Osteoporose – Ursachen, Symptome und ganzheitliche Therapie

Starke Schmerzen in den Knochen sind öfter Ihr Wegbegleiter? Dahinter kann die Volkskrankheit Osteoporose stecken, an der etwa 5 Millionen Menschen in Deutschland leiden. Oder eine Art Vorstufe – die Osteopenie, eine Verminderung der. Immer mehr Menschen suchen natürliche Heilverfahren. Neben den konventionellen Therapien bietet die Alternativmedizin probate Behandlungsmethoden. Vieles können Sie selbst tun.

Experte:

Ulrike Engel

Expertin für Medizin und Alternativmedizin

Letzte Aktualisierung: 24. September 2020

Osteoporose – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Was ist Osteoporose? Hormonell bedingte Stoffwechselkrankheit des Skeletts, die an die Knochensubstanz und Knochendichte geht. Keine Behandlung: Frakturen, Spontanbrüche, fortschreitender Verlust an Knochenmasse, eine der häufigsten Erkrankungen im späteren Lebensalter, Frauen häufiger betroffen als Männer
  • Ursachen & Risikofaktoren: Nebenwirkung von Medikamenten, z. B. Cortison, Betablocker, Blutdrucksenker, Ernährungsfehler und schlechte Lebensgewohnheiten, zu hoher Milchkonsum, Rheuma, Morbus Crohn, Alkohol, Koffein, Nikotin, Cola (Inhaltsstoff Phosphat spült Calcium aus), Phosphat-Zusätze, höheres Alter, Frauen im Klimakterium und nach der Menopause,  jeder 4. Mann ab 50 Jahren, familiäre Disposition
  • Symptome: Schmerzen im gesamten Bewegungsapparat, Frakturen bei kleinsten Unfällen, Wirbelbrüche
  • Diagnose und Tests: Anamnese, Computertomographie des Stützapparates, Knochendichtemessung (DXA), bei der der mineralische Gehalt bestimmt wird (T-Wert)
  • Prognose und Verlauf: Abbau der Knochendichte, Rundrücken, starke Schmerzen, Frakturen, Verminderung der Körpergröße, ohne Behandlung: drohende Invalidität, drastischer Verlust an Körpergröße bis zu 20 cm, folgenschwere Brüche
  • Empfohlene Ernährung: Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollwertprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.
  • Therapie:
    • Mikronährstoffe: Mikronährstoffe, um Folgen zu vermindern und Nebenwirkungen von Medikamenten zu reduzieren
    • Lebensstil: Entspannungsverfahren, Raucherentwöhnung, Sport und Bewegung
    • konventionelle Therapie: Medikamente, Orthesen (Hilfsmittel zur Stabilisierung des Skeletts
    • Ganzheitliche Therapie: Phytotherapie, Schüßler-Salze, Psychotherapie, Physiotherapie
  • Checkliste und Empfehlungen bei Osteoporose: Das können Sie selbst tun

Was ist Osteoporose?

Das-Wichtigste-in-Kürze

Osteoporose in der Übersicht

  • Osteoporose geht mit dem Abbau von Knochensubstanz und einer Verminderung der Knochendichte einher.
  • Von Osteoporose ist der gesamte Organismus betroffen, nicht nur das Skelett. Auslöser sind eine Stoffwechselstörung und eine Dysbalance des Säure-Basen-Haushaltes.
  • 80 % der weiblichen an Osteoporose Erkrankten sind Frauen in der Postmenopause.
  • Man unterscheiden die primäre von der sekundären Osteoporose

Vorkommen und Auftreten

Osteoporose belegt heutzutage den vordersten Platz unter den Knochenerkrankungen im fortgeschrittenen Lebensalter. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung wird Osteoporose künftig immer öfter diagnostiziert werden – verbunden mit schweren Verläufen, wenn sie erst spät entdeckt wird. Der Anteil der nicht behandelten Patienten liegt derzeit bei 65 %.

40 % der Frauen über 60 Jahre und 25-30 % der Männer leiden an Osteoporose, die bei Frauen dem klimakterisch bedingten Östrogenmangel geschuldet ist. Beim Mann ist meist ein altersbedingtes Testosteron-Defizit der Trigger.

 

Primäre Osteoporose

Die meisten Betroffenen (95 %) haben eine primäre Osteoporose, die bei Frauen durch ein hormonelles Ungleichgewicht nach der Postmenopause ausgelöst wird. Ein Mangel an Östrogen provoziert die Entstehung des Knochenschwunds. Im späteren Alter und dem damit verbundenen Knochenabbau sind beide Geschlechter betroffen.

 

Sekundäre Osteoporose

Die sekundäre Osteoporose resultiert aus anderen Erkrankungen und Beschwerdebildern. Ein Knochenabbau in Folge einer Kortison-Therapie, die unter anderem bei Rheuma indiziert ist, ist die häufigste Ursache für eine sekundäre Osteoporose.

 

Osteopenie

Eine Osteoporose wird manchmal mit einer Osteopenie (Abweichung vom altersgerechten Normwert bei der Knochendichte) verwechselt. Eine Osteopenie muss nicht zwangsläufig zu einer Osteoporose führen- kann aber in dieser Krankheit münden. Bei der Knochendichte Messung wird der T-Wert (definiert Knochendichte) ermittelt. Ein T-Wert zwischen –1,1 und –2,5 verweist auf Osteopenie. Ab T Score Wert −2,6 spricht man von Osteoporose.

Ursachen und Risikofaktoren

Das-Wichtigste-in-Kürze

Ursachen und Risikofaktoren in der Übersicht

  • Mangelhafte, zucker- und phosphathaltige Ernährung
  • Übersäuerung des Stoffwechsels
  • Bewegungsmangel
  • Mikronährstoffmangel
  • Nikotin und übermäßiger Alkohol- bzw. Kaffeekonsum
  • Östrogenmangel und Wechseljahre
  • langjährige Einnahme der Antibabypille
  • Medikamente sind Mikronährstoffräuber mit Folgen: Langzeitbehandlungen Kortison, Antidepressiva, Chemotherapie, Schilddrüsen-Medikamente oder Antidiabetika haben einen negativen Einfluss auf den Knochenstoffwechsel.

Die Knochen sind keine starre Materie, sondern bestehen hauptsächlich aus sehr stabilem Bindegewebe. Zu ihren weiteren Bestandteilen gehören Kalk, Knochenmark, Proteine, Calciumphosphatsalz und Wasser – eine Zusammensetzung, die während des Knochenstoffwechsels für einen ständigen „Umbau“ der Knochenmasse sorgt. Wenn über einen langen Zeitraum mehr Knochensubstanz abgebaut als produziert wird, spricht man von Knochenschwund. Die Knochen werden weich, innen porös und brechen leichter.

 

Die Hauptrisikofaktoren für eine Osteoporose sind:

  • ungesunde Ernährung: Die Hauptursache für eine primäre Osteoporose ist eine ungünstige Ernährung und Lebensweise. Fettreiche Speisen aus gesättigten Aminosäuren und kurzkettige Kohlenhydrate, mangelhafte, zucker- und phosphathaltige Ernährung, viele Fleisch- und Wurstprodukte, ein hoher Salzkonsum und gesättigte Fettsäuren rufen Entzündungen hervor.
  • Alkohol: Regelmäßiger Alkoholgenuss in höheren Trinkmengen bremst die Knochenaufbauzellen (Osteoblasten) und wirkt sich ungünstig auf den Vitamin-D-Stoffwechsel aus.
  • Rauchen: Raucher haben ein um 50 % erhöhtes Risiko, Osteoporose zu bekommen, da das Nikotin die Blutgefäße verengt und somit auch die Knochenbildung negativ beeinflusst.
  • Kaffee: mehr als vier Tassen Kaffee täglich erhöhen signifikant das Osteoporose-Risiko, da Kaffee dem Körper zur Neutralisierung der Säure Calcium entzieht.
  • Mikronährstoffmangel: Dieser spielt in Zusammenhang mit Osteoporose eine wichtige Rolle. Die Mikronährstoffe Eisen, Calcium, Magnesium und Vitamin D sind davon in erster Linie betroffen. Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.
  • Medikamente: Glucocorticoide, Antiepileptika, Schilddrüsenhormone, Zytostatika und Psychopharmaka zählen zu den Medikamenten, die die Entstehung von Knochenschwund fördern. Kortison wirkt entzündungshemmend, kann aber bei einer hohen Dosierung oder langen Behandlungsdauer zu einem fehlerhaften Knochenaufbau und auf diese Weise zu Osteoporose führen (50 % aller Patienten betroffen). Auch eine Strahlentherapie gegen Krebs kann Osteoporose auslösen oder verschlimmern.
  • Hormone: Die langjährige Einnahme kann aufgrund der in der Pille enthaltenen Hormone, wie z. B. das Gestagen, den Knochenaufbau und somit den Knochendichtezuwachs negativ beeinflussen. Frauen in den Wechseljahren sind durch das hormonelle Ungleichgewicht besonders häufig von Osteoporose betroffen. In und vor allem nach den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel bei den Frauen deutlich, wodurch die Knochendichte mit steigendem Alter immer mehr abnimmt.
  • Weitere Erkrankungen: Rheuma, Morbus Crohn und andere entzündliche Erkrankungen sind oftmals an der Entstehung vom Verlust an Knochenmasse beteiligt. Vitamin D und Calcium kann dann nicht ausreichend absorbiert werden.

