Heuschnupfen: Wie Stress, Ernährung und Darmflora die Pollenallergie beeinflussen

Frühjahr und Sommer, für viele die schönsten Jahreszeiten, können für diejenigen zur Qual werden, die mit allergischen Symptomen auf Pollen reagieren. Heuschnupfen ist weit verbreitet. Mit immer weiter steigender Zahl der Betroffenen ist derzeit etwa ein Fünftel der Bevölkerung in Mitteleuropa von den Beschwerden wie Augenjucken, Bindehautentzündung, Fließschnupfen und quälendem Niesreiz betroffen. Doch Sie sind der Pollenallergie nicht hilflos ausgeliefert: Zahlreiche naturheilkundliche Therapien, Veränderungen im Lebensstil und eine natürliche Kombination von Mikronährstoffen können nicht nur die überschießenden Immunreaktionen lindern, sondern sogar die Allergiebereitschaft des Körpers senken, damit auch Sie das nächste Frühjahr wieder unbeschwerter genießen können.

Heuschnupfen zur Frühlings- und Sommerzeit

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 16. Juli 2021

Das-Wichtigste-in-Kürze

Fakten in der Übersicht

  • Heuschnupfen – was ist das? Heuschnupfen (Pollenallergie) ist eine entzündliche Überreaktion des Körpers auf den Kontakt mit an sich harmlosen Substanzen wie Blütenpollen von Bäumen, Sträuchern, Kräutern oder Gräsern und geht mit typischen Beschwerden wie Juckreiz, Tränenfluss, Niesreiz, Fließschnupfen bis hin zu Asthma einher. Heuschnupfen ist nicht ansteckend, wohl aber die Allergieneigung vererbbar.
  • Ursachen & Risikofaktoren: Auslöser für Heuschnupfen ist eine überschießende Immunreaktion auf Kontakt mit Polleneiweißen. Ursachen für die erhöhte Allergiebereitschaft liegen im Lebensstil, in einer entzündungsfördernden Ernährung, in Umweltfaktoren und Mikronährstoffmangel begründet. Oxidativer und nitrosativer Stress, Übersäuerung, Darm-Dysbiose und stille Entzündungen (silent inflammation) sind weitere allergiefördernde Faktoren.
  • Symptome: Jucken, Brennen, Tränen bzw. Rötung der Augen; Jucken und Kitzeln der Nase; Niesreiz; Fließschnupfen; Nasenbluten; Schwellung der Nasenschleimhaut; Juckreiz im Ohr, im Mund oder Rachen; Hüsteln, Hustenreiz, Kratzen im Hals; allgemeines Krankheitsgefühl; Konzentrations- und Schlafstörungen; Hautreaktionen; in schwereren Fällen allergisches Asthma
  • Diagnose und Tests:  Anamnesegespräch, Blutuntersuchung, Prick- oder Provokationstest, ggfs. Lungenfunktionstest
  • Prognose und Verlauf: oft jahre- bis jahrzehntelange Beschwerden, die sich tendenziell verschlimmern; Folgekrankheiten wie chronische Sinusitis oder Hauterkrankungen, trockene Nasenschleimhäute, Geruchsempfindlichkeit; Ausweitung auf untere Atemwege („Etagenwechsel“) bis hin zu allergischem Asthma
  • Empfohlene Ernährung: Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.
  • Therapie und Prävention: 
    • Mikronährstoffe: Antioxidantien als Zellschutz und zur Hemmung von Entzündungsprozessen; Vitamine C und E, Zink, Magnesium, Kalzium, Vitamin B6 und Quercetin als natürliche Antihistaminika; Coenzym Q10 und Berberin zur Entgiftung von nitrosativem Stress; Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren zur Prävention und Therapie von allergischen Erkrankungen
    • Lebensstil: Einfache Maßnahmen im Alltag reduzieren die Pollenbelastung in Innenräumen, mildern dadurch Heuschnupfen-Attacken ab und ermöglichen erholsamen Schlaf. Verzicht auf Alkohol und Nikotin in der Schwangerschaft und Stillzeit reduziert das Allergierisiko bei (Klein-)Kindern. Bei Erwachsenen verbessert der Verzicht die Heuschnupfen-Symptomatik. Stressmanagement, Zeiten der Erholung und Maßnahmen, um psychischen Stress zu senken sind sowohl zur Prävention als auch zur Therapie von allergischen Erkrankungen essentiell. Sport und Bewegung regulieren Abwehrprozesse, bauen Stress ab und stoppen Entzündungen. Während der Heuschnupfen-Phase empfiehlt sich mäßige Bewegung zu Zeiten mit niedriger Pollenbelastung.
    • Konventionelle Therapie: Nasensprays, kortisonhaltige Präparate, Mastzellstabilisatoren, Antihistaminika, Leukotrienrezeptor-Antagonisten, Beta-2-Sympathomimetika, IgE-Antikörper, Allergen-spezifische Immuntherapie (Desensibilisierung, Hyposensibilisierung)
    • Ganzheitliche Therapie: Erste Hilfe aus der Hausapotheke; Schwarzkümmel; Apitherapie – mit Honig, Bienenpollen und Propolis gegen Heuschnupfen; Homöopathie; Akupunktur; hochdosierte Vitamin C-Infusionen; Eigenblutbehandlung; Entsäuerung; Darmsanierung; Brainspotting
  • Checkliste und Empfehlungen bei Heuschnupfen: Das können Sie selbst tun

Was ist Heuschnupfen (Pollenallergie)?

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Heuschnupfen in der Übersicht

  • Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion des Körpers auf Gräser- oder Blütenpollen.
  • Die Beschwerden treten typischerweise saisonabhängig während der Blütezeit der verschiedenen Pflanzen auf.
  • Hauptbeschwerden sind: Juckreiz der Nase und der Augen, Bindehautentzündung, Tränenfluss, Fließschnupfen, Niesreiz und in schwereren Fällen Asthma.
  • Anhand eines Pollenflugkalenders kann man ablesen, welche Pflanzen wann blühen.
  • Die überschießende Reaktion des Immunsystems auf an sich harmlose Substanzen wie Pollen ist charakteristisch für eine Allergie und weist auf ein fehlgeleitetes Immunsystem hin.
  • Pollenallergiker entwickeln häufig Kreuzallergien.

Als Heuschnupfen wird eine allergische Reaktion des Körpers auf Gräser- oder Blütenpollen bezeichnet, bei der es zu Entzündung und Reizung der Schleimhäute, vorwiegend im Nasen-Rachen-Raum, in den Bronchien und der Augenbindehaut kommt.

Die Blütezeit der verschiedenen Bäume, Sträucher, Getreide, Gräser oder bestimmter Kräuter wie Ampfer oder Ambrosia erstreckt sich zeitversetzt über einen Zeitraum von etwa Januar bis Oktober und ist abhängig von der Witterung und der geographischen Lage. In Tieflandregionen und bei milderem Klima fliegen die Pollen meist früher als in kühleren Gegenden und in höheren Lagen.

Die Beschwerden treten bei den Betroffenen während der Blütezeit der allergieauslösenden Pflanze auf.

 

Was sind Pollen?

Pollen sind winzige Partikel, die das männliche Erbgut, das von den Staubbeuteln der Pflanzen gebildet wird, zum Teil bis zu hunderten von Kilometern über den Wind verbreiten. Eine Blüte kann mehrere Tausend bis einige Millionen Pollen bilden!

Es gibt zwei Arten von Blütenpollen: Anemophiler Blütenstaub wird vom Wind oft kilometerweit durch die Luft getragen. Diese Pollen sind Auslöser von Heuschnupfen, Augenjucken und anderen Beschwerden.

Die andere Art von Blütenpollen wird als entomophiler Blütenstaub bezeichnet. Dieser Blütenstaub wird in den Staubbeuteln von Pflanzen gebildet, die auf Bestäubung durch Bienen angewiesen sind. Die Bienen sammeln die Pollen und reichern sie mit Blütennektar und Enzymen an und formen daraus die kleinen Körnchen, die wir als Bienenprodukt zur Nahrungsergänzung kaufen können.

 

Heuschnupfen-Symptome werden durch anemophilen Blütenstaub ausgelöst. Es genügen bereits etwa 50 Pollen/ Kubikmeter Luft, um mit den typischen Beschwerden zu reagieren.

In einem Pollenflugkalender finden Sie eine Übersicht, in welchem Zeitraum die häufigsten Bäume und Gräser blühen, die Heuschnupfen verursachen.

 

In der Tageszeitung oder auf verschiedenen Internetseiten können Sie sich unter Schlagwörtern wie „Pollenbelastung aktuell“, „aktuelle Pollenvorhersage“ oder „aktueller Pollenflug“ über die Situation für Ihre Region informieren.

 

Die meisten Heuschnupfen-Patienten leiden im Frühjahr – besonders in der Zeit zwischen März und Juni – unter einem stark beeinträchtigten Wohlbefinden, Juckreiz, Fließschnupfen, tränenden Augen, häufigem Niesreiz bis hin zu Asthma.

Wie lange die Beschwerden andauern, hängt von der Art der Allergie ab: Wenn Sie auf mehrere Pollen allergisch reagieren, die zeitversetzt blühen, wird Ihr Heuschnupfen länger andauern, als wenn Sie nur auf einzelne Blütenpollen allergisch sind.

In schweren Fällen können Betroffene nahezu das ganze Jahr über mehr oder weniger stark ausgeprägte Heuschnupfen-Symptome aufweisen. Der Zeitraum von Oktober bis Mitte Januar ist jedoch meist beschwerdefrei.

Hinweis

Allergien

Allergien sind die Folge einer Immunschwäche. In diesem Fall greifen nicht Krankheitserreger körpereigene Zellen oder Strukturen an, stattdessen führt der Kontakt mit körperfremden Stoffen, die an sich harmlos sind und keinen Krankheitswert haben, wie Pollen, Hausstaub, Äpfel, ätherische Öle oder chemische Substanzen, zu einer überschießenden Immunreaktion. In der Folge aktivieren die Abwehrzellen eine Form der Immunabwehr gegen diese Fremdsubstanzen und lösen die Ausschüttung von Histamin aus. Der Körper antwortet mit typischen Allergiesymptomen aufgrund einer überschießenden Abwehrreaktion wie (lokaler) Rötung und Entzündung, Juckreiz, Schwellung der Schleimhäute, Niesen, Husten, Fließschnupfen oder tränenden Augen.

Gerät die Immunreaktion außer Kontrolle, kann die allergische Reaktion lebensgefährlich werden. Man spricht von der Anaphylaxie (anaphylaktischer Schock). Von anaphylaktischen Reaktionen sind vor allem Menschen betroffen, die allergisch auf Insektengifte oder Nahrungsmittel (Meeresfrüchte!) reagieren.

Was passiert im Körper bei einer Allergie?

  • Über die Luft gelangen die Allergene (Pollen) auf die Haut und die Schleimhäute der Atemwege. Durch den Kontakt lösen sich Peptide (kleine Eiweißverbindungen) aus den Pollen.
  • Diese Eiweißpartikel können die Haut- und Schleimhautbarriere durchdringen und so in den Blutkreislauf gelangen. Dort verbinden sie sich mit Antikörpern, den sogenannten Immunglobulinen E (IgE). Diese Antikörper sind meist an Mastzellen gebunden.
  • Indem die Peptide an die IgE andocken, regen sie die Mastzellen an, Histamin und andere Entzündungsbotenstoffe auszuschütten. Der an sich natürliche Vorgang ist dann problematisch, wenn der Körper harmlose Substanzen wie z. B. Pollen als Gefahr einstuft und die Abwehrkräfte mobilisiert.
  • Das Histamin aktiviert das Immunsystem und löst innerhalb von Sekunden zum Teil heftige allergische Sofortreaktionen aus. Die Folgen sind Schwellungen, Quaddeln, Juckreiz, verengte Atemwege, vermehrter Nasensekret- und Tränenfluss etc.

 

Wie rasch die Symptome auftreten, hängt vom Allergietyp ab. Die Allergologie unterscheidet vier Typen.

Zum Soforttyp zählen die Typen I-III. Die allergischen Reaktionen werden durch Immunglobuline ausgelöst.

Typ IV, der so genannte Spättyp, zeigt erst Stunden bis Tage nach dem Allergenkontakt die typischen Symptome. Die allergischen Reaktionen werden von T-Lymphozyten (Abwehrzellen) ausgelöst.

Der häufigste Allergietyp ist Typ I, dem auch der Heuschnupfen zugeordnet wird. Aufgrund eines Überschusses an IgE-Antikörpern werden die heftigen Symptome und Entzündungen der Schleimhäute verursacht.

Ausflug in die Wissenschaft

Immunschwäche, Infektanfälligkeit und allergische (Über)Reaktionen – zwei Seiten einer Medaille

Das menschliche Immunsystem kennt verschiedene Wege, um auf eingedrungene, körperfremde Stoffe oder Mikroorganismen zu reagieren, den sogenannten Th1- und Th2-Weg.

Die Th1-Zellen sind notwendig, um virale oder bakterielle Infektionen abzuwehren. Die Th2-Zellen hingegen werden bei parasitären Infektionen oder Allergien aktiv. Der Körper strebt dabei ein Gleichgewicht zwischen den Th1- und Th2-Zellen an.

Bei Störungen des Gleichgewichts, z.B. einem Mangel an Glutathion, durch Schwermetall- und Umweltbelastungen, oxidativen Stress oder Psychostress, Medikamente und Impfungen kommt es zu einem Th1-/ Th2-Switch.

Dieser Switch führt zu einem Überhang der Th2-Zellen in der Abwehr. Aufgrund der Schwächung des Th1-Reaktionswegs versucht der Körper, diese mit einer verstärkten Reaktion des Th2-Weges auszugleichen.

Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper mit allergischen Reaktionen Fremdstoffe abwehrt, anstatt sie mittels einer „normalen“ Immunreaktion unschädlich zu machen, steigt, wenn das Immunsystem geschwächt ist und die verschiedenen Abwehrstrategien nicht mehr flexibel eingesetzt werden können.

 

Umgekehrt bedeutet das, dass ein Überhang an Th1-Zellen bei Kontakt mit Fremdstoffen oder Mikroorganismen zu einer Überreaktion des Th1-Weges führen kann. Die Folge ist die Entwicklung von Autoimmunkrankheiten. Die Abwehrzellen können Fremdstoffe von körpereigenen Zellen und Substanzen nicht unterscheiden und lösen Immunreaktionen gegen eigenes Gewebe oder Zellen aus.

 

In der Schwangerschaft entsteht ein physiologischer Th1-Mangel, um eine Abstoßungsreaktion des Fötus, der ja im Grunde auch ein „Fremdkörper“ ist, zu verhindern. Daher neigen Frauen während der Schwangerschaft und nach der Geburt zu Infektionen, da die Abwehr von Bakterien und Viren herabgesetzt ist. Auch das Kind kommt mit einem Th1-Mangel zur Welt. Aus diesem Grund ist es besonders für (Klein-)Kinder wichtig in einem Umfeld mit natürlicher Keimbesiedelung aufzuwachsen und übertriebene Hygiene zu vermeiden. Der junge Körper kann sich so mit der Vielzahl an Krankheitserregern auseinandersetzen und Antikörper bilden. Mit je mehr Keimen der Organismus konfrontiert wird, desto widerstandsfähiger ist er und desto größer ist der Schutz vor der Entstehung von Allergien oder Autoimmunerkrankungen.

Etwa die Hälfte der Heuschnupfen-Patienten entwickelt im Laufe der Zeit neben der Pollenallergie eine Kreuzallergie. Eine Kreuzallergie bezeichnet Allergene, die in ihrer Struktur anderen Allergenen ähneln. Häufig treten Reaktionen auf andere Blütenpollen oder auf Lebensmittel auf.

Bei einer Kreuzallergie treten – im Gegensatz zur „echten“ Allergie – schon beim Erstkontakt mit dem Allergen Symptome auf, die meist auch heftiger ausfallen. Unter Umständen können die Überreaktionen bei einer Kreuzallergie auch lebensgefährlich werden. Wenn bei der Pollenallergie „nur“ Schnupfen, Niesen und Augenjucken aufgetreten sind, kann es bei manchen Kreuzallergien auch zu Schwellungen im Mund- und Rachenraum und Atemnot kommen, wo rasches Handeln erforderlich wird.

Daher ist es umso wichtiger, die Ursachen einer Allergie frühzeitig zu behandeln, um derartige Folgen zu verhindern.

 

Beispiele für Kreuzallergien sind:

  • Birke: Hasel, Erle, Sellerie, Nüsse, Soja, Äpfel, Beeren
  • Gräserpollen: Soja, Erdnüsse, Kiwi, Melone, Roggen, Weizen
  • Beifuß: Korbblütler, Birke, Sellerie, Kiwi, Melone, Tomate, Gewürze
  • Ambrosia: Kamille, Banane, Melone

 

 

Vorkommen und Auftreten

In den westlichen Industriestaaten sind Allergien auf dem Vormarsch. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Betroffenen um das Zwanzigfache gestiegen, Tendenz weiterhin steigend.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist rund ein Drittel der Bevölkerung zwischen 18 und 79 Jahren von Allergien betroffen.

