Influenza (Echte Grippe):
Ursachen, Ernährung &
ganzheitliche Therapie

Husten, Schnupfen, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen – was landläufig als ‚Grippe‘ bezeichnet wird, ist meist ein grippaler Infekt, der mit ähnlichen Symptomen einhergeht. Die echte Grippe beginnt meist plötzlich und kann bei entsprechenden Vorerkrankungen einen schweren Verlauf nehmen. Wer an der Influenza erkrankt war, hat oft viele Wochen danach noch mit Erschöpfung, Kreislaufproblemen und Kurzatmigkeit zu kämpfen.

In diesem Artikel erfahren Sie sowohl, wie Sie Ihr Immunsystem stärken und damit einer Grippe-Infektion vorbeugen können, als auch, wie Sie selbst Beschwerden lindern können und nach überstandener Krankheit rasch wieder in Ihre Kraft kommen.

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 20. April 2021

Grippe – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Grippe – was ist das? Die Grippe, auch genannt Influenza, ist eine virale Infektionskrankheit, die weltweit gehäuft im Winterhalbjahr auftritt und als Tröpfchen- oder Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen wird. Sie geht mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und einer entzündlichen Erkrankung der Atemwege einher. Risikogruppen sind Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen und Menschen mit schweren Vorerkrankungen.
  • Ursachen & Risikofaktoren: chronischer Mikronährstoffmangel, Immunschwäche, Störungen des Darm-Mikrobioms, mangelnde Hygiene, Auskühlen des Körpers
  • Symptome: plötzlich hohes Fieber, Schüttelfrost, schweres Krankheitsgefühl, Schnupfen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellung; im weiteren Verlauf ggf. Bindehautentzündung, Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Lichtempfindlichkeit, (bakterielle) Lungenentzündung, Leberschwellung
  • Diagnose und Tests: Influenza Schnell- und PCR-Test, Untersuchung von Bronchial- und Nasensekret, Blutuntersuchung, Auskultation der Atemwege, ggf. Ultraschall-/ Röntgenuntersuchung
  • Prognose und Verlauf: Dauer meist 7-14 Tage, Verlauf individuell und abhängig von der Leistungsfähigkeit des Immunsystems, von Vorerkrankungen und Lebensstil; Komplikationen vor allem bei Säuglingen, Schwangeren, älteren Menschen und bei Vorerkrankungen möglich; bakterielle Lungenentzündung, Entzündung der Hirnhäute, der Leber etc. möglich; Gefahr der Verschleppung der Grippe
  • Empfohlene Ernährung: Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollwertprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist. Die Vermeidung von Kohlenhydraten, Fasten, der Verzehr probiotischer, meist fermentierter Lebensmittel sowie von Lebensmitteln, die antibiotische und antivirale Wirkstoffe haben, stärken die Abwehrkräfte, können vor der Ansteckung mit Grippe-Viren bzw. einem schweren Krankheitsverlauf schützen und den Genesungsprozess fördern.
  • Therapie: 
    • Mikronährstoffe: Vitamine A, B, C, D, und E, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Zink und Selen, Aminosäuren wie Lysin, L-Arginin, L-Cystein, L-Glutamin, Omega-3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Epigallocatechine, Anthocyanidine und Senfölglykoside
    • Lebensstil: regelmäßige Bewegung zur Stärkung der Abwehrkräfte, jedoch Schonung und Vermeidung von körperlicher (Über-) Anstrengung während und unmittelbar nach einer Grippeerkrankung; Verzicht auf Rauchen und Alkohol; Reduzierung von Stress; Entspannungstechniken und Erholung zur Stärkung der Immunsystems und Regeneration nach einer Grippe; ausreichend Schlaf, um die Abwehrprozesse nicht zu stören; viel trinken als natürliches Bedürfnis des Körpers bei fieberhaften Infekten wie der Grippe
    • Konventionelle Therapie: symptomatisch, medikamentöse Linderung der Symptome (Hustensaft, Schmerzmittel, fiebersenkende Arzneimittel, abschwellende Nasentropfen), in schweren Fällen stationärer Aufenthalt, ggf. Verabreichung von Virostatika; präventiv Grippeschutzimpfung oder Pneumokokkenimpfung nach Abwägung von Nutzen und Risiko
    • Ganzheitliche Therapie:
      • in der akuten Krankheitsphase: Hausmittel zur Fiebersenkung, Brust- und Halswickel, „Heiße Sieben“, pflanzliche Antibiotika, Kurzzeit-Fasten, Erkältungsbäder, Kräutertees
      • nach einer Grippeerkrankung und zur Grippeprävention: Darmsanierung, Entgiftung und Entsäuerung, Sauna, Wechselduschen und Kneipp-Anwendungen, hochdosierte Vitamin-C-Infusionen

Was ist eine echte Grippe (Influenza)?

Das-Wichtigste-in-Kürze

Grippe in der Übersicht

  • virale Infektion, meldepflichtig beim Gesundheitsamt
  • Vorkommen: weltweit, meist im Winterhalbjahr
  • Erreger: Influenzaviren Typ A, B und C
  • Ansteckung: Tröpfcheninfektion, Schmierinfektion, Aerosole während Inkubationszeit bis eine Woche nach Krankheitsausbruch
  • Inkubationszeit: 1-4 Tage
  • Risikogruppen: Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen, Menschen mit schweren Vorerkrankungen und/oder Immunschwäche
  • Differenzierung: Erkältung, grippaler Infekt, Corona-Viren, Sommergrippe, Magen-Darm-Grippe, Vogelgrippe, Schweinegrippe, Heuschnupfen
  • Grippeschutzimpfung nach Nutzen-Risiko-Abwägung

Die Grippe zählt zu den viralen Infektionskrankheiten und geht meist mit Fieber, Atemwegserkrankungen, Kopf- und Gliederschmerzen und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl einher. Sie kann schwere Verlaufsformen nehmen und sogar tödlich enden. Die echte Grippe muss beim Gesundheitsamt gemeldet werden, um das Infektionsgeschehen zu beobachten und bei Bedarf Schutzmaßnahmen in der Bevölkerung zu ergreifen.

 

Sie tritt vor allem in den Wintermonaten auf, wovon sich auch die Bezeichnung saisonale Grippe ableitet. Meist tritt die Grippe in einem bestimmten Zeitraum und in einer bestimmten Region gehäuft auf, was als Grippe-Epidemie oder Grippewelle bezeichnet wird. Eine Verbreitung über die Ländergrenzen hinweg oder weltweit gehäuft auftretende Erkrankungsfälle werden als Pandemie bezeichnet.

 

Grippewellen mit zum Teil pandemischem Charakter waren beispielsweise die Spanische Grippe (1918-1920), die Asiatische Grippe (1957-1958), die Hongkong Grippe (1968-1970) und die Russische Grippe (1977-1978).

 

Warum die Grippe Grippe heißt

Das Wort ‚Grippe‘ stammt vermutlich aus dem Französischen gripper, was „packen“ oder „ergreifen“ bedeutet und auf das oft unerwartete und plötzliche Auftreten der Virusgrippe hinweist.

Das Synonym ‚Influenza‘ stammt hingegen aus der italienischen Sprache und heißt übersetzt „Einfluss“. Bis ins Mittelalter und die frühe Neuzeit war man davon überzeugt, dass bestimmte Planetenkonstellationen oder Ereignisse in Natur und Umwelt Krankheiten oder Seuchen auslösen können.

Vorkommen und Auftreten

Influenzaviren sind ubiquitär, das heißt, sie kommen weltweit vor. In Mitteleuropa kommt es vor allem im Winterhalbjahr zwischen Oktober und April zu einem vermehrten Auftreten der Influenza.

Influenza-Fälle sind meldepflichtig und werden beim Gesundheitsamt registriert. Damit kann beobachtet werden, wie sich die Krankheitsrate entwickelt und ob ggf. weitere Maßnahmen eingeleitet werden müssen, um die Verbreitung einzudämmen.

Die jährliche Zahl der an Grippe Erkrankten in Deutschland variiert laut den Daten des Robert Koch-Instituts erheblich. So wurden im Winter 2015/16 dem RKI 71.086 Fälle gemeldet, im Jahr 2016/17 waren es 114.158, im „Grippewinter“ 2017/18 333.567 Fälle, und 2018/19 wurden 181.360 Kranke registriert.

Im Winter 2019/20 gab es 186.919 gemeldete Erkrankungen. Der Prozentsatz der an Grippe Verstorbenen ist jedoch sehr gering. Er liegt um 0,3 bis 0,5%.

Jährlich erkranken weltweit etwa 500 Millionen Menschen an Grippe-Viren.

Die meisten Grippeinfektionen verlaufen nach Erkenntnissen einer Studie asymptomatisch.1

 

Am häufigsten treten Infektionen mit dem Influenzavirus Typ A auf. Diese verlaufen meist am schwersten und gehen mit einer hohen Zahl an Erkrankten einher.

Die Influenzaviren Typ B stehen an zweiter Stelle mit milderen Verlaufsformen.

Am seltensten sind Infektionen mit dem Influenzatyp C.

Was sind eigentlich Viren?

Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel und benötigen daher eine Wirtszelle, um sich zu vermehren. Wirtszellen können prinzipiell alle Arten von Körperzellen sein. Sie schleusen ihre DNA in die DNA der Wirtszelle ein, verändern die Zellprogrammierung und können sich anfangs unbemerkt vermehren.

Von außen erkennen die Abwehrzellen zunächst nicht, dass körpereigene Zellen mit Viren befallen sind. Allerdings können die infizierten Zellen Teile des Virus auf ihrer Zelloberfläche darbieten, woraufhin T- und B-Zellen aktiviert werden und beginnen, entsprechende Antikörper zu produzieren. Botenstoffe wie die Interferone warnen die anderen Zellen vor dem Virus, woraufhin diese ihren Stoffwechsel reduzieren und somit unempfindlicher gegen einen Virusbefall werden.

Besonders gefährdete Personengruppen

Eine Grippe-Infektion während der Schwangerschaft kann einen schwereren Verlauf nehmen oder mit Komplikationen einhergehen, da das Immunsystem vom Körper herabgesetzt wird, um Abwehrreaktionen gegen den Embryo zu verhindern.

 

Auch bei Kleinkindern und Säuglingen kann die Erkrankung an der echten Grippe mit Komplikationen einhergehen. Besonders wenn die Kinder aufgrund von Vorerkrankungen vorbelastet sind oder ein schwaches oder noch wenig ausgereiftes Immunsystem haben, können zu den ohnehin quälenden Atemwegsinfekten noch bakterielle Sekundärinfektionen kommen.

 

Eine weitere Risikogruppe umfasst Menschen mit chronisch-entzündlichen Vorerkrankungen (z. B. Rheuma, Multiple Sklerose, Parkinson), Menschen mit Immunsuppression (z. B. Patienten mit Autoimmunerkrankungen, HIV, nach Organtransplantation etc.) oder die aus anderen Gründen unter einem geschwächten Immunsystem leiden (z. B. CFS, Alkoholiker, starke Raucher, Nebenwirkung von Medikamenten etc.).

Nicht zuletzt sind auch ältere Menschen gefährdet, dass eine Infektion mit einem Influenza-Virus einen schweren Verlauf nimmt.

 

 

Differenzierung

Abzugrenzen ist die Influenza von

 

  • einer Erkältung oder einem grippalen Infekt.

Die Symptome sind meist ähnlich – Husten, Schnupfen, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Allerdings kommen bei einer Influenza die Gefahr von schweren, teils tödlichen Verlaufsformen und Komplikationen wie Lungenentzündung oder einer Meningitis hinzu.

 

  • einer Infektion mit Corona-Viren.

Während die Grippesymptome meist plötzlich auftreten und innerhalb Stunden Fieber und schweres Krankheitsgefühl entwickeln, beginnt eine Infektion mit Corona-Viren eher leichter und entwickelt sich über einige Tage hinweg zum Vollbild. Außerdem treten meist zu Beginn schon plötzlich Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns auf.

 

  • der zoonotischen Influenza.

Die sogenannte Schweinegrippe oder die Vogelgrippe zählen zur zoonotischen Influenza und gehen mit einer ähnlichen Symptomatik wie die Influenza einher.

Sie ist bei Verdacht, Erkrankung oder Tod beim Gesundheitsamt meldepflichtig.

In diesem Fall müssen ggf. weitere Maßnahmen eingeleitet werden, um die Verbreitung einzudämmen.

 

  • einer Sommergrippe.

Hunderte verschiedene Viren können Auslöser einer Sommergrippe sein, wobei es sich jedoch nicht um die Grippe, sondern um eine Erkältung in den Sommermonaten handelt. Meist beginnt sie schleichend und geht mit Abgeschlagenheit, Husten, Schnupfen und/oder Halsschmerzen einher.

 

  • einer Magen-Darm-Grippe.

Bei einer Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) treten neben den klassischen „Grippe“-Symptomen wie Müdigkeit, Frieren, Erschöpfung und Fieber jedoch keine Atemwegsbeschwerden, sondern Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Trakts auf wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.

 

  • Heuschnupfen.

Eine schwere Pollenallergie kann, ebenso wie die Grippe, mit Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Abgeschlagenheit einhergehen, jedoch typischerweise ohne Fieber und nur nach Kontakt mit dem jeweiligen Allergen.

 

Grippesaison 2020/21 – überraschend wenig Fälle

Die Grippezahlen sind im Winter 2020/21 im Vergleich zu den Vorjahren auffallend niedrig. Gab es in der Zeit von Oktober 2019 bis Mitte März 2020 laut RKI 145.258 registrierte Influenzafälle, so wurden im gleichen Zeitraum, von Oktober 2020 bis einschließlich Mitte März 2021 nur 465 Influenzaerkrankungen gemeldet.

Ansteckung

Grippe-Viren werden meist mittels Tröpfcheninfektion übertragen. Das bedeutet, dass winzige Tröpfchen, die beim Husten, Niesen, Atmen oder Sprechen entstehen, mit Viren infiziert sind und bei anderen über die Augen oder die Schleimhaut von Mund, Nase oder Rachen in den Körper eindringen.

Auch über (trockene) Luft können die Viren als Aerosole weiterverbreitet werden.

Weitere Infektionswege sind Kontakt mit Speichel oder Haut infizierter Personen und Schmierinfektion, das bedeutet, dass infiziertes Nasensekret oder Schleim aus den Bronchien auf glatte Oberflächen gelangt und durch Berührung von anderen über die Hände auf die Schleimhäute übertragen werden können.

 

Die Inkubationszeit von Grippe-Viren beträgt je nach Virustyp zwischen einem und 4 Tagen.

Infizierte können bereits während der Inkubationszeit ansteckend sein, nach Auftreten der Grippesymptome noch etwa eine Woche lang. In dieser Zeit sollten enge Kontakte mit anderen Menschen und Menschenansammlungen möglichst vermieden werden.

 

Viren können außerhalb des Körpers, abhängig von Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit und Beschaffenheit der Oberflächen Minuten bis Tage infektiös bleiben. Ab einer Temperatur von 50° C sinkt die Infektiosität der Viren, bei Temperaturen über 70° C können Viren zerstört werden.

 

Zur Grippe-Prävention werden Schutzimpfungen angeboten. Aufgrund der darin enthaltenen Adjuvantien, die in Verdacht stehen, Allergien auszulösen und zum Teil schwere Nebenwirkungen verursachen können (teils erst Jahre später) sollte eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung jeder Impfung vorangehen. Das setzt eine umfangreiche Anamnese und Abklärung von Vorerkrankungen, Allergieneigung bzw. familiärer Vorbelastung sowie eine Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen voraus. Lesen Sie den Beipackzettel wie vor der Einnahme jedes anderen Arzneimittels.

 

Ursachen und Risikofaktoren

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Ursachen und Risikofaktoren in der Übersicht

  • Ein geschwächtes Immunsystem ist Hauptursache einer Grippeinfektion.
  • Die Ursachen einer Immunschwäche sind vielfältig und werden von zahlreichen Faktoren beeinflusst.
  • Chronischer Mikronährstoffmangel liegt allen (chronischen) Erkrankungen zugrunde und setzt die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems herab.
  • Auch ein gesunder Darm ist Voraussetzung für eine optimale Immunabwehr.
  • Mangelnde Hygiene erhöht das Risiko, an einer Grippe zu erkranken.
  • Kalte Temperaturen und eine Auskühlung des Körpers erhöhen das Grippe-Risiko.

