Parkinson – Ursachen, Symptome und Therapie

Parkinson ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung, bei der dopaminhaltige Zellen im Gehirn absterben und Sie in Ihrer körperlichen und psychischen Beweglichkeit im Verlauf immer weiter eingeschränkt werden können. Therapeutisch breit eingesetzt werden Medikamente, die Vorläufersubstanzen von Dopamin beinhalten. Während Dopamin nicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, können diese Medikamente ungehindert eindringen und den Dopaminmangel bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Zudem kommen verschiedene physikalische Therapien zum Einsatz. Wie wichtig jedoch auch eine gesunde, gut abgestimmte Ernährung, ein optimal versorgter Mikronährstoffhaushalt, regelmäßige Bewegung und andere Optionen aus Neurochirurgie und Naturheilkunde sind, stellen wir Ihnen neben allen Fakten und vielen neuen Erkenntnissen aus der Wissenschaft rund um die Parkinson-Erkrankung vor.

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Experte:

Corina Hajak

Prakt. Arzt, Experte für Humanmedizin

Letzte Aktualisierung: 17. September 2020

Parkinson – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Was ist das Parkinson-Syndrom? 250.000 Betroffene in Deutschland, hinter Multipler Sklerose (MS) zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung, Durchschnittsalter Diagnose: 60 Jahre. Die Erkrankung ist bis jetzt unheilbar, Ursache Dopaminmangel im Gehirn, Therapien zielen auf die Linderung der Symptome ab.
  • Symptome und Anzeichen: Hauptsymptome: Muskelsteife, Muskelzittern, Bewegungsarmut, Probleme bei Haltung und Gleichgewicht; viele weitere, auch psychische Beschwerden, Parkinson-Demenz
  • Stadien und möglicher Krankheitsverlauf: fünf Stadien der Erkrankung, ähnliche Lebenserwartung wie Gesunde
  • Diagnose und Test: neurologische Untersuchung, bildgebende Verfahren, Nuklearmedizin, medikamentöse Testverfahren
  • Therapie: Therapie auf vielen Ebenen: gesunde, vielseitige und optimal zugeschnittene Ernährung (mit Kompakt-Tipps), Mikronährstofftherapie, Naturheilkunde: Heilpflanzen,  Physiotherapie und Logopädie, Sport und Bewegung
  • Medikamentöse Therapie: Die Therapie bei Parkinson mit Medikamenten zielt auf die Erhöhung des Dopamin-Angebots im Gehirn ab und ist meist lebenslang. Das Ziel ist, die Symptome zu lindern. Wenn medikamentöse oder andere Therapien keine Erfolge erzielen können: Deep Brain Stimulation.
  • Checkliste: Das können Sie selbst bei Parkinson tun

Was ist das Parkinson-Syndrom?

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Parkinson in der Übersicht

Unter Parkinson leiden in Deutschland ca. 250.000 Menschen. Das Risiko steigt mit fortschreitendem Lebensalter. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung nimmt die Krankheit Parkinson zu. Jedes Parkinson-Syndrom hat als Ursache aus unterschiedlichen Gründen einen Dopamin-Mangel. Der fehlende Botenstoff Dopamin führt zu den Bewegungsstörungen und vielen weiteren Symptomen. Die Symptome zeigen sich aber erst, wenn bereits 55 %- 60 % der dopamin-produzierenden Zellen abgestorben sind.

Vorkommen und Auftreten

Unter Parkinson leiden in Deutschland ca. 250.000 Menschen, weltweit ist Parkinson hinter Multipler Sklerose die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Das Durchschnittsalter bei der Diagnose von Parkinson liegt bei ca. 60 Jahren und Frauen wie Männer sind gleichauf betroffen. Auch jüngere Menschen (ca. 10 % der unter 40-Jährigen) können erkranken, jedoch steigt das Risiko mit fortschreitendem Lebensalter an. Parkinson nimmt weltweit zu – Experten führen dies auch auf die steigende Lebenserwartung zurück, da ein höheres Alter ein Hauptrisiko darstellt, an Parkinson zu erkranken.

 

Entstehung und Ursachen

Der Name der Erkrankung geht auf den englischen Arzt James Parkinson zurück, der die Erkrankung zum ersten Mal 1817 ausführlich beschrieb. Jedes Parkinson-Syndrom hat als Ursache aus unterschiedlichen Gründen einen Dopamin-Mangel. Beim Idiopathischen Parkinson-Syndrom (IPS) sterben die Dopamin-produzierenden Zellen in einem Teils des Mittelhirns des Hirnstamms zunehmend ab. Der fehlende Botenstoff Dopamin führt zu den Bewegungsstörungen und vielen weiteren Symptomen. Die Symptome zeigen sich aber erst, wenn bereits 55 %- 60 % der dopamin-produzierenden Zellen abgestorben sind.

Dopamin ist ein Botenstoff im Gehirn (Neurotransmitter), der für die Erregung der Nervenzellen und Informationsübermittlung mitverantwortlich ist. Dopamin wird oft als „Glückshormon“ bezeichnet, da es in Verbindung mit unserem körpereigenen Belohnungssystem ausgeschüttet wird, z. B. bei Erfolgserlebnissen und in glücklichen Momenten. Dopamin übermittelt auch Befehle des Nervensystems an die Muskulatur. Das größte Vorkommen von Dopamin findet sich in einer schwarzen Substanz (Substantia nigra), einer Nervenzellenansammlung im Hirnstamm. Bei Parkinson ist die Konzentration von Dopamin um ca. 90 % reduziert.

Parkinson hat viele Namen, die alle die gleiche Erkrankung bezeichnen, was manchmal für Verwirrung sorgt. In diesem Artikel geht es vor allem um die häufigste Form des Parkinsons (75 %), das Idiopathische Parkinson-Syndrom (IPS), welches eine Reihe an Synonymen hervorgebracht hat. Häufig gebrauchte Synonyme des Idiopathischen Parkinson Syndrom:

  • Parkinson
  • Morbus Parkinson
  • Parkinson-Syndrom
  • Primäres Parkinson-Syndrom
  • Parkinsonismus
  • Schüttellähmung/Zitterlähmung

Seltener als das Idiopathische Parkinson-Syndrom ist das sekundäre Parkinson-Syndrom, welches z.B. durch Medikamente (Neuroleptika), Giftstoffe (aus Umweltgiften oder Drogen), durch Verletzungen, durch entzündliche Erkrankungen oder Krankheiten des Gefäßsystems ausgelöst werden kann. Familiär vererbbare Ursachen für Parkinson sind eher selten.