Etwa 20% der Bevölkerung in Mitteleuropa ist von Heuschnupfen betroffen.

Die Erkrankung beginnt oft schon im frühen Kindesalter und bleibt über viele Jahre bis Jahrzehnte bestehen, Frauen scheinen tendenziell häufiger betroffen zu sein als Männer.

Auch scheint die Allergiebereitschaft des Körpers mit fortschreitendem Alter zu sinken.1

Bei den 3 bis 17-jährigen sind laut einer umfangreichen Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen 10% von Heuschnupfen betroffen.2

 

 

Differenzierung

Die Symptome von Heuschnupfen können denen einer Erkältung, einer Virusinfektion oder eines grippalen Infekts ähneln.

Eine schwere Pollenallergie kann, ebenso wie die Grippe, mit Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Abgeschlagenheit einhergehen, jedoch typischerweise ohne Fieber und nur nach Kontakt mit dem jeweiligen Allergen. Charakteristisch ist, dass die Pollenallergie jährlich im gleichen Zeitraum wiederkehrt.

Auch eine Bindehautentzündung kann Symptom einer Pollenallergie sein. Allerdings sollte die Entzündung der Augenbindehäute, die mit einer Pollenallergie einhergeht, von einer Bindehautentzündung anderer Ursache (z. B. bakterielle Infektion) abgegrenzt werden.

Typischerweise geht die allergiebedingte Entzündung zusätzlich mit Fließschnupfen und Niesreiz einher, wohingegen die infektiöse Bindehautentzündung auf Beschwerden im Bereich der Augen begrenzt bleibt.

Das allergische Asthma ist eine Etagenverschiebung des Heuschnupfens. Das bedeutet, dass sich die körperlichen Reaktionen auf die eingedrungenen Pollen auf die unteren Atemwege, die Bronchien, ausgeweitet haben. Diese Form des Asthmas tritt während der Zeit des Pollenflugs auf, in der die Pflanzen blühen, auf die Sie allergisch reagieren.

Weitere Formen des Asthmas haben andere auslösende Faktoren und treten daher auch zu anderen Zeiten auf.

Ein allergisches Asthma kann jedoch – unbehandelt – in eine chronische Variante übergehen und zu einer zunehmenden Einschränkung der Lungenfunktion führen.

 

 

Vererbung

Heuschnupfen ist nicht ansteckend, da er eine individuelle Reaktion auf Blütenpollen darstellt. Allerdings ist die Allergieneigung (allergische Diathese) vererbbar. Äußere Faktoren wie Umweltverschmutzung, übertriebene Hygiene, Schadstoffe in der Nahrung und im Trinkwasser sowie Impfungen und Medikamente erhöhen das Risiko, im Laufe des Lebens an einer Allergie zu erkranken. Auch persönliche Lebensgewohnheiten, Stress und (Passiv-) Rauchen können Allergien wie Heuschnupfen begünstigen. Diese epigenetischen Faktoren bewirken, dass ein bestimmtes Gen an- bzw. abgeschaltet werden kann und somit die Allergieneigung erhöht oder verringert wird.3

Auch das Verhalten der Mutter in der Schwangerschaft sowie ihr Umfeld können epigenetische Veränderungen beim Ungeborenen hervorrufen. So ist inzwischen bekannt, dass Rauchen in der Schwangerschaft das Asthmarisiko erhöht. Dabei ist es irrelevant, ob die Mutter selbst raucht oder passiv dem Zigarettenrauch ausgesetzt ist.4

Hinweis

Epigenetik

  • Bis zur Entdeckung der Epigenetik ging man davon aus, dass unsere Gene unveränderbar sind und somit Persönlichkeitsmerkmale oder die Veranlagung für bestimmte Krankheiten oder Neigungen von Geburt an feststehen.
  • Die Epigenetik beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit das uns vererbte Genmaterial durch äußere Einflüsse wie Ernährung, Lebensstil, Stress, Umweltgift und Lebenseinstellung veränderbar ist und Gensequenzen schwächer oder stärker abgelesen oder ein- bzw. ausgeschaltet werden können (Methylierung).
  • Erkenntnisse zeigen, dass wir zwar einerseits durch negative Einflüsse Schäden und Veränderungen an unserer DNA verursachen können, die über Generationen weitervererbt werden. Anderseits jedoch auf die gleiche Weise geschädigte DNA-Sequenzen positiv beeinflussen können, deren Ausprägung wir bislang für unveränderbar gehalten haben.
  • Eine ausgewogene Ernährung, eine umfassende Versorgung mit den lebenswichtigen Mikronährstoffen, positive Gedanken und eine optimistische Lebenseinstellung sowie die Vermeidung von Schadstoffen, Chemikalien und Stress sind nach den Erkenntnissen der Epigenetik somit elementar für Gesundheit und Vitalität.
  • Hoffnung besteht, dass mit Hilfe der Forschungsergebnisse zur Epigenetik in der Zukunft auch derzeit als unheilbar betrachtete Erkrankungen heilbar sein werden.

Ursachen und Risikofaktoren

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Ursachen und Risikofaktoren in der Übersicht

  • Auslöser für die allergischen Symptome ist der Kontakt von Haut und Schleimhaut mit Polleneiweißen und eine dadurch ausgelöste, überschießende Abwehrreaktion des Körpers.
  • Ursachen für die erhöhte Allergiebereitschaft liegen im Lebensstil, in der Ernährung, in umweltbedingten Faktoren und in einem Mikronährstoffmangel begründet.
  • Oxidativer und nitrosativer Stress, chronische, oft auch unbemerkte Entzündungen, Störungen im Darmmikrobiom sowie ein übersäuerter Organismus sind weitere Ursachen für die fehlgeleitete Immunabwehr.

Der Auslöser für die allergischen Symptome ist der Kontakt von Pflanzenpollen mit Haut und Schleimhäuten. Die Polleneiweiße lösen in Kontakt mit den Immunglobulinen E (IgE) die Ausschüttung von entzündungsauslösenden Botenstoffen wie Histamin aus, wodurch es innerhalb von Sekunden zu den typischen Heuschnupfensymptomen kommt.

Am häufigsten sind Allergien gegen Hasel-, Erlen-, Birken-, Gräser-, Roggen-, Beifuß- und Ambrosiapollen.

Ursache für die Beschwerden ist eine Fehlregulation des Immunsystems. Der Körper antwortet auf den Kontakt mit an sich harmlosen Substanzen mit überschießenden Abwehrreaktionen.

 

Ein geschwächtes Immunsystem und damit eine erhöhte Allergiebereitschaft ist Folge verschiedener Faktoren:

  • ungesunder Lebensstil: z. B. Rauchen, Alkoholmissbrauch, Bewegungsmangel, übertriebene Hygiene, Schlafunregelmäßigkeiten, Sauerstoffmangel
  • entzündungsfördernde Ernährung (industriell gefertigte Nahrungsmittel, kohlenhydratlastige Ernährung, Milchprodukte, Fleisch, Zucker, Fast Food etc.)
  • Mikronährstoffmangel
  • belastender, stressiger Lebenswandel, psychischer/ emotionaler Stress
  • Luftverschmutzung5
  • schadstoffbelastete Lebensmittel
  • oxidativer6 und nitrosativer Stress7
  • chronische Entzündungen, silent inflammation
  • gestörte Darmflora
  • gestörter Säure-Basen-Haushalt
  • gestörte Mitochondrienfunktion
  • Medikamente

 

Ausflug in die Wissenschaft

Mitochondrien  

Mitochondrien sind unsere Zellkraftwerke. Sie stellen die Energie für alle Lebensprozesse in unserem Körper her. Aus Zucker, Fett und Eiweiß können die Mitochondrien das Energie-Molekül ATP (Adenosin-Tri-Phosphat) herstellen.

In einem Zwischenschritt wird Sauerstoff verarbeitet. In diesem Schritt werden viele freie Radikale freigesetzt, die sehr aggressiv sind und an allen Zellbestandteilen Schäden verursachen können. Wenn der antioxidative Schutz der Zellkraftwerke durch Mikronährstoffe nicht ausreicht, können Eiweißstrukturen zerstört oder so geschädigt werden, dass sie ihre Aufgaben nicht mehr optimal erfüllen können.

Warum wir Mitochondrien schützen sollten

Entstehen während der Herstellung des ATP aufgrund eines Mikronährstoffmangels vermehrt freie Radikale, wird die mitochondriale DNA geschädigt, was zu einem weiteren Anstieg der freien Radikale führt. Dadurch wird der Stoffwechsel der Zellen empfindlich gestört und kann zu unzähligen Krankheiten führen.

Das Immunsystem benötigt optimal funktionierende Mitochondrien, da es für seine Arbeit viel Energie verbraucht.

Entsprechend wichtig ist die optimale Versorgung der Zellen und Zellkraftwerke mit Mikronährstoffen. Nicht nur der antioxidative Schutz muss zu jeder Zeit gewährleistet sein, auch die Energieproduktion selbst benötigt zahlreiche Mikronährstoffe.

Je mehr Risikofaktoren ein Kind schon im Mutterleib oder in den ersten Lebensjahren ausgesetzt ist, desto höher ist das Risiko, eine Allergie zu entwickeln.

Kinder in ländlicher bzw. landwirtschaftlicher Umgebung, die mit verschiedenen Allergenen von Geburt an konfrontiert sind, leiden laut einer wissenschaftlichen Untersuchung vergleichsweise selten an Heuschnupfen oder anderen Allergien. Da das Immunsystem kontinuierlich durch pflanzliche und tierische Allergene stimuliert wird, scheint sich der Organismus an die Fremdsubstanzen anzupassen, so dass es zu weniger Überreaktionen kommt.8

Symptome bei Heuschnupfen

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Symptome in der Übersicht

  • Beschwerden der Augen: Juckreiz, Brennen, Rötung, Schwellung, Tränenfluss
  • Beschwerden der Nase: Juckreiz, Niesreiz, Fließschnupfen, verstopfte Nase, Nasenbluten
  • Beschwerden im Mund-/Rachenraum: Kitzeln, Juckreiz, Kratzen, Hüsteln
  • Beschwerden der Haut: Rötung, Quaddeln, Juckreiz, Brennen
  • sonstige Beschwerden: (Reiz-)Husten, Kopfschmerzen, Konzentrations- und Schlafstörungen, Abgeschlagenheit
  • Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen oder Zigarettenrauch

Heuschnupfen geht mit charakteristischen Symptomen einher. Die Hauptbeschwerden erstrecken sich anfangs hauptsächlich auf Augen und Nase:

  • juckende, brennende und gerötete Augen
  • Schwellung der Augenlider
  • Entzündung der Augenbindehaut
  • vermehrter Tränenfluss
  • juckende Nase
  • Niesreiz, Niesattacken
  • Fließschnupfen (Rhinitis allergica)
  • verstopfte Nase
  • trockene Nasenschleimhaut
  • vermehrt Nasenbluten
  • Entzündung der Nasennebenhöhlen

 

Es können jedoch zusätzlich weitere Symptome auftreten:

  • Kitzeln, Juckreiz oder Kratzen im Rachen
  • Juckreiz der Mundschleimhaut oder im Ohr
  • Hüsteln, Reizhusten, blecherner Husten
  • brennendes Gefühl hinter dem Brustbein
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Konzentrations- und Schlafstörungen (aufgrund starker Heuschnupfen-Symptome)
  • Abgeschlagenheit, körperliche Erschöpfung, Müdigkeit
  • allergische Hautreaktionen wie Quaddeln, Rötungen, Juckreiz, Brennen, Schwellungen
  • Störungen von Geruchs- oder Geschmackssinn
  • Überempfindlichkeit gegenüber Gerüchen, Zigarettenrauch, (Haus-)Staub
  • Depression (bei schweren Allergiesymptomen)

 

In seltenen Fällen tritt bereits zu Beginn einer Pollenallergie zugleich allergisches Asthma auf. Meist entwickelt sich die Problematik im weiteren Verlauf.

 

Die Beschwerden sind bei Erwachsenen und Kindern ähnlich.

Bei Kindern können bei ausgeprägten Heuschnupfen-Symptomen auch Weinerlichkeit, Gereiztheit, erhöhte Körpertemperatur oder entzündliche Hauterkrankungen (atopische Dermatitis) mit einhergehen.

Diagnose des Heuschnupfens

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Diagnose in der Übersicht

  • Anamnesegespräch zur Erhebung der Krankengeschichte und Eingrenzung der möglichen Allergene
  • Blutanalyse zum Nachweis spezifischer Immunglobuline E (IgE)
  • Allergietests: Prick-Test oder Provokationstest zur Ermittlung der allergieauslösenden Pollen
  • Lungenfunktionstest zur Ermittlung des Atemvolumens bei allergischem Asthma

Bei Verdacht auf eine Pollenallergie sind der Hausarzt oder ein Allergologe (Facharzt mit Schwerpunkt für allergische Erkrankungen) die Ansprechpartner.

 

Im Anamnesegespräch erhebt der Arzt die Krankengeschichte, um die Diagnose einzugrenzen und ggfs. weitere Maßnahmen zu ergreifen, um andere, ähnliche Erkrankungen auszuschließen.

 

Diagnoseweisend sind Hinweise auf bereits bekannte Allergien, bestehendes Asthma oder Neurodermitis, allergische Erkrankungen in der Familie, saisonabhängige Symptome, Schadstoffbelastung der Luft, Einnahme von Medikamenten und Zigarettenrauchen.

 

Um die Allergene zu ermitteln, die für den Heuschnupfen verantwortlich sind, und eine Allergie zu bestätigen, kann der Arzt zusätzlich verschiedene Arten von Tests durchführen:

 

  • Blutuntersuchung: Der sogenannte RAST-Test (Radio-Allergo-Sorbent-Test) ist eine laborchemische Methode, um spezifische Immunglobuline E (IgE) im Blut zu ermitteln, die gegen Pollenproteine vermehrt gebildet werden. Je mehr IgE nachweisbar ist, desto stärker ist die allergische Reaktion. Das Ergebnis wird einer der 5 Einteilungsklassen zugeordnet: 0 (keine IgE nachweisbar) bis 4 (sehr hohe Konzentration)
  • Prick-Test: Auf die Haut (meist Rücken oder Innenseite des Unterarms) werden verschiedene Allergene, gelöst in einer Flüssigkeit, mittels einer feinen Nadel leicht in die Haut eingebracht. Je nachdem gegen welche der Substanzen eine Allergie vorliegt, reagiert die Haut an der betroffenen Stelle mit Rötung oder Quaddelbildung. Das Ergebnis des Prick-Tests gilt als nur bedingt aussagekräftig.
  • Provokationstest: Das vermutete auslösende Allergen wird mit der Nasenschleimhaut in Berührung gebracht. Der Arzt beobachtet, in welchem Zeitraum der Patient mit welchen Symptomen (Niesreiz, Juckreiz, Fließschnupfen, Augentränen etc.) reagiert. Zudem wird mittels einer Methode zur Messung des Luftwiderstands bei der Nasenatmung gemessen, inwiefern die Atmung beeinträchtigt ist. Das Testergebnis gilt als zuverlässig. Allerdings wird dieser Test eher selten durchgeführt, da die Gefahr einer anaphylaktischen, also durchaus (lebens-)gefährlichen Reaktion droht.

 

Da die Durchführung dieser Tests nicht angenehm ist, werden sie bei (Klein-)Kindern meist nicht angewendet. Ebenso wird in der Schwangerschaft davon abgeraten, um unerwünschte allergische Reaktionen oder Überreaktionen zu vermeiden.

 

Wenn die Patienten allergisches Asthma entwickelt haben, wird zur Messung des Lungen- und Atemvolumens ein Lungenfunktionstest (Spirometrie) durchgeführt. Das Ergebnis gibt Aufschluss über das ein- und ausgeatmete Luftvolumen und über die Strömungsgeschwindigkeit der Luft während der Atmung. Ist die Lungenfunktion auffällig eingeschränkt, kann der Arzt ein Medikament verordnen, das die Atmung wieder erleichtert.

Krankheitsverlauf und Prognose

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Krankheitsverlauf in der Übersicht

  • oft jahre- bis jahrzehntelange Allergiebeschwerden und Zunahme der Intensität
  • Entwicklung von Kreuzallergien
  • Folgeerkrankungen wie chronische Sinusitis, trockene Nasenschleimhaut, Geruchsempfindlichkeit, chronische Hauterkrankungen
  • Ausweitung der Symptome bis in die unteren Atemwege („Etagenwechsel“) mit Husten, Bronchitis bis hin zu Asthma

Bei vielen Pollenallergikern beginnen die Beschwerden schon in der Kindheit oder der Jugend und bleiben oft über viele Jahre bis Jahrzehnte bestehen. Grundsätzlich kann die Pollenallergie jedoch in jedem Alter auftreten.

 

Unbehandelt verschlimmert sich der Heuschnupfen meist im Laufe der Jahre. Die Beschwerden nehmen an Intensität zu, die körperliche Belastbarkeit oder sportliche Leistungsfähigkeit lassen nach.