Da die Grippe von Viren ausgelöst wird, liegt stets eine Immunschwäche zugrunde. Alle Arten von Krankheitserregern können sich nur dann im Körper ausbreiten und Entzündungen und andere Beschwerden verursachen, wenn unser Abwehrsystem diese nicht aus eigener Kraft bekämpfen oder das Eindringen in den Körper verhindern kann.

 

Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem sind beispielsweise:

  • Stress, langandauernde ungelöste Konflikte, existenzielle Ängste
  • Fehlernährung
  • Schlafmangel, Schlafstörungen
  • schwere körperliche Arbeit oder Schichtarbeit
  • mangelnde Bewegung, Mangel an Tageslicht und Sauerstoff
  • Alkohol- und Nikotinmissbrauch
  • Umweltgifte, Elektrosmog, Mobilfunkbelastung, Lärm
  • Nebenwirkungen von Medikamenten, Impfungen, Chemo-/Strahlentherapie
  • Schädigungen oder Funktionseinschränkung der Mitochondrien
  • Störungen im Darm-Mikrobiom
  • (chronisch-entzündliche) Darmerkrankungen (z. B. Colitis ulcerosa)
  • chronische Entzündungen
  • Leaky-Gut-Syndrom
  • chronische (schwere) Vorerkrankungen wie Niereninsuffizienz, Diabetes, Gicht, Autoimmunerkrankungen, Rheuma, AIDS
  • operative Entfernung lymphatischer Organe (Lymphknoten, Milz, Rachenmandeln oder Blinddarmwurmfortsatz)

 

All diese Faktoren gehen mit einem oft chronischen Mikronährstoffmangel einher. Mikronährstoffe sind die Grundbausteine der Zellen und essentiell für die Bildung von Hormonen, Botenstoffen, Neurotransmittern, Enzymen etc. und an der Steuerung sämtlicher Prozesse unseres Organismus beteiligt.

Fehlt dem Körper beispielsweise Vitamin C und/oder Zink, können bestimmte Abwehrfunktionen nicht mehr reibungslos ablaufen, Viren können sich rascher vermehren und leichter andere Zellen befallen und dort ihre DNA einschleusen. Fehlen weitere Mikronährstoffe, werden die Abwehrkräfte noch weiter herabgesetzt, wird die Kommunikation der Immunzellen gestört oder die Zellneubildung verlangsamt, was eine verminderte Anzahl von Antikörpern, Fresszellen etc. bzw. eine Schwächung der Immunbarrieren zur Folge hat.

 

Mitochondrien  

Mitochondrien sind unsere Zellkraftwerke. Sie stellen die Energie für alle Lebensprozesse in unserem Körper her. Aus Zucker, Fett und Eiweiß können die Mitochondrien das Energie-Molekül ATP (Adenosin-Tri-Phosphat) herstellen.

In einem Zwischenschritt wird Sauerstoff verarbeitet. In diesem Schritt werden viele freie Radikale freigesetzt, die sehr aggressiv sind und an allen Zellbestandteilen Schäden verursachen können. Wenn der antioxidative Schutz der Zellkraftwerke durch Mikronährstoffe nicht ausreicht, können Eiweißstrukturen zerstört oder so geschädigt werden, dass sie ihre Aufgaben nicht mehr optimal erfüllen können.

 

Warum wir Mitochondrien schützen sollten

Entstehen während der Herstellung des ATP aufgrund eines Mikronährstoffmangels vermehrt freie Radikale, wird die mitochondriale DNA geschädigt, was zu einem weiteren Anstieg der freien Radikale führt. Dadurch wird der Stoffwechsel der Zellen empfindlich gestört und kann zu unzähligen Krankheiten führen.

Das Immunsystem benötigt optimal funktionierende Mitochondrien, da es für seine Arbeit viel Energie verbraucht.

Entsprechend wichtig ist die optimale Versorgung der Zellen und Zellkraftwerke mit Mikronährstoffen. Nicht nur der antioxidative Schutz muss zu jeder Zeit gewährleistet sein, auch die Energieproduktion selbst benötigt zahlreiche Mikronährstoffe.

Auch wenn der Zusammenhang zunächst nicht ersichtlich ist: Der Darm ist maßgeblich daran beteiligt, ob Grippe-Viren die Krankheit zum Ausbruch bringen können oder nicht.

Die Darmflora, auch das Darm-Mikrobiom genannt, entwickelt sich bereits im Mutterleib und besteht aus ca. 150 verschiedenen Bakterienstämmen, die in Symbiose mit unserem Organismus leben. Etwa 80% unseres Immunsystems befinden sich im Darm. Eine intakte Darmflora stellt eine natürliche Barriere gegen die Ausbreitung schädlicher Keime auf der Schleimhaut dar, die Entzündungen fördern und den Boden für eine geschwächte Immunlage und chronische Erkrankungen bereiten. Die Darmflora entzieht diesen Keimen die Nahrungsgrundlage und produziert antibakterielle Substanzen, die deren Vermehrung eindämmen.

Unsere „guten“ Darmbakterien trainieren unsere Abwehrzellen, damit sie nützliche und schädliche Substanzen und Mikroorganismen unterscheiden können.

Wenn das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht geraten ist, können Grippe-Viren wesentlich leichter unerkannt in den Körper eindringen, sich in körpereigene Zellen einschleusen und vermehren, ohne dass unsere Immunzellen rechtzeitig entsprechende Abwehrprozesse einleiten können.

Mikrobiom

Unter dem Mikrobiom versteht man die Gesamtheit aller Bakterien, die symbiotisch in und auf unserem Körper leben. Die Darmflora ist zwar nur ein Teil des menschlichen Mikrobioms, allerdings ein sehr wichtiger.

Auf der Schleimhautoberfläche des Darms (ca. 400 m2) befinden sich etwa 10 Billionen Mikroorganismen, die insgesamt etwa 1,5 kg unseres Körpergewichts ausmachen.

Die Zusammensetzung der Bakterienstämme in der menschlichen Darmflora ist bei jedem Menschen individuell.

 

Das Mikrobiom im Darm hat viele Funktionen:

  • Aufspaltung der unverdaulichen Ballast- und Faserstoffe
  • Herstellung von Fettsäuren und bestimmten Vitaminen (z. B. Vitamine K, Biotin, Folsäure, B1, B2, B6 und B12)
  • Herstellung von Enzymen und Botenstoffen wie Serotonin und Dopamin
  • Abbau und Neutralisierung von Giftstoffen
  • Erhalt der Barriere-Funktion gegenüber schädlichen Mikroorganismen, Verhinderung des Eindringens und der Ausbreitung in den Organismus
  • Erhalt der Darmschleimhaut
  • wesentlicher Bestandteil der Darm-Hirn-Achse
  • Herstellung von Stoffwechselprodukten als Energiequellen für die Darmzellen
  • wesentlicher Bestandteil des Immunsystems: Kommunikation mit Abwehrzellen, Verdrängung von Krankheitserregern, Training des Immunsystems

Da Influenzaviren ansteckend sind und meist mittels Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden, zählt auch mangelnde Hygiene zu den Faktoren, die eine Grippeinfektion verursachen.

Daher ist besonders in der Winterzeit verstärkt auf die Einhaltung von Hygieneregeln zu achten, um eine Ansteckung zu vermeiden.

 

Zu den Hygienemaßnahmen gehören

  • Händeschütteln bei einer Grippewelle möglichst vermeiden
  • Abstand halten zu hustenden und niesenden Personen
  • Husten und Niesen in die Ellenbeuge
  • häufiges Händewaschen, bei Risikogruppen auch Händedesinfektion
  • Verwendung von Einmaltaschentüchern

 

Was hat die Kälte mit der Erkältung zu tun?

Landläufig ist die Hypothese weit verbreitet, dass die Kälte das Erkältungs- und damit auch Gripperisiko erhöht, zumal der Infektionsgipfel der Grippefälle in den Wintermonaten liegt.

Der Hintergrund liegt darin, dass einerseits Viren umso länger überdauern können, je kälter die Umgebungstemperatur ist. Bei Temperaturen um die 20°C bleiben Viren auf Oberflächen 2-8 Stunden infektiös,2 bei Temperaturen um die 0°C 30 Tage und länger3. Anderseits werden viele Funktionen unseres Körpers verlangsamt, die Verhinderung weiterer Auskühlung und die Wärmeproduktion steht an erster Stelle, das Immunsystem wird geschwächt.

Eine niedrige Luftfeuchtigkeit, auch durch trockene Heizungsluft, lässt die Schleimhäute vor allem in der Nase und in den Bronchien austrocknen, sie werden schlechter durchblutet, wodurch weniger Abwehrzellen zu den potentiellen Eintrittspforten der Viren gelangen.

Zudem halten sich Menschen aufgrund der Kälte vermehrt – und oft auch dicht gedrängt (z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln) – auf, wodurch die Ansteckungsgefahr erhöht wird.

 

Daher sollte vor allem in der Erkältungszeit darauf geachtet werden, dass die Schleimhäute gut befeuchtet sind und das Immunsystem durch kurze, aber regelmäßige Aufenthalte an der frischen Luft trainiert wird.

Symptome der Grippe

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Symptome in der Übersicht

  • häufig symptomloser Verlauf
  • Anfangssymptome: frösteln, rasch ansteigendes, hohes Fieber, Schnupfen, trockener Husten, Halsschmerzen, Lymphknotenschwellung, Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • im weiteren Verlauf: Kopf- und Gliederschmerzen, Bronchitis, Sinusitis, Bindehautentzündung, ausgeprägtes Erschöpfungsgefühl, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, Durchfall, Leberschwellung
  • Kinder: übliche Grippesymptome, vermehrt auch Mittelohrentzündung, Pseudokrupp, Magen-Darm-Beschwerden
  • Symptome der Corona-Grippe ähnlich, jedoch Geschmacks- und Geruchsverlust als Frühsymptom

Eine Infektion mit der Influenza kann mit milden oder schweren Symptomen einhergehen. In der Regel dauert eine Influenza 7-14 Tage.

Symptome wie Erschöpfung, Schwächegefühl, eingeschränkter Geruchssinn, geringe körperliche Belastbarkeit und Appetitlosigkeit können jedoch auch noch Wochen nach Abklingen der akuten Erkrankung bestehen.

 

Laut einer Studie in der Fachzeitschrift Lancet Respiratory Medicine verlaufen die meisten Grippeinfektionen symptomlos. Demnach traten nur bei 25% der Infizierten typische Grippesymptome auf, in allen anderen Fällen war die Infektion nachweisbar, verlief jedoch asyptomatisch (stille Feiung).1

 

Die anfänglichen Symptome ähneln einer Erkältung, allerdings mit plötzlichem, teils heftigem Krankheitsbeginn:

  • Frösteln
  • rasch ansteigendes, hohes Fieber (bis über 40°C)
  • Schnupfen
  • trockener Husten
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • Lymphknotenschwellung
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit

 

 

Symptome, die im weiteren Verlauf auftreten können, sind:

  • Schüttelfrost
  • tagelang anhaltendes (hohes) Fieber
  • ausgeprägtes Schwere- und Schwächegefühl
  • Apathie
  • Muskel-, Glieder- und Rückenschmerzen
  • (starke) Kopfschmerzen, Augenschmerzen, Lichtempfindlichkeit
  • Schmerzen hinter dem Brustbein
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Bindehautentzündung
  • Sinusitis
  • Bronchitis
  • Leberschwellung
  • Lungenentzündung
  • Atemnot

 

Bei Kindern können zu den typischen Grippesymptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Müdigkeit und Abgeschlagenheit vermehrt Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Mittelohrentzündung oder Pseudokrupp hinzukommen.

 

Abgrenzung

Die Symptome einer Influenza sind denen einer Infektion mit Corona-Viren ähnlich. Ein charakteristischer Unterschied besteht darin, dass als Frühsymptom einer Coronavirus-Infektion eine Störung des Geruchs- und Geschmackssinns auftritt und sich die Beschwerden langsamer, das heißt über Tage hinweg zum Vollbild entwickeln. Auch ist charakteristisch, dass bei einem mittleren bis schweren Verlauf die Hauptbeschwerden im Bereich der (unteren) Atemwege (Bronchien, Lunge) liegen.

 

Bei einer Magen-Darm-Grippe hingegen entfallen Beschwerden der Atemwege. In diesem Fall sind die Hauptsymptome krampfartige Schmerzen im Ober- und/oder Unterbauch, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Diagnose und Tests bei einer echten Grippe

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Diagnose in der Übersicht

  • Symptomatik und Auskultation der Atemwege
  • Influenza PCR- oder Schnelltests zur Diagnosesicherung
  • Laboruntersuchung von Nasen- oder Bronchialsekret
  • Blutuntersuchung: BSG- und CRP-Wert erhöht
  • Ultraschall-/ Röntgenuntersuchung zum Ausschluss einer Pneumonie
  • telefonische Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt
  • bei Fieber über 40,5°C mit Atemnot, Schmerzen beim Husten oder Atmen oder schmerzhafter Nackensteifigkeit mit Übelkeit Rettungsleitstelle informieren

Der plötzliche, fulminante Beginn der Erkrankung und die meist typische Symptomatik sind wegweisend bei der Diagnostik.

Bei der Auskultation (Abhorchen) der Lunge mit einem Stethoskop können auffällige Atemgeräusche aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen, Schleimansammlungen und Entzündungen wahrgenommen werden.

Wenn bereits mehrere Influenza-Fälle in der Region aufgetreten sind oder sich eine Grippewelle ausbreitet, können weitere Untersuchungen sinnvoll sein.

 

Zur Sicherung der Diagnose oder zum Ausschluss anderer Erkrankungen, die mit einem ähnlichen Beschwerdebild einhergehen, wird ein Rachenabstrich mittels eines Influenza PCR-Tests durchgeführt, um unter dem Elektronenmikroskop oder durch eine Zellkultur den Erreger zu identifizieren.

Auch Bronchial- oder Nasensekret kann im Labor auf Viren untersucht werden.

Zudem kann ein Influenza-Schnelltest zur Diagnosesicherung verwendet werden. Bei diesem Test werden Virusproteine auf einem Teststreifen sichtbar gemacht, das Ergebnis liegt innerhalb von 15 Minuten vor.

Allerdings können die Tests zum einen nicht alle Influenzaviren erfassen, zum anderen werden die Ergebnisse zunehmend ungenau, je länger die Infektion mit den Viren zurückliegt. Bereits nach 3-4 Tagen können Schnelltests kein sicheres Ergebnis mehr liefern.

 

Bei Bedarf kann auch die Testung von Angehörigen des gleichen Haushalts oder enger Bezugspersonen sinnvoll sein, um eine Ansteckungswelle zu vermeiden. Wenn bei diesen Personen trotz Symptomfreiheit Grippe-Viren nachgewiesen werden, liegt eine stille Feiung vor.

Der Nachweis von Krankheitserregern wie Viren oder Bakterien ist nicht gleichbedeutend mit einer Erkrankung daran.

Selbst ein positiver Erregernachweis bei einer bestehenden Infektion heißt nicht, dass der nachgewiesene Erreger auch Auslöser der Erkrankung bzw. Ursache für Fieber ist. Beispielsweise können Bakterien in einer Urinkultur von der Haut um die Harnröhre stammen, das Fieber jedoch andere Ursachen haben. Auch der Nachweis von Erregern bei einem Rachenabstrich bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese die Verursacher einer Lymphknotenschwellung oder wiederkehrender Atemwegsinfekte sind.

Prinzipiell beherbergen alle Menschen krank machende Erreger auf der Hautoberfläche oder der Schleimhaut, da wir ständig von allen Arten von Mikroorganismen und Keimen umgeben sind. Ein intaktes Immunsystem behält diese Erreger jedoch unter Kontrolle, gleichzeitig wird es aufgrund der Auseinandersetzung mit den Keimen trainiert und ist bei Infektionen dieser oder ähnlicher Erreger entsprechend vorbereitet.