Ausflug in die Wissenschaft

Interaktion zwischen Knochenstoffwechsel und Herz-/Kreislauf-System

Die von Ärzten häufig eingeleitete Calcium-Therapie kann sich als kontraproduktiv erweisen und zu Kalk-Ablagerungen in den Gefäßen führen, was im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt oder eine andere kardiovaskuläre Erkrankung begünstigt. Auch chronische Entzündungen können an der Entstehung von Osteoporose beteiligt sein. Entzündungsvorgänge im Körper ziehen darüber hinaus das Herz-/Kreislauf-System in Mitleidenschaft und begünstigen die Entstehung von Plaques in den Arterien. Es gibt Studien, die belegen, dass ein gestörter Knochenstoffwechsel mit einer erhöhten kardiovaskulären Morbidität sowie Mortalität in Zusammenhang steht. Auch die koronare Herzerkrankung und die Herzinsuffizienz können mit einem Verlust an Knochensubstanz und einen hochgradigen Frakturrisiko einhergehen.1

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Symptome der Osteoporose

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Symptome in der Übersicht

  • unerwartete starke Schmerzen z. B. im Rücken oder Knie
  • schnelle Knochenbrüche durch einen eigentlich harmlosen Sturz
  • Zahnausfall oder wacklige Zähne kommen in Zusammenhang mit Osteoporose
  • Gewichtsabnahme von mindestens 10 %
  • Verringerung der Körpergröße
  • Oberschenkelhalsbruch als schwere Komplikation
  • psychische Belastung durch Unsicherheit im Gang

Die Anzeichen der Osteoporose nähern sich nur schleichend und werden meist erst wahrgenommen, wenn unerwartete starke Schmerzen beispielsweise im Rücken oder im Knie eintreten. Hier gilt es baldmöglichst einen Arzt aufzusuchen, damit die Erkrankung nicht weiter voranschreitet. Im Verlauf kann es leicht zu Knochenbrüchen kommen, so kann beispielsweise ein harmloser Sturz einen Bruch nach sich ziehen. Haben bereits mehrere Knochenbrüche stattgefunden, verkürzt sich die Wirbelsäule.

Die Krankheit Osteoporose befällt das komplette Skelettsystem, auch die verknöcherten Wurzelhöhlen der Zähne und des Zahnapparates sind vom Knochenschwund betroffen. Eine Folge davon und damit ein Symptom der Osteoporose sind somit wackelnde Zähne oder sogar Zahnausfall. Das Essen fällt deutlich schwerer, eine deutliche Gewichtabnahme von mindestens 10 % kann ein Indiz für Osteoporose sein.

 

Bei Osteoporose brechen Wirbelkörper langsam in sich zusammen, diese Brüche verursachen keine Schmerzen und bleiben daher lange unerkannt, äußerlich ist dadurch eine deutliche Verringerung der Körpergröße wahrzunehmen.

 

Oberschenkelhalsbrüche stellen die schwerwiegendste Komplikation der Osteoporose dar. Das Hüftgelenk kann nicht mehr belastet werden, es kommt zu sehr starken Schmerzen und Fehlstellung des betroffenen Beins.

Mit jedem Bruch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit weiterer Knochenbrüche – die Betroffenen leiden unter Bewegungsangst und sind unsicher im Gang, was einen erneuten Sturz begünstigt. Dieser Teufelskreis aus Angst, erhöhter Sturzgefahr und erneuten Knochenbrüchen, die die Angst noch weiter schüren, ist für den Betroffenen besonders belastend.

Diagnose und Test: Osteoporose feststellen

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Diagnose in der Übersicht

  • Krankengeschichte und körperliche Untersuchung geben dem Arzt erste Hinweise auf die Erkrankung
  • Mittels Knochendichtemessung (DXA) bekommt der Arzt Auskunft über die Knochensubstanz. Beim Test auf Osteoporose wird auch der T-Wert/-Score ermittelt.
  • quantitativer Ultraschall (QUS) als Alternative
  • Die quantitative Computertomographie (QCT) liefert exakten Status der Knochensubstanz.
  • Analyse der Blutwerte im Labor

Krankengeschichte und körperliche Untersuchung

Bei der Anamnese macht sich der Arzt mit Ihrer Krankengeschichte vertraut. Hier ist Ihre Mitarbeit gefordert. Je genauer Sie Ihre Beschwerden schildern, desto besser und effektiver kann Ihnen geholfen werden. Der Arzt erkundigt sich nach dem allgemeinen Befinden, auffälligen Schmerzen, Einschränkungen im Alltag oder Gewichtsabnahme.

Brennende, bohrende Rückenschmerzen und eine zunehmende Reduktion der Mobilität sowie eine Minimierung der Rippen-Becken-Distanz auf unter zwei Fingerbreite sind häufige Auffälligkeiten. Ihr Arzt macht sich auch ein Bild davon, ob und welche Medikamente Sie einnehmen, um einzugrenzen, ob Sie an einer primären oder einer sekundären Osteoporose leiden könnten. Der nächste Schritt ist eine Knochendichtemessung (DXA), mit der sich die Osteoporose zuverlässig feststellen lässt.

 

Knochendichtemessung (DXA)

Bei der etwa 20-minütigen Knochendichtemessung (DXA) wird der Mineralsalzgehalt der Knochen bestimmt. Liegt der Wert unter oder gleich -1, ist alles im Normbereich. Ein T-Score ab – 1,1 deutet auf eine Osteopenie hin. Ab einem T-Wert von -2,6 spricht man von Osteoporose. Leider werden die Kosten einer Knochendichtemessung bisher nicht immer von den gesetzlichen Krankenkassen getragen, es sei denn, es liegen eindeutige Risikofaktoren wie eine chronische Erkrankung vor, oder der Arzt plant eine medikamentöse Osteoporose-Therapie.

Wie wird eine Knochendichtemessung durchgeführt?

Die Untersuchung wird angezogen im Liegen durchgeführt. Vor dem Start wird das Gerät auf die individuelle Größe, das Alter und jeweilige Körpergewicht programmiert. Die Röntgenstrahlenweinwirkung ist bei diesem Verfahren äußerst gering. Die Diagnostik Dual Energy X-ray Absorptiometry kommt am Oberschenkelknochen und am Lendenwirbel zum Einsatz, um den T-Wert/-T-Score zu ermitteln.

Als Alternative bieten manche Arztpraxen und Apotheken quantitativem Ultraschall (QUS) an, die Knochendichtemessung (DXA) ist jedoch die effektivere Methode. Die Ultraschallwellen, die die Knochen durchqueren, werden meist an den Fingern und an der Ferse gemessen. Es gibt aktuell noch zu wenige Vergleichspersonen, um einen Richtwert festzulegen. QUS kann aber als erstes Ausschlussverfahren dienen.

Auch mit der quantitativen Computertomographie (QCT) kann die Knochendichte gemessen werden. Das dreidimensionale bildgebende Verfahren liefert einen exakten Status der Knochensubstanz. Allerdings ist die Strahlenbelastung hierbei deutlich höher als bei einer DXA.

 

Knochenbrüche lassen sich auf einem Röntgenbild erkennen. Verformungen der Wirbelkörper können ebenfalls durch Röntgen festgestellt werden, indem die Wirbelkörperhöhen zwischen dem vierten Brustwirbelkörper und dem fünften Lendenwirbelkörper mittels Röntgenstrahlen abgemessen werden. Je stärker die Verformung desto ausgeprägter die Osteoporose.