Bei etwa der Hälfte der Betroffenen weitet sich die Allergie auf weitere Pollen aus, bzw. es entwickeln sich Kreuzallergien.

Eine Kreuzallergie bezeichnet Allergene, die in ihrer Struktur anderen Allergenen ähneln. Häufig treten Reaktionen auf Tierhaare oder pflanzliche oder tierische Eiweiße in Lebensmitteln auf.

 

Folgeerkrankungen wie eine (chronische) Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung), erhöhte Infektanfälligkeit, trockene Nasenschleimhaut, Empfindlichkeit gegenüber Zigarettenrauch, trockener Heizungsluft oder starken Gerüchen können hinzukommen.

Auch chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Urtikaria (Nesselsucht) oder Ekzeme sind im weiteren Verlauf möglich.

Nicht zu unterschätzen ist das Risiko für Depressionen, Bluthochdruck, zu hohen Blutfettwerten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Studien haben festgestellt, dass Allergiker häufig auch an Übergewicht und Adipositas leiden als gesunde Probanden. Da erhöhte Cholesterinwerte und Bluthochdruck bei Allergikern jedoch auch ohne Fettleibigkeit auftreten können, vermutet man, dass die erhöhte Entzündungsneigung bei Allergiepatienten ursächlich für die Symptome ist. Daher sollte bereits bei Kindern mit Heuschnupfen, allergischem Asthma und anderen Allergien auf Blutdruck und Blutfettwerte geachtet werden und frühzeitig durch einen gesundheitsfördernden Lebensstil gegengesteuert werden.9,10

 

Besonders gefürchtet ist der sogenannte Etagenwechsel der Pollenallergie. Das bedeutet, dass sich die allergischen Beschwerden auf die unteren Atemwege (Bronchien, Lunge) ausweiten, es zusätzlich zu Heuschnupfen auch zu Husten, Entzündungen der Bronchialschleimhaut und Atembeschwerden kommt.

Langfristig entwickelt sich bei ca. 40% der Betroffenen ein allergisches Asthma.

In diesem Fall führt die allergische Überreaktion auf den Pollenkontakt zur Bildung eines zähen Sekrets, und die feine Muskulatur in den Bronchien verkrampft sich. Die Ausatmung fällt schwer und hört sich pfeifend an.

Asthma kann mit Anfällen von Atemnot einhergehen, die behandlungsbedürftig sind.

 

In sehr seltenen Fällen, nur bei sehr schweren Verlaufsformen, können Pollen einen anaphylaktischen Schock auslösen. Bei diesem lebensbedrohlichen Notfall treten innerhalb weniger Minuten Symptome wie Quaddeln, Schwellungen im Hals, die zu akuter Atemnot führen, Schweißausbrüche, Blutdruckabfall und Kribbeln in den Gliedmaßen auf. Es kann zum Kreislaufkollaps und zu Bewusstseinsverlust kommen. Ein anaphylaktischer Schock ist jedoch bei Pollenallergikern untypisch. Wesentlich häufiger kann es bei Allergien auf Insektengift oder Meeresfrüchte zu diesen Symptomen kommen.

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Die Heilpraktikerin Aruna Siewert hat ihre langjährigen Erfahrungen in der naturheilkundlichen Therapie von Allergien in einem Buch zusammengefasst. Ein Nachschlagewerk für Hilfe zur Selbsthilfe.


 

Ernährung bei Heuschnupfen

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Ernährung in der Übersicht

  • Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen.
  • Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich – das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Bei Heuschnupfen ist es wichtig, auf Lebensmittel zu setzen, die eine immunstärkende Wirkung haben, wie z. B. viel frisches Gemüse, Obst, fetter Fisch, Nüsse, Saaten, kaltgepresste pflanzliche Öle und frische Kräuter und Gewürze.
  • Empfehlenswert ist, histaminreiche Nahrungsmittel und solche zu vermeiden, die die Histaminausschüttung im Körper anregen.
  • Fermentierte Lebensmittel sind probiotisch, das heißt, sie enthalten aktive Milchsäurebakterien, die förderlich für eine gesunde Darmflora und damit eine Harmonisierung des Immunsystems sind.
  • Wichtig bei Allergien: Reduzieren Sie Kohlenhydrate in Ihrem Speiseplan. Eine Überernährung mit Kohlenhydraten aktiviert das Stress-System im Körper, wodurch das Immunsystem belastet wird.

Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen. Sie fördert eine chronische Entzündung, die Arterien verkalken lässt, unseren Darm und unser Immunsystem schwächt, unsere Psyche negativ beeinflusst und letztlich Zellstress entstehen lässt. Wie im Kapitel Ursachen ausführlich dargestellt, sind entzündliche Prozesse auch bei Heuschnupfen an der Entstehung beteiligt. Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie die Allergie-Symptome bei Heuschnupfen in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen und eine Verschlimmerung und Ausweitung der Beschwerden vermeiden:

  • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
  • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
  • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Pollenallergie auswirken.
  • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

 

Probleme der heutigen Ernährung

Obwohl in Deutschland kein Mangel an Nahrungsmittelvielfalt herrscht, wird eine naturbelassene Ernährung mit vielen qualitativ hochwertigen und unverarbeiteten Produkten immer seltener. Volle Arbeitstage, Alltagsstress, keine Zeit zu kochen und auch der Mangel an Wissen und Fähigkeiten führen zunehmend zu einer ungesunden Ernährung.

 

Fertigprodukte statt frisch kochen: Western Diet

Diese Art der Ernährung wird oft unter dem Begriff Western Diet zusammengefasst, weil sie vor allem in den westlichen Industrieländern weit verbreitet ist und sich zunehmend auch in Ländern mit traditionell gesunder Ernährung ausbreitet – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.

Hinweis

Merkmale der Western Diet

hochkalorisch, zuckerreich, gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, salzreich, viele Konservierungsstoffe und hochverarbeitete Produkte (Fastfood, Fertigprodukte, „Junkfood“) – dagegen wenig frisches Obst und Gemüse, keine hochwertigen Pflanzenöle, wenig komplexe Kohlenhydrate, wenige Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe

Nährstoffzufuhr aus dem Gleichgewicht

Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen. Unsere Lebensmittel setzen sich zum einen aus Makronährstoffen zusammen, die uns Energie und Baumaterial liefern: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße.

Auf der anderen Seite enthalten Lebensmittel auch unzählige Mikronährstoffe, die das Umsetzen der Makronährstoffe im Stoffwechsel erst möglich machen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fettsäuren, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.

Ungesund wird eine Ernährung dann, wenn die einzelnen Gruppen nicht mehr im Gleichgewicht zueinander stehen. Arbeit findet z. B. heute sehr oft als sitzende Tätigkeit am Schreibtisch statt, wo keine bis kaum Kalorien verbrannt werden – jedoch dominieren Kohlenhydrate nach wie vor zu einem großen Anteil unsere tägliche Ernährung, was die Entwicklung einer chronischen Entzündung besonders fördert – das ständige Zuviel.

 

Anti-entzündliche Ernährung: Profitieren Sie auf allen Ebenen

Erst gravierende Erkrankungen und Ereignisse wie Heuschnupfen oder gar allergisches Asthma lassen uns aufhorchen und führen oft zu einem Wendepunkt im Leben: Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen!

Sich gesund zu ernähren heißt nicht sich selbst zu kasteien, zu verzichten oder strikte Pläne einzuhalten. Es bedeutet Neues kennenzulernen, alte Wege zu verlassen und sich jeden Tag fitter, gesünder und leistungsfähiger zu fühlen statt immer müde, abgeschlagen und energielos. Sie können dabei Schritt für Schritt etwas an Ihrer Ernährung ändern, statt zu versuchen, von heute auf morgen alles auf den Kopf zu stellen. Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.

 

Was ist eine antientzündliche Ernährung?

Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Eine pro-entzündliche Ernährung ist einer der Hauptauslöser für eine chronisch-schwelende Entzündung in unserem Körper, die stille Entzündung (silent inflammation).

Die folgende Tabelle stellt Ihnen wichtige anti- und pro-entzündliche Nahrungsmittelgruppen vor:

Anti-entzündliche Nahrungsmittel und pro-entzündliche Nahrungsmittel

 

Anti-entzündliche Ernährung Pro-entzündliche Ernährung
Olivenöl, Walnussöl, Leinöl, Hanfölfrittierte Lebensmittel, Margarine, Sonnenblumenöl, Schweineschmalz, Sojaöl, Maiskernöl
Obst (zuckerarme Sorten bevorzugen): Beeren, Zitrusfrüchte, Äpfel
Gemüse, mindestens „5 am Tag“: grüne Blattgemüse, Brokkoli, Spinat, Kohlsorten, Topinambur, alle Salate, Wildkräuter
Fast Food, Fertigprodukte, Süßig-keiten, industriell gefertigte Snacks, Konservenobst und -gemüse, Tomatenprodukte
Vollkornprodukte: Getreideprodukte aus dem vollen Korn inklusive aller BallaststoffeProdukte aus Auszugsmehlen („Weiß“), Weizen
Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Tofu
Eier: moderater Konsum (mind. Bio-Freiland-Haltung)
Wurstwaren, viele Milchprodukte (v.a. Hartkäse)
fetter Seefisch: Lachs, Makrele, SardinenSchweinefleisch, Geräuchertes, Meeresfrüchte
frische Kräuter, antientzündliche Gewürze wie Chili, Kurkuma, Ingwer
Sulfide: Knoblauch, Zwiebeln, Meerrettich
sehr salzreich
Getränke und Tee: Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, grüner TeeSoftdrinks, häufiger Alkoholkonsum, Milchmixgetränke
Nüsse und Saaten: Walnüsse, Leinsamen, Pinienkerne, Kürbiskerne, MacadamianüsseErdnüsse, gesalzene und aromatisierte „Knabbernüsse“
Probiotika: Kefir, Joghurt, milchsauer eingelegte Gemüse, Misopaste

Weitere Eckpunkte einer gesunden Ernährung sind:

  • Flexitarismus: Insgesamt sollte Ihre Ernährung vorwiegend pflanzenbasiert ausgerichtet sein – Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind in Maßen zu genießen, dafür in hochwertiger Qualität. Auf Hartkäse wie Parmesan, Emmentaler, Pecorino etc. sollten Sie wegen des hohen Histamingehalts verzichten.
  • Mittelmeer-Diät: Gute Orientierung bei einer anti-entzündlichen Ernährung bietet die mediterrane Ernährung – Menschen, die sich traditionell nach der Mittelmeerdiät ernähren, leiden seltener unter der chronischen Entzündung und deren Folgen, z. B. weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Regional und saisonal: Produkte aus der Region, die keinen weiten Anreiseweg hatten, sind frischer und oft nährstoffreicher. Viele Superfoods haben einheimische „Verwandte“ wie z. B. Leinsamen (statt Chiasamen) oder Hagebutten (statt Goji-Beeren).
  • Biologisch angebaut sind in den Lebensmitteln wesentlich mehr Mikronährstoffe enthalten als in Gemüse aus Monokulturen und Massenproduktion. Auch die Transport- und Lagerzeiten sind wesentlich kürzer, was den Mikronährstoffgehalt zusätzlich Darüber hinaus wird bei der biologischen Landwirtschaft auf schädliche Spritz- und Düngemittel verzichtet.
  • Wenn die Lebensmittel möglichst roh oder schonend gedünstet verzehrt werden, bleiben die hitzeempfindlichen Inhaltsstoffe erhalten und haben eine positive Wirkung auf unseren Organismus.
  • Die verschiedenen Lebensmittelgruppen wie Obst, Gemüse, Kräuter, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, Getreide und – wer das möchte – in geringem Maß tierische Produkte (ebenfalls aus biologischer Erzeugung) sollten so wenige Verarbeitungsstufen wie möglich durchlaufen und idealerweise täglich in den Speiseplan integriert werden.
  • Gesunde Fette: Fett reduzieren ist passé, viel wichtiger ist, die richtigen Fette aufzunehmen: Die optimalen Quellen sind kaltgepresste, hochwertige Öle. Dabei sollte der Anteil der Omega-3-Fettsäuren möglichst hoch sein, da sie im Gegensatz zu den Omega-6-Fettsäuren entzündungs- und schmerzhemmend wirken. Eine erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren wirkt antientzündlich und verbessert nachweisbar die Atembeschwerden bei Pollenallergikern und allergischem Asthma.11
  • Kohlenhydrate reduzieren: Essen Sie insgesamt weniger Kohlenhydrate, also weniger weißes Brot, weniger weiße Nudeln und Reis. Zu viele dieser getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht der Botenstoffe.
  • Vegetarismus und Veganismus sind Ernährungsformen, die sehr gesund und ausgewogen sein können, aber nicht automatisch sind: Wenn viele oben genannte Nahrungsmittel integriert werden und auf ausreichend Mikronährstoffzufuhr geachtet wird, sind diese Ernährungsformen durchaus gesundheitsfördernd. Allerdings hat auch der vegane Trend viele Fertigprodukte auf den Markt gebracht, die oft mit einer gesunden Ernährung nichts mehr gemeinsam haben. Achten Sie also weniger auf ein „Label“, sondern auf Ausgewogenheit.
  • Achtsamkeit beim Essen: Genuss, Freude und Langsamkeit gehören zu einer gesunden Ernährung genauso wie hochwertige Nahrungsmittel.
  • Fastenperioden: Intervallfasten oder Buchinger-Fasten können sinnvoll sein für einen Neustart oder ein jährliches Ritual, hier müssen Sie selbst abwägen, ob es zu Ihnen passt und welche Fastenform Ihnen gut tut.
  • In Bewegung bleiben: Zu einer gesunden Ernährung gehört Bewegung – neben vielen anderen positiven Effekten, wirkt die Verdauung angeregt und die Darmpassage gefördert.

 

So sollte Ihr Teller aussehen

Mit dieser Telleraufteilung versorgen Sie Ihren Organismus optimal mit wichtigen Mikronährstoffen und ausreichend Energie-Lieferanten (Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß). Achten Sie also darauf, nicht nur Beilagen und Fleisch/ Fisch zu sich zu nehmen, sondern variieren Sie vor allem mit verschiedenen Gemüse- und Obstkombinationen. So gehen Sie Übergewicht aus dem Weg und vermeiden Speisen mit zu hohen Kalorienwerten.

 

Prävention und Therapie der Pollenallergie durch gesunde Ernährung

Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung kann man bestehende Heuschnupfen-Symptome nicht nur lindern, sondern bei einer entsprechenden Veranlagung zu Allergien dem Heuschnupfen auch vorbeugen.12

Eine vegetarische Ernährung scheint gegenüber einer eher fleischlastigen Ernährung im Vorteil zu sein, um Heuschnupfen oder allergisches Asthma in den Griff zu bekommen. Australische Wissenschaftler konnten eine Ernährung mit viel tierischem Eiweiß als Faktor für lebenslanges Asthma oder Heuschnupfen ausmachen.13

Besonders wichtig ist dies bei der Ernährung von Kindern und Jugendlichen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung im Wachstum kann dazu beitragen, viele Krankheiten zu verhindern, die in der Familie gehäuft vorkommen.

Ob eine Allergie, die epigenetisch im Erbgut verankert ist, schließlich zum Ausbruch kommt, wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst (siehe Vererbung) – einer davon ist die Ernährung.

 

Die Allergieprävention fängt bereits vor der Schwangerschaft an. Wenn ein Kinderwunsch besteht, sollten die werdenden Eltern schon frühzeitig ihre Ernährungs- und Lebensgewohnheiten ändern und für einen optimalen Mikronährstoffhaushalt sorgen. Je gesünder die werdenden Eltern sind und der Organismus, insbesondere natürlich der Mutter, mit Mikronährstoffen versorgt ist, desto mehr erhöht sich die Fruchtbarkeit und desto besser sind die Voraussetzungen für eine komplikationsfreie Schwangerschaft und die Entwicklung eines gesunden Kindes. Eine traditionell mediterrane Ernährung mit viel Obst und Gemüse, hochwertigen Ölen, Fisch und wenig Kohlenhydraten schützt nachweislich vor allergischen Haut- oder Atemwegserkrankungen von Kindern.14

 

Nach der Geburt ist der beste Schutz vor Allergien, das Kind mindestens ein halbes Jahr voll zu stillen und während des langsamen Heranführens an die Beikost (Gemüsesorten wie Karotten, Pastinake, Kürbis, Kohlrabi, Fenchel, Kartoffel etc.) das Kind weiterzustillen. Die Dauer der Stillzeit ist kulturell beeinflusst, in den Industrieländern liegt sie bei durchschnittlich etwa 7-8 Monaten, in anderen Ländern zwischen 2 und 4 Jahren.

Stillen schützt das Kind vor Infektionen und fördert eine günstige Besiedelung des Darms mit Bakterienstämmen, die das Immunsystem stärken und trainieren. Je länger die Stillzeit andauert, desto größer ist die Bakterienvielfalt im Darm und desto höher der Schutz vor Allergien und Asthma.15,16

Wenn das Stillen nicht klappt, sollte dann zu hypoallergener Säuglingsmilch gegriffen werden, wenn die Eltern oder Geschwister bereits unter Allergien oder allergischem Asthma leiden oder in der engeren Verwandtschaft (Großeltern, Tanten, Onkel etc.) gehäuft Allergien auftreten.

