonstörungen und vielen mehr beobachtet.

Schlaf & Schlafhygiene

Im Schlaf erholt und regeneriert sich der Körper, die Zellerneuerung läuft auf Hochtouren, der Geist kommt zur Ruhe, und wir verarbeiten die Erlebnisse des Tages. Ein chronischer Schlafmangel verursacht im Körper ähnliche Beschwerden wie langanhaltender Stress, da der Körper vermehrt Stresshormone ausschüttet. Schlafmangel begünstigt auch den oxidativen Stress in den Zellen und belastet die Leber unter anderem auch, weil die Leber sich vor allem in der Nacht entgiftet und regeneriert. Die Traditionelle Chinesische Medizin sagt, dass die Leber in der Zeit von 1 Uhr bis 3 Uhr nachts ihre aktivste Phase hat.

 

Förderlich für einen gesunden Schlaf ist:

  • Ab dem Nachmittag keine koffeinhaltigen Getränke mehr wie Kaffee oder Colagetränke – diese sind bei Hepatitis ohnehin zu meiden.
  • leicht verdauliche Kost am Abend wie gedünstetes Gemüse mit Fisch
  • mäßiger Sport am Abend oder ein Spaziergang, Bewegung an der frischen Luft ist Sport in geschlossenen Räumen vorzuziehen
  • mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen Handy, Computer und Fernseher aus – das blaue Licht stört die Melatoninbildung (Schlafhormon), besser ist gedimmtes Licht am Abend
  • Einschlafrituale schaffen wie ruhige Musik, eine Tasse Kräutertee, ein Buch lesen
  • störende oder kreisende Gedanken aufschreiben, um den Geist zur Ruhe zu bringen – am nächsten Tag ist noch genug Zeit, um sich damit zu beschäftigen
  • das Schlafzimmer lüften – in einem kühlen Raum von ca. 18 – 19 Grad Raumtemperatur schläft man besser

 

 

Positive Lebenseinstellung

Forscher haben festgestellt, dass sich eine positive Lebenseinstellung in vielfacher Hinsicht positiv auf die Gesundheit auswirkt, unsere Gedanken Vorgänge in unserem Körper beeinflusst und das Immunsystem stärkt.19

Eine positive Haltung dem Leben gegenüber verändert nicht augenblicklich unsere Umstände und Beschwerden. Wer jedoch durch den Tag geht und seinen Blick auf all die vielen Momente richtet, die Schönes mit sich bringen, auf die netten Begegnungen, die guten Gespräche oder auf den freien Parkplatz vor dem Geschäft, verändert mit der Zeit seine Perspektive und nimmt immer mehr von dem wahr, was uns dankbar sein lässt.

Um zu lernen, die eigene Wahrnehmung auf all das Gute zu richten, das uns trotz allem Unwohlsein, trotz aller Widrigkeiten und Sorgen jeden Tag widerfährt, ist es hilfreich, ein Dankbarkeitstagebuch zu führen. Das Schreiben lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das, wofür wir dankbar sind. Widmen wir uns dem Tagebuch am Abend vor dem Schlafengehen, ist es zugleich ein schönes Ritual, das uns den Tag mit positiven Gefühlen beschließen lässt und unsere Gedanken zur Ruhe bringt.

Konventionelle Therapie

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Konventionelle Therapie in der Übersicht

  • Grundsätzlich muss bei jeder Leberentzündung die Verordnung von Medikamenten überdacht und angepasst werden.
  • Leberentzündungen werden entsprechend ihrer Grunderkrankung behandelt. Impfungen werden zu Hepatitis A und B angeboten.
  • Ansonsten besteht die Therapie einer Hepatitis darin, leberschädigende und -belastende Gewohnheiten abzustellen und die Leber in ihrer Entgiftungsarbeit und ihrer Regeneration zu unterstützen.
  • Dazu zählt: konsequente Ernährungsumstellung und Alkoholabstinenz, optimale Einstellung des Blutzuckerspiegels sowie die Senkung erhöhter Blutfettwerte.
  • Vermeidung von Komplikationen wie Leberzirrhose oder Leberkoma und Prophylaxe eines Rezidivs.

 

Leberentzündungen (Hepatitis) werden der zugrundeliegenden Ursache entsprechend behandelt. Auslöser können Giftstoffe und Medikamente, Fehlernährung, Alkohol, Viren oder eine vorausgehende Fettleber sein.