 

Blutuntersuchungen geben Auskunft über Leber- und Nierenwerte sowie Calcium- und Phosphatspiegel. Diese Untersuchung dient vor allem zur Ursachenabklärung und ist Voraussetzung für die Planung der weiteren Therapie.

Stadien der Osteoporose

Es können nach WHO je nach T-Wert vier verschiedene Stadien der Osteoporose diagnostiziert werden:

Grad 0: Osteopenie: diese Vorstufe der Osteoporose weist einen verminderten Mineralgehalt der Knochen von 1 bis 2,5 auf

Grad 1: Osteoporose: Der Mineralgehalt der Knochen ist um mehr als 2,5 vermindert. Noch gibt es keine Brüche oder Frakturen

Grad 2: Manifeste Osteoporose: Der Mineralgehalt der Knochen ist um mehr als 2,5 vermindert und es liegen bereits ein bis drei Wirbelkörperbrüche vor

Grad 3: Fortgeschrittene Osteoporose: Der Mineralgehalt der Knochen ist um mehr als 2,5 vermindert und es liegen multiple Wirbelkörperbrüche vor

Möglicher Krankheitsverlauf und Prognose

Das-Wichtigste-in-Kürze

Krankheitsverlauf in der Übersicht

  • Eine unbehandelte Osteoporose führt früher oder später zu Knochenbrüchen.
  • Zu den schlimmsten Komplikationen gehören Oberschenkelhalsbrüche und Frakturen der Wirbelgelenkskörper.
  • Osteoporose ist auch nach heutigem medizinischem Kenntnisstand immer noch unheilbar. Eine sorgfältige Prävention kann aber verhindern, dass die Erkrankung überhaupt eintritt und sich manifestiert.
  • Sie können Ihren Körper unterstützen: Ein Zugewinn an Knochenmasse um bis zu 2-5 % ist möglich.
  • Die Lebensdauer kann sich aufgrund der Gefahr zahlreicher Frakturen verkürzen.

Ohne eine Therapie schreitet der Knochenschwund immer weiter voran und zieht im Verlauf der Erkrankung Deformierungen, Muskelkraftverlust, Rücken- und Knieschmerzen nach sich. Eine unbehandelte Osteoporose führt früher oder später zu Knochenbrüchen. Meistens sind diese Frakturen keine Einzelfälle. Zu den schlimmsten Komplikationen gehören Oberschenkelhalsbrüche und Frakturen der Wirbelgelenkskörper. Ein schmerzvoller Leidensweg beginnt, und es drohen auf Dauer Behinderung sowie Pflegebedürftigkeit.

Osteoporose ist auch nach heutigem medizinischem Kenntnisstand immer noch unheilbar. Eine sorgfältige Prävention kann aber verhindern, dass die Erkrankung überhaupt eintritt und sich manifestiert. Eine bereits diagnostizierte Osteoporose verzögert mit einer individuell zugeschnittenen kurativen Methode den Verlauf oder mildert ihn. Verschiedene Behandlungsansätze, Vorsorgemaßnahmen und ganzheitliche Therapien sind meist zielführend.

Osteoporose regeneriert sich nicht vollkommen, die Betroffenen können aber einem weiteren Verschleiß aktiv entgegenwirken. Ein Zugewinn an Knochenmasse um bis zu 2-5 % ist möglich. Das Skelett kann sich stabilisieren, bereits eingefallene Wirbelkörper werden jedoch nicht wieder in den Ausgangszustand versetzt. Wichtig ist, das Sturzrisiko zu minimieren, um Frakturen zu vermeiden und gleichzeitig die Mobilität sowie den Gleichgewichtssinn, den „festen Stand“ zu fördern.

Die Osteoporose kann bei beiden Geschlechtern in eine dauerhafte Behinderung münden. Bei irreversiblem Knochenschwund können Patienten beim Versorgungsamt einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen- der Grad der Behinderung (GdB) wird dann ermittelt.

Die Lebensdauer kann sich aufgrund der Gefahr zahlreicher Frakturen verkürzen. Die Lebenserwartung nach der Osteoporose-Diagnose liegt bei Frauen zwischen 14 und 26 Jahren. Eine Studie ergab, dass Männer ab 50 Jahren nach dem Beginn einer Osteoporose-Behandlung eine durchschnittliche Lebenserwartung von 18 Jahren haben. 7,5 Jahre waren es bei Männern ab 75 Jahren.

Ernährung bei Osteoporose

Das-Wichtigste-in-Kürze

Ernährung in der Übersicht

  • Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen.
  • Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.

Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen. Diese chronische Entzündung lässt Arterien verkalken, schwächt unseren Darm und unser Immunsystem, beeinflusst unsere Psyche negativ und lässt letztlich Zellstress entstehen. Wie im Kapitel Ursachen ausführlich dargestellt, sind entzündliche Prozesse auch bei Osteoporose an der Entstehung beteiligt. Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen bei Osteoporose in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:

  • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
  • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
  • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf Osteoporose auswirken
  • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

 

Probleme der heutigen Ernährung

Obwohl in Deutschland kein Mangel an Nahrungsmittelvielfalt herrscht, wird eine naturbelassene Ernährung mit vielen qualitativ hochwertigen und unverarbeiteten Produkten immer seltener. Volle Arbeitstage, Alltagsstress, keine Zeit zu kochen und auch der Mangel an Wissen und Fähigkeiten führen zunehmend zu einer ungesunden Ernährung.

 

Fertigprodukte statt frisch kochen: Western Diet

Diese Art der Ernährung wird oft unter dem Begriff Western Diet zusammengefasst, weil sie vor allem in den westlichen Industrieländern weit verbreitet ist und sich zunehmend auch in Ländern mit traditionell gesunder Ernährung ausbreitet – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung. Die western diet ruft eine Übersäuerung im Körper hervor und führt zu entzündlichen Prozessen, die die Knochen nachhaltig destabilisieren.

 

Western Diet

hochkalorisch, zuckerreich, gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, salzreich, viele Konservierungsstoffe und hochverarbeitete Produkte (Fastfood, Fertigprodukte, „Junkfood“) – dagegen wenig frisches Obst und Gemüse, keine hochwertigen Pflanzenöle, wenig komplexe Kohlenhydrate, wenige Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe.

Nährstoffzufuhr aus dem Gleichgewicht

Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen. Unsere Lebensmittel setzen sich zum einen aus Makronährstoffen zusammen, die uns Energie und Baumaterial liefern: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße.

Auf der anderen Seite enthalten Lebensmittel auch unzählige Mikronährstoffe, die das Umsetzen der Makronährstoffe im Stoffwechsel erst möglich machen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fettsäuren, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.

Ungesund wird eine Ernährung dann, wenn die einzelnen Gruppen nicht mehr im Gleichgewicht zueinander stehen. Arbeit findet z. B. heute sehr oft als sitzende Tätigkeit am Schreibtisch statt, wo keine bis kaum Kalorien verbrannt werden – jedoch dominieren Kohlenhydrate nach wie vor zu einem großen Anteil unsere tägliche Ernährung, was die Entwicklung einer chronischen Entzündung besonders fördert – das ständige Zuviel.

 

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Anti-entzündliche Ernährung: Profitieren Sie auf allen Ebenen

Erst gravierende Erkrankungen und Ereignisse wie Osteoporose lassen uns aufhorchen und führen oft zu einem Wendepunkt im Leben: Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen!

Sich gesund zu ernähren heißt nicht sich selbst zu kasteien, zu verzichten oder strikte Pläne einzuhalten. Es bedeutet Neues kennenzulernen, alte Wege zu verlassen und sich jeden Tag fitter, gesünder und leistungsfähiger zu fühlen statt immer müde, abgeschlagen und energielos. Sie können dabei Schritt für Schritt etwas an Ihrer Ernährung ändern, statt zu versuchen, von heute auf morgen alles auf den Kopf zu stellen. Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.

 

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Was ist antientzündliche Ernährung?

Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Eine pro-entzündliche Ernährung ist einer der Hauptauslöser für eine chronisch-schwelende Entzündung in unserem Körper, die stille Entzündung (silent inflammation).