 

In der Ernährung von Kindern wie auch von Erwachsenen sollten frische, möglichst unverarbeitete Lebensmittel täglich auf dem Speiseplan stehen. Kohlenhydrate aus Getreideprodukten sollten eher eine Ausnahme bilden, da sie Entzündungsreaktionen im Körper auslösen, die latent vorhandene oder bereits bestehende Allergien noch befeuern.

 

Hinweis

Wissenswertes bei einem übermäßigen Verzehr von Kohlenhydraten

Die Überernährung mit Kohlenhydraten löst in unserem Organismus die gleichen Stressreaktionen aus wie mentaler oder physischer Stress.

Die übermäßige Kohlenhydratzufuhr führt zu einem plötzlichen Anstieg des Blutzucker- und Insulinspiegels. Der danach folgende rasche Abfall des Blutzuckerspiegels geht mit einer Ausschüttung von Stresshormonen einher.

Ein begleitender Mikronährstoff- und Bewegungsmangel, eine stressige Lebensweise, Medikamente und industriell verarbeitete Nahrungsmittel lösen weitere Stressreaktionen aus und führen in der Folge zu einer ständigen Überaktivierung des Stress-Systems in unserem Organismus.

Stresshormone reduzieren jedoch die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems und fördern schwelende Entzündungsprozesse sowie die Anfälligkeit für Infekte und Allergien aller Art. Eine chronische Schwächung des Immunsystems ist die Folge.

Da wir in der Ernährung Kohlenhydrate nicht ganz vermeiden können oder möchten, ist es empfehlenswert, die Kohlenhydrate morgens oder spätestens mittags zu verzehren, um die Zellregeneration nachts nicht durch Zellstress und entzündungsfördernde Stoffwechselprozesse zu stören.

Achten Sie zudem darauf, probiotische Lebensmittel in Ihren Speiseplan aufzunehmen. Die Milchsäurebakterien im Darm können sich leichter vermehren, aber auch die Ansiedelung von Laktobazillen bei einer gestörten Darmflora wird erleichtert. Gesunde Beispiele für probiotische (meist fermentierte) Lebensmittel sind

  • Sauerkraut und Sauerkrautsaft
  • Brottrunk
  • Sauerteig
  • Kefir
  • Joghurt
  • Kombucha
  • Kimchi
  • fermentiertes Gemüse (Karotten, Gurken, Zucchini etc.)

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Wissenswertes über Kombucha – unser Buchtipp:


 

Diese Lebensmittel sollten frisch zubereitet und nicht konserviert bzw. hoch erhitzt worden sein, denn die Konservierung tötet den größten Teil der Milchsäurebakterien ab. Fermentiertes Gemüse, Kefir oder Kombucha lassen sich jedoch auch leicht zuhause herstellen.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Um einen Einstieg in die Fermentation zu finden, gibt es sehr gute Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die es jedem ermöglichen, darmgesunde Lebensmittel selbst herzustellen. Unsere Empfehlung:


 

Histaminarme Kost kann während akuter Heuschnupfen-Phasen Linderung bringen. Bestimmte Lebensmittel, die viel Histamin enthalten oder die Histaminproduktion im Körper anregen, sollten in dieser Zeit gemieden werden. Dazu zählen u. a. alle gereiften und geräucherten Nahrungsmittel, Konserven, Sojaprodukte, Wein, Weizen oder Schokolade. Auch an sich gesunde Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Sauerkraut, Zitrusfrüchte und Tomaten können die Beschwerden verschlimmern und sollten während einer Ernährungsumstellung anfangs weggelassen werden. Wenn sich die Allergie-Symptome verbessern, können auch diese Lebensmittel schrittweise in den Speiseplan mit aufgenommen werden.

Vorsicht auch bei Alkoholika wie Bier und Wein: Die Beschwerden können sich nach dem Genuss von Alkohol erheblich verschlechtern!

 

Besonders empfehlenswert sind auch der Verzehr von frischen Keimsprossen, die man leicht auf der Fensterbank ziehen kann. Brokkolisprossen sind beispielsweise reich an dem sekundären Pflanzenstoff Sulforaphan. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass der Verzehr von natürlichem Sulforaphan aus Brokkolisprossen oxidativen Stress reduziert und damit entzündlichen Prozessen entgegenwirkt. Frische Sprossen können pur, aufs Brot, im Salat oder Müsli verzehrt werden. Allerdings sollten Sie Sprossen nur roh und nicht erhitzt essen, um die darin enthaltenen Enzyme nicht zu zerstören.

 

Auch Wildkräuter wie die Brennnessel können Allergiebeschwerden lindern. Eine Studie hat ergeben, dass Brennnesselextrakt u. a. die Freisetzung von Histamin hemmt und entzündungsfördernde Vorgänge stoppt. Besonders bei allergischem Schnupfen kann Brennnessel die Symptome positiv beeinflussen.17

Wildkräuter eignen sich hervorragend als Zutat im Salat, in grünen Smoothies, als Spinat oder in Kräutersaucen.

 

Therapie und Prävention

Jede Behandlung enthält präventive Aspekte und jede Prävention wirkt auch als Therapie. Die Grundpfeiler jeder Vorbeugung und Therapie basieren auf unserem Lebensstil: Wie ernähren Sie sich? Ist Ihr Organismus ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt? Wieviel Bewegung ist in Ihren Alltag integriert? Rauchen Sie und wieviel Alkohol konsumieren Sie? Bestimmt Stress Ihr ganzes Leben? Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, können sich diese Basispfeiler positiv auf Ihre Gesundheit auswirken, aber auch jahrelange Risikofaktoren für viele Erkrankungen darstellen. In diesem Kapitel werden zahlreiche ganzheitliche Methoden vorgestellt, die Ihre Gesundheit und Lebensqualität stärken können – präventiv und/oder auch als Therapie.

Mikronährstoffe

Das-Wichtigste-in-Kürze

Mikronährstoffe in der Übersicht

  • Mikronährstoffe sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen bei Heuschnupfen. Besonders wichtig sind:
    • Antioxidantien als Zellschutz und zur Hemmung von Entzündungsprozessen
    • Vitamine C und E, Zink, Magnesium, Kalzium, Vitamin B6 und Quercetin als natürliche Antihistaminika
    • Vitamin B12, Zink und Omega-3-Fettsäuren zusammen mit Coenzym Q10 und Berberin zur Entgiftung von nitrosativem Stress
    • Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren zur Prävention und Therapie von allergischen Erkrankungen
  • Einige der typischen Medikamente bei Pollenallergie erhöhen zusätzlich Ihren Mikronährstoffbedarf. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mikronährstoffbedarf ausreichend über die Ernährung zu decken, können moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen sinnvoll sein. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Der Körper muss mit Mikronährstoffen optimal versorgt sein, damit Folgen des Heuschnupfens abgemildert und Nebenwirkungen der Impfung reduziert werden können.

 

Mikronährstoffe – was ist das?

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert. Im weiteren Sinne lassen sich auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme hinzuzählen. Makronährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette sind unsere Energielieferanten, während die Mikronährstoffe an Prozessen wie z. B. Blutgerinnung, Immunabwehr und Knochengesundheit beteiligt sind. Einige Mikronährstoffe kann unser Körper selbst herstellen, die meisten jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Der menschliche Organismus – ein Blick in die Zellen

Der Mensch besteht aus über 70 Billionen Zellen. Diese können alle nur optimal funktionieren, wenn sie mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt sind. Es gibt nahezu keinen Stoffwechselschritt, an dem nicht mehrere Mikronährstoffe beteiligt sind. Dazu zählen unter anderem die:

  • Aktivierung von Enzymen und Hormonen (Stoffwechselaktivität)
  • Abwehrleistung des Immunsystems (Immunstoffwechsel)
  • Energieproduktion in den Kraftwerken unserer Zellen, den sogenannten Mitochondrien (Energiestoffwechsel)
  • Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (Herzkraft und -rhythmus)
  • Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskelkraft und -koordination)
  • Impulsübertragung in und der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Nerven- und Gehirnstoffwechsel)

 

Für alle Stoffwechselreaktionen im Körper sind Enzyme notwendig, sie wirken wie ein Katalysator. Enzyme können ihren Aufgaben jedoch nur mithilfe von Mikronährstoffen nachkommen. Je besser der Körper mit Nährstoffen versorgt ist, desto besser funktioniert der gesamte Organismus. Ein Mikronährstoffmangel kann sich also negativ auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Um Ihre Gesundheit zu schützen und Ihre weiteren Therapien zu unterstützen, sollten Sie also auf Ihren Mikronährstoffhaushalt achten.

 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?

Egal ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder die Antibabypille. Schon ein einzelnes Medikament kann unsere optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ungünstig beeinflussen. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto intensiver wird in den Mikronährstoffhaushalt eingegriffen, was Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander sowie das Auftreten von Nebenwirkungen erhöht. Hierdurch kann nicht nur die Wirkung des Medikaments negativ beeinflusst werden, sondern auch die Funktion der Mikronährstoffe.

 

Welche Lebensphasen führen noch zu einem erhöhten Mikronährstoff-Bedarf?

Aber nicht nur die regelmäßige Einnahme von Medikamenten führt zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf. Es gibt bestimmte Lebensphasen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen Nährstoffmangel aufweisen:

  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und Stillende
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Magen-Darm-Störungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

 

Diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist nicht immer einfach. Trotz des reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Lebensmitteln verringern verschiedene Faktoren den Mikronährstoffgehalt in Lebensmitteln:

  • nicht ausgereiftes Obst und Gemüse
  • größere Erträge in der Landwirtschaft
  • Einsatz von Pestiziden

 

Es ist wichtig, die Ernährung mit einer breiten und möglichst natürlichen Basis an allen Vitaminen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu optimieren.

 

Mikronährstoffkonzentrat als Grundlage

Gut versorgt sind Sie mit moderaten Mikronährstoffmischungen – von einzelnen hochdosierten Mikronährstoffen raten wir ohne Absprache mit Ihrem Arzt und vorherigen Untersuchungen ab.

 

Das Angebot an Mikronährstoffpräparaten ist groß und unübersichtlich. Entscheidend beim präventiven Ansatz ist die natürliche Vielfalt. Das ideale Mikronährstoffpräparat ist auf natürlicher Basis produziert, enthält neben allen klassischen Mikronährstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, ist flüssig, glutenfrei und vegan. Die Bioverfügbarkeit sollte wissenschaftlich belegt sein und es sollten keine künstlichen Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten.

 

Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstofftherapie bei Heuschnupfen

Die moderne Mikronährstofftherapie empfiehlt die Gabe eines möglichst komplexen, natürlichen Basispräparates, das alle Mikronährstoffe in ihrem natürlichen Verbund enthält, und bei Bedarf zur Ergänzung gezielte Einzelgaben von Vitaminen, Mineralstoffen oder sekundären Pflanzenstoffen.

Das Immunsystem benötigt für einen reibungslosen Ablauf aller immunologischen Prozesse, die Bildung entsprechender Abwehrzellen und Botenstoffe sowie für die Bekämpfung von Entzündungen alle Mikronährstoffe in unterschiedlichen Anteilen.

Zur ursächlichen Behandlung der Pollenallergie sowie eines allergischen Asthmas ist die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie somit eine möglichst umfassende Mikronährstoffversorgung.

 

Dieses Vorgehen hat mehrere Vorteile:

  • Das natürliche Basispräparat versorgt den Körper zunächst mit allen notwendigen Vitalstoffen. Ungleichgewichte in den komplexen Regelvorgängen des Organismus werden vermieden und Synergieeffekte der Vitalstoffkombination können genutzt werden.18 Dadurch erhöhen sich die Therapiesicherheit und die Effektivität der Behandlung.
  • Da grundsätzlich alle Mikronährstoffe erforderlich sind, damit die fein aufeinander abgestimmten Immunreaktionen optimal funktionieren, werden die Ursachen für Heuschnupfen an der Wurzel behandelt – die Regulationsfähigkeit des Immunsystems wird wieder hergestellt.
  • Mit einem Mikronährstoffpräparat, das aus natürlichen Quellen hergestellt wird, werden dem Körper die wertvollen Wirkstoffe in Obst, Gemüse und Kräutern in ihrem natürlichen Verbund zugeführt. Auf diese Weise können auch latent vorhandene Mikronährstoffmängel ausgeglichen werden, ohne dass die Gefahr einer Überdosierung besteht.
  • Durch die zusätzliche Gabe von Einzelsubstanzen kann der Therapeut gezielt auf individuelle Probleme des Patienten reagieren, ohne durch zu hohe Einzeldosen Nebenwirkungen oder prooxidative, potentiell gesundheitsschädliche Effekte zu riskieren.19

 

Linderung von Allergiesymptomen und Allergie-Prävention

 

Antioxidantien bei oxidativem Stress

Oxidativer Stress zählt zu den Faktoren, die Heuschnupfen auslösen und den weiteren Verlauf der allergischen Erkrankung erheblich mit beeinflussen.

Der Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und allergischer Rhinitis, wie z. B. Heuschnupfen, konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden.20

Bereits im Mutterleib scheinen Faktoren, die zu oxidativem Stress führen, wie Übergewicht der Mutter, Luftverschmutzung, Medikamente (Paracetamol) und Rauchen das Risiko für Allergien und allergisches Asthma zu erhöhen. Bestimmte Mikronährstoffe wie Vitamin C, D und E, Beta-Carotin, Folat, Cholin sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren zählen offensichtlich zu den potentiell vor Allergie schützenden Mikronährstoffen, wenn sie bereits vor der Schwangerschaft substituiert werden.21

 

Hinweis

Oxidativer und nitrosativer Stress

Unser Körper bildet bei vielen Reaktionen freie Radikale (z. B. in der Zellatmung und bei Immunreaktionen), die in normalen Konzentrationen nicht schädlich sind. Erst bei einem Zuviel (z. B. chronische Entzündungen, Medikamente, Rauchen etc.) entsteht der sogenannte oxidative Stress. Hält der oxidative Stress über einen längeren Zeitraum an, steigt das Risiko für die Entstehung einer Vielzahl von gesundheitlichen Störungen und Beeinträchtigungen wie Allergien, Erkältungsneigung und Hautunreinheiten sowie für schwere chronische Erkrankungen (Autoimmunerkrankungen, Krebs, Parkinson etc.).

 

Nitrosativer Stress bezeichnet die Überproduktion des lebensnotwendigen Botenstoffs Stickstoffmonoxid (NO).

Nitrosativer Stress ist vergleichbar mit dem oxidativen Stress der freien Radikale: auch beim Stoffwechsel des Stickstoffmonoxids (NO) ist eine geringe Grundproduktion für unsere Gesundheit unabdingbar:

  • NO wirkt bakterientötend
  • NO wirkt erweiternd auf Blutgefäße
  • NO reguliert den Stoffwechsel von Mitochondrien
  • NO ist notwendig für die Weiterleitung von Nervenimpulsen

 

Erst bei einer Überproduktion, die der Körper nicht mehr abfangen kann, kommt es zu einer zunehmenden Schädigung von Mitochondrien.

Bei oxidativem Stress wird in der Mikronährstoffmedizin empfohlen, dem Körper eine Mischung aus natürlichen Antioxidantien zuzuführen.

Oxidativer Stress aufgrund von u. a. Umwelteinflüssen, Fehlernährung, Toxinen oder Mikronährstoffmangel ist ursächlich an der Entstehung einer Pollenallergie beteiligt. Die entzündeten Schleimhäute der Atemwege bilden gleichzeitig die Grundlage für die vermehrte Bildung von freien Sauerstoffradikalen, was den oxidativen Zellstress noch befeuert.

Die freien Radikale schädigen Körperzellen und Schleimhäute, stören die Mitochondrienfunktion, lösen Entzündungen aus, schwächen die Haut- und Schleimhautbarriere und beeinflussen immunologische Abläufe negativ.

Eine schwedische Studie mit 2.442 Kindern konnte den Zusammenhang einer antioxidantienreichen Ernährung und einem geringeren Risiko von allergischen Erkrankungen belegen.22

 

Zu den Antioxidantien, die freie Radikale binden, zählen u. a. die Vitamine A, C und E, die Mineralstoffe Zink, Kupfer und Selen sowie diverse sekundäre Pflanzenstoffe wie Silymarin, Curcumin und Resveratrol.