Ausflug in die Wissenschaft

Ursache des Idiopathischen Parkinson-Syndroms: Darm-Mikrobiom

Die Ursache für das Idiopathische Parkinson-Syndrom war lange völlig ungeklärt. Neuere neurowissenschaftliche Hypothesen gehen davon aus, dass Parkinson im Darm beginnt. Bereits lange vor den typischen Bewegungssymptomen zeigen viele Patienten Magen-Darm-Probleme. Wissenschaftler gehen davon aus, dass krankhaft veränderte Eiweiße (alpha-Synukleine) über den Vagus-Nerv ins Gehirn gelangen und den Ausbruch des Idiopathischen Parkinson-Syndroms stark begünstigen. Nach Untergang der dopaminhaltigen Zellen in der Substantia nigra bilden sich dort Lewy-Körperchen aus, die aus alpha-Synuklein, Ubiquitin, aber auch aus anderen Eiweiß-Ablagerungen bestehen. In Folge entsteht exzessiver oxidativer Stress.

Oxidativer Stress: Unser Körper bildet bei vielen Reaktionen freie Radikale (z. B. in der Zellatmung und bei Immunreaktionen), die in normalen Konzentrationen nicht schädlich sind. Erst bei einem Zuviel entsteht oxidativer Stress. Hält der oxidative Stress über einen längeren Zeitraum an, steigt das Risiko für eine Vielzahl an Erkrankungen an, wie Alzheimer, MS, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und Parkinson.

 

Erhöhte Homocystein-Spiegel im Blut: Mikronährstoffe sind für den Abbau wichtig

Häufig haben Menschen mit Parkinson erhöhte Homocystein-Spiegel im Blut. Lange war unklar, ob dies als Ursache der Erkrankung oder Folge der Behandlung mit Parkinson-Medikamenten auftrat. Durch Tierexperimente und Studien mit Parkinson-Patienten zeigte sich: Homocystein wirkt wie ein Verstärker des oxidativen Stresses: Steigerung der Zellschädigung, Erhöhung der Radikalbildung und Eingriff in die Funktion der Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen). Homocystein braucht für seinen Abbau die Mikronährstoffe Folsäure, Vitamin B2, B6 und B12.

Symptome und Anzeichen von Parkinson erkennen

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Symptome in der Übersicht

Frühe erste Anzeichen für einen Morbus Parkinson können einseitige Muskelverspannungen oder Schulterschmerzen, Riechstörungen, Verstopfung, nächtliche Unruhe oder Änderungen des Schriftbilds sein. Typische Störungen der Bewegungsabläufe machen sich bemerkbar durch Bewegungsarmut, Muskelsteifheit, meist einseitiges Ruhezittern und Unsicherheit im Stehen oder Gehen. Im späten Stadium folgen psychische Veränderungen. 30-40 % der Parkinson-Patienten entwickeln eine Parkinson-Demenz im Verlauf der Erkrankung.
Die akinetische Krise stellt einen akuten Notfall dar, der umgehend intensivmedizinisch behandelt werden muss.
Die Krankheit wird in 5 Stadien eingeteilt. Stadium 0 beginnt ohne Anzeichen und bei Stadium 5 sitzen Erkrankte im Rollstuhl/sind bettlägerig.

Frühe erste Anzeichen für einen Morbus Parkinson können bereits einseitige Muskelverspannungen oder Schulterschmerzen sein. Auch Riechstörungen, Verstopfung, Änderung des Schriftbilds, generelle Abgeschlagenheit und Lustlosigkeit und nächtliche Unruhe (Schlafstörungen, Restless-Legs-Syndrom) gehören zu den ersten Symptomen bei Parkinson.

Die typischen Störungen der Bewegungsabläufe (motorischen Hauptsymptome) sind:

  • Bewegungsarmut (Hypokinese), verlangsamte Bewegungen (Bradykinese) betreffen viele Körperregionen: maskenhaftes Gesicht, leises Sprechen, kleine Schritte beim Gehen
  • Muskelsteifheit (Rigor) und in Folge Muskelschmerzen durch die unwillkürliche Muskelanspannung
  • meist einseitiges Ruhezittern (Tremor), das bei Bewegung abnimmt
  • Unsicherheit beim Stehen und Gehen/Gleichgewichtsstörungen: kleine Reflexe, die für das Aufrechthalten des Körpers zuständig sind, sind funktional gestört (posturale Instabilität/Imbalanz)

Zu den Hauptsymptomen können Sie viele weitere Symptome entwickeln. Häufige Probleme sind die Einschränkung des Geruchs- und Geschmackssinns, das typische „Salbengesicht“ (fettige, wie dick eingecremte Haut), Blasenfunktionsstörungen und Störungen der sexuellen Libido. Der Körper kann auch Blutdruck und Temperatur in späteren Stadien nicht mehr ausreichend kontrollieren und anpassen.

 

Neben den vegetativen Symptomen können Sie oder Ihre Angehörigen erhebliche psychische Veränderungen an sich wahrnehmen: Depressive Verstimmungen und Schlafstörungen sind häufige (frühe) Begleiterscheinungen. Den Alltag stark einschränkend sind fehlende Wahrnehmung von Entfernungen, allgemeine Antriebsstörung und insgesamt verlangsamte kognitive Abläufe. Die Einschränkung der kognitiven Prozesse, auch in Bezug auf Sprache und Gedächtnis, können auf die Entwicklung einer Demenz zurückzuführen sein. 30-40 % der Parkinson-Patienten entwickeln eine Parkinson-Demenz im Verlauf der Erkrankung. Die Persönlichkeit kann sich verändern, es können apathische Zustände ohne Reaktion auf Ansprache, Halluzinationen und Wahnvorstellungen auftreten – Unterstützung, Begleitung und bestmögliche Aufklärung durch Ärzte und Therapeuten sind hier besonders wichtig für Sie und Ihre Angehörigen.

 

Parkinson-Symptome können auch in Verbindung mit anderen Erkrankungen auftreten, definiert als atypische Parkinson-Syndrome oder Parkinson-Plus-Syndrome. Die bekanntesten atypischen Parkinson-Syndrome sind die Multisystematrophie (MSA), die progressive supranukleäre Blickparese (PSP) und die Lewy-Körper-Demenz.

 

Akinetische Krise bei Parkinson: Eine akinetische Krise ist ein akuter Notfall, bei dem Sie plötzlich nicht mehr sprechen, schlucken oder sich bewegen können und eine umgehende intensivmedizinische Betreuung nötig wird. Solche Krisen können auftreten, wenn Sie vom Arzt verordnete Medikamente weglassen oder z.B. an einer weiteren Infektion erkranken.

 

Stadien der Parkinson-Erkrankung

Die Erkrankung Parkinson wird in fünf unterschiedliche Stadien unterteilt, die nach Hoehn und Yahr seit 1967 klassifiziert sind. Stadium 0 beginnt ohne Anzeichen und bei Stadium 5 sitzen Erkrankte im Rollstuhl/sind bettlägerig. Die Stadien beziehen sich v.a. auf ihre Lebensqualität und den Grad der Unabhängigkeit des Patienten – das Erfassen Ihres Stadiums der Erkrankung ist wichtig bei der Auswahl und Dosierung der Medikation oder sonstiger geeigneter Therapiemöglichkeiten (s. u.).