Die folgende Tabelle stellt Ihnen wichtige anti- und pro-entzündliche Nahrungsmittelgruppen vor:

 

Anti-entzündliche Nahrungsmittel und pro-entzündliche Nahrungsmittel

 

PRO Anti-entzündliche Ernährung (mediterrane Diät)KONTRA
Pro-entzündliche Ernährung („Westliche“ Diät)
Olivenöl, Walnussöl, Leinöl, Hanfölfrittierte Lebensmittel, Margarine, Sonnenblumenöl, Schweineschmalz, Sojaöl, Maiskernöl
Obst (zuckerarme Sorten bevorzugen: Beeren, Zitrusfrüchtw, Äpfel
Gemüse (mindestens „5 am Tag“: grüne Blattgemüse, Brokkoli, Spinat, Kohlsorten, Topinambur, alle Salate, Wildkräuter
Fast Food, Fertigprodukte, Süßigkeiten, industriell gefertigte Snacks
Vollkornprodukte: Getreideprodukte aus dem vollen Korn inklusive aller BallaststoffeProdukte aus Auszugsmehlen („Weiß“), Weizen
Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Tofu, Eier: moderater Konsum (mind. Bio-Freiland-HaltungWurstwaren, viele Milchprodukte
fetter Seefisch: Lachs, Makrele, SardinenSchweinefleisch
frische Kräuter, antientzündliche Gewürze wie Chilli, Kurkuma, Ingwer
Sulfide: Knoblauch, Zwiebeln, Meerettich
sehr salzreich
Getränke und Tee: Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, grüner TeeSoftdrinks, häufiger Alkoholkonsum Milchmixgetränke
Nüsse und Saaten: Walnüsse, Leinsamen, Pinienkerne, Kürbiskerne, MacadamianüsseErdnüsse, gesalzene und aromatisierte „Knabbernüsse“
Probiotika: Kefir, Joghurt, milchsauer eingelegte Gemüse, Misopaste

Weitere Eckpunkte einer gesunden Ernährung sind:

  • Flexitarismus: Insgesamt sollte Ihre Ernährung vorwiegend pflanzenbasiert ausgerichtet sein – Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind in Maßen zu genießen, dafür in hochwertiger Qualität.
  • Mittelmeer-Diät: Gute Orientierung bei einer anti-entzündlichen Ernährung bietet die mediterrane Ernährung – Menschen, die sich traditionell nach der Mittelmeerdiät ernähren, leiden seltener unter der chronischen Entzündung und deren Folgen, z. B. weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Regional und saisonal: Produkte aus der Region, die keinen weiten Anreiseweg hatten, sind frischer und oft nährstoffreicher. Viele Superfoods haben einheimische „Verwandte“ wie z. B. Leinsamen (statt Chiasamen) oder Hagebutten (statt Goji-Beeren).
  • Gesunde Fette: Fett reduzieren ist passé, viel wichtiger, ist die richtigen Fette aufzunehmen: Die optimalen Quellen sind kaltgepresste, hochwertige Öle. Dabei sollte der Anteil der Omega-3-Fettsäuren möglichst hoch sein, da sie im Gegensatz zu den Omega-6-Fettsäuren entzündungs- und schmerzhemmend wirken.
  • Kohlenhydrate reduzieren: Essen Sie insgesamt weniger Kohlenhydrate, also weniger weißes Brot, weniger weiße Nudeln und Reis. Zu viele dieser getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht der Botenstoffe.
  • Vegetarismus und Veganismus sind Ernährungsformen, die sehr gesund und ausgewogen sein können, aber nicht automatisch sind: Wenn viele oben genannte Nahrungsmittel integriert werden und auf ausreichend Mikronährstoffzufuhr geachtet wird. Auch der vegane Trend hat viele Fertigprodukte auf den Markt gebracht, die oft mit einer gesunden Ernährung nichts mehr gemeinsam haben. Achten Sie also weniger auf ein „Label“, sondern auf Ausgewogenheit.
  • Achtsamkeit beim Essen: Genuss, Freude und Langsamkeit gehören zu einer gesunden Ernährung genauso wie hochwertige Nahrungsmittel.
  • Fastenperioden: Intervallfasten oder Buchinger-Fasten können sinnvoll sein für einen Neustart oder ein jährliches Ritual, hier müssen Sie selbst abwägen, ob es zu Ihnen passt.
  • In Bewegung bleiben: Zu einer gesunden Ernährung gehört Bewegung – neben vielen anderen positiven Effekten, wirkt die Verdauung angeregt und die Darmpassage gefördert.

 

 

Ausflug in die Wissenschaft

Schadet zu viel Salz meinen Knochen?

Ein zu hoher Kochsalzkonsum (Natrium) spült zu viel Calcium über die Nieren aus. Kalium ist der natürliche Kontrahent von Natrium. Eine Kaliumunterversorgung kann zu einer Herzrhythmusstörung und Schwächung der Knochensubstanz führen. Aus einer Studie des Dr. Jacobs Instituts in Ingelheim geht hervor, dass die ausreichende Zufuhr von Kalium den Calciumabbau in den Knochen vermindert und gleichzeitig die Calciumausscheidung senkt.

So sollte Ihr Teller aussehen

Mit dieser mikronährstoffreichen Telleraufteilung geben Sie Ihrem Organismus die benötigte Energie, die nötigen Nährstoffe und Kohlenhydrate. Achten Sie also darauf nicht nur Beilagen und Fleisch/ Fisch zu sich zu nehmen, sondern variieren Sie vor allem mit verschiedenen Gemüse- und Obstkombinationen. So gehen Sie Übergewicht aus dem Weg und bewahren sich vor Speisen mit zu hohen Kalorienwerten.

Therapie und Prävention der Osteoporose

Jede Behandlung enthält präventive Aspekte und jede Prävention wirkt auch als Therapie. Die Grundpfeiler jeder Vorbeugung und Therapie basieren auf unserem Lebensstil: Wie ernähren Sie sich? Ist Ihr Organismus ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt? Wieviel Bewegung ist in Ihren Alltag integriert? Rauchen Sie und wieviel Alkohol konsumieren Sie? Bestimmt Stress Ihr ganzes Leben? Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, können sich diese Basispfeiler positiv auf Ihre Gesundheit auswirken, aber auch jahrelange Risikofaktoren für viele Erkrankungen darstellen. In diesem Kapitel werden zahlreiche ganzheitliche Methoden vorgestellt, die Ihre Gesundheit und Lebensqualität stärken können – präventiv und/oder auch als Therapie.

Mikronährstoffe

Das-Wichtigste-in-Kürze

Mikronährstoffe in der Übersicht

  • sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen bei Osteoporose. Besonders wichtig sind Vitamin D, Calcium, Vitamin K2 und Magnesium
  • Einige der typischen Osteoporose-Medikamente erhöhen zusätzlich Ihren Mikronährstoffbedarf. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mikronährstoffbedarf ausreichend über die Ernährung zu decken, können moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen sinnvoll sein.
  • Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Der Körper muss mit Mikronährstoffen optimal versorgt sein, damit Folgen der Osteoporose abgemildert und Nebenwirkungen der Medikamente reduziert werden können.

 

Mikronährstoffe – was ist das?

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert. Im weiteren Sinne lassen sich auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme hinzuzählen. Makronährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette sind unsere Energielieferanten, während die Mikronährstoffe an Prozessen wie z. B. Blutgerinnung, Immunabwehr und Knochengesundheit beteiligt sind. Einige Mikronährstoffe kann unser Körper selbst herstellen, die meisten jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Der menschliche Organismus – ein Blick in die Zellen

Der Mensch besteht aus über 70 Billionen Zellen. Diese können alle nur optimal funktionieren, wenn sie mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt sind. Es gibt nahezu keinen Stoffwechselschritt, an dem nicht mehrere Mikronährstoffe beteiligt sind. Dazu zählen unter anderem die:

 

  • Aktivierung von Enzymen und Hormonen (Stoffwechselaktivität)
  • Abwehrleistung des Immunsystems (Immunstoffwechsel)
  • Energieproduktion in den Kraftwerken unserer Zellen, den sogenannten Mitochondrien (Energiestoffwechsel)
  • Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (Herzkraft und -rhythmus)
  • Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskelkraft und -koordination)
  • Impulsübertragung in und der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Nerven- und Gehirnstoffwechsel)

 

Für alle Stoffwechselreaktionen im Körper sind Enzyme notwendig, sie wirken wie ein Katalysator. Enzyme können ihren Aufgaben jedoch nur mithilfe von Mikronährstoffen nachkommen. Je besser der Körper mit Nährstoffen versorgt ist, desto besser funktioniert der gesamte Organismus. Ein Mikronährstoffmangel kann sich also negativ auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Um Ihre Gesundheit zu schützen und Ihre weiteren Therapien zu unterstützen, sollten Sie also auf Ihren Mikronährstoffhaushalt achten.

 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?