Die grundlegende Behandlung einer Hepatitis besteht in einer konsequenten Vermeidung leberschädigender Substanzen und die Verhinderung eines erneuten Aufflammens der Entzündung.

 

Dazu zählt:

  • Alkoholabstinenz
  • Rauchstopp
  • kein Drogenkonsum
  • Ernährungsumstellung auf eine mikronährstoff- und ballaststoffreiche Kost
  • Vermeidung von industriell gefertigten Nahrungsmitteln und Lebensmittelzusatzstoffen
  • regelmäßige, moderate körperliche Bewegung ohne Überanstrengung

 

 

In schweren Fällen von Hepatitis wird eine gezielte medikamentöse Therapie eingeleitet.

 

Bei Viren reicht das Behandlungsspektrum von antiviralen Arzneimitteln (z. B. Interferone) bis hin zu Immunsuppressiva (Kortison oder Azathioprin). Virostatika können Resistenzen verursachen, ähnlich wie dies beim Einsatz von Antibiotika bei bakteriellen Infektionen der Fall ist. Zudem haben diese Medikamente erhebliche Nebenwirkungen, weshalb Nutzen und Risiko sorgfältig abgewogen werden sollten.

In schwersten Fällen bleibt auch hier nur eine Lebertransplantation die letzte Möglichkeit.

 

Wechsel oder Reduktion von Medikamenten

Oftmals sind Medikamente Verursacher von der Entstehung von Leberkrankheiten. Wenn die Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln für Störungen oder Leberschädigungen verantwortlich sind, sucht der Arzt nach Alternativen. Idealerweise können bestimmte Medikamente, die medizinisch nicht unbedingt notwendig sind, reduziert oder ganz weggelassen werden.

 

Hinweis: Bitte wechseln, ersetzen oder setzen Sie keine Medikamente in Eigenregie ab, ohne sich mit Ihrem Arzt zu beraten.

Optimale Einstellung des Blutzuckers und Senkung der Blutfettwerte

Wenn zusätzlich zu der Lebererkrankung ein Diabetes besteht, müssen die Blutzuckerwerte medikamentös eingestellt werden, um die Leber damit zu entlasten.

Eine Störung im Zuckerstoffwechsel erhöht zugleich auch die Blutfettwerte, da der überschüssige Zucker nicht als Glykogen gespeichert werden kann, sondern in Speicherfett umgewandelt wird, wodurch es zu einer Verfettung der Leberzellen kommen kann.

Zusätzlich wird der Arzt eine entsprechende Ernährung empfehlen, die den Blutzucker- sowie den Blutfettspiegel in Grenzen hält.

Eine Überlastung der Leber kann eine Hepatitis begünstigen sowie das Entzündungsgeschehen bei einer Hepatitis befeuern.

 

Ziel der Therapie ist es, Komplikationen einer Hepatitis wie Leberzirrhose oder Leberkoma zu verhindern. Außerdem hat die Prophylaxe eines Wiederaufflammens der Entzündung sowie die Vermeidung der Infizierung anderer oberste Priorität.

 

Gegen Hepatitis A und B werden Impfungen angeboten.

 

Wenn bei Ihnen eine Hepatitis B und C diagnostiziert wurde, ist es wichtig, Ihre Familie und Ihren Sexualpartner darüber zu informieren, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Medikamente sind Mikronährstoffräuber

Eine medikamentöse Therapie  über einen längeren Zeitraum ist mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden. Häufige Nebenwirkungen sind: Übelkeit und Erbrechen, Durchfälle, Juckreiz, Blutbildungsstörungen, Spermienrückgang, außerdem Entzündungen von Lunge, Bauchspeicheldrüse oder Niere. Die Einnahme der Medikamente beeinflusst zudem die Aufnahme und Verwertung von Mikronährstoffen negativ, was das Risiko für Neben- und Wechselwirkungen deutlich erhöht. Daher ist es besonders wichtig, während einer medikamentösen Therapie darauf zu achten, den Körper optimal mit allen wichtigen Mikronährstoffen zu versorgen. Dabei haben sich hochwertige Mikronährstoffkonzentrate aus natürlichem Ursprung bewährt.

Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Ganzheitliche Therapie

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Ganzheitliche Therapie in der Übersicht

  • Die ganzheitliche Therapie bei Hepatitis besteht vor allem in der Entlastung und Schonung der Leber sowie der Unterstützung der Entgiftungsfunktion durch die Ausleitung der schädlichen Substanzen über Niere, Haut, Darm und Lunge.
  • Bitterstoffe sind aus unserer Ernährung fast völlig verschwunden. Sie regen die Lebersekretion an und schützen aufgrund der in ihnen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen die Leberzellen.
  • Heilpflanzen: Leberstärkende und entgiftungsfördernde Kräuter wie Mariendistel, Schöllkraut, Artischocke, Löwenzahn, Tausendgüldenkraut oder grüner Tee schützen die Leberzellen und fördern die Ausleitung von Schadstoffen.
  • Pflanzliche Antibiotika haben auch eine antivirale Wirkung.
  • Die Ausleitung von Giftstoffen und Schwermetallen ist eine elementare Therapie bei allen Lebererkrankungen.
  • Hochdosierte Vitamin C-Infusionen
  • Eine Darmsanierung unterstützt den Aufbau einer gesunden Darmflora, wodurch die Verdauung und Aufspaltung der Nahrung verbessert wird und weniger Fäulnis- und Gärprozesse stattfinden, die die Leber belasten.
  • Die Entsäuerung des Organismus entlastet alle Ausscheidungsorgane, löst eingelagerte Säuren und Giftstoffe aus dem Bindegewebe und verbessert damit den gesamten Stoffwechsel.

Um Erkrankungen der Leber vorzubeugen, sollte jegliches leberschädigendes Verhalten vermieden werden. Mit einem konsequenten Verzicht auf Alkohol, die Reduzierung von fett- und kohlenhydratreichem Essen sowie die Vermeidung von synthetischen Kosmetika und Zusatzstoffen in Nahrungsmitteln entlasten wir die Leber deutlich.

 

Eine Ernährungsumstellung, um den Abbau von Schadstoffen in der Leber zu erleichtern, ist ebenso Grundlage der Prävention wie auch der Therapie einer Hepatitis.

 

Die naturheilkundlichen Therapien umfassen verschiedene Maßnahmen, die die Leber entlasten, Entzündungsprozesse hemmen, ihre Regeneration fördern und die Ausscheidung von Giftstoffen und Stoffwechselprodukten erleichtern. Während der „Leberentgiftung“ ist ein Leberwickel ratsam, der auch täglich durchgeführt werden kann.

 

Wenn Sie bereits an einer Hepatitis leiden, besprechen Sie mit Ihrem Behandler, was Sie bei einer leberentgiftenden Maßnahme in Ihrem Fall zusätzlich beachten sollen. Bei der Entgiftung werden Schadstoffe freigesetzt, die den Organismus überschwemmen und zu unangenehmen Begleiterscheinungen oder Beschwerden führen können, insbesondere wenn die Leber bereits geschwächt ist. Insbesondere Schwermetalle können zu Vergiftungserscheinungen führen, wenn diese zu rasch ausgeleitet werden.

 

Schwermetalle gelangen über viele Wege in unseren Organismus, aber nur schwer wieder hinaus. Bevor Sie eine Schwermetallentgiftung anstreben, sollten Sie sich entsprechend informieren. Bei bereits bestehenden Erkrankungen ziehen Sie einen naturheilkundlichen Arzt oder einen Heilpraktiker zu Rate.

 


Das HTM-Team empfiehlt

Unser Tipp für mehr Informationen zum Thema „Schwermetalle im Körper“:


 

Um die Leber zu entgiften und ihre Leistungsfähigkeit zu steigern sind folgende Maßnahmen empfehlenswert.

 

Leberstärkende Heilpflanzen & pflanzliche Bitterstoffe

Bitterstoffe kommen in unserer modernen Ernährung kaum noch vor. Zum einen meiden wir sie aufgrund ihres für uns ungewohnten Geschmacks, zum anderen wurden sie aus vielen Gemüsesorten weggezüchtet. Bitterstoffe stimulieren jedoch die Sekretionsdrüsen der Leber, verstärken die Ausschüttung von Verdauungsenzymen, wodurch der Nahrungsbrei besser aufgespaltet und die Verarbeitung der Nährstoffe erleichtert wird.

 


Das HTM-Team empfiehlt

Unsere Produktempfehlung für Bitterstoffe:


 

Darüber hinaus können sie zum Schutz und zur Regeneration der Leberzellen beitragen.

Bitterstoffe finden sich vor allem in Wildkräutern wie Löwenzahn, Mariendistel21, Tausendgüldenkraut, Wermut oder Schafgarbe. Aber auch Radicchio, Mangold, Rucola oder grüner Tee23 enthalten – in Bio-Qualität – noch viele Bitterstoffe.