 

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Möglicher Krankheitsverlauf und Prognose

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Prognose in der Übersicht

Der Verlauf ist sehr individuell, die Lebenserwartung ist abhängig vom Diagnosezeitraum. Eine frühe, optimal auf den Erkrankten abgestimmte Therapie, kann die Lebensqualität deutlich verbessern.

Mehr als die Hälfte der Erkrankten hat als erstes frühes Symptom einseitiges Händezittern und Probleme im Alltag z. B. beim Zähneputzen, Rasieren oder Kleidung zuknöpfen.

In Folge können sie oft Schluckstörungen, Gleichgewichtsprobleme und Gehschwierigkeiten bei sich bemerken. Typisch sind auch eine leisere Stimme, kleinere Schritte und eine vorgebeugte Körperhaltung.

Schwankungen der Beweglichkeit (Fluktuationen) und On-Off-Phänomen: Während Medikamente zu Beginn der Therapie meist gut ansprechen, können nach Jahren Schwankungen in der Beweglichkeit auftreten, d. h. Sie merken, dass der Medikamenten-Spiegel abnimmt, würden Einnahmezeitpunkte gerne vorziehen, sind vor der Tabletteneinnahme oft steif und unbeweglich. Schlagartige Änderungen in der Beweglichkeit nennt man On-Off-Phänomen. Wie bei einem Lichtschalter (An-Aus) kommt es plötzlich zu einem Wechsel zwischen Beweglichkeit und Unbeweglichkeit. Meist muss Ihre Medikation in dieser „neuen Phase“ angepasst werden.

Der Verlauf ist sehr individuell und schwer voraussehbar. Die Lebenserwartung bei Parkinson ist stark vom Diagnosezeitpunkt und entsprechender Therapiewahl abhängig. Menschen mit der Diagnose Parkinson sterben ebenso an häufigen Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen wie andere Personen gleichen Alters. Eine frühe, optimal abgestimmte Therapie, die im Verlauf immer wieder angepasst wird, kann Ihnen auch mit der Diagnose Parkinson lange autonome Lebensabschnitte mit wenigen Beschwerden und Einschränkungen möglich machen.

Diagnose und Test: Parkinson feststellen

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Diagnose in der Übersicht

Die Diagnose erfolgt zuerst über eine klinische-neurologische Untersuchung bei einem Neurologen. In frühen Stadien der Parkinson-Erkrankung kann eine sichere Diagnose jedoch nicht garantiert werden, da die typischen Symptome erst in späteren Stadien auftreten. Nach der neurologischen Untersuchung wird eine Szintigraphie durchgeführt, wodurch es möglich ist, das Dopaminsystem im Gehirn und seinen Ausfall darzustellen. Zudem kann somit ein atypisches von einem primären Parkinson-Syndrom unterschieden werden. Um andere Erkrankungen auszuschließen werden MRT und CT durchgeführt.

Neurologische Untersuchung beim Neurologen oder in neurologischen Ambulanzen

Bevor bildgebende Diagnostik (Ultraschall, CT, MRT) zur Anwendung kommt, ist als erstes eine ausführliche klinische-neurologische Untersuchung notwendig. Der Neurologe kann v.a. die körperlichen typischen Symptome (Bewegungsarmut, Händezittern, Muskelsteife, Gleichgewichtsstörungen) bei Parkinson erfassen. Die weiteren Verfahren sind wichtig, um Ihr Stadium der Erkrankung zu erfassen und andere Diagnosen auszuschließen. Auch kann bei Parkinson in sehr frühen Stadien allein durch die neurologische Untersuchung keine sichere Diagnose möglich sein, da die typischen Symptome noch gar nicht auftreten.

 

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Bildgebende Verfahren und Nuklearmedizin

Meist wird nach der neurologischen Untersuchung eine Szintigraphie durchgeführt (Dopamintransporter-SPECT). Dieses diagnostische Mittel macht es möglich, das Dopaminsystem in Ihrem Gehirn und seinen Ausfall darzustellen. Mit differenzierterer szintigrafischer Diagnostik (FDG-PET und DMFP-PET) können auch Dopaminstoffwechsel und Dopamin-Bindungsstellen dargestellt werden, um v.a. eine atypisches von einem primären Parkinson-Syndrom unterscheiden zu können, was vor allem für die Therapiewahl eine wichtige Rolle spielt.

Ein einmaliges MRT (Kernspin) oder CT (Computertomografie) gehört zur Diagnostik bei Parkinson-Erkrankungen ebenfalls dazu, um andere Erkrankungen wie z.B. einen Gehirntumor auszuschließen. Die transkranielle Sonografie (Ultraschall) untersucht schnell und ohne Nebenwirkungen.

 

Medikamentöse Testverfahren

Auch medikamentöse Tests werden durchgeführt, um das vorliegende Syndrom genau einzugrenzen und v. a. Ihre Behandlungsmöglichkeiten einschätzen zu können. Hierbei wird untersucht welche Dosis nötig sein wird, um Ihre Bewegungseinschränkungen zu verbessern.

Die Therapie des Parkinson-Syndroms

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Therapie in der Übersicht

Mikronährstoffe

  • sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus
  • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen bei Parkinson. Besonders wichtig bei Parkinson sind folgende Mikronährstoffe: Folsäure, B-Vitamine, Omega-3-Fettsäure und Coenzym Q10
  • Natürliche, antioxidativ wirksame Mikronährstoffe senken das Risiko an Parkinson zu erkranken.
  • Von zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen wurden in den letzten Jahren schützende Effekte speziell der dopaminproduzierenden Nervenzellen nachgewiesen
  • Einige der typischen Parkinson-Medikamente erhöhen zusätzlich Ihren Mikronährstoffbedarf. Zudem unterstützen Mikronährstoffe die Wirkung der Medikamente und verringern mögliche Nebenwirkungen
  • Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mikronährstoffbedarf ausreichend über die Ernährung zu decken, können moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen sinnvoll sein. Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

 

Ihre Gesundheitskompetenz

  • Informieren Sie sich ausreichend über Ihre Erkrankung, und darüber was Sie selbst tun können, um Ihren Körper zu unterstützen
  • Sollten Anzeichen für ein Parkinson-Syndrom vorhanden sein, ergreifen Sie selbst die Initiative

 

Ernährung

  • Zunehmend häufen sich Hinweise, dass Parkinson im Darm entsteht und das Darmmikrobiom für die Entstehung der Erkrankung verantwortlich ist. Wie unser Darmmikrobiom zusammengesetzt ist, entscheidet vor allem unsere Ernährung.  Sie ist also ein entscheidender Faktor, der zur Prävention genutzt werden kann.
  • Parkinson-Erkrankte leiden an einem erhöhten Risiko für eine Unter- und Fehlernährung. Eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung mit viel buntem Gemüse, Obst, hochwertigen Ölen und Kräutern, die auch noch appetitlich zubereitet ist, ist das Ideal.
  • Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Miso, Quark und milchsauer eingelegte Gemüse halten das Darm-Mikrobiom gesund. Bei Medikamenteneinnahme sollte eiweißreiche Kost auf den Abend gelegt werden.