Aus diesem Grund ist übertriebene Hygiene auch nicht ratsam, da das Mikrobiom auf der Hautoberfläche und den Eintrittspforten in den Körper wie Rachen, Nase, After und Urogenitaltrakt und damit die schützende Barriere zerstört werden kann.

Als Hygienemaßnahmen sind Händewaschen mit Seife und normale Körperpflege ausreichend. Bei immunsuppressiven Patienten, deren Abwehrsystem unterdrückt wird (z. B. schwere Autoimmunerkrankungen, nach Transplantationen) sollte jedoch auf eine strenge Hygiene und Händedesinfektion geachtet werden.

Eine Blutuntersuchung ergibt eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) sowie einen erhöhten CRP-Wert.

Der Leukozytenwert ist im Anfangsstadium der Influenza meist erniedrigt, steigt dann an und kann gegen Ende der Erkrankung wieder erniedrigt erscheinen. Je nach Immunlage kann dieser Wert individuell variieren.

Antikörper können im Blut erst ab der 2. Krankheitswoche nachgewiesen werden, weshalb das Ergebnis nur bedingt aussagekräftig ist.

 

Zudem kann bei entsprechender Symptomatik, oder wenn die Influenza schon ungewöhnlich lang dauert, eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung sinnvoll sein, um eine Lungenentzündung (Pneumonie) auszuschließen. Auf dem Bild kann der Arzt erkennen, ob sich Flüssigkeits- oder Eiteransammlungen in der Lunge befinden.

 

Bei Grippeverdacht sollten Sie telefonisch Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, ob er Ihnen rät, persönlich bei ihm vorstellig zu werden, da aufgrund der Infektiosität der Kontakt mit anderen Patienten vermieden werden sollte. In jedem Fall ist Bettruhe angeraten, um eine Verschlimmerung der Beschwerden oder Komplikationen zu vermeiden.

 

Wenn das Fieber 40,5°C übersteigt und zusätzlich Atemnot, schwerer Husten, Schmerzen beim Atmen und Husten oder schmerzhafte Nackensteifigkeit, ggf. mit Übelkeit hinzukommen, sollten Sie umgehend ein Krankenhaus aufsuchen.

 

Die Influenza ist meldepflichtig, und gemeldete Fälle werden beim Gesundheitsamt registriert. Damit kann beobachtet werden, wie sich die Krankheitsrate entwickelt und ob ggf. weitere Maßnahmen eingeleitet werden müssen, um die Verbreitung einzudämmen.

Krankheitsverlauf und Prognose

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Krankheitsverlauf in der Übersicht

  • Innerhalb von vier Tagen nach Ansteckung treten erste Symptome auf.
  • Der weitere Verlauf ist individuell und hängt von der Immunlage des Patienten ab.
  • Schwere Komplikationen können bei Säuglingen, Schwangeren, älteren Menschen oder Menschen mit (schweren) Vorerkrankungen auftreten.
  • Die Grippe dauert meist 7-14 Tage.
  • Bei geschwächter Immunlage oder keiner Schonung kann eine bakterielle Sekundärinfektion hinzukommen (Bronchitis, Lungenentzündung).

 

Innerhalb von vier Tagen nach der Infektion mit dem Grippe-Virus treten die ersten Symptome auf. Der weitere Verlauf hängt zum einen von der Immunlage des Patienten ab, zum anderen können chronische Vorerkrankungen oder fehlende körperliche Schonung und Bettruhe den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen.

Schwere Komplikationen treten vorwiegend bei Säuglingen, Schwangeren, älteren Menschen und Menschen mit Immunsuppression sowie schweren chronischen Vorerkrankungen der Atemwege, der Niere und des Herzens oder chronisch-entzündlichen Krankheiten (Multiple Sklerose, Morbus Crohn etc.) auf.

 

Eine Grippeinfektion dauert in der Regel 7-14 Tage. In dieser Zeit sollte sich der Patient schonen und jede Art von Anstrengung vermeiden.

In den meisten Erkrankungsfällen kommen zu den Beschwerden der Atemwege und den Kopf- und Gliederschmerzen ein schweres Erschöpfungsgefühl sowie große Müdigkeit.

Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren und braucht Ruhe, um die Viren zu bekämpfen und um eine bakterielle Superinfektion zu verhindern. Die Grippe-Viren vermehren sich rasch in den Zellen des Flimmerepithels der Schleimhaut und zerstören diese.

Aufgrund der von den Grippe-Viren verursachten Entzündung und Schädigung der Atemwegsschleimhäute sind die Abwehrbarrieren geschwächt und erleichtern anderen Krankheitserregern das Eindringen in den Körper. Diese Superinfektionen verlaufen häufig schwerer als die eigentliche Grippeerkrankung.

 

Bei einer Immunschwäche können zum Teil schwere Komplikationen mit der Grippeerkrankung einhergehen.

Hauptursache für eine Abwehrschwäche sind chronisch-entzündliche Krankheiten oder unbemerkte, „stille“ Entzündungen (silent inflammation), die unser Immunsystem kontinuierlich fordern und seine Leistungsfähigkeit sowie die Fähigkeit, immer neue Abwehrzellen zu produzieren, erschöpfen. Optimal funktionierende Mitochondrien sind für starke Abwehrkräfte unerlässlich, da die Zellen für die Abwehr sehr viel Energie brauchen.

Ein Mitochondrienschaden kann schwelenden oder chronischen Entzündungen zugrunde liegen, kann aber auch die Ursache für einen schweren Krankheitsverlauf oder einen langwierigen Genesungsprozess nach einer Grippeinfektion sein.

Komplikationen einer Grippeinfektion infolge einer Abwehrschwäche

Superinfektionen: Das heißt, dass bakterielle Infekte zu viralen Infekten hinzukommen, oft auch das gleiche Organsystem befallen. Wenn beispielsweise bei der Grippe die Abwehrbarrieren im Rachenraum geschwächt sind, kann zu dem viral bedingten Husten eine bakterielle Superinfektion in Form einer Bronchitis hinzukommen.

Schwere Krankheitsverläufe: Ein sehr schwaches Immunsystem ist nicht mehr in der Lage, die Ausbreitung von Erregern unter Kontrolle zu halten, so dass sich beispielsweise aus einer Bronchitis eine Lungenentzündung, aus einer Rachenentzündung eine Kehlkopfentzündung oder aus einer eitrigen Angina eine Entzündung des Herzmuskels entwickeln können. Die größte Gefahr besteht in einer lebensbedrohenden Sepsis („Blutvergiftung“).

Chronifizierung von entzündlichen Krankheiten: Wenn die Viren als Auslöser der Entzündung von den Abwehrzellen nicht bekämpft werden können, entwickelt sich über die Zeit ein schwelender Entzündungsherd mit der Tendenz zu häufig wiederkehrenden Infektionen, z. B. chronischer Husten, chronische Nasennebenhöhlenentzündung, häufig wiederkehrende Atemwegsinfekte.

Entwicklung von Autoimmunerkrankungen: Wenn das Immunsystem körpereigenes Gewebe oder Zellen nicht von fremden unterscheiden kann, produziert es Antikörper gegen körpereigene Zellen. Schädigung oder Zerstörung ist die Folge. Je nachdem, gegen welche Strukturen die Autoantikörper gerichtet sind, kommt es zu Entzündungen, Gewebeverlust, Funktionseinschränkung bis -verlust von Organfunktionen mit Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Viren gelten als (Mit-)Auslöser von Autoimmunerkrankungen.

Folgende Erkrankungen können bei einer schweren Grippe im weiteren Verlauf zusätzlich auftreten:

  • Kreislaufschwäche
  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • (eitrige) Bronchitis
  • Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • Leberschwellung
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

 

Folgende Komplikationen können bei entsprechender Vorbelastung hinzukommen:

  • virusbedingte Lungenentzündung (Influenza-Pneumonie)
  • bakterielle Lungenentzündung (Pneumokokken-Pneumonie)
  • Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems (Herzrhythmusstörungen, Herzschwächung)
  • Lungenödem
  • Leberentzündung (Hepatitis)
  • Gehirnentzündung (Enzephalitis)
  • Hirnhautentzündung (Meningitis)

 

 

Wenn sich der Patient während der akuten Erkrankung nicht schont, womöglich weiter zur Arbeit geht, Stress erlebt, Sport treibt oder bereits beim Abklingen der Symptome wieder sein gewohntes Leistungspensum aufnimmt, kann die Grippe verschleppt werden und ernsthafte gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

 

Anzeichen für eine verschleppte Grippe sind:

  • hohe Infektanfälligkeit innerhalb weniger Wochen
  • andauernder Husten(reiz)
  • andauerndes Schwächegefühl, Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • wiederholt erhöhte Körpertemperatur bis hin zu Fieberschüben
  • nächtliche Schweißausbrüche
  • verringerte körperliche Belastbarkeit
  • erneutes Aufflammen der Grippesymptome

 

Zu möglichen Komplikationen infolge einer verschleppten Grippe zählen:

  • Meningitis
  • Myokarditis (Herzmuskelentzündung)
  • Herzinsuffizienz
  • Niereninsuffizienz
  • Entwicklung einer Autoimmunerkrankung
  • chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

 

 

Achtung: Herzmuskelentzündung nach einer Grippe

Auslöser der Myokarditis sind oft vorangegangene Virenerkrankungen und/oder bakterielle Infektionen.

Wenn nach Tagen bis Wochen nach einer Grippe, einem grippalen Infekt oder einer eitrigen Erkrankung der Atemwege folgende Symptome auftreten, sollte der Verdacht auf eine Myokarditis dringend abgeklärt werden.

  • zunehmende Schwäche und Erschöpfung
  • sinkende Belastbarkeit
  • Atemnot bei geringer Anstrengung
  • vermehrtes Herzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern
  • Engegefühl in der Brust
  • Kreislaufprobleme
  • andauernde Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schmerzen, die aus dem Brustkorb in den Schulter- und Nackenbereich ausstrahlen

Ernährung bei Grippe

Das-Wichtigste-in-Kürze

Ernährung in der Übersicht

  • Gesunde Ernährung bedeutet, dass wir uns ausgewogen ernähren und die einzelnen Nährstoff-Gruppen sinnvoll in unsere tägliche Ernährung integrieren.
  • Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich. Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Fermentierte Lebensmittel sind probiotisch, das heißt, sie enthalten aktive Milchsäurebakterien, die förderlich für eine gesunde Darmflora sind.
  • Wichtig bei einem geschwächten Immunsystem: Reduzieren Sie Kohlenhydrate in Ihrem Speiseplan. Eine Überernährung mit Kohlenhydraten aktiviert das Stress-System im Körper, wodurch das Immunsystem belastet wird.
  • Fasten und viel Trinken während der akuten Erkrankungsphase sind natürliche Bedürfnisse des Körpers und fördern den Heilungsverlauf.
  • Antibiotische und antivirale Lebensmittel wie Rettich, Meerrettich, Oregano, Knoblauch, Thymian, Ingwer, Kurkuma, Holunderbeeren, Aroniabeeren, Zitrusfrüchte, Kokosöl, Olivenöl, bestimmte Pilzsorten etc. unterstützen die Immunabwehr.

Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen. Sie fördert eine chronische Entzündung, die Arterien verkalken lässt, unseren Darm und unser Immunsystem schwächt, unsere Psyche negativ beeinflusst und letztlich Zellstress entstehen lässt. Wie im Kapitel Ursachen ausführlich dargestellt, sind entzündliche Prozesse auch bei Influenza an der Entstehung beteiligt. Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen bei Grippe in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:

  • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
  • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
  • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf den weiteren Krankheitsverlauf der Influenza
  • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

 

Probleme der heutigen Ernährung

Obwohl in Deutschland kein Mangel an Nahrungsmittelvielfalt herrscht, wird eine naturbelassene Ernährung mit vielen qualitativ hochwertigen und unverarbeiteten Produkten immer seltener. Volle Arbeitstage, Alltagsstress, keine Zeit zu kochen und auch der Mangel an Wissen und Fähigkeiten führen zunehmend zu einer ungesunden Ernährung.

 

Fertigprodukte statt frisch kochen: Western Diet

Diese Art der Ernährung wird oft unter dem Begriff Western Diet zusammengefasst, weil sie vor allem in den westlichen Industrieländern weit verbreitet ist und sich zunehmend auch in Ländern mit traditionell gesunder Ernährung ausbreitet – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.

Merkmale der Western Diet

hochkalorisch, zuckerreich, gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, salzreich, viele Konservierungsstoffe und hochverarbeitete Produkte (Fastfood, Fertigprodukte, „Junkfood“) – dagegen wenig frisches Obst und Gemüse, keine hochwertigen Pflanzenöle, wenig komplexe Kohlenhydrate, wenige Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe

Nährstoffzufuhr aus dem Gleichgewicht

Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen. Unsere Lebensmittel setzen sich zum einen aus Makronährstoffen zusammen, die uns Energie und Baumaterial liefern: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße.

Auf der anderen Seite enthalten Lebensmittel auch unzählige Mikronährstoffe, die das Umsetzen der Makronährstoffe im Stoffwechsel erst möglich machen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fettsäuren, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.

Ungesund wird eine Ernährung dann, wenn die einzelnen Gruppen nicht mehr im Gleichgewicht zueinander stehen. Arbeit findet z. B. heute sehr oft als sitzende Tätigkeit am Schreibtisch statt, wo keine bis kaum Kalorien verbrannt werden – jedoch dominieren Kohlenhydrate nach wie vor zu einem großen Anteil unsere tägliche Ernährung, was die Entwicklung einer chronischen Entzündung besonders fördert – das ständige Zuviel.

 

Anti-entzündliche Ernährung: Profitieren Sie auf allen Ebenen

Erst gravierende Erkrankungen und Ereignisse wie eine schwere Grippe lassen uns aufhorchen und führen oft zu einem Wendepunkt im Leben: Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen!

Sich gesund zu ernähren heißt nicht sich selbst zu kasteien, zu verzichten oder strikte Pläne einzuhalten. Es bedeutet Neues kennenzulernen, alte Wege zu verlassen und sich jeden Tag fitter, gesünder und leistungsfähiger zu fühlen statt immer müde, abgeschlagen und energielos. Sie können dabei Schritt für Schritt etwas an Ihrer Ernährung ändern, statt zu versuchen, von heute auf morgen alles auf den Kopf zu stellen. Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.

 

Was ist antientzündliche Ernährung?

Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Eine pro-entzündliche Ernährung ist einer der Hauptauslöser für eine chronisch-schwelende Entzündung in unserem Körper, die stille Entzündung (silent inflammation).