Leberstärkende Heilkräuter haben darüber hinaus noch weitere wertvolle Eigenschaften:

HeilpflanzeWirkung
MariendistelfrüchteIhre sekundären Pflanzenstoffe (Flavonolignane) schützen die Leberzellen, unterstützen die Regeneration und Heilung der Leber und können Gifte neutralisieren. (24)
ArtischockeIhre Wirkstoffe senken den Cholesterinspiegel, stimulieren die Sekretionsdrüsen der Leber, sind leberschützend und leberregenerierend sowie antioxidativ.
LöwenzahnSeine Bitterstoffe und sekundären Pflanzenstoffe (Triterpene, Flavonoide und Carotine) stimulieren die Sekretionsdrüsen der Leber, regen die Ausschüttung von Verdauungsenzymen an, senken den Cholesterin-spiegel und reduzieren den oxidativen Zellstress.
EnzianSeine Bitterstoffe und sekundären Pflanzenstoffe wirken verdauungsför-dernd, entzündungshemmend und antimykotisch.
SchöllkrautEs enthält leberschützende Substanzen, die eine antibakterielle und anti-virale Wirkung haben. Außerdem regt das Schöllkraut die Bildung und Ausschüttung der Galleflüssigkeit an.
Grüner TeeGrüner Tee ist reich an sekundären Pflanzenstoffen wie Polyphenolen und Antioxidantien. Er reduziert somit den oxidativen Stress in der Leber, schützt die Zellen vor Schädigung und regt den Fettstoffwechsel an. (18)
IngwerIngwer regt die Verdauungssäfte an, stärkt die Abwehr, wirkt entzündungshemmend und fördert die Entgiftung.
SchafgarbeIhre Wirkungsweise ist antibiotisch, blutreinigend, entzündungshemmend und galletreibend. Auch für die Anwendung von Leberwickeln ist die Schafgarbe gut geeignet.

Pflanzliche Antibiotika

Die antibiotische Wirkung von Pflanzen wie Kapuzinerkresse, Meerrettich oder Knoblauch bei Atemwegsinfekten und Blasenentzündungen wurde mehrfach belegt. Die darin enthaltenen Senföle hemmen die Vermehrung von Erregern und töten sie ab. Sogar bei viralen Erkrankungen trägt die Aktivierung des Immunsystems durch pflanzliche Antibiotika zu einem rascheren Abklingen der Infektion bei. Im Gegensatz zu synthetischen Antibiotika wird unsere Darmflora nicht geschädigt. Sie fördern zudem Heilungs- und Entgiftungsprozesse und versorgen den Körper mit Mikronährstoffen.20

 


Das HTM-Team empfiehlt

Dieser Wirkstoff wird bereits im oberen Darmabschnitt vollständig resorbiert, ins Blut aufgenommen und daraufhin in Ausscheidungsorganen wie Harnblase oder Lunge angereichert. Die tieferen Darmregionen bleiben vom Wirkstoff unbeeinflusst, wodurch die Darmflora mit den für uns essenziellen Darmbakterien erhalten wird. Dies ist der wichtige und vorteilhafte Unterschied zu einem herkömmlichen Antibiotikum.

Unsere Produktempfehlung für ein pflanzliches Antibiotikum:


 

Vitamin C-Infusionen

Hochdosierte Vitamin C-Infusionen mit mindestens zweimal wöchentlich 10g parenteral verabreichtem Vitamin C über eine Dauer von mehreren Wochen können bei Hepatitis C-Patienten die Enzymtätigkeit in der Leber normalisieren und die Viruslast in der Leber sowie den oxidativen Stress in den Leberzellen signifikant reduzieren.

Vitamin C ist eines der stärksten Antioxidantien und tötet in diesen hohen Konzentrationen, die nur bei einer parenteralen Verabreichung erzielt werden, Viren ab. 22

 

Ausleitung von Schwermetallen und Giftstoffen

Schwermetalle und Umweltgifte (DDT, PCB, Glyphosat, PVC…) können die Leber überfordern und zunehmend schwächen. Schadstoffe gelangen u.a. durch Nahrungsmittel, Trinkwasser Kosmetika, und Atemluft in den Organismus. Zudem lösen sich Giftstoffe aus der Kleidung, aus Möbeln, Lacken oder Kunststoffen, reichern sich in der Leber an und können zu Entzündungsreaktionen führen.