Egal ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder die Antibabypille. Schon ein einzelnes Medikament kann unsere optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ungünstig beeinflussen. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto intensiver wird in den Mikronährstoffhaushalt eingegriffen, was Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander sowie das Auftreten von Nebenwirkungen erhöht. Hierdurch kann nicht nur die Wirkung des Medikaments negativ beeinflusst werden, sondern auch die Funktion der Mikronährstoffe.

 

Welche Lebensphasen führen noch zu einem erhöhten Mikronährstoff-Bedarf?

Aber nicht nur die regelmäßige Einnahme von Medikamenten führt zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf. Es gibt bestimmte Lebensphasen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen Nährstoffmangel aufweisen:

 

  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und Stillende
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Magen-Darm-Störungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

 

Diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist nicht immer einfach. Trotz des reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Lebensmitteln verringern verschiedene Faktoren den Mikronährstoffgehalt in Lebensmitteln:

 

  • nicht ausgereiftes Obst und Gemüse
  • größere Erträge in der Landwirtschaft
  • Einsatz von Pestiziden

 

Es ist wichtig, die Ernährung mit einer breiten und möglichst natürlichen Basis an allen Vitaminen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu optimieren.

 

Mikronährstoffkonzentrat als Grundlage

Gut versorgt sind Sie mit moderaten Mikronährstoffmischungen – von einzelnen hochdosierten Mikronährstoffen raten wir ohne Absprache mit Ihrem Arzt und vorherigen Untersuchungen ab.

 

Das Angebot an Mikronährstoffpräparaten ist groß und unübersichtlich. Entscheidend beim präventiven Ansatz ist die natürliche Vielfalt. Das ideale Mikronährstoffpräparat ist auf natürlicher Basis produziert, enthält neben allen klassischen Mikronährstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, ist flüssig, glutenfrei und vegan. Die Bioverfügbarkeit sollte wissenschaftlich belegt sein und es sollten keine künstlichen Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten.

Mikronährstoffkonzentrate Testsieger



Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

 

Ein Mikronährstoffkonzentrat sichert auch die Versorgung der für die Krankheit Osteoporose wichtigen Mikronährstoffe.

Die fein abgestimmte Komposition von Mikronährstoffen hält den Säuren-Basen-Haushalt im Gleichgewicht. Eine Entgleisung führt in manchen Fällen zur Entstehung einer Osteoporose. Ein bereits bestehender Schwund von Knochenmasse kann im Verlauf gemildert werden.

Für eine stabile Knochengesundheit ist eine regelmäßige ausreichende Zufuhr von Mikronährstoffen, die der Körper nicht selbst produzieren kann, von enormer Wichtigkeit. Die Kombination aus Calcium, Vitamin D, Vitamin C, Magnesium, Vitamin K, Zink und Mangan mobilisiert den Knochenstoffwechsel und stärkt das gesamte Skelett. Vitamin D regt die Calcium-Absorption und Verwertung an. Vitamin C spielt darüber hinaus eine wichtige Rolle bei der Kollagenproduktion. Eine kontinuierliche Versorgung mit Antioxidantien kann den Alterungsprozess verzögern und die Knochenbildung anschieben. 7

Für einen Gesunden empfiehlt sich die tägliche Aufnahme von mindestens 1.000 I.E. Vitamin D3. Eine Steigerung der Dosis auf 4.000 I.E. ist als Osteoporose-Prophylaxe anzuraten. Vitamin D begünstigt die Aufnahme von Calcium aus dem Verdauungstrakt und den Transport in die Blutbahn.

Vitamin K2 mobilisiert die körpereigenen Proteine MGP und Osteocalcin, die das Calcium in die Knochen transferieren. K2 forciert darüber hinaus die Knochendichte.

Auch ein ausreichender Magnesium-Spiegel ist von großer Bedeutung. Vitamin D profitiert von einer guten Magnesium-Quelle bei der Entfaltung seiner Effizienz. Magnesium und Calcium mineralisieren die Knochensubstanz und stabilisieren das Skelett.

Bereits ein geringer Mikronährstoffmangel kann sich negativ auf den Knochenstoffwechsel und die Abwehrkräfte auswirken. Für die Erhaltung Ihrer Gesundheit und zur Stärkung Ihrer Knochen sind Mikronährstoffe wichtige Säulen.

Für die Qualität der Knochen ist nicht nur eine hohe Calcium-Zufuhr verantwortlich, sondern die ganze Vielfalt der Mikronährstoffen. Ein Calcium-Depot kann in den Knochen nur angelegt werden, wenn der Patient viel Bewegung in seinen Alltag integriert.

Aminosäuren wie Arginin sind ebenfalls am Knochenstoffwechsel beteiligt. Arginin wirkt sich positiv auf die Kollagenproduktion aus und verbessert die Knochendichte. Arginin zusammen mit der Aminosäure Lysin optimiert die Osteoblasten-Aktivität. Lysin erleichtert zusammen mit Glycin die Calcium-Aufnahme und treibt die Kollagenproduktion voran.

Oxidativer Stress

Unser Körper bildet bei vielen Reaktionen freie Radikale (z. B. in der Zellatmung und bei Immunreaktionen), die in normalen Konzentrationen nicht schädlich sind. Erst bei einem Zuviel (chronische Entzündungen) entsteht der sog. oxidative Stress. Hält der oxidative Stress über einen längeren Zeitraum an, steigt das Risiko für eine Vielzahl an Erkrankungen an, wie Multiple Sklerose, Alzheimer, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und Parkinson.

Eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien bildet eine Barriere vor Krankheiten, zu denen auch Osteoporose zählt. Wenn der Stress jedoch über lange Zeit fortbesteht sind die Mikronährstoff-Speicher schneller aufgebraucht- dann braucht der Organismus und speziell der Knochenstoffwechsel eine zusätzliche Zufuhr von Vitalstoffen, um die innere Balance zu halten und alle Funktionen regulieren zu können. Ein gut funktionierendes Abwehrsystem schützt den Körper vor freien Radikalen und somit vor oxidativem Stress.

Homocystein

Im Stoffwechsel des Menschen entstehen allerlei Abfallprodukte, die ständig von der „Körperpolizei“ entsorgt werden müssen. Neben den freien Radikalen zählt hierzu das Homocystein.

Homocystein ist eine Aminosäure, die im normalen Stoffwechsel der Zellen entsteht. Unter normalen Umständen wird diese Aminosäure sehr schnell von Enzymen in den Zellen abgebaut. Diese Enzyme benötigen allerdings einige Mikronährstoffe als Co-Faktoren für diese Arbeit. Erhöhte Werte von Homocystein entstehen dann im Körper, wenn die Mikronährstoffe für den Abbau dafür nicht zur Verfügung stehen.

Vitamin B6, Folsäure und Vitamin B12 sind die wichtigsten Mikronährstoffe, die Ihnen helfen, den Homocysteinspiegel normal zu halten. Am besten wirken diese drei Mikronährstoffe im natürlichen Verbund. Aber auch weitere Mikronährstoffe wirken an der Homocysteinsenkung mit.

In den letzten 20 Jahren hat die Forschung zu Homocystein stetig zugenommen. Erhöhte Homocystein-Werte über 10 µmol/l gelten heute als wichtiger Risikofaktor unter anderem für die Entstehung folgender Krankheiten:

  • Arterienverkalkung, Herzinfarkt, Schlaganfall
  • Demenz
  • Osteoporose
  • Unfruchtbarkeit
  • Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
  • Depression
  • Migräne mit Aura
  • Mitochondrien-Dysfunktion (siehe hier)

Die einzige Methode, um Homocystein dauerhaft im unschädlichen Bereich zu halten ist die ausreichende Zufuhr von Mikronährstoffen. Dann sind sogar einige der Krankheiten wieder rückgängig zu machen.

 

[1] Naurath H.J. et al.: Does a single vitamin B-supplementation induce functional vitamin B-deficiency? Clin Chem Lab Med. 2001 Aug;39(8):768-71.

[2] Sun K. et al.: Associations between homocysteine metabolism related SNPs and carotid intima-media thickness: a Chinese sib pair study. J Thromb Thrombolysis. 2016 Nov 7.

Dauerhafter oxidativer Stress steigert den Wert der schädlichen α-Aminosäure Homocystein, die u. a. die Entstehung von Blutgerinnseln auslösen kann. Außerdem ist es möglich, dass sich Kalkablagerungen in den Gefäßen bilden. Die Vitamine B6+B12 dienen der Knochenerhaltung. Zusammen mit der Folsäure halten sie normalerweise den Homocystein-Wert im Zaum, vorausgesetzt, diese Mikronährstoffe sind in ausreichender Menge im Körper vorhanden.