 

  • Silymarin, ein Wirkstoff der Mariendistel, verbessert laut einer Studie sichtbar und messbar die Symptome bei allergischem Schnupfen und regt zudem die Entgiftung über die Leber an, wodurch die Toxinbelastung des Körpers abgebaut wird. Das pflanzliche Antioxidans wird zur begleitenden Allergiebehandlung empfohlen.23
  • Resveratrol, ein Pflanzenstoff, der vor allem in Traubenschalen vorkommt, kann nachweislich Heuschnupfen-Beschwerden wie Niesreiz, Juckreiz, verstopfte Nase oder Fließschnupfen lindern. Wissenschaftler verabreichten den Probanden dreimal täglich ein resveratrolhaltiges Nasenspray. Nach dem Beobachtungszeitraum von einem Monat waren nicht nur die akuten Symptome deutlich verbessert, auch Blutwerte wie Eosinophile und Immunglobulin E waren signifikant gesunken.24
  • Curcumin, der Farbstoff aus der Curcumawurzel, zählt ebenso zu den sekundären Pflanzenstoffen mit antioxidativer Wirkung. Die tägliche Einnahme von 500 mg Curcumin erleichtert die Atmung, lindert Schwellungen der Nasenschleimhäute und verringert die Schnupfensymptome.25 Außerdem fördert der Pflanzenstoff die Bildung antioxidativer Enzyme und senkt damit oxidativen Stress.26

Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Mitochondrien, die winzigen Kraftwerke in den Zellen, sorgen dafür, dass für die unzähligen Funktionen in unserem Körper ausreichend Energie zur Verfügung steht und die Zellen ihre Aufgaben reibungslos erfüllen können. Häufig ist das aber nicht so. Umweltfaktoren, Stress und Fehlernährung schädigen die Mitochondrien, Müdigkeit, Infektanfälligkeit und auch Allergien sind die Folge.

Lesen Sie in diesem Buch, wie Sie durch Veränderung einiger Lebensgewohnheiten Ihre Zellen wieder regenerieren können und Heuschnupfen und andere Beschwerden dauerhaft loswerden können.


 

Hemmung der Histaminausschüttung aus den Mastzellen

Speziell die Vitamine C und E haben bei Heuschnupfen-Patienten noch eine zusätzliche, wichtige Funktion. Sie beschleunigen den Abbau von Histamin, dem Botenstoff, der die Allergiesymptome verursacht.

In einer Studie wurde Heuschnupfen-Patienten während der akuten Allergiephase begleitend zur konventionellen Therapie 800mg Vitamin E pro Tag verabreicht. Während des Beobachtungszeitraums konnte eine Verringerung der nasalen Beschwerden wie Schwellung, Niesreiz und laufender Nase festgestellt werden.27

Eine wissenschaftliche Arbeit hat zudem bestätigt, dass Vitamin E die Ausschüttung von Histamin aus den Mastzellen hemmt, was sich günstig auf Asthma- und Allergiebeschwerden auswirkt.28 Außerdem senkt Vitamin E die IgE-Konzentration im Blutserum und die Häufigkeit von Allergensensibilisierungen.29

Vitamin C ist ein wirksames, natürliches Antihistaminikum, da es den Histaminabbau im Blut deutlich beschleunigt.30 So zeigte eine Analyse, dass der Histaminspiegel exponentiell ansteigt, wenn der Vitamin-C-Spiegel unter 1mg/ 100ml abfällt.31

Überschüssiges Histamin verursacht u. a. immunologische Regulationsstörungen und chronische Entzündungen im Darm sowie in den Atemwegen.

 

Zusätzlich ist zur Reduzierung der Histamin-Ausschüttung aus den Mastzellen u. a. Zink32 und zum Histaminabbau Vitamin B6 (Pyridoxin) erforderlich. Ein Mangel an Vitamin B6 scheint zudem verschiedene Funktionen des Immunsystems zu beeinträchtigen.33

Die Mineralstoffe Magnesium und Kalzium kommen mengenmäßig, neben Natrium und Kalium, am häufigsten im menschlichen Körper vor. Sie sind nicht nur essentiell, um den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten – Übersäuerung ist einer der Faktoren, die für allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen ursächlich sind – beide Mikronährstoffe hemmen auch die Umwandlung von Histidin in Histamin und damit überschießende Immunreaktionen. Kalzium stabilisiert zudem die Mastzellen und reguliert so den Histaminspiegel.

Magnesiummangel führt laut einer Studie u. a. zu einer Erhöhung von IgE im Blutserum, zur vermehrten Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen und Histamin. Die Verabreichung von Magnesium bei Patienten mit allergischen Erkrankungen führt zu einer deutlichen Verbesserung von Hauterscheinungen und damit vermutlich auch bei Heuschnupfen-Symptomen.34

Quercetin, ein sekundärer Pflanzenstoff, der u. a. in Zwiebeln, Brokkoli, Beerenfrüchten, Trauben und zahlreichen Kräutern vorkommt, hat viele positive Effekte auf den Körper, vor allem auch bei Heuschnupfen. Quercetin zählt nicht nur zu den Antioxidantien, hemmt die Histaminausschüttung, die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen sowie die Bildung von IgE. Außerdem kann Quercetin die Th1/Th2-Balance verbessern und damit überschießenden allergischen Reaktionen entgegenwirken.35,36

Bei allergischen Erkrankungen gleicht die Wirkung von Quercetin einem pflanzlichen Antihistaminikum und scheint die Wirksamkeit von konventionellen Antihistaminika sogar noch zu übertreffen.37,38

 

Entgiftung von Stickstoff-Radikalen

Nitrosativer Stress stellt eine große Gefahr für die Mitochondrien, die Energiekraftwerke in den Zellen, dar. Geschädigte oder zerstörte Mitochondrien haben zur Folge, dass die Zellfunktionen beeinträchtigt werden, was sich auch auf Fehlregulationen im Immunsystem auswirkt.

Nitrosativer Stress kann unter anderem durch Coenzym Q10 reduziert werden. Der Körper stellt Q10 zwar selbst her, allerdings werden für die Bildung z. B. B-Vitamine und Spurenelemente benötigt. Bei einem Mangel der Bausteine für Coenzym Q10 oder bei einem Mehrbedarf an Mikronährstoffen (Schwangerschaft, Leistungssport, psychischer Stress etc.) kann der Körper somit wichtige Enzyme nicht selbst bilden, mehrfache Mängel treten in Erscheinung, wodurch der reibungslose Ablauf von Stoffwechsel- und Immunprozessen behindert wird.

Eine Studie konnte am Tiermodell belegen, dass Coenzym Q10 und Berberin, ein sekundärer Pflanzenstoff, sowohl zu einer Verbesserung der Allergiesymptome als auch zu einem Rückgang von Entzündungsprozessen führten.39

Auch Vitamin B12, Zink und Omega-3-Fettsäuren sind als Gegenspieler der Stickstoff-Radikale in der Lage, diese zu entgiften und damit den NO-Spiegel im Gleichgewicht zu halten.40

 

 

Vitamin D in der Heuschnupfen-Therapie

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem. Es reguliert Immunreaktionen, wirkt entzündungshemmend und lindert nasale Symptome. Mehrere Studien konnten den Zusammenhang von Heuschnupfen und einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel nachweisen. Demnach erhöht ein Mangel an Vitamin D offensichtlich das Allergierisiko und kann bestehende allergische Beschwerden noch verschlimmern.41,42 ,43

Therapeutisch kann Vitamin D3 akute Beschwerden während der Pollensaison lindern. Wissenschaftler untersuchten die Wirksamkeit von Vitamin D in Verbindung mit einem Antihistaminikum. Das Ergebnis war eindeutig: Die gemeinsame Verabreichung von Vitamin D und dem Histaminhemmer erzielte eine höhere Wirkung als die Therapie ohne Vitamin D.44 Auch bei der Therapie von allergischem Asthma könnte Vitamin D künftig Einzug erhalten.45

 

Die Bedeutung von Vitamin D in der Allergieprävention muss noch besser erforscht werden. Basierend auf Erkenntnissen zu anderen gesundheitlichen und präventiven Effekten von Vitamin D kann davon ausgegangen werden, dass es sinnvoll ist Vitamin-D-Wert im Blut im optimalen Bereich zu halten, besonders auch vor und während einer Schwangerschaft. In einer Überprüfung verschiedener Studien konnten Hinweise darauf gefunden werden, dass das Allergierisiko bei Kindern verringert ist, wenn Schwangere und Stillende eine optimale Vitamin-D-Versorgung erhielten, oder wenn die Kinder im Säuglingsalter Vitamin D verabreicht bekommen haben.46

 

Entzündungshemmende Wirkung von Omega-3-Fettsäuren

Auch Omega-3-Fettsäuren tragen dazu bei, schwere Allergiesymptome zu lindern, indem sie die Produktion und Ausschüttung entzündungsfördernder Enzyme und Botenstoffe reduzieren und die Bildung entzündungshemmender Substanzen fördern.47 Eine Übersichtsarbeit zeigt, dass die Substitution von Fischöl in der Schwangerschaft, Stillzeit und in der frühen Kindheit eine Schutzwirkung vor Allergien und entzündlichen Atemwegserkrankungen haben.48

Die in Leinöl enthaltene Eicosapentaensäure (EPA), die zu den Omega-3-Fettsäuren zählt, kann nachweislich Allergiewerte im Blut senken und die Histaminausschüttung durch die Mastzellen dämpfen. Demnach könnten Wirkstoffe in Leinöl zur Allergieprävention oder -therapie eingesetzt werden.49,50

 

Hinweis

Mikronährstoffpräparat aus natürlichen Quellen

Da alle Mikronährstoffe erforderlich sind, damit die fein aufeinander abgestimmten Immunreaktionen optimal funktionieren, sollten Allergiker ein Mikronährstoffpräparat wählen, das aus natürlichen Quellen hergestellt wird, um möglichst alle wertvollen Inhaltsstoffe in Obst, Gemüse und Kräutern dem Körper zuzuführen. So werden auch latent vorhandene Mikronährstoffmängel ausgeglichen, ohne dass die Gefahr einer Überdosierung besteht. Einzelne Mikronährstoffe können dann individuell für eine begrenzte Zeit zusätzlich verabreicht werden, wenn ein gravierender Mangel besteht.

Lebensstil

Das-Wichtigste-in-Kürze

Lebensstil in der Übersicht

  • Erste Hilfe im Alltag: Spezielle Filter für Staubsauger, Räume, Auto oder Fenster verringern die Pollenbelastung in Innenräumen. Ätherische Öle, im Diffusor vernebelt, lindern Niesreiz, Schwellungen und senken das Asthmarisiko. Regentage empfehlen sich für ausgiebiges Lüften, Sport und Aktivitäten im Freien.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die Regeneration des Körpers und für das Immunsystem. Halten Sie die Schlafräume möglichst frei von Pollen, um auch bei Heuschnupfen ungestört schlafen zu können.
  • Verzicht auf Alkohol und Rauchen: Aktives oder passives Rauchen in der Schwangerschaft erhöht das Allergierisiko beim Kind. Alkohol erhöht den IgE-Spiegel im Blut und begünstigt überschießende Immunreaktionen.
  • Psychischer Stress, Resilienz und Achtsamkeit: Ruhe-Oasen im Alltag, Atemtechniken, Achtsamkeit im Alltag oder aktives Stressmanagement – die Senkung des Stresspegels verbessert nachweislich die Heuschnupfen-Problematik.

Das Wichtigste, was Sie für Ihren Körper tun können, um Ihr Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen und somit die Heuschnupfen-Beschwerden zu lindern, haben Sie selbst in der Hand. Die Basis für einen gesunden Körper und ein starkes Immunsystem bildet neben der gesunden, mikronährstoffreichen Ernährung ein ausgeglichener und gesundheitsfördernder Lebensstil. Forscher haben herausgefunden, dass unser westlicher Lebensstil die Entstehung chronisch entzündlicher Erkrankungen stimuliert und die Regeneration des Körpers verhindert.51

Auch hat der Lebensstil von werdenden Müttern Auswirkungen auf die Gesundheit und die Entwicklung von Allergien des Kindes.52 Daher ist es besonders für Frauen mit Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und Stillzeit wichtig, gesundheitsschädigende Lebensgewohnheiten zu verändern, um die gesunde Entwicklung ihres Kindes zu fördern.

 

 

Erste Hilfe für den Alltag

Einige Veränderungen in den Alltagsgewohnheiten helfen, die Pollenbelastung zuhause zu reduzieren und damit die Allergiebeschwerden zu lindern.

 

  • Regelmäßiges Saugen und Wischen verringert die Pollenbelastung im Haus deutlich. Spezielle Filter für den Staubsauger sorgen dafür, dass beim Saugen wenig Staub aufgewirbelt wird und Pollen somit wieder in die Luft gelangen. Bei schwerer Pollenallergie empfiehlt es sich, über den Kauf eines Staubsaugers für Allergiker mit komplett versiegeltem Gehäuse nachzudenken, aus dem praktisch keine staub- oder pollenbelastete Abluft austritt.

Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Spezielle Staubsauger für Allergiker binden die Staubpartikel entweder in einem Behälter, der mit Wasser gefüllt ist, oder sind mit speziellen Hygienefiltern ausgestattet, die verhindern, dass feiner Pollenstaub wieder durch die Ausblasluft an die Raumluft abgegeben wird.


  • Auch für das Auto gibt es Pollenschutzfilter, die verhindern, dass Pollen durch die Lüftung in den Innenraum gelangen und während der Autofahrt Heuschnupfen-Attacken auslösen. Fragen Sie in Ihrer Werkstatt nach!
  • Wer auf das tägliche Lüften oder Schlafen bei offenem Fenster nicht verzichten mag, kann Pollenschutzgewebe oder -vlies am Fenster anbringen. Ähnlich wie Mückenschutzgitter bleibt der Pollenschutz dauerhaft am Fensterrahmen befestigt, ermöglicht die Luftzirkulation und Tageslicht, hält die Pollen aber aufgrund der feinen Struktur draußen.
  • Eine andere Möglichkeit sind Luftfilter für Allergiker, die die Raumluft von Pollen, Schimmelpilzen und Staub reinigen und somit die Allergenbelastung auf ein Minimum senken.
  • Wer besonders mit Augenjucken und -tränen zu kämpfen hat, sollte sich nach jedem Aufenthalt im Freien Gesicht und Augen mit kaltem Wasser abspülen. Diese Maßnahme verringert die allergischen Augenbeschwerden und hilft, die Heuschnupfen-Attacke abzumildern
  • Ein Diffusor, bei Bedarf auch mehrere, in meist genutzten Wohnräumen kann durch die Wirkkraft von ätherischen Ölen Linderung bringen. Empfehlenswert sind Pfefferminze, Weihrauch oder Zitrone – unbedingt beim Kauf darauf achten, dass sie 100% naturrein und biologischen Ursprungs sind. Pfefferminzöl lindert nachweislich Asthmabeschwerden und reduziert die Ausschüttung entzündungsfördernder Substanzen53, vorausgesetzt natürlich, dass keine explizite Allergie gegen Pfefferminze vorliegt. Weihrauch hemmt u. a. die Freisetzung von Leukotrienen (Entzündungsbotenstoffen) und verringert das Asthmarisiko.54 Die Wirksamkeit von Zitronenextrakt bei allergischem Schnupfen wurde wissenschaftlich bestätigt. Die Forscher beobachteten einen vollständigen Rückgang von eosinophilen Granulozyten, einer Unterart der weißen Blutkörperchen, und Mastzellen, die bei Allergien überdurchschnittlich hoch nachweisbar sind und verschiedene allergische Symptome auslösen. Auch die Probanden konnten eine deutliche Verbesserung ihrer Beschwerden bestätigen. Demnach ist ein Nasenspray auf Zitronenbasis eine Alternative zu konventionellen Sprays zur Behandlung von Heuschnupfen.55

Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Ein Nasenspray auf Basis von Zitrone und Quitte kann die Heuschnupfen-Symptome lindern ohne die Nasenschleimhaut zu schädigen.


  • Regentage sind für Allergiker ideal für Aktivitäten im Freien, für Sport und für ausgiebiges Lüften. Voraussetzung ist, dass es mindestens 15 Minuten, besser länger, regnet. Der Regen bringt einen Großteil der Pollen aus der Luft auf den Boden und das Atmen wird erleichtert.

 

 

Erholsamer Schlaf – auch bei Heuschnupfen

Im Schlaf erholt und regeneriert sich der Körper, die Zellerneuerung läuft auf Hochtouren, der Geist kommt zur Ruhe, und wir verarbeiten die Erlebnisse des Tages. Ein chronischer Schlafmangel verursacht im Körper ähnliche Beschwerden wie langanhaltender Stress, da der Körper vermehrt Stresshormone ausschüttet. Ausreichend Schlaf hat daher auch wesentlich Einfluss auf die Zellregeneration und das Immunsystem.

Förderlich für einen gesunden Schlaf sind leicht verdauliche Kost am Abend und der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke, ein Spaziergang am Abend, Lesen oder Musikhören am Abend, statt die Zeit am Computer oder Fernseher zu verbringen (das blaue Licht stört die Bildung des Schlafhormons Melatonin), störende Gedanken aufschreiben, um den Geist zur Ruhe zu bringen und vor dem Schlafengehen für gedimmtes Licht und eine angenehm kühle Temperatur im Schlafzimmer sorgen.