Die folgende Tabelle stellt Ihnen wichtige anti- und pro-entzündliche Nahrungsmittelgruppen vor:

Anti-entzündliche Nahrungsmittel und pro-entzündliche Nahrungsmittel

 

PRO Anti-entzündliche Ernährung (mediterrane Diät)KONTRA
Pro-entzündliche Ernährung („Westliche“ Diät)
Olivenöl, Walnussöl, Leinöl, Hanfölfrittierte Lebensmittel, Margarine, Sonnenblumenöl, Schweineschmalz, Sojaöl, Maiskernöl
Obst (zuckerarme Sorten bevorzugen: Beeren, Zitrusfrüchtw, Äpfel
Gemüse (mindestens „5 am Tag“: grüne Blattgemüse, Brokkoli, Spinat, Kohlsorten, Topinambur, alle Salate, Wildkräuter
Fast Food, Fertigprodukte, Süßigkeiten, industriell gefertigte Snacks
Vollkornprodukte: Getreideprodukte aus dem vollen Korn inklusive aller BallaststoffeProdukte aus Auszugsmehlen („Weiß“), Weizen
Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Tofu, Eier: moderater Konsum (mind. Bio-Freiland-HaltungWurstwaren, viele Milchprodukte
fetter Seefisch: Lachs, Makrele, SardinenSchweinefleisch
frische Kräuter, antientzündliche Gewürze wie Chilli, Kurkuma, Ingwer
Sulfide: Knoblauch, Zwiebeln, Meerettich
sehr salzreich
Getränke und Tee: Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, grüner TeeSoftdrinks, häufiger Alkoholkonsum Milchmixgetränke
Nüsse und Saaten: Walnüsse, Leinsamen, Pinienkerne, Kürbiskerne, MacadamianüsseErdnüsse, gesalzene und aromatisierte „Knabbernüsse“
Probiotika: Kefir, Joghurt, milchsauer eingelegte Gemüse, Misopaste

Weitere Eckpunkte einer gesunden Ernährung sind:

  • Flexitarismus: Insgesamt sollte Ihre Ernährung vorwiegend pflanzenbasiert ausgerichtet sein – Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind in Maßen zu genießen, dafür in hochwertiger Qualität.
  • Mittelmeer-Diät: Gute Orientierung bei einer anti-entzündlichen Ernährung bietet die mediterrane Ernährung – Menschen, die sich traditionell nach der Mittelmeerdiät ernähren, leiden seltener unter der chronischen Entzündung und deren Folgen, z. B. weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Regional und saisonal: Produkte aus der Region, die keinen weiten Anreiseweg hatten, sind frischer und oft nährstoffreicher. Viele Superfoods haben einheimische „Verwandte“ wie z. B. Leinsamen (statt Chiasamen) oder Hagebutten (statt Goji-Beeren).
  • Gesunde Fette: Fett reduzieren ist passé, viel wichtiger, ist die richtigen Fette aufzunehmen: Die optimalen Quellen sind kaltgepresste, hochwertige Öle. Dabei sollte der Anteil der Omega-3-Fettsäuren möglichst hoch sein, da sie im Gegensatz zu den Omega-6-Fettsäuren entzündungs- und schmerzhemmend wirken.
  • Kohlenhydrate reduzieren: Essen Sie insgesamt weniger Kohlenhydrate, also weniger weißes Brot, weniger weiße Nudeln und Reis. Zu viele dieser getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht der Botenstoffe.
  • Vegetarismus und Veganismus sind Ernährungsformen, die sehr gesund und ausgewogen sein können, aber nicht automatisch sind: Wenn viele oben genannte Nahrungsmittel integriert werden und auf ausreichend Mikronährstoffzufuhr geachtet wird. Auch der vegane Trend hat viele Fertigprodukte auf den Markt gebracht, die oft mit einer gesunden Ernährung nichts mehr gemeinsam haben. Achten Sie also weniger auf ein „Label“, sondern auf Ausgewogenheit.
  • Achtsamkeit beim Essen: Genuss, Freude und Langsamkeit gehören zu einer gesunden Ernährung genauso wie hochwertige Nahrungsmittel.
  • Fastenperioden: Intervallfasten oder Buchinger-Fasten können sinnvoll sein für einen Neustart oder ein jährliches Ritual, hier müssen Sie selbst abwägen, ob es zu Ihnen passt.
  • In Bewegung bleiben: Zu einer gesunden Ernährung gehört Bewegung – neben vielen anderen positiven Effekten, wirkt die Verdauung angeregt und die Darmpassage gefördert.

Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Unser Produkt-Tipp: Bio-Leinöl, reich an den Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA


 

So sollte Ihr Teller aussehen

Mit dieser Telleraufteilung versorgen Sie Ihren Organismus optimal mit wichtigen Mikronährstoffen und ausreichend Energie-Lieferanten (Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß). Achten Sie also darauf, nicht nur Beilagen und Fleisch/ Fisch zu sich zu nehmen, sondern variieren Sie vor allem mit verschiedenen Gemüse- und Obstkombinationen. So gehen Sie Übergewicht aus dem Weg und vermeiden Speisen mit zu hohen Kalorienwerten.

 

„Medizin zum Essen“

Eine ausgewogene, antientzündliche Ernährung spielt eine sehr wichtige Rolle für ein starkes Immunsystem.

Einzelne Gemüse- und Obstsorten enthalten viele Stoffe, die entzündungshemmend sind, wieder andere welche, die antibiotisch oder durchblutungsfördernd wirken. Grundsätzlich enthalten unsere Lebensmittel eine Vielzahl von Nährstoffen, die in ihrem Zusammenspiel unserem Organismus all das liefern, was er für die Aufrechterhaltung seiner Funktionen und den Erhalt unserer Gesundheit benötigt. „Du bist, was Du isst“, lautet ein Sprichwort, welches uns die Bedeutung unserer Ernährung vor Augen führt.

Mithilfe einer ausgewogenen Ernährung können Sie einer Grippeinfektion oder Komplikationen vorbeugen. Außerdem unterstützen Sie die Regeneration des Körpers nach überstandener Krankheit und kommen schneller wieder zu Kräften.

 

Achten Sie besonders darauf, probiotische Lebensmittel in Ihren Speiseplan aufzunehmen. Die Milchsäurebakterien im Darm können sich leichter vermehren, aber auch die Ansiedelung von Laktobazillen bei einer gestörten Darmflora wird erleichtert.

Gesunde Beispiele für probiotische (meist fermentierte) Lebensmittel sind:

  • Sauerkraut und Sauerkrautsaft
  • Brottrunk
  • Sauerteig
  • Kefir
  • Kombucha
  • Kimchi
  • Joghurt

Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Die Fermentation von Schwarztee (auch Grüntee oder Rooibos) durch die Kombucha-Kultur macht daraus ein wohlschmeckendes Getränk, das unserer Gesundheit in vielerlei Hinsicht zugutekommt. Kombucha enthält unter anderem Bakterien- und Hefestämme, die unsere Darmflora stärken, organische Säuren, Mineralstoffe, Vitamine – allen voran B-Vitamine, Aminosäuren und Enzyme. Er kann das Immunsystem stärken, die Ausscheidung von Giftstoffen unterstützen und den Säure-Basen-Haushalt regulieren.


Diese Lebensmittel sollten frisch zubereitet und nicht konserviert sein, denn die Konservierung zerstört den größten Teil der Milchsäurebakterien. Fermentiertes Gemüse, Kefir oder Kombucha lassen sich auch leicht zuhause herstellen.

Gerade nach einer Antibiotika-Therapie ist es wichtig, die Aufmerksamkeit auf den Wiederaufbau der Darmflora zu richten. Eine Antibiotika-Behandlung kann unter Umständen lebensrettend sein, da die Wirkstoffe die Vermehrung der krankheitsverursachenden Bakterien stoppen und sie abtöten. Allerdings fallen dieser Therapie nicht nur die schädlichen Keime zum Opfer. Auch unsere „guten“ Darmbakterien, die einen wesentlichen Anteil unseres Immunsystems ausmachen, werden in großer Anzahl vernichtet, was sich auf unsere Gesundheit ungünstig auswirkt und einer bakteriellen Fehlbesiedelung im Darm Tür und Tor öffnet.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Um einen Einstieg in die Fermentation zu finden, gibt es sehr gute Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die es jedem ermöglichen, darmgesunde Lebensmittel selbst herzustellen. Unsere Empfehlung:


 

Frisches Obst und Gemüse, Kräuter, fermentierte Lebensmittel, Ballaststoffe, hochwertige Öle und pflanzliches Eiweiß sind die Grundlage für den Wiederaufbau einer gesunden Darmflora, für die Regeneration der Schleimhäute, die durch die Viren geschädigt wurden, und für die Stärkung unserer Abwehrkräfte, um ein erneutes Aufflammen der Grippesymptome zu verhindern.

Wissenswertes bei einem übermäßigen Verzehr von Kohlenhydraten

Die Überernährung mit Kohlenhydraten löst in unserem Organismus die gleichen Stressreaktionen aus wie mentaler oder physischer Stress.

Die übermäßige Kohlenhydratzufuhr führt zu einem plötzlichen Anstieg des Blutzucker- und Insulinspiegels. Der danach folgende rasche Abfall des Blutzuckerspiegels geht mit einer Ausschüttung von Stresshormonen einher.

Ein begleitender Mikronährstoff- und Bewegungsmangel, eine stressige Lebensweise, Medikamente und industriell verarbeitete Nahrungsmittel lösen weitere Stressreaktionen aus und führen in der Folge zu einer ständigen Überaktivierung des Stress-Systems in unserem Organismus.

Stresshormone reduzieren jedoch die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems und fördern schwelende Entzündungsprozesse sowie die Anfälligkeit für Infekte aller Art. Eine chronische Schwächung des Immunsystems ist die Folge.

Da wir in der Ernährung Kohlenhydrate nicht ganz vermeiden können oder möchten, ist es empfehlenswert, die Kohlenhydrate morgens oder spätestens mittags zu verzehren, um die Zellregeneration nachts nicht durch Zellstress und entzündungsfördernde Stoffwechselprozesse zu stören.

Während der akuten Grippeerkrankung haben die Patienten keinen Appetit, was ein natürlicher Mechanismus unseres Körpers ist: Die Verdauung der Nahrung, die Aufspaltung der Nährstoffe, ihre Verstoffwechselung und die Ausscheidung der nicht verwertbaren Nahrungsbestandteile sowie die Entgiftung von Stoffwechselabfällen und anderen schädlichen Substanzen verbraucht viel Energie – Energie, die vor allem für die Immunabwehr, die Eindämmung von Entzündungsprozessen und die Neubildung von Zellen benötigt wird.

 

Folgen Sie daher dem natürlichen Bedürfnis Ihres Körpers zu fasten. Nehmen Sie jedoch während der Erkrankungsphase viel Flüssigkeit in Form von Kräutertees, Wasser, frischen Säften oder klarer Brühe zu sich. Zum einen braucht der Körper, wenn aufgrund der Grippe (hohes) Fieber auftritt und Sie viel Schwitzen, mehr Flüssigkeit als sonst. Zum anderen unterstützen Sie die Ausscheidung und Entgiftung von abgestorbenen Krankheitserregern und Zellabfällen über die Nieren und können wertvolle Mikronährstoffe aufnehmen, die in großen Mengen verbraucht werden.

Zahlreiche Studien haben die Auswirkung von Mikronährstoffen auf die Immunabwehr und die Bekämpfung von Entzündungen und Atemwegsinfekten bereits belegt. Demnach ist es besonders wichtig, dass dem Körper eine Kombination möglichst aller Mikronährstoffe zugeführt wird, da diese einander benötigen, um ihre Wirksamkeit entfalten zu können.4,5,6

 

Zur Unterstützung Ihres Immunsystems können Sie täglich Lebensmittel in Ihren Speiseplan mitaufnehmen, deren antibiotische und antivirale Inhaltsstoffe den Stoffwechsel, die Fortbewegung und die Vermehrung der Krankheitserreger beeinflussen und so Ihren Genesungsprozess unterstützen.

Eure Nahrung soll Eure Arznei sein“, dieses Zitat wird dem berühmten altgriechischen Arzt Hippokrates zugeschrieben.

Welche Wahrheit darin liegt, erkennt die moderne Medizin, seit sie sich vermehrt der Erforschung der Mikronährstoffe widmet.7

 

Zu den antibiotischen Wirkstoffen in Lebensmitteln zählen z. B. Zink, Vitamin C, Senföle, Oleuropein, Glycyrrhizin, Laurinsäure, Glutathion, Superoxiddismutase oder N-Acetylcystein.

Diese Mikronährstoffe und zahlreiche weitere immunstärkende, antivirale und entzündungshemmende Substanzen sind u. a. in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • in Wurzelgemüse wie Rettich, Meerrettich, Radieschen
  • in Früchten wie Grapefruit, Zitrone, Orange, Holunderbeeren, Aroniabeeren
  • in Kräutern und Gewürzen wie Kapuzinerkresse, Pfefferminze, Oregano, Thymian, Zimt, Salbei, Senf, Kurkuma, Ingwer, Knoblauch, Süßholzwurzel
  • in Kokosöl und Olivenöl
  • in Pilzen wie Shiitake, Reishi oder Cordyceps

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Die Wirkstoffe der Meerrettichwurzel und der Kapuzinerkresse haben nachweislich antibiotische und sogar antivirale Eigenschaften. Wenn es aufgrund von Halsschmerzen und Appetitlosigkeit nicht möglich ist, diese Lebensmittel frisch zu verzehren, können Sie das natürliche Antibiotikum auch in Tablettenform einnehmen.


 

Von Hausmitteln wie heißem Tee mit Rum oder warmem Weißbier ist eher abzuraten. Alkohol schwächt die Abwehrkräfte noch mehr, entzieht dem Körper Flüssigkeit und bringt das Temperaturempfinden durcheinander. Vermutlich liegt die Wirkung der Mischung eher in der heißen Flüssigkeit, die zähen Schleim leichter abfließen lässt bzw. an der schlaffördernden Wirkung des Hopfens im Bier.

Die Hühnersuppe als wohl bekanntestes Hausmittel bei Grippe oder grippalen Infekten wurde wissenschaftlich näher beleuchtet. Eine Studie aus dem Jahr 2000, die bis heute von den Wissenschaftlern diskutiert wird, kam zu dem Ergebnis, dass Wirkstoffe in Hühnersuppenextrakt tatsächlich bestimmte Immunreaktionen, die Entzündungen und Schwellungen auslösen, blockierten.8 Neuere Studien konnten jedoch keinen direkten Zusammenhang zwischen Hühnersuppe und den Auswirkungen auf das Immunsystem herstellen.

Therapie und Prävention

Jede Behandlung enthält präventive Aspekte und jede Prävention wirkt auch als Therapie. Die Grundpfeiler jeder Vorbeugung und Therapie basieren auf unserem Lebensstil: Wie ernähren Sie sich? Ist Ihr Organismus ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt? Wieviel Bewegung ist in Ihren Alltag integriert? Rauchen Sie und wieviel Alkohol konsumieren Sie? Bestimmt Stress Ihr ganzes Leben? Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, können sich diese Basispfeiler positiv auf Ihre Gesundheit auswirken, aber auch jahrelange Risikofaktoren für viele Erkrankungen darstellen. In diesem Kapitel werden zahlreiche ganzheitliche Methoden vorgestellt, die Ihre Gesundheit und Lebensqualität stärken können – präventiv und/oder auch als Therapie.

Mikronährstoffe

Das-Wichtigste-in-Kürze

Mikronährstoffe in der Übersicht

  • Mikronährstoffe sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen bei Grippe. Besonders wichtig sind die Vitamine A, B, C, D, und E, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Zink und Selen, Aminosäuren wie L-Arginin, L-Cystein, L-Glutamin und Lysin, Omega-3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Epigallocatechine, Anthocyanidine und Senfölglykoside.
  • Einige der typischen Grippe-Medikamente (z. B. Schmerzmittel, Antibiotika, Hustenstiller) erhöhen zusätzlich Ihren Mikronährstoffbedarf. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mikronährstoffbedarf ausreichend über die Ernährung zu decken, können moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen sinnvoll sein.
  • Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Der Körper muss mit Mikronährstoffen optimal versorgt sein, damit Folgen der Influenza abgemildert und Nebenwirkungen der Medikamente reduziert werden können.

 

Mikronährstoffe – was ist das?

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert. Im weiteren Sinne lassen sich auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme hinzuzählen. Makronährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette sind unsere Energielieferanten, während die Mikronährstoffe an Prozessen wie z. B. Blutgerinnung, Immunabwehr und Knochengesundheit beteiligt sind. Einige Mikronährstoffe kann unser Körper selbst herstellen, die meisten jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Der menschliche Organismus – ein Blick in die Zellen

Der Mensch besteht aus über 70 Billionen Zellen. Diese können alle nur optimal funktionieren, wenn sie mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt sind. Es gibt nahezu keinen Stoffwechselschritt, an dem nicht mehrere Mikronährstoffe beteiligt sind. Dazu zählen unter anderem die:

  • Aktivierung von Enzymen und Hormonen (Stoffwechselaktivität)
  • Abwehrleistung des Immunsystems (Immunstoffwechsel)
  • Energieproduktion in den Kraftwerken unserer Zellen, den sogenannten Mitochondrien (Energiestoffwechsel)
  • Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (Herzkraft und -rhythmus)
  • Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskelkraft und -koordination)
  • Impulsübertragung in und der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Nerven- und Gehirnstoffwechsel)

Für alle Stoffwechselreaktionen im Körper sind Enzyme notwendig, sie wirken wie ein Katalysator. Enzyme können ihren Aufgaben jedoch nur mithilfe von Mikronährstoffen nachkommen. Je besser der Körper mit Nährstoffen versorgt ist, desto besser funktioniert der gesamte Organismus. Ein Mikronährstoffmangel kann sich also negativ auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Um Ihre Gesundheit zu schützen und Ihre weiteren Therapien zu unterstützen, sollten Sie also auf Ihren Mikronährstoffhaushalt achten.