Ein zu hoher Homocystein-Spiegel begünstigt die Entstehung von Frakturen, die zu den schlimmsten Auswirkungen bei Osteoporose zählen.

Omega-3-Fettsäuren stimulieren die Knochendichte. Besonders viel davon ist in Fisch und Algen enthalten. Magnesium stärkt die Knochenmineralisierung. Eisen fördert die Knochendichte und stabilisiert die Kollagene. Das Spurenelement Zink verringert die Aktivität der Osteoklasten, der knochenabbauenden Zellen. Coenzym Q10 bremst die Reduktion von Knochenmasse. Auch die sekundären Pflanzenstoffe, die beispielsweise im Kürbiskernöl enthalten sind, zählen zu den Mikronährstoffen, die entscheidend zur Erhaltung oder Förderung der Knochengesundheit beitragen.

 

Erhöhter Mikronährstoffbedarf bei Osteoporose-Medikamenten

Wenn Ihr Arzt Ihnen Osteoporose-Präparate verschrieben hat, haben Sie einen erhöhten Bedarf an Vitalstoffen. Kortison ist ein besonders ausgeprägter Nährstoffräuber. Bisphosphonate reduzieren die Mikronährstoffe Eisen, Calcium Magnesium und Vitamin D drastisch. Auch die Aufnahme dieser lebenswichtigen Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und Spurenelemente wird durch die Medikamente gestört. Um das volle Spektrum der Vitalstoffe zu bekommen, ist die richtige Komposition aller Mikronährstoffe die Voraussetzung. Schonend verarbeitete Ingredienzien weisen in flüssiger Form eine hohe Bioverfügbarkeit auf. Saftkonzentrate werden über die Mundschleimhaut aufgenommen und sind einfach zu konsumieren.

 

Eine Langzeit-Therapie mit Medikamenten geht auf Kosten vieler lebenswichtiger Vitalstoffe. Zu den Arzneimitteln, die die Mikronährstoff-Versorgung negativ beeinflussen gehören:

MedikamentWirkungMangel an...Folgen des Mikronährstoffmangels
BisphosphonateKnochenabbau verlangsamen, Hemmung der OsteoklastenEisen, Calcium, Magnesium Vitamin DInfektanfälligkeit, Knochenstoffwechsel wird negativ beeinflusst, Muskelschmerzen, Blutarmut, gastrointestinale Beschwerden, Konzentrationsschwäche
Beta-BlockerAntihypertensiv, Senkung der HerzfrequenzVitamin B2, Magnesium, Coenzym Q10Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwindel, Schäden an den Mitochondrien
KortisonEntzündungshemmendVitamin C und EisenBei Langzeitanwendung Knochenschwund (Osteoporose)
AntidepressivaDepressionen, AngststörungenVitamin B12, FolsäureKribbeln im Körper, Zungenbrennen, Entzündung der Schleimhäute, Gangunsicherheit, erhöhtes Sturzrisiko

Lebensstil

Das-Wichtigste-in-Kürze

Lebensstil in der Übersicht

Entspannungstechniken

  • Zur Linderung von Osteoporose ist ein neuer Umgang mit den eigenen Frustgrenzen und emotionalen Stressoren unerlässlich.
  • Viele Entspannungsverfahren können Ihnen dabei helfen, besser mit dem Schmerz und psychischen Belastungen im Alltag umzugehen z. B. Meditation, Yoga oder Achtsamkeitstraining.

 

Raucherentwöhnung

Raucher haben eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, an Osteoporose zu erkranken.

 

Sport und Bewegung

  • Sport fördert ganzheitlich die Gesundheit und ist ein gutes Mittel, um Druck und Stress abzulassen.
  • Sport ist ein wichtiger Pfeiler in der Osteoporose-Prophylaxe: Stimulation des Knochenstoffwechsels, Aufbau von Knochen- und Muskelmasse, Schulung von Koordination und Gleichgewicht
  • Geeignete Sportarten: Krafttraining, Nordic Walking, Wandern, Schwimmen, Hüpfen auf dem Mini-Trampolin, Wassergymnastik

Stressreduktion und Entspannungstechniken bei Osteoporose

Dauerstress führt zu einer Übersäuerung des Körpers und einer Überflutung mit dem Hormon Cortisol, was sich letztlich ungünstig auf den Knochenstoffwechsel auswirkt. Bei Osteoporose ist es wichtig, rechtzeitig Auszeiten für sich zu schaffen, zur Ruhe zu kommen und die eigene innere Insel zu finden. Seine persönlichen Grenzen zu erkennen und diese auch vor zu hohen Ansprüchen anderer zu ziehen. Ein achtsamer Umgang mit sich selbst ist ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Lebensführung. Dazu gehört ein sanftes Training plus Seelenpflege.

Auch die emotionale Widerstandskraft (Resilienz) wird mit Entspannungsmethoden gefördert. Wer an Osteoporose erkrankt ist, muss seinen Lebensstil neu überdenken und Hektik sowie einen überfüllten Terminkalender aus seinem Alltag streichen. Hier gilt tatsächlich: „In der Ruhe liegt die Kraft!“.

Optimal ist ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, kombiniert mit meditativen oder spirituellen Elementen:

  • Achtsamkeitstraining
  • Meditation
  • Traumreisen
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
  • Yoga

Beim Yoga werden die Knochen belastet, aber nicht überfordert. Power Yoga trainiert die Muskeln und somit auch die Knochen. Beim Dehnen von Muskeln und Bändern werden dazu die Muskeln mobilisiert- bestimmte Positionen üben einen stimulierenden Druck auf die Knochen aus.

 

Unser Produkt-Tipp für Muskelaufbau mit Fitnessbändern



In einem Körperwahrnehmungs-Kurs werden die Sinne sensibilisiert. Beim Gehen durch den Raum mit geschlossenen Augen unter fachlicher Anleitung lernt der Osteoporose Patient sich zu orientieren und zu konzentrieren.

 

Raucherentwöhnung bei Osteoporose

Ein jahrelanger Nikotin-Konsum geht auf Kosten des Knochenmineralgehalts. Auch das Risiko für Hüftfrakturen steigt. Starke Raucher haben eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, an Osteoporose zu erkranken.

Hier finden Sie Infos zur Raucherentwöhnung.

 

Sport und Bewegung bei Osteoporose

Sport fördert ganzheitlich die Gesundheit und ist ein gutes Mittel, um Druck und Stress abzulassen. Ausgleichsportarten sind neben Kraftsport besonders geeignet. Wichtig sind auch die richtige Atemtechnik und das Absolvieren der Übungseinheiten an frischer Luft. Sport stimuliert aktiv den Knochenstoffwechsel und Kraft und Haltung können verbessert werden.

2x pro Woche 30 Minuten Training ist eine gute Basis. besten Ausdauersportarten bei Knochenschwund sind:

  • Nordic Walking
  • Wandern
  • Tanzen
  • Schwimmen

 

Ein Fitness-Kurs im Wasser ist eine geeignete Sturz-Prophylaxe. Beim Krafttraining im Pool werden durch den Widerstand des Wasser Muskeln aufgebaut. Ein schwacher Rücken wird gestärkt, zudem ist das Verletzungsrisiko im Schwimmbad äußerst gering.

 

Wichtig: Fahrradfahren ist bei Osteoporose aufgrund der Sturzgefahr eher nicht zu empfehlen, es sei denn, Sie haben einen Heimtrainer.

 

Die Knochen zeigen eine Reaktion auf mechanische Reize, was beim Laufen zum Tragen kommt. Auch Seilhüpfen übt eine starke Stimulanz aus. Besonders dynamisches Nordic Walking macht die Knochen widerstandsfähiger und festigt sie, der Knochenstoffwechsel läuft auf Hochtouren.

 

Wichtig: Für kräftigende Effekte auf den Knochenstoffwechsel müssen die Bewegungen ausreichend Zug und Druck auf den Knochen haben. Generell gilt: Höhere Intensität bei gleichzeitig wenig Wiederholungen.

 

Mediziner und Physiotherapeuten können Ihnen Empfehlungen für Sportkurse geben, in Abstimmung mit Ihrem jeweiligen Gesundheitszustand. Osteoporose-Gruppen mit ärztlicher Aufsicht sind eine gute Wahl, sie fördern neben der Beweglichkeit das gesellige Miteinander. Vergessen Sie nicht- Lachen ist manchmal die beste Therapie und eine Ablenkung von Schmerzen.