 

Tipps für Pollenallergiker für die Nacht:

  • Um das Schlafen in der Nacht zu erleichtern, sollten Sie die Wohnräume und vor allem das Schlafzimmer möglichst frei von Pollen halten. Da sich besonders an der Kleidung im Laufe des Tages viele Pollen sammeln, sollten Sie (und auch die Kinder) sich keinesfalls im Schlafraum umkleiden. Das Badezimmer eignet sich am besten zum An- und Auskleiden, da sich dieser Raum am einfachsten von Pollen reinigen lässt.
  • Es ist empfehlenswert, vor dem Zubettgehen zu duschen und die Haare zu waschen, um die Pollen, die an Ihrem Körper haften, abzuspülen.
  • Halten Sie die Fenster nachts geschlossen und lüften Sie nur zu den Zeiten, in denen die Pollenkonzentration in der Luft am geringsten ist. Im Innenstadtbereich ist der beste Zeitraum zwischen 6 und 8 Uhr morgens, auf dem Land zwischen 20 und 24 Uhr. Bei starkem Wind ist der Pollenflug während des ganzen Tages verstärkt. An diesen Tagen sollten Sie ausgiebiges Lüften besser vermeiden.
  • Vernebeln Sie am Abend in einem Diffusor Zitronenöl im Schlafraum. Das Öl hat eine reinigende Wirkung und beruhigt die Atemwege. Pfefferminzöl befreit die Atemwege und wirkt leicht abschwellend auf die Schleimhäute, ist am Abend aufgrund der belebenden Wirkung jedoch weniger geeignet. Auch Lavendelöl ist empfehlenswert, besonders wenn Schlafstörungen nicht nur auf den Heuschnupfen zurückzuführen sind.

 

 

Verzicht auf Rauchen und Alkohol

Dass Nikotin und Alkohol schädlich für die Gesundheit sind und überall im Körper Störungen anrichten können, ist weitreichend bekannt.

Nikotin schwächt die Abwehrkräfte und macht den Körper anfälliger für Infektionen. Die Substanz stört die Funktion der Zytokine, das sind Botenstoffe, die für die Zellkommunikation zuständig sind und eine wichtige Aufgabe bei der Bekämpfung von Entzündungsprozessen haben.

 

In einer Metaanalyse mehrerer Studien, die den Zusammenhang zwischen Zigarettenrauch und dem Auftreten von allergischen Erkrankungen und Asthma untersuchten, konnte nicht eindeutig festgestellt werden, dass Rauchen allergische Symptome bei Erwachsenen auslöste oder verschlimmerte. Bei Kindern dagegen, die dem Passivrauchen ausgesetzt sind, ist das Risiko, Heuschnupfen, allergisches Asthma oder eine andere allergische Reaktion zu entwickeln deutlich erhöht.56

Wenn Frauen während der Schwangerschaft Zigarettenrauch ausgesetzt sind oder selbst rauchen, erhöht dies das Risiko für Atemwegserkrankungen, Asthma und allergischem Schnupfen im Kindesalter signifikant.57

Auch oxidativer Stress, der als einer der auslösenden Faktoren für Heuschnupfen und andere allergische Erkrankungen gilt, konnte bei Kindern, die Tabakrauch ausgesetzt sind, in deutlich höherem Maße nachgewiesen werden als bei Kindern aus Nichtraucherfamilien.58

 

Ebenso ist Alkoholmissbrauch ein Auslöser für viele Erkrankungen. Unter dem Einfluss von Alkohol wird laut Erkenntnissen einer Studie die Sensibilität gegenüber Allergenen aus der Umwelt erhöht, auch der Blutserumspiegel von Immunglobulin E weist höhere Werte auf als bei Menschen ohne vorherigen Alkoholgenuss. Außerdem ist Alkohol an vielen überschießenden Reaktionen des Immunsystems wie Hautausschlägen oder Asthma beteiligt.59 Eine wissenschaftliche Untersuchung über den Zusammenhang von mütterlichem Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und die Entstehung von Hautekzemen bei den Kindern konnte die Vermutung bestätigen, dass der Einfluss von Alkohol auf das Ungeborene das Auftreten von allergischen Hauterkrankungen oder Asthma bereits vor dem 5. Lebensjahr erhöht.60

 

 

Psychischer Stress, Resilienz und Achtsamkeit

Stress ist an allen Krankheitsprozessen und degenerativen Prozessen beteiligt. Auch auf das Immunsystem hat Stress schädliche Auswirkungen.61

Die Stressbelastung der Mutter in der Schwangerschaft hat bereits nachweislich Auswirkungen auf die spätere Anfälligkeit des Kindes für Asthma und allergische Erkrankungen. Eine italienische Studie aus dem Jahr 2012 konnte den Zusammenhang zwischen belastenden Lebensereignissen der Mutter während der Schwangerschaft und Allergien bzw. Asthma im Kindesalter belegen.62

 

Inzwischen rückt der Zusammenhang zwischen psychischem Stress und seinen Auswirkungen auf immunologische Prozesse und die Entwicklung von allergischen Erkrankungen oder Asthma immer mehr in den Fokus. Die Ausschüttung von Stresshormonen sensibilisiert und aktiviert die Mastzellen und die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen, was eine allergische Disposition verstärkt bzw. Allergiesymptome noch verschlimmert.63

In einem wissenschaftlichen Artikel wurden die Auswirkungen von psychischem Stress auf das immunregulatorische Gleichgewicht näher beleuchtet. Es ließ sich eindeutig nachweisen, dass sich das Gleichgewicht hin zu einem Th2-Überhang verschiebt, was die Grundlage für chronische Entzündungen und (stressbedingte) allergische Erkrankungen darstellt.64

 

Auch wenn sich Stress im Alltag oft nicht vermeiden lässt, in erster Linie ist er eine Reaktion von uns selbst auf äußere Umstände. Das ermöglicht uns, Maßnahmen zu ergreifen, Stress und seinen schädlichen Auswirkungen entgegenzutreten.

Verschiedene Achtsamkeitstechniken ermöglichen, inneren Abstand zu den stressauslösenden Faktoren zu erhalten und Lösungen für Konflikte und schwierige Lebensumstände zu finden. Die Bedeutung von Achtsamkeit im Alltag wird zunehmend auch wissenschaftlich näher untersucht, so dass Hoffnung besteht, dass künftig Ärzte bei der Behandlung von Allergien und Asthma auch die psychische Komponente mehr in die Therapie miteinbeziehen.65

 

Auch ohne einen Achtsamkeitskurs zu belegen, können Sie auf einfache Weise Stress, Anspannung und Gedankenkreisen immer wieder im Alltag entfliehen. Die Fähigkeit, dem Stress die Stirn zu bieten und auch in schweren Zeiten, den Blick auf das Gute im Leben zu richten und nicht daran zu zerbrechen, wird als Resilienz bezeichnet.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Unser Buch-Tipp, um die Fähigkeit der Resilienz zu trainieren:


Nehmen Sie sich täglich Auszeiten für sich selbst, um wieder zur Ruhe zu kommen und Ihre Kräfte aufzuladen:

  • Bereiten Sie sich bewusst eine Tasse Tee zu, nehmen Sie den heißen Wasserdampf, den Geruch und den Geschmack wahr. Widmen Sie sich für diese Zeit ausschließlich der Zubereitung und dem Genuss des Tees.
  • Gehen Sie spazieren! Ob es der Spaziergang um den Block oder ein kurzer Ausflug in den Wald ist – wichtig ist, dass Sie das Handy zuhause lassen und Gespräche oder Ablenkungen vermeiden. Gehen Sie bewusst langsam, achten Sie auf jeden Schritt, darauf, wie sich der Untergrund unter Ihren Füßen anfühlt, wie sich die Beine, Hüften und Arm bewegen. Oder konzentrieren Sie sich auf den Weg vor Ihnen und achten Sie darauf, was Sie sehen, riechen, hören…
  • Auch bestimmte Atemtechniken helfen uns innerhalb von Minuten, wieder zu innerer Ruhe und Gelassenheit zu finden. Anfangs genügt es, sich für einige Minuten ausschließlich auf die Ein- und Ausatmung zu konzentrieren, die Bewegungen des Brustkorbs und des Bauchs, das Ein- und Ausströmen der Luft.

Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Wenn Sie sich mit Atemtechniken näher beschäftigen und dadurch mehr Gelassenheit und Gesundheit erreichen möchten, empfehlen wir Ihnen dieses Buch:


  • Achtsamkeit im Alltag: Sie können sich auf die gleiche Weise auch dem Kochen, der Gartenarbeit oder dem Staubsaugen widmen. Wichtig ist, dass Sie das, was Sie tun, bewusst tun und sich in dieser Zeit möglichst nur auf das zu fokussieren, was im Augenblick geschieht.
  • Lebensfreude und Humor, Dankbarkeit für das, was wir haben und wer wir sind, und vor allem soziale Kontakte tragen erheblich dazu bei, dass psychischer Stress keine Macht über uns hat. Umarmungen, menschliche Nähe und vertrauensvolle Gespräche sind wichtig für unser psychisches und körperliches Wohlbefinden. Berührungen und Umarmungen bewirken ein deutliches Absinken des Cortisolspiegels im Blut66, eine wichtige Voraussetzung für ein gut funktionierendes Immunsystem und Linderung der Heuschnupfen-Symptome.

 

Wenn Sie noch mehr tun möchten, um langfristig weniger anfällig für psychischen Stress zu sein, versuchen Sie, Ihre Einstellung gegenüber den stressauslösenden Situationen zu verändern und überlegen Sie sich neue Handlungsalternativen. Um Strategien zum Stressmanagement zu erlernen, gibt es im Handel zahlreiche Bücher. Alternativ können Sie einen Achtsamkeitskurs besuchen, Entspannungstechniken erlernen oder Ihre Schlagfertigkeit mit Hilfe von Rhetoriktechniken trainieren – je nachdem, welche Schwachstelle Sie bei sich selbst identifiziert haben, die Sie immer wieder in Stressreaktionen versetzt.

 

 

Sport und Bewegung

Sport und Bewegung fördern die körperliche und geistige Gesundheit, verbessern die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung des Körpers, regen Entgiftungsprozesse an, stoppen Entzündungsvorgänge und stärken das Immunsystem.67 Sport macht im Idealfall Spaß und dient auch als Ventil im Alltag, um Stress abzubauen. Für gesunde Personen gilt: Mit einem mäßigen Ausdauertraining von 3×30 Minuten/Woche Schwimmen, Walking, Radfahren oder Skilanglauf tragen Sie erheblich zu Fitness, einem gesunden Organismus und Wohlbefinden bei. Überanstrengung und Hochleistungssport schwächen dagegen das Immunsystem.

Wer sich noch dazu jeden Tag, auch an grauen Wintertagen, an der frischen Luft in der Natur bewegt und Tageslicht aufnimmt, stärkt die Widerstandskräfte zusätzlich. Das Lichtspektrum im natürlichen Sonnenlicht ist selbst bei bedecktem Himmel um ein Vielfaches größer als Kunstlicht. Diese Lichtdusche aktiviert Stoffwechselprozesse und tut der Seele gut. Die vermehrte Einatmung von Sauerstoff und schadstofffreier Luft fördert die Abatmung von Säuren über die Lunge.

Bei Pollenallergikern und Patienten mit allergischem Asthma ist Sport während der akuten Beschwerden oft unmöglich. Nutzen Sie Regentage für sportliche Betätigung, gehen Sie spazieren, wenn die Pollenbelastung am niedrigsten ist, meist ist dies am Abend oder nach einem starken Regen der Fall.

Schwimmen am frühen Morgen oder am Abend ist für viele Pollenallergiker ebenfalls eine Möglichkeit, für Bewegung zu sorgen.

Wichtig ist, dass Sie sich nicht überanstrengen, denn dies kann eine Heuschnupfen- oder Asthma-Attacke zur Folge haben.

 

 

Konventionelle Therapie

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Konventionelle Therapie in der Übersicht

  • Es gibt zahlreiche Wirkstoffe für die kurzfristige oder langfristige Anwendung. Die Art des Wirkstoffs hängt vom Schweregrad des Heuschnupfens und weiterer Symptome ab.
  • Nasensprays mit abschwellender Wirkung erleichtern innerhalb weniger Minuten das freie Durchatmen, sollten aber nicht länger als eine Woche zum Einsatz kommen.
  • Kortisonhaltige Präparate hemmen die Entzündungsreaktionen und lindern rasch vor allem Asthma-Beschwerden.
  • Mastzellstabilisatoren werden bereits einige Tage vor dem erwarteten Pollenflug eingenommen, um die allergische Reaktion abzuschwächen.
  • Antihistaminika und Leukotrienrezeptor-Antagonisten verhindern Entzündungsreaktionen und unterdrücken die überschießenden Allergiesymptome.
  • Beta-2-Sympathomimetika und die Injektion von gentechnisch hergestellten IgE-Antikörpern finden bei schwerem allergischem Asthma Einsatz.
  • Die Hyposensibilisierung wird entweder mittels Injektionen in die Haut oder oral in Tropfen- oder Tablettenform durchgeführt und soll eine schrittweise Gewöhnung des Immunsystems an das Allergen bewirken.

Der konventionelle Behandlungsansatz besteht primär darin, die Heuschnupfen-Symptome zu lindern.

Die Medikamente blockieren die Freisetzung von Entzündungsbotenstoffen wie Histamin und Leukotrienen aus den Mastzellen. Während der Wirkungsdauer lassen die Beschwerden spürbar nach, die Atmung wird erleichtert, Schwellungen der Schleimhäute klingen ab und die Sekretbildung wird reduziert.

Die Therapie orientiert sich am Schweregrad der Erkrankung und sollte, insbesondere bei ausgeprägten Beschwerden, ärztlich begleitet und gegebenenfalls angepasst werden.

Zahlreiche Medikamente sind in der Apotheke frei verkäuflich, andere sind verschreibungspflichtig.

Lassen Sie sich in jedem Fall individuell beraten, um den für Ihre Beschwerden geeigneten Wirkstoff zu finden und mögliche kurz- bzw. langfristige Nebenwirkungen vor der Einnahme abwägen zu können.

 

Folgende Arzneimittel werden zur Behandlung verordnet:

Nasensprays mit abschwellender Wirkung

Die Wirkstoffe in den Nasensprays ermöglichen rasch das freie Durchatmen bei verstopfter Nase und reduzieren die Sekretbildung.

Nasensprays sollten nur in dringenden Fällen (z. B. nachts, vor dem Schlafengehen, um einen ungestörten Nachtschlaf zu ermöglichen) und nicht länger als eine Woche zum Einsatz kommen. Andernfalls kann der Wirkstoff die Schleimhäute in der Nase austrocknen, wodurch sich die Heuschnupfen-Beschwerden sogar verschlimmern oder zu einer Medikamenten-bedingten Entzündung der Schleimhäute führen können. Außerdem kann sich eine Nasenspray-Sucht entwickeln.

 

 

Kortisonhaltige Präparate (Kortikosteroide)

Die stark entzündungshemmende Wirkung des Kortisons wird besonders häufig bei allergischem Asthma eingesetzt. Kortison ist eine synthetische Form des körpereigenen Hormons Cortisol. Der Wirkstoff lindert rasch die Schleimhautschwellung, hemmt die Entzündung und weitet die Bronchien. Dadurch wird die Lungenfunktion verbessert und Atemnot aufgrund von Asthma verhindert.

Üblicherweise wird Kortison in Form eines Sprays verabreicht. Bei Bedarf genügen wenige Sprühstöße, um den Asthmaanfall zu beenden und wieder entspannt atmen zu können.

Bei (allergischem) Asthma wird die Anwendung des Kortisonsprays auch während beschwerdefreier Phasen empfohlen, da sich die volle Wirksamkeit des Präparats erst innerhalb von 1-2 Wochen entfaltet.

Aufgrund der nicht unerheblichen Nebenwirkungen von Kortison, besonders in der Langzeittherapie, sollten Nutzen und Risiko sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.

 

Mastzellstabilisatoren (Cromone)

Cromone können die Mastzellen daran hindern, nach Kontakt mit den Allergenen entzündungsfördernde Substanzen freizusetzen. Allerdings muss der Wirkstoff schon mehrere Tage vor der erwarteten allergischen Reaktion auf Pollen eingenommen werden, da er nicht akut, sondern lediglich vorbeugend wirksam ist.

Cromone können lokal als Nasenspray, Augentropfen oder Inhalationsspray angewendet, aber auch in Form von Kapseln systemisch verabreicht werden.

 

Leukotrienrezeptor-Antagonisten / Antihistaminika

Diese Wirkstoffe docken an die Rezeptoren der Entzündungsbotenstoffe (Histamin und Leukotriene) an und verhindern so die Entzündungsreaktionen und typischen Heuschnupfen-Symptome. Es gibt Präparate zur lokalen Anwendung (Nasenspray, Augentropfen) oder in Tablettenform, so dass die Wirkung im ganzen Körper eintritt.

Diese Maßnahme kann sinnvoll sein, wenn Heuschnupfen-Symptome sich nicht nur in Nase und Augen bemerkbar machen, sondern darüber hinaus auch z. B. Husten, leichte Atembeschwerden oder Hautrötungen und -jucken dem Patienten zu schaffen machen.

Die Wirkung tritt innerhalb einer Stunde ein, daher eignen sich diese Präparate zur Anwendung im Bedarfsfall.