 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?

Egal ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder die Antibabypille. Schon ein einzelnes Medikament kann unsere optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ungünstig beeinflussen. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto intensiver wird in den Mikronährstoffhaushalt eingegriffen, was Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander sowie das Auftreten von Nebenwirkungen erhöht. Hierdurch kann nicht nur die Wirkung des Medikaments negativ beeinflusst werden, sondern auch die Funktion der Mikronährstoffe.

 

Welche Lebensphasen führen noch zu einem erhöhten Mikronährstoff-Bedarf?

Aber nicht nur die regelmäßige Einnahme von Medikamenten führt zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf. Es gibt bestimmte Lebensphasen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen Nährstoffmangel aufweisen:

  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und Stillende
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Magen-Darm-Störungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

 

Diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist nicht immer einfach. Trotz des reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Lebensmitteln verringern verschiedene Faktoren den Mikronährstoffgehalt in Lebensmitteln:

  • nicht ausgereiftes Obst und Gemüse
  • größere Erträge in der Landwirtschaft
  • Einsatz von Pestiziden

 

Es ist wichtig, die Ernährung mit einer breiten und möglichst natürlichen Basis an allen Vitaminen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu optimieren.

 

Mikronährstoffkonzentrat als Grundlage

Gut versorgt sind Sie mit moderaten Mikronährstoffmischungen – von einzelnen hochdosierten Mikronährstoffen raten wir ohne Absprache mit Ihrem Arzt und vorherigen Untersuchungen ab.

 

Das Angebot an Mikronährstoffpräparaten ist groß und unübersichtlich. Entscheidend beim präventiven Ansatz ist die natürliche Vielfalt. Das ideale Mikronährstoffpräparat ist auf natürlicher Basis produziert, enthält neben allen klassischen Mikronährstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, ist flüssig, glutenfrei und vegan. Die Bioverfügbarkeit sollte wissenschaftlich belegt sein und es sollten keine künstlichen Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten.

 

Mikronährstoffkonzentrate Testsieger

 

Testsieger

LaVita Mikronährstoffkonzentrat

LaVita Mikronährstoffkonzentrat 500ml

  • wissenschaftlich fundiertes Naturprodukt auf pflanzlicher Basis
  • alle wichtigen Vitamine und Spurenelemente enthalten
  • ganzheitliche Optimierung der täglichen Ernährung
  • ohne Konservierungs- und andere Zusatzstoffe

Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Mitochondrien  

Mitochondrien sind unsere Zellkraftwerke. Sie stellen die Energie für alle Lebensprozesse in unserem Körper her. Aus Zucker, Fett und Eiweiß können die Mitochondrien das Energie-Molekül ATP (Adenosin-Tri-Phosphat) herstellen.

In einem Zwischenschritt wird Sauerstoff verarbeitet. In diesem Schritt werden viele freie Radikale freigesetzt, die sehr aggressiv sind und an allen Zellbestandteilen Schäden verursachen können. Wenn der antioxidative Schutz der Zellkraftwerke durch Mikronährstoffe nicht ausreicht, können Eiweißstrukturen zerstört oder so geschädigt werden, dass sie ihre Aufgaben nicht mehr optimal erfüllen können.

 

Warum wir Mitochondrien schützen sollten

Entstehen während der Herstellung des ATP aufgrund eines Mikronährstoffmangels vermehrt freie Radikale, wird die mitochondriale DNA geschädigt, was zu einem weiteren Anstieg der freien Radikale führt. Dadurch wird der Stoffwechsel der Zellen empfindlich gestört und kann zu unzähligen Krankheiten führen.

Das Immunsystem benötigt optimal funktionierende Mitochondrien, da es für seine Arbeit viel Energie verbraucht.

Entsprechend wichtig ist die optimale Versorgung der Zellen und Zellkraftwerke mit Mikronährstoffen. Nicht nur der antioxidative Schutz muss zu jeder Zeit gewährleistet sein, auch die Energieproduktion selbst benötigt zahlreiche Mikronährstoffe.

 

Ein mit allen Mikronährstoffen ausreichend versorgter Organismus ist in der Lage, gesunde Körperzellen herzustellen und mit allen für die reibungslosen Funktionen (Zellstoffwechsel, Auf- und Abbau von Körpermaterial, Sauerstofftransport zu den Zellen, Abtransport von CO2 und Abfallprodukten usw.) wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Eine optimale Mikronährstoffversorgung sorgt für eine gesunde Haut und Schleimhaut, wodurch sich die Grippe-Viren nicht ungehindert ausbreiten können. Außerdem werden physiologisch wichtige Bakterienstämme im Darm, auf der Haut und auf den Schleimhäuten der Atemwege angesiedelt und schädliche an der Ausbreitung gehindert.

Darüber hinaus können kontinuierlich gesunde Abwehrzellen produziert sowie überalterte und geschwächte Zellen regelmäßig erneuert werden. Auch die Zellkommunikation wird optimiert, da die Botenstoffe und Enzyme von den essentiellen Vitaminen und anderen Nährstoffen abhängig sind. Somit ist eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen von großer Bedeutung für einen milden Krankheitsverlauf und eine rasche Genesung.

 

 

Zusammenhang zwischen Mikronährstoffen und Mitochondrien

Bei einer Mitochondrien-Unterversorgung mit Mikronährstoffen können diese nicht in ihrer vollen Leistungsfähigkeit arbeiten, wodurch Stoffwechselprozesse verlangsamt ablaufen und die gesamte Leistungsfähigkeit des Organismus herabgesetzt ist. Müdigkeit und Erschöpfung sind die Folge.9,10

Rauchen, Fehlernährung, andauernder Stress, und damit einhergehend ein hoher Pegel an Stresshormonen im Blut, führen im Körper zu einem erhöhten Mikronährstoffverbrauch bzw. einer erhöhten Ausscheidung von beispielsweise Vitamin C über den Urin.

Der mit dem Stress einhergehende erhöhte Homocystein-Spiegel löst Zellstress aus11, wodurch wiederum vermehrt Vitalstoffe zur Bindung der freien Radikale benötigt werden. Bei einem Mikronährstoffmangel können aufgrund des Zellstresses die Mitochondrien geschädigt werden, was zu einem Abfall der Leistungsfähigkeit unserer Abwehrkräfte führt. So entsteht ein Teufelskreis, der uns zunehmend schwächt und der den Grippe-Viren das Eindringen in den Körper und deren Ausbreitung ermöglicht.

Die B-Vitamine sind essentiell für den Energiestoffwechsel und zur Entgiftung von Homocystein. Sie schleusen Nährstoffe zur Energiegewinnung in die Zellen, sind an der Bildung von ATP (Adenosintriphosphat) sowie von Enzymen beteiligt, die für die Energieproduktion benötigt werden und senken nitrosativen Stress, der bei Entzündungen entsteht.

Auch Antioxidantien und antioxidativ wirksame Pflanzenstoffe sind für den Schutz der Zellen und der Mitochondrien von großer Bedeutung. Die Vitamine A, C und E, die Mineralstoffe Zink und Selen und sekundäre Pflanzenstoffe wie Curcumin, Epigallocatechingallat (EGCG), Quercetin, Resveratrol oder Anthocyadinine fangen freie Sauerstoffradikale und tragen dazu bei, dass der Energiestoffwechsel in den Mitochondrien ungestört vonstattengeht.

 

 

Gesunde Ernährung für die Darmflora

Die meisten gesundheitsförderlichen Keime benötigen für ihre Entwicklung die Verstoffwechslung von Polyphenolen und präbiotischen Ballaststoffen aus frischen Lebensmitteln. Die unerwünschten Fäulnis- und Entzündungskeime können diese Stoffe nicht verarbeiten und werden somit durch die „gesunden“ Bakterien, denen sie als Nahrung dienen, verdrängt. Zudem scheinen manche Abbauprodukte von Polyphenolen auch direkt das Wachstum einiger Mikroorganismen zu behindern.12,13

Unsere Gesundheit sitzt sprichwörtlich im Darm. Mit einer ausgewogenen und mikronährstoffreichen Ernährung tragen wir selbst erheblich dazu bei, unsere Abwehrkräfte zu stärken und das Darm-Mikrobiom im Gleichgewicht zu halten. Somit schützen wir uns aktiv vor einer Grippeinfektion bzw. einem schweren oder langwierigen Krankheitsverlauf.

 

Grundsätzlich benötigt der Organismus alle Mikronährstoffe, um optimal zu funktionieren und die Abwehrfunktion aufrechterhalten zu können.14,15 Einige Mikronährstoffe, die eine besondere Bedeutung im Rahmen der Influenza (Prävention und Abwehr der Grippe-Viren) haben,16 finden Sie im Folgenden aufgelistet:

 

Vitamine

  • Vitamin A: „antiinfektiöses“ Vitamin; Bildung neuer Immunzellen und Antikörper, Stärkung der Immunbarriere von Haut und Schleimhaut (v. a. Schleimhäute der Atemwege), Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen virale Infekte; in Verbindung mit Vitamin D entzündungshemmend und Schutz vor Autoimmunerkrankungen nach Virusinfektionen17
  • B-Vitamine: Stärkung der Immunbarrieren, Verbesserung der zellulären und humoralen Immunantwort, Abbau von Homocystein18
  • Vitamin C:  Schutz vor Infektionen und Förderung der Immunabwehr und der Zellkommunikation, Verkürzung der Krankheitsdauer, Senkung des Risikos einer Lungenentzündung19,20
  • Vitamin D: Stärkung der Abwehrkräfte, Verbesserung der Zellkommunikation; entzündungshemmende Wirkung; Stärkung des Darm-Mikrobioms; Verringerung des Ansteckungsrisikos und des Risikos von Komplikationen21
  • Vitamin E: antioxidativ, entzündungshemmend, Verbesserung der Immunabwehr und der Zellkommunikation22,23

Mineralstoffe und Spurenelemente

  • Zink: essentiell für die Immunabwehr: Unterstützung der Antikörperproduktion, Aktivierung von Makrophagen (Fresszellen), Koordination von Abwehrprozessen, Prävention von Infekten; antivirale Eigenschaften, Hemmung der Virenreplikation und Verkürzung des viralen Infekts24
  • Selen: antioxidative Eigenschaften; senkt Virulenz von Erregern; Hemmung von Virusmutationen; Aktivierung der Antikörperproduktion und Neubildung von Abwehrzellen; Stimulation der Immunantwort25
  • Magnesium: Magnesium spielt, besonders im Zusammenhang mit Vitamin D, eine große Rolle in unserem Immunsystem. Ein Magnesiummangel führt beispielsweise vermehrt zu Entzündungen und zu einer beeinträchtigten Immunantwort – die Ausschüttung von Antikörpern reagiert verzögert, Erreger können sich leichter ausbreiten.26 Seine entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaft, u. a. im Zusammenhang mit anderen Mikronährstoffen, wurde mehrfach wissenschaftlich untersucht.27,28
  • Omega-3-Fettsäuren: entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften; Förderung der Diversität der Darmflora; senkt Virulenz der Grippe-Viren und Sterblichkeitsrisiko; Erhöhung der Immunantwort29

 

Aminosäuren  

  • L-Cystein: hoch antioxidativ und antientzündlich; Förderung der Darmflora (Vermehrung von Bifidobakterien und Lactobacillus); Hemmung der Virusreplikation30
  • Lysin: antivirale Eigenschaften31
  • L-Glutamin: als Baustein von Glutathion (starkes Antioxidans), Stimulation der Immunabwehr, wichtige Energiequelle für die Regeneration der Darmschleimhaut32, Stärkung der Abwehrbarrieren
  • L-Arginin: immunstärkend, schlaffördernd, antivirale Eigenschaften33,34

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

  • Polyphenole: entzündungshemmend; Nährstoffgrundlage für gesundheitsförderliche Bakterienstämme der Darmflora
  • Senfölglycoside: antivirale, antibiotische und entzündungshemmende Eigenschaften35, pflanzliche Antibiotika
  • Anthocyanidine: erhöht die Vitalität, senkt Erschöpfungssymptome, verbessert Schlaf36
  • Epigallocatechine: Hemmung der Virenreplikation, antivirale Eigenschaften; entzündungshemmend, Senkung des Ansteckungsrisikos37,38

 

Lebensstil

Das-Wichtigste-in-Kürze

Lebensstil in der Übersicht

  • Sport und Bewegung stärken die Immunabwehr, regen Entgiftungsprozesse an und verbessern die Sauerstoffversorgung der Zellen. Bei einer akuten Grippeinfektion sollten Sie (Über-)Anstrengung vermeiden. Nach Abklingen der Symptome ist der Körper oft noch geschwächt, daher sollten Ausdauer und Belastbarkeit langsam wieder aufgebaut werden.
  • Verzicht auf Rauchen und Alkohol: Diese Substanzen sind Zellgifte und schwächen nachweislich die Abwehrkräfte und die Zellkommunikation, fördern Entzündungsprozesse und erhöhen das Ansteckungsrisiko mit Influenzaviren.
  • Die Erhöhung der Resilienz und die Reduzierung von Stress lässt uns mit Konflikten, Sorgen und in Krisenzeiten besser zurechtkommen, wir bleiben in unserer Mitte und können unser Leben aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Mehr Gelassenheit kommt unseren Abwehrkräften zugute.
  • Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Autogenes Training sowie guter Schlaf senken den Stresspegel, fördern die Zellregeneration und stärken die Abwehrkräfte.
  • Ausreichend Trinken verbessert die Durchblutung sowie Stoffwechsel-, Ausscheidungs- und Entgiftungsprozesse. Wasser ist Hauptbestandteil aller Körperflüssigkeiten und Zellen. Bei einer (fieberhaften) Grippeinfektion ist viel Trinken essentieller Bestandteil der Therapie.

Das Wichtigste, was Sie für Ihren Körper tun können, um Ihr Immunsystem nach einer Grippeinfektion wieder ins Gleichgewicht zu bringen und Ihre Abwehrkräfte zu stärken, haben Sie selbst in der Hand. Die Basis für einen gesunden Körper und ein starkes Immunsystem bildet neben der gesunden, mineralstoffreichen Ernährung ein ausgeglichener und gesundheitsfördernder Lebensstil.

 

Sport und Bewegung unter freiem Himmel

Sport und Bewegung fördern die körperliche und geistige Gesundheit, verbessern die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung des Körpers, regen Entgiftungsprozesse an und stärken die Immunabwehr.39 Sport macht im Idealfall Spaß und dient auch als Ventil im Alltag, um Stress abzubauen. Überanstrengung und Hochleistungssport schwächen dagegen das Immunsystem.

Wer sich jeden Tag, auch an grauen Wintertagen, an der frischen Luft in der Natur bewegt und Tageslicht aufnimmt, stärkt die Widerstandskräfte zusätzlich. Nach einer auskurierten Influenza tragen Spaziergänge dazu bei, die körperliche Ausdauer und Belastbarkeit sanft zu trainieren.

Das Lichtspektrum im natürlichen Sonnenlicht ist selbst bei bedecktem Himmel um ein Vielfaches größer als Kunstlicht. Diese Lichtdusche aktiviert Stoffwechselprozesse und tut der Seele gut.

Auch präventiv, um gar nicht erst an einer Grippe zu erkranken, ist maßvolle Bewegung an der frischen Luft förderlich. Der Sauerstoff verhindert in seiner Funktion als natürliches freies Radikal die Vermehrung krankmachender Erreger auf den Schleimhäuten und fördert gleichzeitig die Besiedelung mit den wichtigen aeroben Bakterienstämmen. Frische Luft sorgt für die Befeuchtung der Schleimhäute, wodurch diese widerstandsfähiger gegen das Eindringen von Grippe-Viren und krankmachenden Bakterien werden. Heizungsluft in geschlossenen Räumen hingegen trocknet unsere Schleimhäute aus, wodurch das Immunsystem wiederum geschwächt wird.