 

Integrative Therapie

  • Naturheilkunde: Antioxidantien aus Bockshornklee, kalte Umschläge im Sommer gegen Austrocknung, Präparate aus Mahonienrinde gegen überschießende Talgproduktion und Entzündungen.
  • Physiotherapie: fördert und verbessert die bei Parkinson eingeschränkte Beweglichkeit, Koordination und das Gleichgewicht.
  • Logopädie unterstützt die Behandlung von Sprachstörungen.
  • Sport und Bewegung beeinflussen unsere körperliche und geistige Gesundheit in großem Ausmaß. Neben Physiotherapie ist jede körperliche Betätigung, auch im Alltag, ein Zugewinn. Gehgeschwindigkeit, Muskelmasse- und kraft, Gleichgewicht, Koordination, Haltung, Selbstbewusstsein und Erfolgserlebnisse und nicht zuletzt Ihr Energiestoffwechsel werden durch körperliche Aktivität gesteigert und verbessert.

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Der Körper muss mit Mikronährstoffen optimal versorgt sein, damit Folgen des Parkinsons abgemildert und Nebenwirkungen der Medikamente reduziert werden können.

 

Mikronährstoffe – was ist das?

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert. Im weiteren Sinne lassen sich auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme hinzuzählen. Makronährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette sind unsere Energielieferanten, während die Mikronährstoffe an Prozessen wie z. B. Blutgerinnung, Immunabwehr und Knochengesundheit beteiligt sind. Einige Mikronährstoffe kann unser Körper selbst herstellen, die meisten jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Der menschliche Organismus – ein Blick in die Zellen

Der Mensch besteht aus über 70 Billionen Zellen. Diese können alle nur optimal funktionieren, wenn sie mit Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt sind. Es gibt nahezu keinen Stoffwechselschritt, an dem nicht mehrere Mikronährstoffe beteiligt sind. Dazu zählen unter anderem die:

  • Aktivierung von Enzymen und Hormonen (Stoffwechselaktivität)
  • Abwehrleistung des Immunsystems (Immunstoffwechsel)
  • Energieproduktion in den Kraftwerken unserer Zellen, den sogenannten Mitochondrien (Energiestoffwechsel)
  • Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (Herzkraft und -rhythmus)
  • Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskelkraft und -koordination)
  • Impulsübertragung und der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Nerven- und Gehirnstoffwechsel)

 

Für alle Stoffwechselreaktionen im Körper sind Enzyme notwendig, sie wirken wie ein Katalysator. Enzyme können ihren Aufgaben jedoch nur mithilfe von Mikronährstoffen nachkommen. Je besser der Körper mit Nährstoffen versorgt ist, desto besser funktioniert der gesamte Organismus. Ein Mikronährstoffmangel kann sich also negativ auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Um Ihre Gesundheit zu schützen und Ihre weiteren Therapien zu unterstützen, sollten Sie also auf Ihren Mikronährstoffhaushalt achten.

 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?

Egal ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder die Antibabypille. Schon ein einzelnes Medikament kann unsere optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ungünstig beeinflussen. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto intensiver wird in den Mikronährstoffhaushalt eingegriffen, was Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander sowie das Auftreten von Nebenwirkungen erhöht. Hierdurch kann nicht nur die Wirkung des Medikaments negativ beeinflusst werden, sondern auch die Funktion der Mikronährstoffe. Welche Medikamente welche Nebenwirkungen bei Parkinson haben können, führen wir weiter unten noch genauer aus.

 

Welche Lebensphasen führen noch zu einem erhöhten Mikronährstoff-Bedarf?

Aber nicht nur die regelmäßige Einnahme von Medikamenten führt zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf. Es gibt bestimmte Lebensphasen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen Nährstoffmangel aufweisen:

  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und Stillende
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Magen-Darm-Störungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

 

Diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist nicht immer einfach. Trotz des reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Lebensmitteln verringern verschiedene Faktoren den Mikronährstoffgehalt in Lebensmitteln:

  • nicht ausgereiftes Obst und Gemüse
  • größere Erträge in der Landwirtschaft
  • Einsatz von Pestiziden

 

Es ist wichtig, die Ernährung mit einer breiten und möglichst natürlichen Basis an allen Vitaminen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu optimieren.

 

Mikronährstoffkonzentrat als Grundlage

Gut versorgt sind Sie mit moderaten Mikronährstoffmischungen – von einzelnen hochdosierten Mikronährstoffen raten wir ohne Absprache mit Ihrem Arzt und vorherigen Untersuchungen ab.

Das Angebot an Mikronährstoffpräparaten ist groß und unübersichtlich. Entscheidend beim präventiven Ansatz ist die natürliche Vielfalt. Das ideale Mikronährstoffpräparat ist auf natürlicher Basis produziert, enthält neben allen klassischen Mikronährstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, ist flüssig, glutenfrei und vegan. Die Bioverfügbarkeit sollte wissenschaftlich belegt sein und es sollten keine künstlichen Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten sein.

Ein Mikronährstoffkonzentrat sichert auch die Versorgung der für die Krankheit Parkinson wichtigen Mikronährstoffe:

Grundsätzlich ändert sich Ihr Mikronährstoffbedarf im Lauf des Lebens. Ältere Personen haben häufig chronische Mikronährstoffmängel, ausgelöst durch Mangelernährung, chronische Erkrankungen und Medikamente, die den Mikronährstoffbedarf zusätzlich erhöhen. Erhöhter oxidativer Stress wird u.a. mit der Entstehung der Parkinson-Erkrankung verknüpft.

Natürliche, antioxidativ wirksame Mikronährstoffe senken das Risiko an Parkinson zu erkranken. Von zahlreichen anderen sekundären Pflanzenstoffen wurden in den letzten Jahren schützende Effekte speziell der dopaminproduzierenden Nervenzellen nachgewiesen.

Verschiedene Mikronährstoffe können die Wirkung von Parkinson-Medikamenten einerseits unterstützen und die Nebenwirkungen gleichzeitig reduzieren. Besonders wichtig sind hier Antioxidantien.