Um eine Überschwemmung des Organismus mit gelösten Schadstoffen zu vermeiden, wodurch Vergiftungserscheinungen auftreten können, sollten Sie einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker zurate ziehen.

 

 

Schwermetalle

Schwermetalle sind Metalle, die für unseren Organismus oft schon in geringen Mengen giftig sein können. Dazu zählen Palladium, Cadmium, Blei, Quecksilber, Aluminium, Nickel etc. Sie belasten neben der Leber auch die Nieren, die Lunge, den Darm und unser Immunsystem. Über die Nahrung (mit Konservierungsstoffen und Pflanzenschutzmitteln behandeltes Obst und Gemüse, Innereien, Pilze, Meeresfrüchte, Trinkwasser aus alten Bleirohren etc.), über Umweltgifte (Abgase, Industrieemissionen, Spritzmittel), konventionelle Kosmetika und Hygieneprodukte, schadstoffbelastete Kleidung, Zahnfüllungen (v. a. Amalgam) und Adjuvantien in Impfstoffen gelangen sie in unseren Körper. Eine Schwermetallvergiftung kann akut auftreten. In den meisten Fällen entwickelt sie sich jedoch schleichend. Die giftigen Substanzen lagern sich in der Leber, in Nieren, Darm und im Nervensystem ab und verursachen dort Funktionsstörungen, vermindern die Leistungsfähigkeit, können zu Entzündungen und irreparablen Zellschäden führen.

Darmsanierung 

Eine Darmsanierung kann das Mikrobiom wieder in die Balance bringen. Die Darmsanierung besteht aus einer Darmreinigung und dem Wiederaufbau der Darmflora. Durch die Sanierung der Darmflora wird die Darmbarriere gestärkt, ihre Schutzfunktionen reaktiviert sowie das Immunsystem mobilisiert. Außerdem ist eine gesunde Darmflora wichtig für die optimale Aufspaltung und Verwertung der Nährstoffe.

Darüber hinaus befindet sich ein Großteil unserer Immunzellen im darmassoziierten lymphatischen Gewebe. Nützliche Darmbakterien verhindern, dass sich schädliche Keime ausbreiten können und trainieren pausenlos unser Immunsystem, damit dieses körpereigene von körperfremden Strukturen unterscheiden kann.

Entscheidend für einen erfolgreichen Aufbau der Darmflora ist die Qualität der verwendeten Bakterienstämme, deren Vermehrung im Darm und die Resistenz gegen die Magensäure sowie den Gallensaft. Eine gezielte Zufuhr von Probiotika (Darmbakterien) wirkt sich positiv auf das Darmmilieu aus.

Besprechen Sie mit Ihrem Therapeuten nach einer Stuhlanalyse, welche Probiotika in Ihrem Fall substituiert werden sollten.

 

Achten Sie zudem darauf, probiotische Lebensmittel in Ihren Speiseplan aufzunehmen. Die Milchsäurebakterien im Darm können sich leichter vermehren, aber auch die Ansiedelung von Laktobazillen bei einer gestörten Darmflora wird erleichtert.

Beispiele für probiotische (meist fermentierte) Lebensmittel sind:

  • Sauerkraut und Sauerkrautsaft
  • Brottrunk
  • Sauerteig
  • Kefir
  • Kombucha
  • Kimchi
  • fermentiertes Gemüse (Karotten, Gurken, Zucchini etc.)

 


Das HTM-Team empfiehlt

Wissenswertes über Kombucha – unser Buchtipp:


 

Diese Lebensmittel sollten frisch und nicht konserviert sein, denn die Konservierung zerstört den größten Teil der Milchsäurebakterien. Fermentiertes Gemüse, Kefir oder Kombucha lässt sich jedoch auch leicht zuhause herstellen.

 


Das HTM-Team empfiehlt

Um einen Einstieg in die Fermentation zu finden, gibt es sehr gute Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die es jedem ermöglichen, darmgesunde Lebensmittel selbst herzustellen. Unsere Empfehlung:


 

Entsäuerung

Unser Körper verstoffwechselt alles, was wir essen und trinken, je nach Zusammensetzung der Lebensmittel zu Säuren oder Basen. Für die Gesundheit wichtig ist eine basenüberschüssige Ernährung.