 

Wenn Sie akut an der Influenza erkrankt sind, sollten Sie Sport und körperliche Anstrengung jedoch vermeiden und Ihrem Körper so viel Schlaf, Ruhe und Erholung wie möglich schenken. Die Bekämpfung der Viren und die Eindämmung von Entzündungen kosten unseren Organismus viel Energie, die wir durch Vermeidung von körperlicher Betätigung einsparen können.

Fiebersenkende und schmerzstillende Arzneimittel unterdrücken nur die Symptome, nicht aber das Infektionsgeschehen und die Immunreaktionen – daher kann eine Linderung der Beschwerden durch Medikamente uns dazu verleiten, rasch wieder in den Alltag und womöglich an die Arbeit zurückzukehren. Die Folgen sind jedoch tückisch: Eine Verschleppung der Grippe, wochen- bis monatelange körperliche und psychische Erschöpfung, erhöhte Infektanfälligkeit oder schwelende Entzündungsprozesse sind Nährboden für eine chronische Immunschwäche und die Entstehung von Folgekrankheiten. Auch das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) wird mit einer verschleppten Grippe in Verbindung gebracht.

 

Selbst wenn Sie Ihre Grippe auskuriert haben und auf dem Weg der Besserung sind, sollten Sie mit Sport und körperlicher Betätigung noch warten. Die Erkrankung hat dem Körper viel Kraft gekostet. Das Immunsystem ist geschwächt, Zellen und Mitochondrien wurden geschädigt, die Zellregeneration steht im Vordergrund, und der Organismus ist noch nicht in der Lage, die gewohnte Leistungsfähigkeit an den Tag zu legen. Trainieren Sie Ihre Ausdauer und Belastbarkeit langsam, anfangs mit regelmäßigen Spaziergängen, später mit straffem Gehen oder Nordic Walking, Wandern, Schwimmen, Radfahren – was auch immer Ihnen Freude macht und Sie nicht über Ihre Belastungsgrenze bringt. Atemnot bei körperlicher Belastung kann noch wochenlang auftreten und kann Ihnen signalisieren, dass Ihr Körper sich nach der Influenza noch nicht vollständig regeneriert hat.

Wenn die Atemnot ungewöhnlich lange auftritt oder mit Herzrasen, Engegefühl und Schmerzen in der Brust und ähnlichen Beschwerden einhergeht, lassen Sie sich ärztlich untersuchen, um eine eventuelle Myokarditis oder schwelende Lungenentzündung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

 

 

Verzicht auf Rauchen und Alkohol

Dass Nikotin und Alkohol schädlich für die Gesundheit sind und überall im Körper Störungen anrichten können, ist weitreichend bekannt.

Alkoholmissbrauch ist ein Auslöser für viele Erkrankungen. Unter dem Einfluss von Alkohol wird die Leistungsfähigkeit der Monozyten drastisch herabgesetzt, wodurch eingedrungene Krankheitserreger nur unzureichend eingedämmt werden können.40

Nikotin schwächt ebenso die Abwehrkräfte und macht den Körper anfälliger für (Grippe-) Viren und bakterielle Infektionen. Die Substanz stört die Funktion der Zytokine, das sind Botenstoffe, die für die Zellkommunikation zuständig sind und eine wichtige Aufgabe bei der Bekämpfung von Entzündungsprozessen haben.

Während der akuten Erkrankungsphase bei der Influenza versteht es sich von selbst, dass Alkohol und Nikotin tabu sein sollten.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Unser Buch-Tipp, um langfristig mit Stress und Herausforderungen gelassener umzugehen und die Infektanfälligkeit dadurch zu senken:


 

Stärkung der psychischen Widerstandskräfte: Resilienz

Resilienz zu trainieren und damit dem Stress keine Macht mehr im Leben zu geben, dient unserer Gesundheit in jeder Hinsicht. Besonders wenn Sie leicht zu Atemwegsinfekten neigen, lohnt es sich, sich mehr Gelassenheit und Strategien im Umgang mit Stress anzueignen.

Vermeiden Sie nach einer Grippeerkrankung unbedingt, sofort wieder all Ihre Aufgaben und Verpflichtungen aufzunehmen, gönnen Sie sich noch Ruhe und vermeiden Sie Stress und Hektik, um Ihren Genesungsprozess nicht zu stören.

 

Ihre Resilienz stärken Sie am besten mit:

  • Lebensfreude und Humor: Die Fähigkeit, das Leben leicht zu nehmen und von Herzen lachen zu können, kann uns helfen, auch in schwierigen Zeiten zuversichtlich zu sein. Dadurch können wir leichter neue Perspektiven und Lösungsmöglichkeiten erkennen und bleiben handlungsfähig.
  • Dankbarkeit: Dankbarkeit lenkt unseren Blick auf die vielen Momente, Menschen und Umstände, auf das, was uns gut tut und positive Gefühle in uns auslöst und stellt wieder ein inneres Gleichgewicht her. Sie macht es uns leichter, das Leben optimistisch zu betrachten, wenn wir uns bewusst machen, wieviel Gutes unseren Tag und unser Leben bereichert.
  • soziale Kontakte: Umarmungen, menschliche Nähe und vertrauensvolle Gespräche sind wichtig für unser psychisches und körperliches Wohlbefinden. Berührungen und Umarmungen bewirken ein deutliches Absinken des Cortisolspiegels im Blut41 und fördern das Selbstwertgefühl.42 Ein niedriger Blutspiegel an Stresshormonen ist Voraussetzung für ein gut funktionierendes Immunsystem.
  • Reduzierung von Stress: Stress ist an allen Krankheitsprozessen und degenerativen Prozessen beteiligt. Auch auf das Immunsystem hat Stress schädliche Auswirkungen.43 Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen, die andauerndem Stress ausgesetzt sind, signifikant häufiger unter chronischen Entzündungen oder Autoimmunkrankheiten leiden.44

 

Auch wenn sich Stress im Alltag oft nicht vermeiden lässt, in erster Linie ist er eine Reaktion von uns selbst auf äußere Umstände.

Nehmen Sie sich täglich Auszeiten für sich selbst, um wieder zur Ruhe zu kommen. Das kann eine Tasse Tee sein, ein Spaziergang um den Block oder ein Telefonat mit einem lieben Menschen. Auch bestimmte Atemtechniken helfen uns innerhalb von Minuten, wieder zu innerer Ruhe und Gelassenheit zu finden.

Versuchen Sie, Ihre Einstellung gegenüber den stressauslösenden Situationen zu verändern und überlegen Sie sich neue Handlungsalternativen. Lesen Sie Bücher über Stressmanagement, besuchen Sie einen Achtsamkeitskurs, trainieren Sie Ihre Schlagfertigkeit mit Hilfe von Rhetoriktechniken – je nachdem, welche Schwachstelle Sie bei sich selbst identifiziert haben, die Sie immer wieder in Stressreaktionen versetzt.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Wenn Sie sich mit Atemtechniken näher beschäftigen und dadurch mehr Gelassenheit erreichen und Ihrer Gesundheit Gutes tun möchten, empfehlen wir Ihnen dieses Buch:


 

Ausflug in die Wissenschaft

Ausflug in die Psychoneuroimmunologie und Psychoendokrinologie

Die Psychoneuroimmunologie befasst sich mit dem Zusammenwirken von psychischen Einflüssen auf das Immun- und Nervensystem, die Psychoendokrinologie mit dem Zusammenspiel von Psyche, Hormon- und Immunsystem.

Als im Labor nachweisbar war, dass Emotionen im Körper biochemische Reaktionen auslösen, erlebte die Psychoneuroimmunologie einen Durchbruch, der Zusammenhang von Stress auf das Immunsystem wurde nachweisbar.45 Probanden sollten ihre Gefühls- und Stimmungslage protokollieren und gleichzeitig ihren Urin sammeln. Dabei stellte sich heraus, dass Phasen emotionaler Belastung mit einem Anstieg von Entzündungsmarkern einhergingen.

Die Forschungen haben seither immer mehr nachweisen können, dass Gedanken und Gefühle einen direkten Einfluss auf unser Immunsystem haben.46 Insbesondere negative Emotionen wie lange Phasen der Trauer, Angst, Hilflosigkeit oder Groll ebenso wie Stress und andauernde psychische Belastungen schwächen unser Abwehrsystem und begünstigen die Entstehung bzw. Verschlimmerung von Krankheiten. Stress setzt die Anzahl und Funktionsfähigkeit von Abwehrzellen herab und erhöht die Infektanfälligkeit.

Neue Kräfte tankenEntspannungstechniken und guter Schlaf

Es gibt zahlreiche Methoden, die, regelmäßig praktiziert, zu einer nachhaltigen Entspannung auf körperlicher und psychischer Ebene beitragen, die Abwehrkräfte stärken, den Schlaf verbessern und die Lebensqualität insgesamt erhöhen.

  • Meditation (lat. meditari = nachdenken, nachsinnen, die Mitte finden) ist eine spirituelle Praxis, die in vielen Religionen und Kulturen bekannt ist und sich leicht in den Alltag integrieren lässt. Verschiedene Wahrnehmungs-, Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen helfen, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, die eigene Mitte wieder zu spüren und Kraftressourcen in sich zu entdecken.
  • Autogenes Training verbessert mittels autosuggestiver Übungen die Fähigkeit, sich selbst besser entspannen zu können. Über bewusste Konzentration auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers wird ein Zustand tiefer innerer Entspannung, Ruhe und Ausgeglichenheit erzeugt.
  • Yoga: Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Vereinigung, Integration“ als auch „Anspannen“. Der Ursprung des Yoga liegt in Indien und ist eine philosophische Lehre, die eine Vielzahl geistiger und körperlicher Übungen bzw. Praktiken, Atemübungen und Meditationstechniken umfasst. Ziel ist es Körper und Seele auf dem Weg der Selbsterkenntnis wieder in Einklang zu bringen. Yoga hat bei uns im Westen weite Verbreitung gefunden, da das regelmäßige Praktizieren nachweislich einige positive Effekte sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit hat.
  • Schlaf & Schlafhygiene: Im Schlaf erholt und regeneriert sich der Körper, die Zellerneuerung läuft auf Hochtouren, der Geist kommt zur Ruhe, und wir verarbeiten die Erlebnisse des Tages. Ein chronischer Schlafmangel verursacht im Körper ähnliche Beschwerden wie langanhaltender Stress, da der Körper vermehrt Stresshormone ausschüttet. Ausreichend Schlaf hat daher auch wesentlich Einfluss auf die Zellregeneration und unsere Abwehrkräfte. Unser Immunsystem ist in der Nacht besonders aktiv. Besonders wenn Sie an akuten Grippesymptomen leiden, sollten Sie dafür sorgen, dass Sie viel schlafen können, denn dann können die Abwehrprozesse ungestört ablaufen und die Grippe-Viren bekämpft werden.

Förderlich für einen gesunden Schlaf sind der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke, leicht verdauliche Kost am Abend, ein Spaziergang an der frischen Luft, Lesen oder Musikhören, statt die Zeit am Computer oder Fernseher zu verbringen (das blaue Licht stört die Bildung des Schlafhormons Melatonin), störende Gedanken aufschreiben, um den Geist zur Ruhe zu bringen und vor dem Schlafengehen für gedimmtes Licht und eine angenehm kühle Temperatur im Schlafzimmer sorgen.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Schlafen Sie sich gesund – in diesem Buch sind viele alltagstaugliche  Möglichkeiten aufgeführt, wie Sie in einer Welt der Reizüberflutung und der vielfältigen Belastungen zur Ruhe kommen und Ihrem Organismus helfen, seine Regenerationsfähigkeit zu erhalten und sich gegen Belastungen besser abschirmen zu können.


 

Ausreichend Trinken

Die Empfehlung, täglich ausreichend stilles Wasser zu trinken, ist grundsätzlich für jeden Menschen bedeutsam, da Wasser mehr als zwei Drittel unseres Körpers ausmacht.

Wasser ermöglicht unseren Stoffwechsel und ist Lösungs- und Transportmittel für Nährstoffe und andere Substanzen und Hauptbestandteil des Blutserums und der Lymphflüssigkeit, die es unseren Abwehrzellen ermöglichen, im gesamten Organismus zu zirkulieren.

Zudem werden die Schleimhäute befeuchtet, wodurch die Barriere gegen das Eindringen von Krankheitserregern verstärkt wird.

Wasser führt den Zellen Nährstoffe und Salze zu, sorgt für die Ausscheidung von Stoffwechselabfällen und Giftstoffen und reguliert die Körpertemperatur über die Schweißproduktion. Eine ausreichende Trinkmenge fördert die gesunde Nierenfunktion, stabilisiert den Kreislauf und verbessert die Durchblutung.

Wenn Sie an Influenza erkrankt sind, ist das Trinken besonders wichtig. Zum einen braucht der Körper bei Fieber mehr Flüssigkeit, zum anderen ist es ein natürliches Bedürfnis des Körpers, während eines (fieberhaften) Infekts zu fasten. Der fehlende Appetit, oft auch Übelkeit und große Abgeschlagenheit signalisieren uns, dass der Organismus jetzt Ruhe braucht und Energie einsparen will – Verdauungsarbeit kostet jedoch viel Energie.

Folgen Sie den Impulsen, die Ihr Körper Ihnen schickt, und trinken Sie viel stilles Wasser und Kräutertees.

 

Konventionelle Therapie

Das-Wichtigste-in-Kürze

Konventionelle Therapie in der Übersicht

  • Die Behandlung erfolgt meist symptomatisch und zielt auf die Linderung der Hauptbeschwerden.
  • Bakterielle Infekte werden mit Antibiotika behandelt. Breitbandantibiotika werden eingesetzt, wenn mehrere Bakterienarten an einer Infektion beteiligt sind, oder um eine Superinfektion zu vermeiden.
  • Antivirale Wirkstoffe kommen meist nur bei schweren Verlaufsformen zum Einsatz.
  • Fieber ist ein natürlicher Mechanismus der Immunabwehr und sollte daher nur in besonderen Fällen gesenkt werden.
  • Hygienemaßnahmen sind zur Vermeidung von Ansteckung sinnvoll, bei besonders gefährdeten Personen können sie lebenswichtig sein.
  • Nutzen und Risiko sollten vor der Durchführung einer Schutzimpfung sorgfältig abgeklärt werden.

Der konventionelle Therapieansatz ist meist symptomatisch ausgerichtet. Das heißt, dass die (Begleit-)Symptome der Influenza medikamentös gelindert werden oder, im Fall einer bakteriellen Sekundärinfektion, ein Antibiotikum verabreicht wird. Ziel der Therapie ist, das akute Infektionsgeschehen zu stoppen oder zumindest ein weiteres Ausbreiten zu verhindern.

 

Da Grippe-Viren die Ursache der Infektion sind, sind Antibiotika wirkungslos. Wenn die Symptome, meist Kopf- und Gliederschmerzen und hohes Fieber, besonders ausgeprägt sind, kommen Schmerzmittel oder fiebersenkende Medikamente zum Einsatz (z. B. Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Paracetamol).

Auch schleimlösender Hustensaft oder abschwellende Nasentropfen zählen zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln bei einer Influenza.

Wenn der Husten trocken ist und der andauernde Hustenreiz den Patienten quält und nicht zur Ruhe kommen lässt, kann auch ein codeinhaltiges Medikament sinnvoll sein.

 

Bei besonders schweren Verlaufsformen oder bei Risikopatienten ist ein stationärer Aufenthalt oft unvermeidbar. Bei entsprechenden Vorerkrankungen oder einer unkontrollierten Ausbreitung der Viren im Körper können antivirale Arzneimittel (Virostatika) zum Einsatz kommen. Neuraminidase-Hemmer, M2-Membranproteinhemmer und Endonuklease-Hemmer zählen zu den Wirkstoffen, die bei Grippe-Viren zum Einsatz kommen. Aufgrund Ihrer häufigen und zum Teil auch schweren Nebenwirkungen ist der Einsatz dieser Arzneimittel meist schweren Krankheitsverläufen und Risikopatienten vorbehalten.