Folsäure und B-Vitamine: Ein erhöhter Homocysteinämie-Spiegel im Blut ist bei Parkinson häufig, meist ausgelöst oder verschlimmert durch Parkinson-Medikamente. Homocystein ist ein Stoffwechselprodukt, das bei unvollständigem Abbau mit u.a. Atherosklerose, koronarer Herzerkrankung, Osteoporose und Demenz assoziiert wird. Zu viel Homocystein im Blut kann durch die Einnahme von Folsäure und B-Vitaminen reduziert werden, die für den Abbau von Homocystein unverzichtbar sind.

Coenzym Q10: Coenzym Q10 ist ein weiterer antioxidativer Mikronährstoff, der bei zusätzlicher Gabe den Verlauf der Parkinson-Erkrankung verlangsamen und neurologische Ausfälle reduzieren kann.

Omega-3-Fettsäuren: Auch Omega-3-Fettsäuren haben eine positive Wirkung auf die Parkinson-Erkrankung. Hochwertige Omega-3-Fettsäuren sind für die Stabilisierung der Zellmembranen der Nervenzellen wichtig. In Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass sie die von der Erkrankung betroffenen Nervenzellen der Tiere vor dem Absterben bewahren und sogar das dopaminherstellende System regenerieren können.

 

Mikronährstoffkonzentrate Testsieger



Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Mikronährstoffkonzentrat „LaVita“ hat sich dabei als besonders empfehlenswert herausgestellt. Das gesamte Testergebnis finden Sie hier.

 

Ausflug in die Wissenschaft

Experten-Tipp

Von vielen Fachleuten empfohlen werden natürliche flüssige Mikronährstoffkonzentrate – diese werden besser vom Körper aufgenommen als Pillen oder Tabletten, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern Sie alle Mikronährstoffe die der Körper täglich benötigt. Wir haben für Sie unabhängig verschiedene Mikronährstoffkonzentrate getestet. Hier erhalten Sie eine Übersicht empfohlener Präparate.

Ihre persönliche Gesundheitskompetenz

Verschiedene Säulen bilden die Basis bei der Therapie eines Parkinson-Syndroms. Die bekanntesten und vielfach angewendeten Hauptpfeiler sind die Therapie mit Medikamenten, Physiotherapie und Logopädie. Auch kann ein neurochirurgischer Eingriff wie die tiefe Hirnstimulation bei manchen Erkrankten Symptome lindern. Naturheilkundliche Therapien, Mikronährstofftherapie und eine optimal abgestimmte Ernährung untermauern und ergänzen die Behandlung bei Parkinson auf unverzichtbare Weise.

Der wichtigste zentrale Faktor ist Ihre eigene Gesundheitskompetenz:

  • Informieren Sie sich bestmöglich über Ihre Erkrankung.
  • Suchen Sie sich Ärzte und Therapeuten, bei denen Sie sich gut aufgehoben fühlen: Vertrauen ist die wichtigste-Basis in der Beziehung zu einem Therapeuten.
  • Tauschen Sie sich in Selbsthilfegruppen (auch für Angehörige) aus.
  • Halten Sie Untersuchungstermine und Therapiepläne ein.
  • Verändern Sie, wenn möglich, bestimmte Bereiche Ihres Lebensstils, welche positiven Einfluss auf die Erkrankung und allgemein auf Ihre Gesundheit haben können, v. a. Ernährung und Bewegung.

Empfohlene Ernährung bei Parkinson

Die Hinweise in der Wissenschaft häufen sich zunehmend, dass Parkinson im Darm entsteht und das Darmmikrobiom (früher auch Darm-Flora) und vorangegangene Infektionen für die Entstehung der Erkrankung verantwortlich sind. Immer mehr Erkrankungen werden mit der Zusammensetzung des Darmmikrobioms assoziiert wie Alzheimer, Multiple Sklerose und auch Depressionen. Ein entscheidender Faktor für die Zusammensetzung unseres Darmmikrobioms ist die Art der Ernährung und somit einer der wichtigsten Lebensstilfaktoren, die wir selbst ändern können, um zahlreichen Krankheiten schon präventiv zu begegnen.

Menschen mit Parkinson leiden oft unter Beschwerden, die eine ausreichende Aufnahme und Verstoffwechslung von gesunden Nahrungsmitteln zusätzlich erschweren: Schluckbeschwerden, Völlegefühl, fehlender Appetit, Übelkeit und Verstopfung sind häufige Begleiter, die das Risiko für eine Unter- und Fehlernährung leider deutlich erhöhen.

Eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung mit viel buntem Gemüse, Obst, hochwertigen Ölen und Kräutern, die auch noch appetitlich zubereitet ist, ist das Ideal. Häufige kleine statt großer Mahlzeiten sind gerade bei Schluckbeschwerden und fehlendem Appetit zu bevorzugen. Insgesamt sollten Sie eher darauf achten, dass die Energiebilanz Ihrer Nahrung hoch ist.

Da Verstopfung ein häufiges Problem ist, das durch die oft zunehmenden Bewegungseinschränkungen noch verstärkt wird, sind Ballaststoffe und andere die Darmpassage beschleunigende Lebensmittel wichtig. Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Miso, Quark und milchsauer eingelegte Gemüse sind probiotisch und können helfen, das Darm-Mikrobiom gesund zu halten.

Wenn Sie Parkinson-Medikamente tagsüber einnehmen, sollten Sie Eiweiß möglichst nicht während des Tages verzehren, sondern abends. Als Eiweiß-Lieferant sollten Sie möglichst nicht nur zu Fleisch, sondern auch häufiger zu Fisch und wenig blähenden Hülsenfrüchten (z. B. roten Linsen) greifen.

Auch auf die Flüssigkeitsaufnahme müssen Sie besonders achten: Mindestens zwei Liter Wasser sollten Sie täglich trinken, bei starkem Schwitzen (häufig in fortgeschrittenen Stadien) sogar noch mehr. Koffeinhaltige Getränke sind abends aufgrund von Schlafstörungen nicht empfehlenswert.

Zwei Studien aus dem Jahr 2017 zeigten, dass der häufige Konsum von Magermilchprodukten das Risiko für eine Parkinson-Erkrankung im Alter wohl erhöhe. Die dadurch erzeugten niedrigen Harnsäurewerte sind scheinbar ein durch Ernährung ausgelöster Risikofaktor.