Auch ein Tanzkurs kann motivieren. Beim Tanzen können sich Osteoporose-Patienten wieder einmal unbeschwert fühlen- – das ist ganz besonders dann der Fall, wenn die Aktivität im Wasser durchgeführt wird. Außerdem werden beim Tanzen alle Muskelgruppen trainiert, was förderlich für die Knochendichte ist.

Wichtig ist es, den Gleichgewichtssinn und die Koordination zu schulen. Diese Einheit kann auf einer Art Trimm-dich-Pfad erfolgen, an dessen Stationen schnelle und wechselnde Bewegungsabläufe geübt und die Stabilität auf unebener Fläche trainiert wird.

Egal für welche Sportart Sie sich entscheiden – Freude an den Übungen zu haben ist eine essenzielle Grundvoraussetzung für den Erfolg!

Minitrampolin

 

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Sanftes Schwingen auf dem Minitrampolin bietet sich als Ausdauersport für zuhause an. Verschiedene Techniken ermöglichen ein abwechslungsreiches Training der gesamten Skelettmuskulatur, das Schwingen auf dem Trampolin wirkt dem Knochenabbau entgegen und hat gleichzeitig eine positive Auswirkung auf Ihre Stimmung. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie Ihr individuelles Trainingsprogramm gestalten können. 

Wichtig ist es, den Gleichgewichtssinn und die Koordination zu schulen. Diese Einheit kann auf einer Art Trimm-dich-Pfad erfolgen, an dessen Stationen schnelle und wechselnde Bewegungsabläufe geübt und die Stabilität auf unebener Fläche trainiert wird.

Egal für welche Sportart Sie sich entscheiden – Freude an den Übungen zu haben ist eine essenzielle Grundvoraussetzung für den Erfolg!

Konventionelle Therapie

Das-Wichtigste-in-Kürze

Konventionelle Therapie in der Übersicht

  • Meist wird eine Therapie mit Bisphosphonaten eingeleitet. Sie wirken direkt auf den Knochenumbau und bremsen den Abbau von Knochensubstanz.
  • Desonumab als monoklonaler Antikörper ist häufig Bestandteil einer ärztlichen Behandlung, besonders bei erhöhtem Fraktur-Risiko.
  • Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM) ähneln dem Hormon Östrogen und können den Knochenabbau verlangsamen
  • Sollte eine Medikamenten-Therapie nicht anschlagen oder die verschriebenen Präparate sich als unverträglich für den Patienten herausstellen, ist eine Operation eine Option. Geeignet sind:
    • Kyphoplastie
    • Vertebroplastie

Neben der Verordnung von Calcium und Vitamin D wird vom Arzt meist eine Therapie mit Bisphosphonaten eingeleitet. Bisphosphonate wirken direkt auf den Knochenumbau und bremsen den Abbau von Knochensubstanz verbunden mit der Hemmung der Osteoklasten. Es wird eine Art Schutzhülle um die Knochentrabekel gebildet. Dieser Eingriff in den Knochenstoffwechsel kann allerdings eine statische Resonanz zur Folge haben. Statt einem „lebendigem“ Auf- und Abbau der Knochenmasse, stagniert der Prozess. Eine Langzeitbehandlung ist also kritisch zu sehen. Bisphosphonate verbleiben etwa 10 Jahre im Skelett und können Kieferknochennekrosen auslösen sowie fatalerweise zu Oberschenkelbrüchen führen. Bei einer Kieferknochennekrose kommt es zu einer Schädigung des Zahn-Halte-Apparates zusammen mit offenen, nicht heilenden Kieferteilen, oralen Wunden und Ekzemen, die übel riechen und an Zahnfäule erinnern.

Eine Therapie mit Bisphosphonaten wird meist zur Vermeidung von Frakturen begonnen. Hierfür ist die einmalige Gabe von 5 mg Zoledronsäure pro Jahr anzuraten, um Komplikationen und Wirbelbrüche nahezu auszuschließen. Das Pharmakon in Form einer 12-Monats-Spritze wird vollkommen vom Körper absorbiert. Die Erhöhung der Knochendichte wird bei der Messung festgestellt. Fraglich sind jedoch die eventuell zu erwartenden Nebenwirkungen. Hier muss im Einzelfall entschieden werden. Eine Abwägung von gesundheitlichen Vorteilen und Risiken ist im Vorfeld obligatorisch.

Auch der monoklonale Antikörper Desonumab ist häufig Bestandteil einer ärztlichen Behandlung, besonders bei erhöhtem Fraktur-Risiko. Der Wirkstoff hat allerdings einen erwiesenen negativen Einfluss auf das Immunsystem und kann das Infektionsrisiko steigern.

Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM) ähneln den Östrogenen und können den Knochenabbau verlangsamen. SERM sind jedoch nur für Frauen nach der Menopause eine Option.

 

Operative Therapie bei Osteoporose

Die filigranen Wirbelkörper können bei Senioren besonders leicht brechen. Es kommt zu einer Fraktur ohne mechanische Einwirkung von außen, die Bewegung des Körpers und die physikalische Last sind dafür allein verantwortlich. Meist heilen kleine, nicht schmerzhafte Brüche wieder von selbst und das Knochengerüst stabilisiert sich. Sollte eine Medikamenten-Therapie nicht anschlagen oder die verschriebenen Präparate sich als unverträglich für den Patienten herausstellen, ist eine Operation eine Option. Ein solcher Eingriff sollte jedoch kurz nach dem Wirbelbruch erfolgen, um eine permanente Bettlägerigkeit mit starken Schmerzen zu vermeiden. Mit der Unbeweglichkeit steigt die Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie oder Thrombose. Auch das Immunsystem und die Muskulatur bauen ab, wenn der Patient dauerhaft ans Bett gefesselt ist. Die folgenden Operationsmethoden haben sich bewährt:

  • Kyphoplastie
  • Vertebroplastie

Ganzheitliche Therapie

Das-Wichtigste-in-Kürze

Ganzheitliche Therapie in der Übersicht

Heilpflanzen (Phytotherapie)

  • Ackerschachtelhalm
  • Brennnessel
  • Frauenmantel
  • Beinwell
  • Arnika
  • Heublumen
  • Rotklee
  • Yamswurzel

 

Schüßler-Salze

Schüßler Salze Nr. 1, 2, 17 und 22

 

Psychotherapie

 Eine gezielte, psychologisch fundierte Schmerztherapie kann eine Osteoporose erfolgreich begleiten. In mehreren Sitzungen wird der Umgang mit dem Schmerz gelernt- außerdem Methoden zur Stressreduktion und zum Abbau von emotionalen Blockaden.

 

Physiotherapie

  • Physiotherapie eignet sich als Sturzprophylaxe, fördert die Mobilität, löst Blockaden und schult einen selbstsichereren Gang.
  • Physiotherapeutische Einheiten richten den Patienten auf, stabilisieren die gesamten Stützapparat und reaktivieren den Gleichgewichtssinn sowie die Koordination.
  • Erfahrene Therapeuten helfen Ihnen zu neuer Vitalität und unterstützen Sie darin, gezielte Übungen herauszuarbeiten und die Beweglichkeit zu verbessern.

Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) bei Osteoporose

Verschiedene Heilpflanzen können den Körper natürlich bei Osteoporose unterstützen oder zur Prävention dienen. Wir stellen hier die wichtigsten Heilpflanzen vor, die pharmazeutische Produkte nicht ersetzen, sondern ergänzen und therapiebegleitend wirken können. Viele haben einen antioxidativen Effekt:

  • Ackerschachtelhalm: Enthält viel Kieselsäure und ist ein guter Lieferant von Calcium, Magnesium, Mangan, Eisen, Kaliumsalzen und Aluminium.
  • Brennnessel: Regt den Mineralienstoffwechsel an, hat 30mal so viel Vitamin C wie Kopfsalat, steckt voller Mineralsalze, enthält knochenbildendes Vitamin K und den gesamten Vitamin B-Komplex.
  • Frauenmantel: Ist am Knochenaufbau beteiligt und unterstützt den Genesungsprozess bei Knochenbrüchen.
  • Beinwell: Der pflanzliche Knochenheiler in pyrrolizidinalkaloid-freier Form aktiviert dank Allantoin die Knochenneubildung, repariert Knochenschäden.
  • Soja: Die Isoflavone in Soja stärken die Knochen und verbessern die Stoffwechselfunktionen. Soja wirkt Östrogenmangel entgegen, der bei Frauen im Klimakterium auftritt. 2
  • Arnika: Arnika ist entzündungshemmend und lindert auch Schmerzen in Zusammenhang mit Osteoporose. In Form von Tinkturen, Salben und Ölen entfaltet die Pflanze ihre volle Heilkraft. 3
  • Heublumen: Heublumen haben einen durchblutungsfördernden Effekt. Sebastian Kneipp setzte Heusäcke bei seiner Behandlung ein. Deren Thermowirkung führt zu einer Muskelentspannung, die auch bei Knochenverschließ wohltuend und lindernd ist. 4
  • Rotklee: Rotklee hat die Eigenschaft Östrogenmangel aufzufangen und zu revidieren. Die Heilpflanze wirkt ausgleichend auf das Hormonsystem in den Wechseljahren und kann vor Osteoporose schützen. 5
  • Yamswurzel: Die Yamswurzel ist ausbalancierend und wirkt harmonisierend auf alle Vorgänge des Körpers. Die Yamswurzel spielt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bereits lange eine Rolle. Aus Studien in den USA und Südkorea geht hervor, dass die Yamswurzel die Einlagerung von Kalzium in das Skelett verbessern kann. Darüber hinaus wird die Kollagenherstellung mobilisiert. Yamswurzel kann auch in der therapieunterstützenden Prophylaxe zum Einsatz kommen. 6

 

Schüßler Salze

Der deutsche Homöopath Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1822 – 1998) entwickelte mit den Schüßler-Salzen ein eigenes Heilmittelkonzept. Dabei konzentrierte sich Dr. Schüßler auf zwölf Mineralstoffe und fand heraus, dass häufig ein Mangel genau dieser Mineralstoffe Ursache einer Erkrankung darstellt. Schüßler-Salze enthalten den jeweiligen Mineralstoff in sehr geringer (homöopathischer) Potenz und sollen als Reiz dienen, die körpereigene Aufnahme und den Transport des betreffenden Mineralstoffes zu steigern. Diese Salze werden heutzutage immer öfter – auch in Kombination mehrerer Salze – als alternative Heilmethode in der Therapie von Osteoporose angewandt.

 

Die Wirkung von Schüßler-Salzen ist nicht wissenschaftlich belegt, sie können aber eine Therapie begleiten oder eine pflanzliche Osteoporose-Vorsorge ergänzen:

  • Schüßler Salz Nr. 1: Calcium fluoratum kommt zum Einsatz bei diversen Knochenproblematiken. Es kann die     Knochenfestigkeit und die Elastizität des Bindegewebes fördern.
  • Schüßler Salz Nr. 2: Calcium phosphoricum hat eine stabilisierende Wirkung auf die Knochenstruktur.
  • Schüßler Salz Nr. 17: Manganum sulfuricum (Mangansulfat) mobilisiert die Mitochondrien, das Energiekraftwerk in der Körperzelle.
  • Schüßler Salz Nr. 22: Calcium carbonicum Hahnemanni beeinflusst den gesamten Metabolismus positiv.

Psychotherapie bei Osteoporose

Viele Menschen verfallen aufgrund der ständigen Schmerzen in Depressionen. Schmerzpatienten sind in ihrer Lebensfreude eingeschränkt, da die Pein ihr ständiger Begleiter ist. Eine begleitende Schmerztherapie durch einen erfahrenen, empathischen Psychologen ist ratsam. Professioneller Beistand nimmt ein Stück vom Leidensdruck weg und macht offen für andere Perspektiven. Ein neues Hobby kann die Lebensqualität zurückbringen und die Lust am sozialen Leben wieder teilzunehmen reaktivieren.

Gangunsicherheit und die körperliche Einschränkung aufgrund der partiellen Immobilität führt manchmal zu Panikattacken. Die Furcht vor Knochenbrüchen, die Angst davor ein Pflegefall zu werden oder sich nicht mehr allein bevorstehen zu können, ist nicht einfach mit sich selbst auszumachen. Der innere Konflikt braucht eine Ausdrucksmöglichkeit.

Vielen hilft eine Gruppentherapie, der Austausch mit Gleichgesinnten oder ein Sportkurs, bei dem angestaute Energie abgebaut und Muskelkraft zusammen mit Selbstbewusstsein zurückgewonnen werden kann.

Einige Studien haben ergeben, dass depressive Episoden und Angstzustände die Knochengesundheit schmälern. Es wird angenommen, dass die körpereigenen ausgeschütteten Stoffe den Knochenstoffwechsel irritieren. Die Überschuss-Produktion von Cortisol hat eine Blockierung der Osteoblasten zur Folge. Eine erhöhte Konzentration von Adrenalin bei chronischem Stress und Depressionen resultieren auch in der Provokation inflammatorischer Prozesse, was wiederum in einem Abbau von Knochensubstanz enden kann.

 

Physiotherapie (Krankengymnastik) bei Osteoporose

Physiotherapie eignet sich als Sturzprophylaxe, fördert die Mobilität, löst Blockaden und schult einen selbstsichereren Gang. Bewegung ist wichtig zum Erhalt der Knochenmasse und zur Verbesserung der Knochendichte. Physiotherapeutische Einheiten richten den Patienten auf, stabilisieren die gesamten Stützapparat und reaktivieren den Gleichgewichtssinn sowie die Koordination.

Erfahrene Therapeuten helfen Ihnen zu neuer Vitalität und unterstützen Sie darin, gezielte Übungen herauszuarbeiten und die Beweglichkeit zu verbessern. hysiotherapie setzt sich aus einem individuellen Programm für den Patienten zusammen. Es sollte aus Anspannungs- und Entspannungs-Modulen bestehen.

 

 

Checkliste

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Osteoporose

  • Checkliste: Kompakte Empfehlung bei Osteoporose
    • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen zu gut wie möglich über Ihre Erkrankung
    • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
    • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Osteoporose stehen alle Mikronährstoffe im Fokus – eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.
    • Rauch-Stopp: Rauchen macht die Knochen brüchig. Versuchen Sie, das Rauchen möglichst einzustellen oder zu minimieren. Raucherentwöhnungsprogramme können Sie dabei unterstützen.
    • Stressreduktion: Stress bringt den Säure-Basenhaushalt durcheinander und wirkt sich somit negativ auf den Knochenstoffwechsel aus. Atmen Sie öfter tief durch, absolvieren Sie ein Achtsamkeitstraining, oder versuchen Sie mit Lach Yoga in die innere Balance zu kommen.
    • Bewegung: Sportliche Aktivitäten sorgen dafür, dass die Knochen nicht mürbe werden. Kommen Sie in Bewegung! Denken Sie dabei aber an Ihre individuellen Belastungsgrenzen. Mit Sport in der Gruppe unter medizinischer Aufsicht sind Sie auf der sicheren Seite.

Quellenangaben

  1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17401486/
  2. Studie Pubmed: Br J Nutr2003 Jun;89 Suppl 1:S75-85.doi: 10.1079/BJN2002798. Prevention of osteopaenia by phyto-oestrogens: animal studie
  3. Studie Pubmed: J Pharm Pharmacol.2017 Aug;69(8):925-945. doi: 10.1111/jphp.12724. Epub 2017 Apr 11. Arnica montana L. – a plant of healing: review Priyanka Kriplani1 2, Kumar Guarve 1, Uttam S Baghael
  4. Studie: Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin 2004; 14(2): 97-101
    DOI: 10.1055/s-2003-812649
  5. Studie:  Lambert MNT, Hu L-M, Jeppesen PB. A systematic review and meta-analysis of the effects of isoflavone formulations against estrogen-deficient bone resorption in peri- and postmenopausal women. Am J Clin Nutr 2017; 106: 801-811
  6. Studie Pubmed: Effects of wild yam extract on menopausal symptoms, lipids and sex hormones in healthy menopausal women
  7. Studie: Antioxidant and anti-inflammatory modulation of exercise during aging https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29898833/.
  8. https://academic.oup.com/ajcn/article/108/3/633/5051862:
  9. A Mediterranean-like dietary pattern with vitamin D3 (10 µg/d) supplements reduced the rate of bone loss in older Europeans with osteoporosis at baseline: results of a 1-y randomized controlled trial
  10. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/milch-ist-ueberbewertet-115689/
  11. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18065599/
  12. Calcium intake and hip fracture risk in men and women: a meta-analysis of prospective cohort studies and randomized controlled trials
  13. https://www.drjacobsinstitut.de/?Salz_und_Kalium_als_nat%C3%BCrliche_Gegenspieler