 

Wenn zur Grippe eine bakterielle Infektion (eitrige Mandelentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung) hinzukommt, werden Antibiotika verordnet. Diese können gezielt mit einem engen Wirkspektrum gegen den jeweiligen Bakterienstamm eingesetzt werden. Ein Breitbandantibiotikum kommt zum Einsatz, wenn mehrere Bakterienarten ursächlich sind, oder auch, um bei einer viralen Erkrankung eine bakterielle Superinfektion zu vermeiden.

 

All diese Medikamente sollten nach Möglichkeit nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden, da sie oft erhebliche Nebenwirkungen haben, zu Leberschädigungen führen können und die Darmflora stören.

 

Fieber ist eine wichtige Funktion im Abwehrprozess. Durch Erhöhung der Körperkerntemperatur werden der Stoffwechsel und die Vermehrung vieler Krankheitserreger gehemmt. Zugleich werden bestimmte Proteine und Enzyme in unserem Immunsystem aktiviert, die bei einer niedrigeren Körpertemperatur inaktiv bleiben. Somit wird die Abwehrkraft unseres Körpers erhöht, wenn die Anzahl der Erreger allein durch die in Blut und Lymphe patrouillierenden Abwehrzellen nicht mehr bekämpft werden kann.

Bei der Grippe sollte, allein aufgrund der Gefahr von Sekundärinfektionen, das Fieber nur dann gesenkt werden, wenn Lebensgefahr besteht oder der Patient mit Fieberkrampf o. ä. reagiert.

Ausflug in die Wissenschaft

Fieber ist keine Krankheit, sondern ein Mechanismus zur effektiven Infektbekämpfung

Zahlreiche Untersuchungen wurden zur Entstehung und dem Nutzen des Fiebers durchgeführt. Man geht davon aus, dass die Erhöhung der Körpertemperatur aufgrund von Fieberstoffen (Pyrogene), die Bestandteile von pathogenen Mikroorganismen sind, ausgelöst wird, und zugleich einen vom Immunsystem ausgelösten Abwehrmechanismus darstellt.

Aktuellere Forschungen haben ergeben, dass das Fieber die Produktion eines Hitzeschockproteins in T-Lymphozyten, das Hsp90, anregt, welches bei normaler Körpertemperatur nicht gebildet wird. Andere Untersuchungen beschäftigen sich mit der Funktion der Hitzeschockproteine in der Bekämpfung von Krebszellen oder Autoimmunkrankheiten.

Durch die Aktivierung dieser Proteine wird die Leistungsfähigkeit der Lymphozyten verstärkt, ja vielleicht ihre Abwehrfunktion sogar erst ermöglicht. In einem Versuch mit Mäusen wurde beobachtet, dass die Tiere schneller an Infektionen starben, wenn die Produktion des Hsp90-Proteins unterdrückt wurde.47

Zur Vermeidung von Ansteckung sind als Hygienemaßnahmen bei gesunden Menschen, die keiner Risikogruppe angehören, Händewaschen mit Seife und normale Körperpflege ausreichend.

Bei immunsuppressiven Patienten, deren Abwehrsystem unterdrückt wird (z. B. schwere Autoimmunerkrankungen, nach Transplantationen) sollte jedoch auf eine strenge Hygiene und Händedesinfektion geachtet werden.

 

Zu den Hygienemaßnahmen zählen

  • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes
  • Abstand halten zu Risikopatienten
  • Husten und Niesen in die Ellenbeuge
  • häufiges Händewaschen, bei Risikogruppen auch Händedesinfektion
  • Verwendung von Einmaltaschentüchern

 

Zur Grippeprävention werden Schutzimpfungen angeboten, die jährlich aufgefrischt werden sollten. Auch eine Pneumokokken-Impfung wird vom Robert Koch-Institut (RKI) empfohlen, da eine der gefährlichsten Komplikationen der Grippeerkrankung die durch Pneumokokken verursachte Lungenentzündung darstellt. Aufgrund der darin enthaltenen Adjuvantien, die in Verdacht stehen, Allergien auszulösen und zum Teil schwere Nebenwirkungen verursachen können (teils erst Jahre später) sollte eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung jeder Impfung vorangehen. Das setzt eine umfangreiche Anamnese und Abklärung von Vorerkrankungen, Allergieneigung bzw. familiärer Vorbelastung sowie eine Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen voraus. Lesen Sie die Packungsbeilage wie vor der Einnahme jedes anderen Arzneimittels.

Ganzheitliche Therapie

Das-Wichtigste-in-Kürze

Ganzheitliche Therapie in der Übersicht

  • Pflanzliche Antibiotika haben antivirale und antibiotische Wirkstoffe und aktivieren das Immunsystem.
  • Kurzzeitiges Fasten entlastet den Organismus, regt Entgiftungs- und Ausscheidungsprozesse an und verbessert die Abwehrsituation.
  • Schüssler-Salze: Die „Heiße Sieben“ kann die Symptome in der Anfangsphase der Grippe sowie Kopf- und Gliederschmerzen lindern.
  • Hausmittel zur Fiebersenkung und zur Linderung von Halsschmerzen und Husten: Waden-, Hals- und Brustwickel, Einläufe, kalte Abwaschungen, Erkältungsbäder, Inhalation
  • Pflanzenheilkunde: Kräutertees zur Linderung von Husten, Schnupfen und Halsschmerzen, zur Anregung der Immunabwehr und Fiebersenkung
  • Darmsanierung ist die Grundlage einer immunstärkenden Therapie und sollte nach der Einnahme von Antibiotika durchgeführt werden, um das gestörte Darm-Mikrobiom wieder in die Balance zu bringen.
  • Sauna, Wechselduschen und Kneipp-Anwendungen trainieren die Abwehrkräfte, regen die Durchblutung an und beugen einer Grippe-Erkrankung vor.
  • Vitamin C-Infusionen zur Verbesserung der Immunabwehr, Anregung der Antikörperproduktion und Bekämpfung von Viren
  • Entsäuerung und Entgiftung als Basis für einen gesunden Organismus

Bei akuter Grippeerkrankung

  • Pflanzliche Antibiotika

Die antibiotische Wirkung von Pflanzen wie Kapuzinerkresse, Meerrettich oder Knoblauch bei Atemwegsinfekten wurde mehrfach belegt. Die darin enthaltenen Senföle hemmen die Vermehrung von Erregern und töten sie ab. Sogar bei viralen Erkrankungen wie der Grippe trägt die Aktivierung des Immunsystems durch pflanzliche Antibiotika zu einem rascheren Abklingen der Infektion bei.48,49 Im Gegensatz zu synthetischen Antibiotika wird unsere Darmflora nicht geschädigt. Die in den Pflanzen enthaltenen Wirkstoffe fördern zudem Heilungs- und Entgiftungsprozesse und versorgen den Körper mit Mikronährstoffen.50

Bei einer schweren bakteriellen Infektion sollte jedoch Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden, ob ein pflanzliches Antibiotikum zur Behandlung ausreicht.

 

  • Kurzzeit-Fasten

Fasten während eines fieberhaften Infekts und insbesondere während einer Grippeerkrankung ist ein natürliches Bedürfnis unseres Organismus. Die Energie, die durch die Verdauungsarbeit eingespart wird, kann verstärkt in die Abwehrprozesse fließen und den weiteren Krankheitsverlauf verkürzen und positiv beeinflussen. Untersuchungen und die Erfahrung von vielen Therapeuten aus der Praxis zeigen den positiven Effekt von kurzfristigem (z. B. einwöchigem) Heilfasten auf die Leistungsfähigkeit des Immunsystems und den weiteren Krankheitsverlauf bei viralen Infekten. Der Organismus wird entlastet, Entgiftungs- und Ausscheidungsprozesse werden angeregt und unterstützt.51,52  Im Anschluss an eine Heilfastenperiode ist eine Darmsanierung sinnvoll.

 

  • Schüssler-Salze: „Heiße Sieben“

Diese Anwendungsform der Schüssler-Salze ist weit verbreitet.

10 Tabletten des Schüssler-Salzes Nr. 7, Magnesium phosphoricum D6, wird in heißem Wasser aufgelöst und dann langsam schluckweise getrunken. Auf diese Weise kann das Salz rascher seine Wirkung entfalten und besonders in der Anfangsphase der Grippe sowie bei Kopf- und Gliederschmerzen rasch Linderung verschaffen.

Es empfiehlt sich 3-4mal täglich die Einnahme der „heißen Sieben“ zu wiederholen, bis eine Erleichterung der Beschwerden eintritt.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Für die Hausapotheke und bei Bedarf gleich anwendbar: Magnesium phosphoricum kann bei Kopf- und Muskelschmerzen, grippalem Infekt und vielen weiteren Beschwerden auf sanfte Weise helfen:


  • Fieber senken und akute Beschwerden lindern mit Hilfe von Hausmitteln

Um hohes Fieber ohne Medikamente zu senken, gibt es mehrere Hausmittel, die sich vielfach bewährt haben. Da die Fiebersenkung für den Kreislauf belastend sein kann, sollte der Patient nach der Anwendung unbedingt ruhen.

    • Wadenwickel: Wadenwickel sollten erst durchgeführt werden, wenn der Fieberanstieg vorüber ist, was Sie daran feststellen können, dass Frösteln bzw. Schüttelfrost vorbei und der ganze Körper gleichmäßig warm ist.
    • Den Körper kühl abwaschen: Eine weitere natürliche Methode zur Fiebersenkung ist, den Körper mit lauwarmem bis leicht kühlem Wasser mehrmals abzuwaschen, danach den Körper wieder abtrocknen und Bettruhe halten.
    • Einlauf: Vor allem bei Säuglingen und (Klein-) Kindern kann ein Einlauf rasch das Fieber senken. Mit einer Klistierspritze (bei Babys und Kleinkindern) oder einem Irrigator wird eine kleine Menge lauwarmes Wasser, etwa 30° C, über den After in den Enddarm eingebracht und der Unterkörper hochgelagert, um das Wasser so lang wie möglich im Darm zu belassen. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollten nicht mehr als 100-200 ml Wasser für den Einlauf verwendet werden, bei größeren Kindern maximal 500 ml. Bei Erwachsenen kann die Wassermenge auch höher sein.
    • Erkältungsbad: Die Wassertemperatur sollte nicht höher als 38-39°C sein, wählen Sie die Temperatur, die Ihnen angenehm ist. Kräuterzusätze und ätherische Öle unterstützen die heilsame Wirkung des Bads zusätzlich. Das warme Wasser erhöht die Körpertemperatur wie bei leichtem Fieber, wodurch Abwehrprozesse aktiviert und verstärkt werden. Die Wärme entspannt die Muskulatur und lindert Muskelschmerzen, der Wasserdampf und die ätherischen Öle regen die Schleimhäute der oberen Atemwege an, sich zu reinigen und zähen Schleim zu verflüssigen.
    • Brust- und Halswickel: Feucht-heiße Umschläge auf dem Brustkorb oder dem Hals fördern die Durchblutung der Schleimhäute, wodurch vermehrt Abwehrzellen in die betroffene Köperregion gelangen und die Bekämpfung von Viren und Bakterien unterstützt wird. Wickel erleichtern das Abhusten von Schleim und lindern Schwellungen. Eine Alternative sind Kartoffelwickel: Dazu werden Kartoffeln gekocht, noch heiß in ein Küchentuch gewickelt, leicht zerdrückt und um den Hals oder auf den Brustkorb gelegt. Bitte legen Sie den Wickel erst auf, wenn er sich nicht mehr zu heiß auf Ihrer Haut anfühlt. Wickel können so lange angewendet werden, wie Sie es als angenehm empfinden.
    • Inhalieren: Die Inhalation von heißem Wasserdampf regt die Durchblutung und Reinigung der Schleimhäute an, zäher Schleim verflüssigt sich und kann leichter abfließen, die oberen Atemwege werden befreit, quälender Hustenreiz gelindert. Sie können dem heißen Wasser noch Salz oder einige Tropfen eines ätherischen Öls (Lavendel, Thymian, Minze) hinzufügen, um die Heilwirkung noch zu verstärken.

Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Ein Inhalator sollte in keinem Haushalt fehlen. Bei Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Heiserkeit können Sie mit Hilfe von etwas heißem Wasser und dem Zusatz von Salz oder ätherischen Ölen Ihr Immunsystem unterstützen und die Selbstheilungskräfte anregen.


 

Anwendung von Wadenwickeln und Brust- bzw. Halswickeln

Wadenwickel

  • Sie brauchen: zwei Baumwolltücher (Gästehandtücher oder Geschirrtücher), eine Decke oder ein großes Handtuch
  • Legen Sie die Decke oder das Handtuch unter die Beine, damit die Matratze nicht nass wird.
  • Befeuchten Sie die Baumwolltücher mit lauwarmem bis kühlem Wasser und wickeln Sie um jede Wade eines der Tücher.
  • Lassen Sie die Wickel so lange wirken, bis diese körperwarm geworden sind. Meist dauert dies ca. 10 Minuten.
  • Tauchen Sie danach die Baumwolltücher erneut in das kühle Wasser, drücken Sie sie gut aus und erneuern Sie den Wickel.
  • Wiederholen Sie den Vorgang so oft, bis das Fieber etwas gesunken ist.
  • Körperliche Ruhe während und nach der Anwendung von Wadenwickeln ist sehr wichtig.

 

Brust- und Halswickel

  • Sie benötigen: einen dicken Schal, ein dünnes Baumwolltuch und ein kleines Handtuch, ggf. eine Wärmflasche.
  • Erwärmen Sie etwa einen halben Liter Wasser für den Wickel auf maximal 50-60°C.
  • Zu Verstärkung der Wirkung können Sie dem Wasser einen halben Teelöffel Basensalz und einige Tropfen Thymian- oder Lavendelöl zufügen.
  •  Auch das Wasser für die Wärmflasche sollte diese Temperatur nicht übersteigen, um eine Verbrühung zu vermeiden. Die Wärmflasche sollte flach mit dem Wasser befüllt werden.
  • Tauchen Sie das Baumwolltuch in das warme (Basen-)Wasser, drücken Sie es gut aus und legen Sie es auf den Brustkorb oder um den Hals, je nach Ihren Hauptbeschwerden.
  • Wickeln Sie den Schal um die Stelle, auf der der Wickel liegt und legen Sie ggf. auch die Wärmflasche auf. Die Wärme sollte sich angenehm, aber nicht zu heiß anfühlen auf der Haut.
  • Legen Sie sich während der Anwendung des Wickels hin, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, und decken Sie sich gut zu.
  • Den Wickel können Sie so lange anwenden, wie es Ihnen guttut, und die Anwendung mehrmals täglich wiederholen.

Pflanzenheilkunde

  • Vitamin C-reiche Pflanzen wie Hagebutten oder die Camu-Camu-Beere können als Pulver eingenommen oder als Tee zubereitet werden. Sie enthalten zudem viele sekundäre Pflanzenstoffe, die die Wirkung des Vitamin C auf natürliche Weise unterstützen.
  • Die Zistrose hat antiinfektiöse, antibakterielle und antivirale Wirkstoffe und hindert die Grippe-Viren an ihrer Ausbreitung. Auch einer bakteriellen Sekundärinfektion kann die Zistrose entgegenwirken.
  • Thymian, Spitzwegerich oder Malvenblüten und -blätter sind wirksame Kräuter bei Husten und Reizung der Atemwege. Thymian verfügt darüber hinaus über antibakterielle Eigenschaften und verhindert, dass sich eingedrungene Krankheitserreger vermehren können.53
  • Salbeitee hat sich bewährt bei Halsschmerzen, geschwollenen Rachenmandeln und Schluckbeschwerden. Seine entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften zeigen rasche Wirkung, wenn Sie den Tee nicht nur trinken, sondern auch gurgeln.54
  • Holunderblüten- oder Lindenblütentee haben eine schweißtreibende und fiebersenkende Wirkung.

Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Die Zistrose zählt zu den wichtigsten Arzneipflanzen, wenn es um grippale Infekte geht. In den Blättern und Blüten sind viele sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Catechine und Flavonoide enthalten, die die Zellen vor Virenbefall schützen, die Vermehrung der Viren hemmen und Entzündungen entgegenwirken.