Checkliste

Kompakt-Tipps: Das sollte Sie bei Parkinson in der Ernährung beachten

  • gesund, ausgewogen, viel Obst und Gemüse, Fisch, wenig Fleisch, Nüssen, hochwertigen Ölen, abwechslungsreich und vielseitig im Geschmack
  • kleine Mahlzeiten bevorzugen
  • Voll- statt Halbfettmilchprodukte
  • Appetit anregen: Essen, was Ihnen schmeckt
  • bei Schluckstörungen Suppen, Dips und Saucen mit festen Bestandteilen kombinieren
  • Ballaststoffe regen Darmbewegung an
  • viel trinken: mind. 2 L Wasser täglich
  • probiotische Lebensmittel in den Speiseplan integrieren
  • eiweißreiche Mahlzeiten nicht mit Parkinson-Medikamenten zusammen einnehmen
  • leicht verdauliche, weniger blähende oder scharfe Lebensmittel wählen
  • Lebensmittel mit fasriger oder krümeliger Konsistenz eher vermeiden

Integrative Therapie bei Parkinson

Naturheilkunde

Bockshornklee

Da Parkinson-Medikamente nach längerer Anwendungszeit starke Wirkungsschwankungen zeigen können und die Wahrscheinlichkeit für die Störung von Bewegungsabläufen (Dyskinesien) und Bewegungsstörungen (Dystonien) sich erhöht, suchen Wissenschaftler schon lange begleitende Maßnahmen aus der Naturheilkunde, besonders der Phytotherapie (Heilpflanzen). Indische Wissenschaftler entdeckten Bockshornklee, welcher eine Vielzahl an Antioxidantien und antientzündliche Stoffe enthält. Die Studie (mit jedoch sehr geringer Teilnehmerzahl) kam zum Ergebnis, dass Extrakte aus Bockhornkleesamen das Fortschreiten der Erkrankung zwar nicht verhindern, jedoch verlangsamen können – in Kombination mit Parkinson-Medikamenten. Es wird vermutet, dass Bockhornkleesamen die Zerstörung der dopaminhaltigen Nervenzellen hemmen.

 

Unsere Empfehlung


Wie wir mehrfach ausgeführt haben, scheint oxidativer Stress bei der Entstehung von Parkinson eine Rolle zu spielen. Ein Antioxidans aus Selleriesamen (D1-3-n-Butylphthalid) wird seit mehr als einer Dekade in China für die Behandlung von Schlaganfällen eingesetzt. Tierversuche zeigten laut einer Studie von 2011, dass die Extrakte aus Selleriesamen auch bei Parkinson vor Zellschädigungen durch freie Radikale schützen. Eine zusätzliche Therapie mit Selleriesamen sollte auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden – von einer Selbstmedikation auf eigene Faust raten wir Ihnen dringend ab. (9)

 

 

Unsere Empfehlung

 



Körpertemperatur – kühle Wickel im Sommer

An heißen Tagen müssen Sie besonders auf sich Acht geben: Menschen mit Parkinson haben oft Probleme, die Körpertemperatur zu regulieren und schwitzen schnell und stark. Kühle Umschläge, viel Wasser trinken und im Schatten bleiben sind essentiell für Sie, um keinen Hitzschlag zu bekommen und den Körper vor einer Austrocknung zu schützen.

 

Mahonienrinde bei „Salbengesicht“

Wenn Sie eine sehr fettige, wie dick eingecremte Gesichtshaut bekommen, können Präparate aus Mahonienrinde helfen, die Talgproduktion einzudämmen und die Haut vor Entzündungen zu schützen (kommt auch bei Schuppenflechte und Akne zum Einsatz). Salben können mehrmals täglich dünn auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

 

Physiotherapie und Logopädie bei Parkinson

Die Lebensqualität ist wie bei jeder Erkrankung auch bei Parkinson stark abhängig von Ihrer aktiven Teilhabe am Leben und Ihrem Grad der Unabhängigkeit. Physiotherapie fördert und verbessert die bei Parkinson eingeschränkte Beweglichkeit, Koordination und das Gleichgewicht und sollte jede medizinische Therapie von Anfang an begleiten. Die zu stark ausgeprägte Muskelspannung kann reguliert und Ausdauer und Kraft gestärkt werden.

Logopädie unterstützt die Behandlung von Sprachstörungen. Vielleicht entwickeln Sie, wie viele Menschen mit Parkinson, eine schwache, heisere Stimme, Stottern und Zittern, haben Schwierigkeiten bei der Artikulation und beim Beginn des Sprechens. Mit Fortschreiten der Erkrankung nehmen diese Beschwerden normalerweise zu und können zu schweren Kommunikationsproblemen führen.

 

Sport und Bewegung bei Parkinson

Beweglichkeit erhalten und verbessern – das steht im Zentrum bei der Therapie bei Parkinson. Sport und Bewegung beeinflussen unsere körperliche und geistige Gesundheit in großem Ausmaß. Neben Physiotherapie ist jede körperliche Betätigung, auch im Alltag, für Sie ein Zugewinn: Gehgeschwindigkeit, Muskelmasse- und kraft, Gleichgewicht, Koordination, Haltung, Selbstbewusstsein und Erfolgserlebnisse und nicht zuletzt Ihr Energiestoffwechsel werden durch körperliche Aktivität gesteigert und verbessert. Auch depressive Phasen können Sie durch regelmäßige Bewegung besser abfedern. Bei Parkinson sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Nordic Walking, Radfahren und Tanzen genauso wichtig wie Kraftsportarten zum Muskelaufbau und Yoga, Pilates oder Gymnastik. In weit fortgeschrittenem Stadium sind Training auf dem Heimtrainer oder leichte Wassergymnastik gute Optionen, um die Beweglichkeit und Lebensqualität weiter aufrechtzuerhalten.

Wichtig ist, die Sportart nach Alter, Stadium der Erkrankung und natürlich Ihrer persönlichen Präferenz auszuwählen; Ärzte und Physiotherapeuten können Sie bei der richtigen Auswahl beraten. Vor allem Sportgruppen sind eine gute Möglichkeit, in einem sozialen Rahmen fit und beweglich zu bleiben.

Medikamentöse Therapie bei Parkinson

Das-Wichtigste-in-Kürze

Medikamente in der Übersicht

Die Therapie bei Parkinson mit Medikamenten zielt auf die Erhöhung des Dopamin-Angebots im Gehirn ab und ist meist lebenslang. Das Ziel ist, die Symptome zu lindern – das Voranschreiten kann jedoch bis jetzt nicht aufgehalten werden. Die Medikamente beinhalten die Vorstufe des Botenstoffes Dopamin. Mit der Gabe zielt man darauf ab, die Dopaminkonzentration in den Basalzellen des Gehirns zu erhöhen.

 

Dopamin-Agonisten

Dopamin-Agonisten wirken wie Dopamin und stimulieren Dopamin-Rezeptoren.

 

COMT-Hemmer

COMT (Catechol-O-Methyltransferase-)-Hemmer können die Menge an verfügbarem Dopamin im Gehirn steigern. Wird in Kombination mit der Dopaminvorstufe eingesetzt.

 

MAO-B-Hemmer

Auch MAO- B-(Monoaminooxidase-B)-Hemmer verlangsamen den Abbau von Dopamin durch die Blockierung eines Dopamin-abbauenden Enzyms. Wird in Kombination mit der Dopaminvorstufe eingesetzt.