 

 

Speziell zur Therapie von schwerem allergischem Asthma gibt es weitere Wirkstoffe wie beipielsweise:

 

Beta-2-Sympathomimetika

Medikamente mit diesem Wirkstoff werden im Bedarfsfall bei akuten Asthmabeschwerden eingesetzt und sind rasch wirksam.

Die verkrampften Bronchien entspannen sich, die Atmung wird erleichtert.

Zur Langzeitanwendung sind Beta-2-Sympathomimetika nicht geeignet, da sie Nebenwirkungen wie Bluthochdruck und Herzbeschwerden verursachen können.

 

Injektion monoklonaler Antikörper gegen IgE

Die Antikörper gegen Immunglobulin E (IgE) werden gentechnisch hergestellt und bei Patienten mit schwerem allergischem Asthma unter die Haut injiziert. Somit wird die Bindung von IgE an Mastzellen verhindert und die allergische Reaktion gezielt unterbrochen.

 

 

 

Allergen-spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung, Desensibilisierung)

Diese Therapiemethode findet Anwendung bei Allergien gegen Hausstaub, Pollen oder Insektengift.

Sie wird empfohlen, wenn die Allergiebeschwerden nicht auf andere Weise gelindert werden können, ein Etagenwechsel (Asthma) droht oder andere Therapieformen schwere Nebenwirkungen hervorrufen.

Dem Patienten wird das Allergen in langsam steigender Dosierung entweder unter die Haut injiziert oder in Form von Tropfen oder Tabletten oral verabreicht.

Das soll bewirken, dass das Immunsystem über einen längeren Zeitraum während der beschwerdefreien Zeit mit dem Fremdeiweiß konfrontiert wird und somit eine allmähliche Toleranz entwickelt werden soll.

Die Nebenwirkungen sind bei oraler Verabreichung weniger, als wenn die Allergene unter die Haut gespritzt werden, allerdings scheint die Hyposensibilisierung durch subkutane Injektion rascher einzutreten.68

Die Allergie-Symptome sollen durch die Therapie gelindert werden oder idealerweise nicht mehr auftreten.

 

Ablauf der subkutanen Immuntherapie (SCIT):

Der Arzt injiziert die Allergenmischung mit einer Spritze unter die Haut in den Oberarm.

Die Injektion wird wöchentlich mit steigender Dosierung wiederholt, bis die gewünschte Höchstdosis erreicht ist.

Sollten nach einer Injektion Allergie-Reaktionen auftreten, wird die Dosis für weitere Injektionen angepasst und bei Bedarf ein Medikament verordnet, um die unangenehmen Beschwerden zu lindern.

Danach wird die Injektionstherapie in der individuellen Höchstdosis über einen bestimmten Zeitraum monatlich weitergeführt.

 

Ablauf der sublingualen Immuntherapie (SLIT):

Der Arzt verabreicht dem Patienten die Allergenmischung oral. Die Darreichung erfolgt als Tropfen oder Tabletten unter die Zunge.

Auch bei dieser Variante wird die Dosierung der Allergene schrittweise gesteigert, bis zur individuellen Höchstdosis.

 

Die Allergen-spezifische Immuntherapie wird im Schnitt über einen Zeitraum von 3-5 Jahren durchgeführt und wird abgeschlossen, wenn das gewünschte Ziel erreicht ist. Zur Kontrolle kann ein Allergietest oder eine Blutuntersuchung durchgeführt werden, um die Immunreaktion bestimmen zu können. Eine deutliche Verringerung der IgE-Werte im Blut bis hin zum Erreichen von Normwerten unter 100 U/l bei Erwachsenen und unter 50 U/l bei Kleinkindern wird als erfolgreicher Abschluss der Therapie interpretiert.

Ganzheitliche Therapie

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Ganzheitliche Therapie in der Übersicht

  • Erste Hilfe aus der Hausapotheke: Nasenspülungen, Inhalieren, Gesicht und Haare waschen, Schüßler-Salze, Akupressur
  • Schwarzkümmel pur oder in Kapselform zur Prävention von Heuschnupfen und zur Linderung von akuten Beschwerden
  • Honig und Bienenpollen
  • Homöopathie in Form von Komplexmitteln oder als individuell repertorisierte Einzelmittel
  • Akupunktur – sanfte Hilfe aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
  • Vitamin C-Infusion zur Senkung des Histaminspiegels und zur Stärkung der Abwehrkräfte
  • Entsäuerung als wesentliche Säule zur Erhaltung der Gesundheit und zur nachhaltigen Behandlung allergischer Erkrankungen
  • Eigenblutbehandlung als Reiztherapie zur Regulierung von immunologischen Prozessen
  • Darmsanierung als Basistherapie bei Heuschnupfen
  • Brainspotting zur Therapie von psychischem Stress und seiner Auswirkung auf die Pollenallergie

Erste Hilfe bei Heuschnupfen aus der Hausapotheke

Um eine Heuschnupfen-Attacke oder quälende Allergiesymptome zu lindern, gibt es viele einfache, aber wirksame Maßnahmen, die in jedem Allergiker-Haushalt vorhanden sind oder künftig vorhanden sein sollten:

  • Nasendusche/Nasenspülungen reinigen die Nasenschleimhaut von Pollen und lindern dadurch die allergischen Reaktionen. Sie sind wesentlich effektiver als Nasensprays, da die Spülung nicht nur Pollen beseitigt, sondern auch das Abfließen von zähem Nasensekret erleichtert. Spezielle Nasenduschen sind in Drogeriemärkten und Apotheken erhältlich. Fügen Sie dem Wasser für die Spülung noch hochwertiges Salz (Steinsalz, Ur-Salz) oder Natron hinzu.
  • Inhalation: Sitzt das Nasensekret sehr fest und sind auch die Nasennebenhöhlen oder gar die Bronchien betroffen, ist eine Inhalation mit Salzwasser und evtl. einem Tropfen Pfefferminz- oder Zitronenöl hilfreich. Füllen Sie in eine Schüssel oder in ein Inhalationsgerät heißes Wasser und lösen Sie darin etwa einen Esslöffel hochwertiges Salz auf. Beugen Sie Ihren Kopf über das Gefäß und decken Sie ihn mit einem Handtuch ab, um die heißen Salzwasserdämpfe intensiv einatmen zu können. Atmen Sie abwechselnd durch Mund und Nase ein und aus.
  • Gesicht spülen und Haare waschen nach Pollenkontakt: Um die Pollenbelastung in den Wohnräumen zu reduzieren und eine Heuschnupfen-Attacke abzuwehren, sollten Sie nach einem längeren Aufenthalt im Freien Ihr Gesicht und Ihre Haare waschen und möglichst auch die Kleidung wechseln.
  • Schüßler-Salze: Nr. 17 Manganum sulfuricum (verringert Histaminfreisetzung), Nr. 3 Ferrum phosphoricum (entzündungshemmend, stärkt Immunsystem), Nr. 7 Magnesium Phophoricum (krampflösend, stresslindernd), Nr. 8 Natrium chloratum (reguliert Flüssigkeitshaushalt, beruhigt Nasenschleimhaut). Nehmen Sie bei akuten Beschwerden mehrmals täglich 1 Tablette je Mittel.
  • Akupressur: Die Akupressur ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin und behandelt Punkte entlang der Meridiane mittels sanfter Druck- oder Klopfmassage.
    • Bei verstopfter Nase massieren Sie mit leichtem Druck oder kleinen kreisförmigen Bewegungen die Punkte „Dickdarm 20“. Sie befinden sich am oberen Ende der Nasolabialfalte, seitlich der Nasenflügel.
    • Bei Augenschwellung oder gereizten, tränenden Augen massieren Sie die Punkte „Blase 2“. Sie befinden sich am inneren Ende der Augenbrauen, auf Höhe der Nasenwurzel.
    • Bei Kopfdruck oder starken Beschwerden im Bereich der Nase und der Nasennebenhöhlen massieren oder drücken Sie die Punkte „Dickdarm 4“, etwa einen Daumenbreit oberhalb der Schwimmhaut zwischen Daumen und Zeigefinger.

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Wenn Sie sich mit den Grundlagen der TCM näher beschäftigen und die Wirkung der Akupressur selbst ausprobie-ren wollen, empfehlen wir Ihnen dieses Buch:


Schwarzkümmel

Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist eine, ursprünglich aus Kleinasien und dem nordafrikanischen Raum stammende, alte Heil- und Gewürzpflanze. Vor allem das Öl aus den schwarzen Samen findet in der Naturheilkunde Anwendung. Schwarzkümmelsamen enthalten ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure, Ölsäure oder Eicosensäure und haben viele antioxidative69 und zellschützende Eigenschaften. Seine Inhaltsstoffe blockieren die Histaminausschüttung und dämpfen so überschießende allergische Reaktionen. Bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen hat sich die Einnahme von Schwarzkümmelöl bewährt.70

Begleitend zu einer Immuntherapie verstärkt der Verzehr von Schwarzkümmelsamen die therapeutische Wirkung und verbessert die Funktion verschiedener Abwehrzellen zur Eliminierung (Phagozytose) von in den Körper eingedrungenen Allergenen.71

Bei allergischem Asthma verbessert Schwarzkümmel die Lungenfunktion, erweitert die Bronchien und hemmt entzündliche Vorgänge in den Atemwegen bzw. lässt die Schleimhäute abschwellen, was zu einer erleichterten Atmung und einer verringerten Sekretbildung in den Bronchien führt.72

Es empfiehlt sich, Schwarzkümmelöl vorbeugend bereits einige Wochen– idealerweise 3–6 Monate – vor der erwarteten Pollenflugsaison einzunehmen, um die Allergiebereitschaft frühzeitig zu senken.

Als Richtwert gilt, 20-25mg Schwarzkümmelöl pro Kilogramm Körpergewicht und pro Tag einzunehmen. Magenempfindliche Personen können das Öl pur oder in Kapselform zum Essen einnehmen.

Bei akuten Heuschnupfen-Symptomen kann die Einnahme-Dosis erhöht werden. Außerdem kann das Öl entweder im Bereich der Nase und unterhalb der Augen auf die Haut aufgetragen und sanft einmassiert oder inhaliert werden. Die in Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öle lindern Schwellungen und Juckreiz und reinigen und entspannen die Atemwege.

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Wir empfehlen, eine Kur Schwarzkümmelöl mindestens 3 Monate vor dem erwarteten Beginn des Heuschnupfens einzunehmen und bis zum Ende der allergischen Phase die Einnahme beizubehalten.


Apitherapie: Heuschnupfen behandeln mit Bienenpollen, Honig und Propolis

Es gibt zwei Arten von Blütenpollen: Anemophiler Blütenstaub wird vom Wind oft kilometerweit durch die Luft getragen. Diese Pollen sind Auslöser von Heuschnupfen, Augenjucken und anderen Beschwerden.

Die andere Art von Blütenpollen wird als entomophiler Blütenstaub bezeichnet. Dieser Blütenstaub wird in den Staubbeuteln von Pflanzen gebildet, die auf Bestäubung durch Bienen angewiesen sind. Die Bienen sammeln die Pollen und reichern sie mit dem Blütennektar und Enzymen an und formen daraus die kleinen Körnchen, die wir als Bienenprodukt zur Nahrungsergänzung kaufen können.

Die Pollen aus entomophilem Blütenstaub sind reich an Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen und vor allem Antioxidantien und schützen somit den Körper vor Schäden durch oxidativen Stress.73,74

Die gesundheitsfördernden Eigenschaften, wie z. B. ein hoher Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen (Flavonoide, Phenolamine, Anthocyanidine etc.) in Bienenpollen sind seit Jahrtausenden auf der ganzen Welt bekannt und werden bei entzündlichen sowie chronischen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt. In einer Übersichtsarbeit wurden die antientzündlichen, antioxidativen und antiallergischen Eigenschaften von Bienenpollen zusammengetragen und ausgewertet. Demnach könnten Blütenpollen eine erfolgreiche, natürliche Therapie gegen allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen darstellen. Der Verzehr von Bienenpollen hemmt die Histaminausschüttung durch die Mastzellen und senkt den IgE-Spiegel im Blutserum, wohingegen der eingeatmete anemophile Blütenstaub den IgE-Wert erhöht.75

Bei starken Allergiesymptomen oder während der akuten Heuschnupfen-Phase sollten Sie die Verträglichkeit der Blütenpollen nur vorsichtig testen und mit Ihrem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker das weitere Vorgehen besprechen.

Hinweis

Bienenpollen

Wenn Sie neben der Pollenallergie auch allergisch auf Bienengift sind, dürfen Sie die Bienenpollen nicht einnehmen, da allergische oder sogar anaphylaktische Reaktionen nicht ausgeschlossen werden können!

 

Auch Honig zählt zu den ältesten natürlichen Heilmitteln. Der regelmäßige Verzehr von regionalem (!) Honig kann eine desensibilisierende Wirkung gegenüber dem Blütenstaub haben, der in der Wohnregion vorherrscht, da nur dieser Spuren der allergieauslösenden Pollen enthält. Das Immunsystem wird somit an die regionalen Pollen gewöhnt, auf die der Organismus allergisch reagiert.

Es empfiehlt sich, eine Honig-Kur während der beschwerdefreien Zeit im Winter durchzuführen.

Für die Kur benötigen Sie naturbelassenen Honig von einem Imker aus der Region, in der Sie leben. Wichtig ist, dass der Honig zu der Zeit geschleudert wurde, zu der bei Ihnen üblicherweise der Heuschnupfen auftritt, damit auch die Pollen enthalten sind, mit denen Ihr Körper sich auseinandersetzen soll.

Beginnen Sie mit einem halben bis einem Teelöffel, den Sie pur und nicht erhitzt verzehren. Wenn sich nach einigen Tagen keine Allergiesymptome zeigen, steigern Sie die tägliche Dosis langsam. Idealerweise nehmen Sie mehrmals täglich einen Teelöffel Honig zu sich. Die Inhaltsstoffe des Honigs sowie die enthaltenen Pollen werden über die Schleimhäute und den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, das Immunsystem kann sie analysieren und sich so an die Pollen gewöhnen. Man spricht von einer natürlichen Desensibilisierung.

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker, ob er Ihnen zu einer Honig-Kur rät, wenn Sie unter schwerem Heuschnupfen oder Kreuzallergien leiden.

 

Propolis ist eine harzartige Substanz, die von den Bienen hergestellt wird, um Risse oder Öffnungen im Bienenstock abzudichten, und ist reich an antientzündlichen, antioxidativen und antibakteriellen Wirkstoffen. Laut Erkenntnissen aus der Propolisforschung kann das Bienenkittharz wirksam zur Regulierung der Abwehrkräfte sowie als Histaminhemmer eingesetzt werden und die Heuschnupfen-Symptome lindern.76,77

Hinweis

Propolis

Auch hier gilt, wie bei allen Bienenprodukten: Wer allergisch auf Bienengift reagiert, sollte nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt Propolis einnehmen.

 

Homöopathie

Die Klassische Homöopathie kennt über 6.500 geprüfte Einzelarzneimittel. Homöopathische Mittel werden aus Substanzen pflanzlicher, mineralischer oder tierischer Herkunft hergestellt. Während des Herstellungsprozesses werden die Wirkstoffe so stark verdünnt (potenziert), dass sie in den Globuli oder Tropfen praktisch nicht mehr nachweisbar sind. Wodurch der Behandlungserfolg erklärt werden kann, ob durch die energetische Essenz des ursprünglichen Wirkstoffs oder durch einen Placebo-Effekt, ist in der Schulwissenschaft umstritten. Gegen ein Placebo spricht der Heilungserfolg bei Babys, Tieren oder Pflanzen.

Wer als Pollenallergiker auf eine sanfte Therapie der Beschwerden setzt und eine nebenwirkungsarme Methode vorzieht, ist mit der Homöopathie gut beraten.

 

Um einen wirklichen Behandlungserfolg zu erzielen, sollte ein erfahrener Homöopath aufgesucht werden, da die klassische Homöopathie nicht einzelne Symptome behandelt, sondern den ganzen Menschen. Um das passende Einzelmittel oder eine Kombination aus den vielen tausend Arzneimitteln herauszufinden, wird eine detaillierte Anamnese (persönliche Krankengeschichte) durchgeführt. Dabei werden vom Homöopathen neben den Allergiebeschwerden auch die individuellen Lebensumstände des Patienten berücksichtigt.

 

Eine Reihe von homöopathischen Arzneimitteln haben sich bei Heuschnupfen bewährt. Dazu zählen Acidum formicicum, Allium cepa, Apis mellifica, Arsenicum album, Arundo, Euphrasia, Kalium jodatum, Sabadilla oder Sulfur.

 

Auch homöopathische Komplexmittel78 können die vielfältigen Beschwerden lindern. Häufig enthalten diese eine Mischung von homöopathischen Wirkstoffen wie Galphimia glauca, Euphrasia, Cardiospermum, Luffa oder Arundo.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Die Wirksamkeit des homöopathischen Komplexmittels der Firma Pascoe wurde im Rahmen einer Beobachtungsstudie untersucht. Das Ergebnis war erfreulich: Die Symptomatik verbesserte sich deutlich, und die Lebensqualität der Probanden nahm spürbar zu.