 

Zur Unterstützung des Genesungsprozesses und Prävention einer (erneuten) Grippeerkrankung

  • Darmsanierung

Da etwa 80% des Immunsystems im Darm sitzen, ist eine gesunde Darmschleimhaut und eine intakte Darmflora Grundlage zur Vorbeugung einer erneuten Grippeinfektion oder eines langwierigen Genesungsprozesses. Wenn Sie aufgrund einer bakteriellen Superinfektion mit Antibiotika behandelt wurden, ist die anschließende Darmsanierung umso wichtiger, um das gestörte Darm-Mikrobiom wieder in die Balance zu bringen.

Die Darmsanierung besteht aus einer Darmreinigung und dem Wiederaufbau der Darmflora. Durch die Sanierung der Darmflora wird die Darmbarriere gestärkt, ihre Schutzfunktion reaktiviert sowie das Immunsystem mobilisiert. Außerdem ist eine gesunde Darmflora wichtig für die optimale Aufspaltung und Verwertung der Nährstoffe.

Entscheidend für einen erfolgreichen Aufbau der Darmflora ist die Qualität der verwendeten Bakterienstämme, deren Vermehrung im Darm und die Resistenz gegen die Magensäure sowie den Gallensaft. Eine gezielte Zufuhr von Probiotika (lebende Mikroorganismen) wirkt sich positiv auf das Darmmilieu aus. Begleitende Maßnahmen wie eine darmgesunde Ernährung unterstützen die Darmsanierung zusätzlich.

Besprechen Sie mit Ihrem Therapeuten nach einer Stuhlanalyse, welche Probiotika in Ihrem Fall substituiert werden sollten.

Probiotische Lebensmittel unterstützen darüber hinaus die Darmsanierung und pflegen Ihre Darmflora.

Mikrobiologische Therapie

Eine Störung in der Zusammensetzung des Mikrobioms (Dysbiose) ist eine der Hauptursachen für geschwächte Abwehrkräfte.
Eine mikrobiologische Therapie (Symbioselenkung) setzt lebende oder abgetötete Bakterien ein, die keine krankheitserregenden Eigenschaften besitzen. Diese sollen einerseits immunstimulierend wirken, indem sie verschiedene Abwehrmechanismen aktivieren und somit zunehmend zu einer Normalisierung der natürlichen Abwehrkräfte beitragen. Auch überschießende Immunreaktionen sollen dadurch eingedämmt werden. Andererseits soll die Verabreichung lebender Bakterienkulturen bestehende Defizite in der Darmflora ausgleichen. Häufig sind die Milchsäurebakterien, die vorrangig im Dünndarm angesiedelt sind, in zu geringer Anzahl vorhanden.

  • Sauna, Wechselduschen und Kneipp-Anwendungen

Der Kälte-Wärme-Reiz bei Wechselduschen und Saunagängen wirkt sich positiv auf die Abwehrkräfte aus. Durch die Temperaturwechsel und das vermehrte Schwitzen werden Giftstoffe ausgeschieden, Stoffwechselprozesse angeregt und die Durchblutung verstärkt.

Die verbesserte Durchblutung der Schleimhäute erhöht die Sekretabsonderung, womit die Ausscheidung von Krankheitserregern verstärkt wird.

Am Anfang ist es empfehlenswert, mit Sauna-Arten zu beginnen, deren Temperatur 70°C nicht übersteigt oder bei höheren Temperaturen den Saunagang kurz zu halten. Bei bereits bestehenden Blutdruck- oder Venenerkrankungen sollten Sie Ihren Arzt konsultieren und eventuelle Vorsichtsmaßnahmen erfragen.

Bei einem beginnenden Infekt, bei Fieber oder gar bei einer Grippeerkrankung sollten Sie das Saunieren unterlassen, um den Organismus nicht noch mehr zu belasten.55

Eine weitere Möglichkeit sind Kneipp-Anwendungen, die der bayerische Pfarrer Sebastian Kneipp vor über 170 Jahren als Kaltwassertherapie entdeckt und bekannt gemacht hat.

Wenn Sie keine Kneipp-Anlage, einen geeigneten Bach oder ein knietiefes Wasserbecken in Ihrer Nähe haben, gibt es einige Möglichkeiten, Kneipp-Anwendungen auch zuhause durchzuführen.

Für alle Anwendungen gilt: Sie sollten sowohl während der Anwendung als auch danach nicht frieren und sie während einer fieberhaften Erkrankung nicht durchführen.

Praktische Beispiele für Kälte-Wärme-Anwendungen zuhause sind:

    • Kalte Güsse am Morgen: Duschen Sie zunächst etwa 3 Minuten warm. Halten Sie die Brause dann weg von Ihrem Körper und brausen Sie die Beine und Arme von herzfern nach herznah mit kaltem Wasser ab: Zuerst das rechte Bein auf der Außenseite von unten nach oben bis zur Hüfte abbrausen, danach den Strahl auf der Innenseite wieder nach unten führen. Dann das linke Bein auf die gleiche Weise kalt abduschen. Alternativ können Sie – bei Zeitmangel – auch nur Armgüsse durchführen: Beginnen Sie mit der Außenseite des rechten Arms, führen Sie den kalten Wasserstrahl nach oben bis zur Schulter und danach an der Innenseite des rechten Arms wieder nach unten bis zur Hand. Wiederholen Sie den Vorgang auf der linken Seite.
    • Kalte Fußbäder: Füllen Sie einen Eimer oder eine Wanne maximal kniehoch mit kaltem Wasser und tauchen Sie abwechselnd die Füße bis zu den Unterschenkeln in das kalte Wasser. Wiederholen Sie den Vorgang auf beiden Seiten 5-10-mal. Wenn Sie möchten, können Sie zwischendurch die Beine auch warm abbrausen, um den Wärmereiz zu verstärken. Trocknen Sie zum Abschluss die Beine ab und ziehen Sie warme Socken an.
    • Wechselduschen: Beginnen Sie mit einer angenehm warmen Temperatur und duschen sie Ihren ganzen Körper damit ab. Stellen Sie danach die Wassertemperatur auf kühl bis kalt und beginnen Sie, die Brause vom rechten Fuß aufsteigend an der Außenseite des Beins bis zur Hüfte hinaufzuführen, an der Innenseite des Oberschenkels dann wieder hinab bis zum Fuß. Danach folgt das linke Bein, dann der rechte Arm und schließlich der linke Arm. Wem das noch nicht ausreicht, kann zum Abschluss den kalten Wasserstrahl langsam von den Beinen aufwärts über die Vorderseite und die Rückseite des Oberkörpers führen.

 

  • Vitamin-C-Infusionen

Hochdosierte Vitamin-C-Infusionen können bei immungeschwächten Patienten die Abwehrbarrieren stärken, die Zahl und Aktivität von Fresszellen erhöhen, Entzündungsprozesse rascher bekämpfen und oxidativen Zellstress signifikant reduzieren.56

In einer Studie wurde beobachtet, dass die Verabreichung von hochdosiertem Vitamin C in Kombination mit Zink die Dauer von Erkältung gegenüber einer Placebogruppe signifikant kürzer war.57 Vitamin C ist eines der stärksten Antioxidantien und tötet in hohen Konzentrationen, die nur bei einer parenteralen Verabreichung erzielt werden, sogar Viren ab58 und kann die Symptome bei viralen Atemwegsinfekten wie der Influenza lindern bzw. sogar der Erkrankung vorbeugen.59

 

  • Entsäuerung & Entgiftung

„Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles“, dieser Satz soll von dem französischen Mikrobiologen Antoine Béchamp stammen. Er fand heraus, dass Krankheitserreger nur in einem krankheitsfördernden Milieu gedeihen können.

Unser Körper verstoffwechselt alles, was wir essen und trinken, je nach Zusammensetzung der Lebensmittel, zu Säuren oder Basen. Für die Gesundheit wichtig ist eine basenüberschüssige Ernährung.

Stress in Zusammenhang mit einem übersäuerten Organismus führt zu einer Überstimulation des Sympathikus und der erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen, wodurch die Neubildung von Abwehrzellen vermindert wird, die Anfälligkeit für eine Grippeerkrankung steigt. Zudem führt ein Säureüberschuss im Körper zum Abbau von Eiweißen und somit zu einer Reduzierung von Antikörpern und Immunglobulinen.

 

Ein übersäuerter Organismus ist nicht mehr in der Lage adäquat auf Infektionen zu reagieren. Die Säuren schädigen Körpergewebe und verursachen Mikroentzündungen, zur Pufferung verbraucht der Körper Mineralstoffe aus der Nahrung und greift auch körpereigene Mineralstoffspeicher an, welche beispielsweise den Zähnen entzogen werden und diese anfälliger machen für Karies. Langfristig führt Übersäuerung zu zahlreichen Erkrankungen, allen voran Entzündungen, Stoffwechselkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und einer erhöhten Anfälligkeit für Virusinfektionen und schwereren bzw. langwierigeren Krankheitsverläufen.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Wer sich eingehender mit den Auswirkungen von Säuren und Basen auf unseren Organismus beschäftigen möchte, empfehlen wir dieses Buch:

Unser Tipp für Basensalze:


Ebenso werden die enzymatischen Prozesse geschwächt, da Enzyme vor allem ein neutrales bis leicht basisches Milieu benötigen, um reibungslos zu funktionieren. Im übersäuerten Milieu können ihre vielfältigen Funktionen im Stoffwechsel, zur Zersetzung von eingedrungenen Fremdkörpern oder Keimen, als Botenstoffe oder intrazelluläre Transportmittel nicht mehr reibungslos erfüllen.

 

Basenbildende Kost, eine Zufuhr basenbildender Nährstoffe, Reduzierung säurebildender Nahrungsmittel, Durchführung von Basenbädern, Stressreduktion und ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt sorgen langfristig für eine Harmonisierung des Säure-Basen-Haushalts und damit für eine optimale Funktion des Immunsystems.

 

Checkliste

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei einer Influenza

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen so gut wie möglich über Ihre Erkrankung.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei einer Grippe stehen alle Mikronährstoffe im Fokus – eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben für Sie eine Liste empfohlener Mikronährstoffkonzentrate zusammengestellt.
  • Verzehr antibiotischer und antiviraler Lebensmittel: Gemüsesorten wie Meerrettich und Radieschen, Obstsorten wie Beeren und Zitrusfrüchte, Kräuter und Gewürze wie Oregano, Thymian, Pfefferminze, Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Senf etc. unterstützen das Immunsystem bei der Bekämpfung von Krankheitserregern.
  • Bewegung an der frischen Luft trainiert unser Immunsystem und trägt nach überstandener Grippe-Erkrankung dazu bei, dass sich Ihr Körper rasch regenerieren und wieder neue Abwehrkräfte bilden kann.
  • „Lasst Nahrung Eure Medizin sein“ – so lautete der Rat des Hippokrates schon vor etwa 2.500 Jahren. Frisches Obst und Gemüse, probiotische Lebensmittel, pflanzliches Eiweiß, Kräuter und Gewürze und hochwertige Öle sind die Grundbausteine für einen gesunden Körper.
  • Darmsanierung und Pflege des Darm-Mikrobioms sind Grundlage einer jeden Therapie. Gerade bei Infektanfälligkeit, nach einer Grippe-Erkrankung oder Antibiotika-Behandlung ist die Stärkung der Darmflora wichtig – befinden sich doch 80% unseres Immunsystems im Darm.
  • Entgiftung und Entsäuerung: Der französische Mikrobiologe Antoine Béchamp entdeckte bereits vor etwa 150 Jahren, dass Krankheitserreger nur in einem krankheitsfördernden Milieu gedeihen können.
  • Hausmittel wie Brust-, Hals- oder Wadenwickel, Inhalation von heißem Wasserdampf und ätherischen Ölen, Kräutertees, Erkältungsbäder, kurzzeitiges Fasten, pflanzliche Antibiotika oder die „Heiße Sieben“ können bei akuten Grippesymptomen rasch Linderung verschaffen.
  • Kneipp-Anwendungen, Sauna & Co. trainieren unsere Abwehrkräfte, so dass wir der nächsten Grippe-Welle standhalten.

Quellenangaben

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3Polozov IV, Bezrukov L, Gawrisch K, Zimmerberg J. Progressive ordering with decreasing temperature of the phospholipids of influenza virus. Nat Chem Biol. 2008 Apr;4(4):248-55. doi: 10.1038/nchembio.77. Epub 2008 Mar 2. PMID: 18311130.

4W. Sumera, M.Sc. et al.: The micronutrient combination with immune-enhancing effects; Journal of Cellular Medicine and Natural Health; Aug 28, 2020

5Gombart, Adrian F.; Pierre, Adeline; Maggini, Silvia. 2020. „Ein Überblick über Mikronährstoffe und das Immunsystem – Harmonie arbeiten, um das Infektionsrisiko zu verringern “ Nährstoffe 12, Nr. 1: 236.

6Dr. Rath Research Institute: Micronutrients and Immunity; Feb 10, 2015

7Alkhatib A. Antiviral Functional Foods and Exercise Lifestyle Prevention of Coronavirus. Nutrients. 2020 Aug 28;12(9):2633. doi: 10.3390/nu12092633. PMID: 32872374; PMCID: PMC7551447.

8Rennard BO, Ertl RF, Gossman GL, Robbins RA, Rennard SI. Chicken soup inhibits neutrophil chemotaxis in vitro. Chest. 2000 Oct;118(4):1150-7. doi: 10.1378/chest.118.4.1150. PMID: 11035691.

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13Dueñas M, Muñoz-González I, Cueva C, et al. A survey of modulation of gut microbiota by dietary polyphenols. Biomed Res Int. 2015; 2015:850902. doi:10.1155/2015/850902

14Gombart, Adrian F.; Pierre, Adeline; Maggini, Silvia. 2020. „Ein Überblick über Mikronährstoffe und das Immunsystem – Harmonie arbeiten, um das Infektionsrisiko zu verringern “ Nährstoffe 12, Nr. 1: 236.

15Dr. Aleksandra Niedzwiecki: Micronutritients and Immunitiy; Dr. Rath Research Institute

16Jariwalla RJ, Roomi MW, Gangapurkar B, Kalinovsky T, Niedzwiecki A, Rath M. Suppression of influenza A virus nuclear antigen production and neuraminidase activity by a nutrient mixture containing ascorbic acid, green tea extract and amino acids. Biofactors. 2007;31(1):1-15. doi: 10.1002/biof.5520310101. PMID: 18806304.

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24Scott A Read, Stephanie Obeid, Chantelle Ahlenstiel, Golo Ahlenstiel, The Role of Zinc in Antiviral Immunity, Advances in Nutrition, Volume 10, Issue 4, July 2019, Pages 696–710, doi.org/10.1093/advances/nmz013

25Guillin OM, Vindry C, Ohlmann T, Chavatte L. Selenium, Selenoproteins and Viral Infection. Nutrients. 2019 Sep 4;11(9):2101. doi: 10.3390/nu11092101. PMID: 31487871; PMCID: PMC6769590.

26Laires MJ, Monteiro C. Exercise, magnesium and immune function. Magnes Res. 2008 Jun;21(2):92-6. PMID: 18705536.

27Jamilian M, Mirhosseini N, Eslahi M, Bahmani F, Shokrpour M, Chamani M, Asemi Z. The effects of magnesium-zinc-calcium-vitamin D co-supplementation on biomarkers of inflammation, oxidative stress and pregnancy outcomes in gestational diabetes. BMC Pregnancy Childbirth. 2019 Mar 29;19(1):107. doi: 10.1186/s12884-019-2258-y. PMID: 30922259; PMCID: PMC6440090.

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51KUHN, C.: Immunologische Befunde vor und nach 21tägigem Fasten. In: Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 8, S. 610-617, 1995

52WILHELMI DE TOLEDO, F.: Therapeutisches Fasten nach Buchinger und Immunsystem: Erfahrungen und Hypothesen. In: Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 5, S. 331-341, 1995

53Borugă O, Jianu C, Mişcă C, Goleţ I, Gruia AT, Horhat FG. Thymus vulgaris essential oil: chemical composition and antimicrobial activity. J Med Life. 2014;7 Spec No. 3(Spec Iss 3):56-60. PMID: 25870697; PMCID: PMC4391421.

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