Die Erkrankung Parkinson kann bis jetzt nicht geheilt werden bzw. das Absterben der dopaminhaltigen Nervenzellen nicht aufgehalten werden. Jedoch können Symptome durch verschiedene Therapien gemildert und Ihre Lebensqualität so verbessert werden. Dazu gehören Medikamente, die Dopamin ersetzen oder in den Dopamin-Stoffwechsel eingreifen wie MAO-B-Hemmer und COMT-Hemmer. Die Behandlungsart ist hochgradig davon abhängig, wie weit fortgeschritten Ihre Parkinson-Erkrankung bei Diagnose ist.

Die Therapie bei Parkinson mit Medikamenten zielt auf die Erhöhung des Dopamin-Angebots im Gehirn ab und ist meist lebenslang. Das Ziel ist, die Symptome zu lindern – das Voranschreiten kann jedoch bis jetzt nicht aufgehalten werden. Besonders am Anfang der Einnahme (die ersten 3-5 Jahre) sprechen die Symptome zunächst gut an (wird auch „Honeymoon-Phase“ genannt).

Die Therapie mit Medikamenten muss sehr genau beobachtet und sensibel abgestimmt werden, um die optimalen Effekte für Sie zu erzielen. Meist muss die Dosierung im Verlauf der Erkrankung gesteigert werden. Die verschiedenen Medikamentengruppen führen entweder die Vorform Dopamins zu, stimulieren die Dopamin-Rezeptoren, steigern die Dopamin-Konzentration im zentralen Nervensystem  oder verlangsamen den Dopamin-Abbau im Gehirn.

Ihr Wissen über die Wirkung der Medikamente ist essentiell – das Fehlen oder die Verbesserung der Symptome ist direkt an die Medikation gekoppelt. Das plötzliche Absetzen der Medikamente kann einen Notfall wie die akinetische Krise (s. o.) auslösen.

 

Mehr Infos zu den Medikamentengruppen bei Parkinson finden Sie hier.

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/erkrankungen/parkinson-syndrom/therapie/

Operationen bei Parkinson

Deep Brain Stimulation – Tiefe Hirnstimulation bei Parkinson

Wenn medikamentöse oder andere Therapien keine Erfolge erzielen können, gibt es die Möglichkeit einen „Hirnschrittmacher“ ins betroffene Gebiet Ihres Gehirns neurochirurgisch einzusetzen. Das Wirkprinzip ist dem des Herzschrittmachers ähnlich: Teile des Gehirns werden durch eingesetzte Mikroelektroden elektrisch stimuliert. Diese rein symptomatische Behandlung (Stimulator aus -Symptome sind wieder da) verbessert v.a. die körperlichen Symptome bei Parkinson: Muskelsteife, Muskelzittern und die Bewegungsarmut. Die Entscheidung, sich dieser Operation zu unterziehen, muss mit Ihnen von mehreren Ärzten aus verschiedenen Fachbereichen gefällt werden, um ein möglichst hohes Verbesserungspotential für Sie mit gleichzeitig niedrigerem Risiko für Nebenwirkungen zu erreichen. Vor einer möglichen OP müssen Sie sich zahlreichen neurologischen und psychiatrischen Tests unterziehen, um das Für und Wider des Eingriffs abzuwägen.

Checkliste

Checkliste

Checkliste: Kompakte Empfehlungen bei Parkinson – das können Sie selbst tun

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen so gut als möglich über Ihre Erkrankung.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Physiotherapeuten, Logopäden, Ernährungsberater, Heilpraktiker,…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patient und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Gesunde Ernährung: Versuchen Sie sich gesund, frisch und ausgewogen zu ernähren. Vitamine, Ballaststoffe und probiotische Lebensmittel können den Organismus unterstützen mit den Folgen der Erkrankungen und Nebenwirkungen der Medikamente besser zurecht zu kommen. Parkinson-Medikamente sollten vorwiegend mit eiweißarmen Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Parkinson stehen besonders im Fokus: Folsäure, B-Vitamine, Coenzym Q10 und Omega-3-Fettsäuren. Wir haben für Sie unabhängig verschiedene Mikronährstoffkonzentrate getestet. Hier erhalten Sie eine Übersicht.
  • Bewegung: Bleiben Sie beweglich! Sport und Bewegung sind generell und gerade bei Parkinson essentiell, um die Lebensqualität so lange als möglich aufrecht zu erhalten. Physikalische Therapien sind ebenfalls wichtige Säulen der Parkinson-Therapie neben den klassischen Medikamenten.

Alles in Kürze

Das-Wichtigste-in-Kürze

Parkinson in der Übersicht

Unter Parkinson leiden in Deutschland ca. 250.000 Menschen. Das Risiko steigt mit fortschreitendem Lebensalter. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung nimmt die Krankheit Parkinson zu. Jedes Parkinson-Syndrom hat als Ursache aus unterschiedlichen Gründen einen Dopamin-Mangel. Der fehlende Botenstoff Dopamin führt zu den Bewegungsstörungen und vielen weiteren Symptomen. Die Symptome zeigen sich aber erst, wenn bereits 55 %- 60 % der dopamin-produzierenden Zellen abgestorben sind.

 

Symptome in der Übersicht

Frühe erste Anzeichen für einen Morbus Parkinson können einseitige Muskelverspannungen oder Schulterschmerzen, Riechstörungen, Verstopfung, nächtliche Unruhe oder Änderungen des Schriftbilds sein. Typische Störungen der Bewegungsabläufe machen sich bemerkbar durch Bewegungsarmut, Muskelsteifheit, meist einseitiges Ruhezittern und Unsicherheit im Stehen oder Gehen. Im späten Stadium folgen psychische Veränderungen. 30-40 % der Parkinson-Patienten entwickeln eine Parkinson-Demenz im Verlauf der Erkrankung.
Die akinetische Krise stellt einen akuten Notfall dar, der umgehend intensivmedizinisch behandelt werden muss.
Die Krankheit wird in 5 Stadien eingeteilt. Stadium 0 beginnt ohne Anzeichen und bei Stadium 5 sitzen Erkrankte im Rollstuhl/sind bettlägerig.

 

Prognose in der Übersicht

Der Verlauf ist sehr individuell, die Lebenserwartung ist abhängig vom Diagnosezeitraum. Eine frühe, optimal auf den Erkrankten abgestimmte Therapie, kann die Lebensqualität deutlich verbessern.

