Symptome der Typ-1-Diabetes bei Kinder oft unerkannt!

Diabetes_Kinder

Letzte Aktualisierung: 13. August 2020

Eine Umfrage von „Diabetes UK“ kam zu dem Ergebnis, dass die vier häufigsten Symptome einer Typ 1 Diabetes Erkrankung bei Kindern, etwa 90 Prozent der Eltern unbekannt sind.

Studienergebnisse eindeutig

Die Resultate der Studie von über 1000 befragten Eltern zeigen deutlich, dass eine große Anzahl der Fälle solange nicht erkannt wird, bis es zu einer schweren Erkrankung kommt. In Großbritannien wird laut Barbara Young, der Vorsitzenden von „Diabetes UK“, die Krankheit bei ca. 2.000 Patienten noch vor dem 18. Lebensjahr diagnostiziert. Symptome wie Müdigkeit, häufiger Toilettenbesuch, starker Durst und Gewichtsverlust sind Hauptmerkmale einer Diabetes Erkrankung. Allein in Großbritannien sind laut der British Broadcasting Corporation rund 3,7 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, von denen etwa 10 Prozent an der speziellen Form Typ 1 Diabetes leiden.

Zwei Symptome der Typ-1-Diabetes weiterhin unbekannt

Einem Großteil, der für die Studie befragten Personen war bekannt, dass Müdigkeit und starker Durst, Symptome der Typ-1-Diabetes sein können. Allerdings wussten nur 38 Prozent, dass auch häufiges Wasserlassen ein Warnzeichen der Typ 1 Diabetes sein kann.

Auch der Zusammenhang zwischen der Erkrankung und Gewichtsverlust war nur einem sehr geringem Teil der befragten Personen bekannt (28 Prozent). Aufgrund dieser Ergebnisse ist es laut „Diabetes UK“ nicht verwunderlich, dass es bei rund einem Viertel der Kinder erst zu einer schweren diabetischer Ketoazidose Erkrankung kommt, bevor die Typ 1 Diabetes festgestellt wird. Wird diese Diagnose gestellt, muss eine sofortige Einweisung in ein Krankenhaus folgen, um die tödliche Krankheit umgehend behandeln zu können.

Sofortige Reaktion auf Symptome ist notwendig

Die genannte diabetische Ketozidose tritt auf, wenn der Körper des Betroffenen aufgrund von Insulinmangel die Glucose nicht mehr abbauen kann und stattdessen anfängt Fett abzubauen. Dadurch kommt es zu einer starken Ablagerung von Ketonen, was dazu führen kann, dass Betroffene ins Koma fallen, oder im schlimmsten Fall sogar daran sterben. Aus diesem Grund hat „Diabetes UK“ kürzlich eine Kampagne zu dem Thema gestartet, welche das allgemeine Bewusstsein von Eltern und Personen, die mit Kindern zu tun haben, verbessern soll, um zukünftig angemessen reagieren zu können. Laut Barbara Young sind die Symptome der Erkrankung so eindeutig, dass es keinen Grund für versäumte Diagnosen, welche auf lange Sicht die Gesundheit der Kinder erheblich schädigen, gibt.

Meistens wird Typ 1 Diabetes in der Kindheit, oder zumindest vor dem 40. Lebensjahr diagnostiziert. Durch gesunde Ernährung, regelmäßigen Sport und die Verabreichung von Insulin kann man die Krankheit heutzutage relativ gut behandeln. Liegt Insulinmangel vor oder produziert der Körper nicht genug davon, so spricht man von der Typ 2 Diabetes