Unsere westlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten führen jedoch zu einem Säureüberschuss im Körper. Mittelfristig zeigt sich das in funktionellen Störungen des Organismus, die man zum Beispiel an andauernder Erschöpfung und Abgeschlagenheit, Karies, Haut- und Verdauungsproblemen oder Haarausfall erkennen kann. Langfristig führt Übersäuerung zu zahlreichen Erkrankungen, allen voran Stoffwechselkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose.

Ursachen für einen übersäuerten Organismus sind:

  • Ernährungsgewohnheiten, die viele Säurebildner enthalten wie Fleisch, Wurst-, und Milchprodukte, Auszugsmehl, Zucker, Süßigkeiten, alle industriell gefertigten Nahrungsmittel, Alkohol und Kaffee
  • Medikamente
  • wenig Bewegung
  • fehlende Erholungszeiten
  • psychische Belastung, Sorgen und Konflikte, Stress
  • Sauerstoffmangel durch flache Atmung und wenig frische Luft

 

Die Entgiftungsorgane wie Leber, Niere, Lunge, Darm und Haut können einen großen Teil der Säuren, die im Stoffwechselprozess entstehen, abpuffern und ausleiten. Zur Pufferung braucht der Körper Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Zink, die bei einer ungünstigen Ernährung aus den körpereigenen Mineralstoffspeichern wie dem Haarboden, den Zähnen und den Knochen gelöst wird. Auch über die Lunge wird eine beträchtliche Menge an Säuren abgeatmet sowie über die Nieren durch ausreichend Trinken von Wasser ausgeschieden. Wird dem Körper jedoch über einen langen Zeitraum ein Säureüberschuss zugemutet, führt das zu einer Überlastung. Das Zuviel an Säuren kann nicht mehr ausgeschieden werden, sondern wird in Gelenken, Muskeln und im Bindegewebe eingelagert.

Um das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherzustellen, gibt es einige Grundsätze, die zu festen Lebensgewohnheiten werden sollten:

  • basenüberschüssige, mikronährstoffreiche Ernährung mit viel Rohkost oder schonend gedünstetem Gemüse, Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Mandeln, Samen, Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, frischen Kräutern und Gewürzen
  • Sport und Bewegung, die zu einer vermehrten Atmung und damit Säureausscheidung über die Lungen führt; außerdem baut Sport Stresshormone ab, die wiederum die Säureproduktion im Organismus anregen
  • basische Körperpflege wie Bäder oder tägliche Körperwaschungen mit Wasser, dem Basensalz hinzugefügt wurde
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Qi Gong etc., die ebenfalls Stresshormone reduzieren
  • trinken von Wasser oder Kräutertees, um Säuren über die Nieren auszuscheiden
  • ausreichend Schlaf und Ruhezeiten

 

Checkliste

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Hepatitis

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen so gut wie möglich über Ihre Erkrankung
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Hepatitis stehen alle Mikronährstoffe im Fokus – eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.
  • Entspannung, ausreichend Schlaf und eine positive Lebenseinstellung tragen erheblich zur Ausheilung einer Hepatitis bei.
  • Moderate Bewegung möglichst an der frischen Luft stärkt das Immunsystem.
  • Konsequente Ernährungsumstellung: Viele Ballaststoffe, frisches Gemüse, hochwertige Fette und Proteine sowie die Reduzierung von Kohlenhydraten ist die Grundlage einer erfolgreichen Hepatitistherapie.
  • Bitterstoffe & leberstärkende Heilpflanzen fördern die Regeneration des geschädigten Gewebes, wirken entzündungshemmend, antiviral und entgiftend. Pflanzliche Antibiotika wirken nicht nur antibakteriell, sondern auch antiviral und können bei Hepatitis den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen.
  • Vitamin C-Hochdosis: Über mehrere Wochen mindestens zweimal wöchentlich 10g Vitamin C als Infusion verabreicht, stärkt die Enzymtätigkeit, reduziert oxidativen Stress und bekämpft Viren.
  • Darmsanierung & Entsäuerung: Bei jeder hochakuten oder chronischen Erkrankung steht die Wiederherstellung des Darmmikrobioms im Vordergrund. Entsäuerung entlastet den Stoffwechsel und fördert die Vermehrung nützlicher Darmbakterien und die Aktivierung des Immunsystems.
  • Schützen Sie sich und andere vor einer viralen Hepatitisinfektion, indem Sie sich über Ansteckungswege informieren und besonders auf Reisen in südlichen Ländern besonders auf Hygiene achten und Rohkost, Eiswürfel, Speiseeis oder Meeresfrüchte meiden.

Quellenangaben

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