 

Diagnose in der Übersicht

Die Diagnose erfolgt zuerst über eine klinische-neurologische Untersuchung bei einem Neurologen. In frühen Stadien der Parkinson-Erkrankung kann eine sichere Diagnose jedoch nicht garantiert werden, da die typischen Symptome erst in späteren Stadien auftreten. Nach der neurologischen Untersuchung wird eine Szintigraphie durchgeführt, wodurch es möglich ist, das Dopaminsystem im Gehirn und seinen Ausfall darzustellen. Zudem kann somit ein atypisches von einem primären Parkinson-Syndrom unterschieden werden. Um andere Erkrankungen auszuschließen werden MRT und CT durchgeführt.

 

Therapie in der Übersicht

Mikronährstoffe

  • sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus
  • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen bei Parkinson. Besonders wichtig bei Parkinson sind folgende Mikronährstoffe: Folsäure, B-Vitamine, Omega-3-Fettsäure und Coenzym Q10
  • Natürliche, antioxidativ wirksame Mikronährstoffe senken das Risiko an Parkinson zu erkranken
  • Von zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen wurden in den letzten Jahren schützende Effekte speziell der dopaminproduzierenden Nervenzellen nachgewiesen
  • Einige der typischen Parkinson-Medikamente erhöhen zusätzlich Ihren Mikronährstoffbedarf. Zudem unterstützen Mikronährstoffe die Wirkung der Medikamente und verringern mögliche Nebenwirkungen
  • Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mikronährstoffbedarf ausreichend über die Ernährung zu decken, können moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen sinnvoll sein. Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

 

Fachübergreifende Therapie

  • Informieren Sie sich ausreichend über Ihre Erkrankung, und darüber was Sie selbst tun können, um Ihren Körper zu unterstützen.
  • Sollten Anzeichen für ein Parkinson-Syndrom vorhanden sein, ergreifen Sie selbst die Initiative

 

Ernährung

  • Zunehmend häufen sich Hinweise, dass Parkinson im Darm entsteht und das Darmmikrobiom für die Entstehung der Erkrankung verantwortlich ist. Wie unser Darmmikrobiom zusammengesetzt ist, entscheidet vor allem unsere Ernährung.  Sie ist also ein entscheidender Faktor, der zur Prävention genutzt werden kann.
  • Parkinson-Erkrankte leiden an einem erhöhten Risiko für eine Unter- und Fehlernährung. Eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung mit viel buntem Gemüse, Obst, hochwertigen Ölen und Kräutern, die auch noch appetitlich zubereitet ist, ist das Ideal.
  • Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Miso, Quark und milchsauer eingelegte Gemüse halten das Darm-Mikrobiom gesund. Bei Medikamenteneinnahme sollte eiweißreiche Kost auf den Abend gelegt werden.

 

Integrative Therapie

  • Antioxidantien aus z.B. Bockshornklee können das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.
  • Parkinson-Erkrankte können ihre Körpertemperatur nicht mehr richtig regulieren, im Sommer helfen kalte Umschläge vor Austrockung.
  • Präparate aus Mahonienrinde helfen, die Talgproduktion einzudämmen und die Haut vor Entzündungen zu schützen.
  • Physiotherapie fördert und verbessert die bei Parkinson eingeschränkte Beweglichkeit, Koordination und das Gleichgewicht.
  • Logopädie unterstützt die Behandlung von Sprachstörungen.
  • Sport und Bewegung beeinflussen unsere körperliche und geistige Gesundheit in großem Ausmaß. Neben Physiotherapie ist jede körperliche Betätigung, auch im Alltag, ein Zugewinn. Gehgeschwindigkeit, Muskelmasse- und kraft, Gleichgewicht, Koordination, Haltung, Selbstbewusstsein und Erfolgserlebnisse und nicht zuletzt Ihr Energiestoffwechsel werden durch körperliche Aktivität gesteigert und verbessert.

 

Medikamente in der Übersicht

Die Therapie bei Parkinson mit Medikamenten zielt auf die Erhöhung des Dopamin-Angebots im Gehirn ab und ist meist lebenslang. Das Ziel ist, die Symptome zu lindern – das Voranschreiten kann jedoch bis jetzt nicht aufgehalten werden. Die Medikamente beinhalten die Vorstufe des Botenstoffes Dopamin. Mit der Gabe zielt man darauf ab, die Dopaminkonzentration in den sog. Basalzellen des Gehirns zu erhöhen.

 

Dopamin-Agonisten

Dopamin-Agonisten wirken wie Dopamin und stimulieren Dopamin-Rezeptoren.

 

COMT-Hemmer

COMT (Catechol-O-Methyltransferase-)-Hemmer können die Menge an verfügbarem Dopamin im Gehirn steigern. Wird in Kombination mit der Dopaminvorstufe eingesetzt.

 

MAO-B-Hemmer

Auch MAO- B-(Monoaminooxidase-B)-Hemmer verlangsamen den Abbau von Dopamin durch die Blockierung eines Dopamin-abbauenden Enzyms. Wird in Kombination mit der Dopaminvorstufe eingesetzt.

Weitergehende Informationen und Alltagshelfer




Quellennachweise

  • Anastazja M. Gorecki et al.: Altered Gut Microbiome in Parkinson’s Disease and the Influence of Lipopolysaccharide in a Human α-Synuclein Over-Expressing Mouse Model. Front Neurosci. 2019; 13: 839. Published online 2019 Aug 7. doi: 10.3389/fnins.2019.00839
  • Martignoni E et al.: Homocysteine and Parkinson’s disease: a dangerous liaison? J Neurol Sci. 2007 Jun 15;257(1-2):31-7. Epub 2007 Mar 1.
  • Hughes KC et al.: Intake of dairy foods and risk of Parkinson disease. Neurology. 2017 Jul 4;89(1):46-52. doi: 10.1212/WNL.0000000000004057. Epub 2017 Jun 8.
  • Lau F.C. et al.: Nutritional intervention in brain aging: reducing the effects of inflammation and oxidative stress. Subcell Biochem. 2007 (42): S. 299-318
  • Shults C.W. et al.: Effects of coenzyme Q10in elderly Parkinson disease: evidence of slowing of the functional decline. Arch Neurol 2002 (10): S. 1541-1550
  • Coulombe K. et al.: Partial neurorescue effects of DHA following a 6-OHDA lesion of the mouse dopamin system. J Nutr Biochem. 2016 Apr;30: S. 133-142
  • Xiong N, Huang J, Chen C, Zhao Y, Zhang Z, Jia M, Zhang Z, Hou L, Yang H, Cao X, Liang Z, Zhang Y, Sun S, Lin Z, Wang T. Dl-3-n-butylphthalide, a natural antioxidant, protects dopamin neurons in rotenone models for Parkinson’s disease. Neurobiol Aging 2011; doi: 10.1016/j.neurobiolaging.2011.03.007
  • Herd CP et al.: Logopädie (Sprecherziehung) für Sprach-Probleme bei Parkinson-Krankheit. Cochrane Review 15. August 2012.