Akupunktur

Die Akupunktur ist eine ganzheitliche Therapie aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Grundlage der jahrtausendealten chinesischen Medizin ist die Annahme, dass der Körper von Energiebahnen, den so genannten Meridianen, durchzogen ist. Ein gleichmäßiger Energiefluss sorgt für einen gesunden, vitalen Körper und psychische Ausgeglichenheit. Störungen im Energiefluss führen dazu, dass es in manchen Körperbereichen zu Energiestauungen kommt (Fülle-Zustand), in anderen dagegen ein Energiemangel (Leere-Zustand) vorliegt. Dieses Ungleichgewicht ist die Grundlage für die Ausprägung von Funktionsstörungen bis hin zu manifesten Krankheiten.

Mit Hilfe der Akupunktur lassen sich die Fülle- und Leere-Zonen behandeln, der Energiefluss wieder in Gang bringen, was langfristig und nachhaltig zu einer deutlichen Verbesserung der Heuschnupfen-Beschwerden führen kann.79,80 Akupunktur als Therapie bei allergischem Schnupfen hat laut einer chinesischen Studie eine Effektivität von 91%.81

 

Vitamin-C-Infusion

Vitamin C ist nicht nur für seine Funktion als wichtiges Antioxidans und für seine immunstärkenden Eigenschaften bekannt, es gilt auch als natürliches Antihistaminikum. Die übermäßige Histaminausschüttung ist für Entzündungen, Schwellungen der Augen und Nasenschleimhäute, für Rötung, Juck- und Niesreiz verantwortlich.

Einerseits erhöht ein Vitamin-C-Mangel das Risiko für allergische Erkrankungen und befeuert Allergiesymptome, andererseits hat der Mangel u. a. auch erhöhte Histaminwerte zur Folge.

Eine Studie konnte nachweisen, dass bereits nach einmaliger Infusion von 7,5g Ascorbinsäure (Vitamin C) der Histaminspiegel signifikant gesenkt werden konnte. Die Abnahme der Histaminkonzentration im Blut war bei Allergiepatienten am stärksten.82

Hochdosierte Vitamin C-Infusionen können bei immungeschwächten Patienten die Abwehrbarrieren stärken, die Zahl und Aktivität von Fresszellen erhöhen, Entzündungsprozesse rascher bekämpfen und oxidativen Zellstress signifikant reduzieren.83

Die Infusionen können folglich auch Heuschnupfen-Patienten helfen, einen Vitamin C-Mangel zu beheben, der durch die Einnahme von Kapseln oder Brausetabletten wesentlich langsamer ausgeglichen werden kann, da die Aufnahme aus dem Darm ins Blut nur begrenzt möglich ist und somit viel Vitamin C ungenutzt wieder ausgeschieden wird.

 

Eigenblutbehandlung

Aus einer Vene wird bis zu 1 ml Blut entnommen und in einen Muskel injiziert. Um die Injektionsstelle entsteht eine Entzündung, die verschiedene Immunreaktionen auslöst. Alternativ kann das Blut zusammen mit einer Infusionslösung wieder in den Körper gebracht werden.

Der therapeutische Ansatz ist, dass das injizierte Blut als fremd erkannt wird, da es sich kurzzeitig außerhalb des Körpers befunden und sich dadurch leicht verändert hat, da es mit Sauerstoff und Licht in Berührung kam, oder weil dem Blut Ozon oder ein (homöopathisches oder pflanzliches) Präparat hinzugefügt wurde, um die Wirkung zu verstärken.

Das injizierte Blut wird von den Abwehrzellen analysiert und verschiedene immunologische Reaktionen werden aktiviert.

Diese „Reinfektion“ kann dazu beitragen, eine schwelende oder chronisch-entzündliche Erkrankung in einen akuten Zustand zu überführen und durch die Anregung der Abwehrkräfte die Krankheitserreger endgültig zu vernichten.

Bei Allergien soll die Th1/Th2-Balance wieder hergestellt werden, um überschießende Abwehrreaktionen zu stoppen.

Die Aktivierung des Immunsystems regt langanhaltend die Selbstheilungskräfte und den Heilungsprozess von bestehenden Erkrankung(en) an, es werden vermehrt Leukozyten gebildet. Auch Heuschnupfen und allergisches Asthma lassen sich mit dieser Therapie gut behandeln.

Die Eigenblutbehandlung wird von einigen Heilpraktikern und naturheilkundlich orientierten Ärzten angeboten.

 

 

Entsäuerung

Unser Körper verstoffwechselt alles, was wir essen und trinken, je nach Zusammensetzung der Lebensmittel, zu Säuren oder Basen. Für die Gesundheit wichtig ist eine basenüberschüssige Ernährung.

Bei einem übersäuerten Organismus kommt es häufig zu Funktionsstörungen. Zudem führen Säuren zu Gewebsschädigungen und Mikroentzündungen. Langfristig führt Übersäuerung zu zahlreichen (chronischen) Erkrankungen, allen voran Allergien und Entzündungen, Stoffwechselkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose etc.

Daher ist es wichtig, langfristig für eine Harmonisierung des Säure-Basen-Haushalts und damit für eine optimale Funktion des Immunsystems zu sorgen. Zudem können sich Allergiesymptome reduzieren und die Lebensqualität deutlich verbessern.

 

Ursachen für einen übersäuerten Organismus sind:

  • Ernährungsgewohnheiten, die viele Säurebildner enthalten wie Fleisch, Wurst-, und Milchprodukte, Auszugsmehl, Zucker, Süßigkeiten, alle industriell gefertigten Nahrungsmittel, Alkohol und Kaffee
  • Medikamente
  • wenig Bewegung
  • fehlende Erholungszeiten
  • psychische Belastung, Sorgen und Konflikte, Stress
  • Sauerstoffmangel durch flache Atmung und wenig frische Luft

 

Um das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherzustellen und damit die Immunabwehr zu stärken, gibt es einige Grundsätze, die zu festen Lebensgewohnheiten werden sollten und gleichzeitig Therapie eines geschwächten Immunsystems darstellen:


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Die basische Körperpflege sollte zu einer täglichen Gewohnheit werden, damit Sie von der wohltuenden Wirkung der Entsäuerung über die Haut profitieren können. Unser Tipp für ein hochwertiges Basensalz:


  • basenüberschüssige, mikronährstoffreiche Ernährung mit viel Rohkost oder schonend gedünstetem Gemüse, Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Mandeln, Samen, Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, frischen Kräutern und Gewürzen
  • mäßige Bewegung, die zu einer vermehrten Atmung und damit Säureausscheidung über die Lungen führt; außerdem baut Bewegung Stresshormone ab, die wiederum die Säureproduktion im Organismus anregen und Entzündungen begünstigen
  • basische Körperpflege wie Bäder oder tägliche Körperwaschungen bzw. Wickel mit Wasser, dem Basensalz hinzugefügt wurde
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Qi Gong etc., die ebenfalls Stresshormone reduzieren
  • trinken von Wasser oder Kräutertees, um Säuren über die Nieren auszuscheiden
  • ausreichend Schlaf und Ruhezeiten
  • Säureausscheidung über die Haut durch Sauna und Dampfbad

 

Darmsanierung

Da etwa 80 % des Immunsystems im Darm sitzen, ist eine gesunde Darmschleimhaut und eine intakte Darmflora Grundlage jeder Therapie bei fehlgeleiteten Immunreaktionen, wie dies bei Heuschnupfen der Fall ist. Eine Darmsanierung kann das Mikrobiom wieder in die Balance bringen. Die Darmsanierung besteht aus einer Darmreinigung und dem Wiederaufbau der Darmflora. Durch die Sanierung der Darmflora wird die Darmbarriere gestärkt, ihre Schutzfunktion reaktiviert sowie das Immunsystem mobilisiert. Außerdem ist eine gesunde Darmflora wichtig für die optimale Aufspaltung und Verwertung der Nährstoffe im Nahrungsbrei sowie die Aufnahme der Mikro- und Makronährstoffe ins Blut.

Da sich ein Großteil unserer Immunzellen im darmassoziierten lymphatischen Gewebe befindet, besteht eine enge Symbiose zwischen unserer körpereigenen Abwehr und den Darmbakterien: Nützliche Darmbakterien verhindern, dass sich schädliche Keime ausbreiten können und trainieren pausenlos unser Immunsystem, damit dieses körpereigene von körperfremden Strukturen unterscheiden kann. Besonders wichtig ist diese Funktion bei Allergien. Wenn an sich harmlose Substanzen wie z. B. Blütenpollen als Gefahr identifiziert und „mit großem Geschütz“ vom Körper bekämpft werden, sollte dringend das Darmmikrobiom in den Fokus rücken. Probiotische Präparate reduzieren nachweislich die Heuschnupfen-Symptomatik und verbessern die Lebensqualität.84

Eine aktuelle Beobachtungsstudie hatte zum Ziel, die Zusammensetzung des Darmmikrobioms bei Patienten mit verschiedenen allergischen Erkrankungen zu vergleichen. Das Ergebnis war eindeutig: Die Probanden wiesen Bakterienstämme in der Darmflora auf, die charakteristisch für eine Darmdysbiose sind. Darüber hinaus konnte die Vermutung bestätigt werden, dass sowohl eine Verbindung zwischen Darm und Haut als auch zwischen Darm und Nase existiert. Demnach erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, eine Allergie gegen Pollen oder andere Stoffe zu entwickeln, wenn das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht geraten ist.85

Entscheidend für einen erfolgreichen Aufbau der Darmflora ist die Qualität der verwendeten Bakterienstämme, deren Vermehrung im Darm und die Resistenz gegen die Magensäure sowie den Gallensaft. Eine gezielte Zufuhr von Probiotika (Darmbakterien) wirkt sich positiv auf das Darmmilieu aus. Begleitende Maßnahmen wie eine darmgesunde Ernährung unterstützen die Darmsanierung zusätzlich.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Probiotika sind unerlässlich bei einer Darmsanierung und zur nachhaltigen Behandlung von Heuschnupfen. Wir empfehlen Ihnen, Probiotika mindestens über einen Zeitraum von 3 Monaten einzunehmen.


Kinder, die über 4 Wochen mit einem Bifidobakterien-Gemisch während der akuten Phase ihrer Pollenallergie und ihres allergischen Asthmas behandelt wurden, zeigten eine signifikante Verbesserung ihrer Beschwerden.86 Eine Metaanalyse zur Überprüfung der klinischen Wirksamkeit von Probiotika-Behandlungen ergab, dass alle Studien, die der Metaanalyse zugrunde lagen, die Wirksamkeit bestätigen konnten. Je nachdem welche Bakterienstämme den Probanden verabreicht wurden, zeigten sich positive Veränderungen der Symptome. Sowohl Augenjucken und vermehrter Tränenfluss wie auch Juckreiz der Nase, Fließschnupfen und Atembeschwerden verringerten sich deutlich.

Selbst in der Blutanalyse konnte nachgewiesen werden, dass sich das Verhältnis der Th1-Zellen zu den Th2-Zellen und Entzündungswerte signifikant verringerten.87

Besprechen Sie mit Ihrem Therapeuten nach einer Stuhlanalyse, welche Probiotika in Ihrem Fall substituiert werden sollten. Probiotische Lebensmittel unterstützen die Darmsanierung und pflegen Ihre Darmflora.

 

Hinweis

Mikrobiologische Therapie

Eine Störung in der Zusammensetzung des Mikrobioms (Dysbiose) ist eine der Hauptursachen für geschwächte Abwehrkräfte.
Eine mikrobiologische Therapie (Symbioselenkung) setzt lebende oder abgetötete Bakterien ein, die keine krankheitserregenden Eigenschaften besitzen. Diese sollen einerseits immunstimulierend wirken, indem sie verschiedene Abwehrmechanismen aktivieren und somit zunehmend zu einer Normalisierung der natürlichen Abwehrkräfte beitragen. Auch überschießende Immunreaktionen sollen dadurch eingedämmt werden. Andererseits soll die Verabreichung lebender Bakterienkulturen bestehende Defizite in der Darmflora ausgleichen. Häufig sind die Milchsäurebakterien, die vorrangig im Dünndarm angesiedelt sind, in zu geringer Anzahl vorhanden.

Psychischen Stress an der Wurzel behandeln: Brainspotting

Hier empfiehlt es sich professionelle Hilfe in Form von Psychotherapie oder eines Coachings in Anspruch zu nehmen.

In der Psychotherapie ist besonders das Brainspotting herauszustellen.

Brainspotting ist ein relativ neues und noch wenig bekanntes psychotherapeutisches Verfahren, das vor allem in der Traumatherapie eingesetzt wird. Es nutzt die Erkenntnisse, dass als belastend erlebte Erfahrungen mit bestimmten Augenpositionen zusammenhängen und mit Körpergefühlen korrespondieren. Oft jahrelang bestehende Reaktions- und Verhaltensmuster lassen sich umstrukturieren, wodurch die Selbstregulationsfähigkeit des Gehirns reaktiviert wird.

Der Brainspotting-Therapeut leitet den Klienten an, sich auf das derzeit am stärksten belastende Gefühl zu konzentrieren, die entsprechende Augenposition (Blickrichtung) zu finden und über Wahrnehmung und Blick die emotionale Blockade aufzulösen.

Ausflug in die Wissenschaft

Ausflug in die Psychoneuroimmunologie und Psychoendokrinologie

Die Psychoneuroimmunologie befasst sich mit dem Zusammenwirken von psychischen Einflüssen auf das Immun- und Nervensystem, die Psychoendokrinologie mit dem Zusammenspiel von Psyche, Hormon- und Immunsystem.

Als im Labor nachweisbar war, dass Emotionen im Körper biochemische Reaktionen auslösen, erlebte die Psychoneuroimmunologie einen Durchbruch, der Zusammenhang von Stress auf das Immunsystem wurde nachweisbar.88 Probanden sollten ihre Gefühls- und Stimmungslage protokollieren und gleichzeitig ihren Urin sammeln. Dabei stellte sich heraus, dass Phasen emotionaler Belastung mit einem Anstieg von Entzündungsmarkern einhergingen.

Die Forschungen haben seither immer mehr nachweisen können, dass Gedanken und Gefühle einen direkten Einfluss auf unser Immunsystem haben.89 Insbesondere negative Emotionen wie lange Phasen der Trauer, Angst, Hilflosigkeit oder Groll ebenso wie Stress und andauernde psychische Belastungen schwächen unser Abwehrsystem und begünstigen die Entstehung bzw. Verschlimmerung von Krankheiten. Stress setzt die Anzahl und Funktionsfähigkeit von Abwehrzellen herab und erhöht die Infektanfälligkeit.

Checkliste

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Pollenallergie

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen so gut wie möglich über Ihre Erkrankung
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei einer Pollenallergie stehen alle Mikronährstoffe im Fokus – eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben für Sie eine Liste empfohlener Mikronährstoffkonzentrate zusammengestellt. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.
  • Ernährung: Bevorzugen Sie Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind, um die durch oxidativen Stress verursachten Entzündungen der Atemwege zu lindern. Außerdem sind probiotische Lebensmittel wie fermentiertes Gemüse, frisches Sauerkraut oder milchsauer vergorene Getränke wie Kefir oder Kombucha empfehlenswert. In der akuten Heuschnupfenphase sollten Sie histaminarme Lebensmittel verzehren, um die allergischen Reaktionen nicht noch zu befeuern.
  • Gesundheitsfördernder Lebensstil: Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, Reduzierung des Stresspegels und regelmäßige Bewegung sind Basis für eine erfolgreiche Heuschnupfen-Therapie. Schaffen Sie sich ein möglichst pollenfreies Umfeld zuhause, um nachts ungestört schlafen zu können.
  • Darmsanierung: Darm, Haut und Lunge stehen in enger Verbindung. Eine gestörte Darmflora verursacht zahlreiche körperliche Beschwerden, allen voran Infektanfälligkeit und Allergien. Die Wiederherstellung des mikrobiotischen Gleichgewichts im Darm kann bereits eine deutliche Verbesserung von Heuschnupfenbeschwerden bewirken.
  • Entsäuerung: Der Säure-Basen-Haushalt stellt neben der Darmflora eine wesentliche Säule für ein intaktes Immunsystem dar. Ein „basischer Lebensstil“ erfordert die Veränderung nur weniger Gewohnheiten im Alltag, hat aber großen Einfluss auf Ihre Beschwerden.
  • Eigenblutbehandlung und Vitamin C-Infusion sind effektive naturheilkundliche Therapien, die sich in der Therapie von Allergien jeglicher Art bewährt haben.
  • Schwarzkümmel und Bienenprodukte können bereits Monate vor der erwarteten Pollensaison kurmäßig eingenommen werden, um den Körper vorzubereiten und das immunologische Ungleichgewicht zu regulieren. Regionale Bienenpollen oder Honig sind natürliche Methoden in der Naturheilkunde, um den Organismus zu desensibilisieren und somit überschießende allergische Reaktionen abzuschwächen.
  • Homöopathie und Akupunktur zählen zu den klassischen Naturheilmethoden und haben sich auch in der Therapie von Heuschnupfen bewährt.

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