Prämenstruelles Syndrom (PMS) – Ursachen, Symptome und ganzheitliche Behandlung

Viele Frauen kennen diese Tage vor den Tagen: Stimmungsschwankungen, Heißhungerattacken, Wassereinlagerungen, Verdauungsbeschwerden oder Unterleibsschmerzen. Manche empfinden sie nur als unangenehm, andere leiden jedoch regelrecht unter den Symptomen. Eine umfangreiche Übersicht über das prämenstruelle Syndrom und vor allem, was Sie selbst tun können, um die Signale Ihres Körpers besser zu verstehen und Beschwerden zu lindern, finden Sie in unserem Artikel.

Experte:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 19. October 2020

PMS – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Was ist PMS? Das prämenstruelle Syndrom ist durch vielfältige körperliche und seelische Beschwerden gekennzeichnet, die in der zweiten Zyklushälfte auftreten und mit der Regelblutung enden. Etwa 70 – 80 % aller Frauen im gebärfähigen Alter sind betroffen.
  • Ursachen & Risikofaktoren: Die genauen Ursachen sind noch unbekannt. Jedoch scheinen Vererbung, hormonelle Ungleichgewichte und Lebensstil eine Rolle zu spielen.
  • Symptome: Die Beschwerden reichen von leichten Befindlichkeitsstörungen bis hin zu schweren depressiven Episoden und Regelschmerzen, die Alltag und Lebensqualität erheblich einschränken.
  • Diagnose und Tests: PMS ist eine Ausschlussdiagnose.
  • Prognose und Verlauf: Verläufe sind sehr individuell. Mit einer geeigneten Therapie kann es zu einer Besserung der Beschwerden kommen bis hin zu völliger Symptomfreiheit.
  • Empfohlene Ernährung: Eine gesunde Ernährung kann sich auf die prämenstruellen Beschwerden sehr positiv auswirken. Insbesondere an den Tagen, an denen die Symptome besonders ausgeprägt sind, kann allein eine pflanzenlastige Kost und der Verzicht auf Genussmittel das Wohlbefinden verbessern.
  • Therapie:
    • Mikronährstoffe: Mikronährstoffe, um Beschwerden zu lindern und Nebenwirkungen von Medikamenten zu reduzieren. Besonders wichtig sind Magnesium, Calcium, Gamma-Linolensäure, Vitamin D und E sowie die B-Vitamine.
    • Lebensstil: Ausreichende Aufnahme von Wasser, mäßiger Sport, regelmäßige Auszeiten, Entspannungsmethoden, ausreichend Schlaf, eine positive Lebenseinstellung und Verzicht auf Alkohol und Nikotin können sich positiv auf PMS auswirken.
    • konventionelle Therapie: Medikamente werden symptomatisch eingesetzt, z. B. Ibuprofen, ASS, Diuretika, in schweren Fällen Antidepressiva. Nutzen und Risiko sollten vorher abgewogen werden.
    • Ganzheitliche Therapie: Heilpflanzen, Akupunktur, Wärmeanwendungen, trockenes Schröpfen, Hormon-Yoga und ätherische Öle.
  • Checkliste und Empfehlungen bei PMS: Das können Sie selbst tun bei PMS

Was ist PMS?

Das-Wichtigste-in-Kürze

PMS in der Übersicht

  • Das prämenstruelle Syndrom bezeichnet vielfältige körperliche und emotionale Beschwerden, die in der zweiten Zyklushälfte der Frau auftreten und mit Einsetzen der Regelblutung enden.
  • Annähernd 70 bis 80 % aller Frauen im gebärfähigen Alter sind von PMS betroffen.
  • Eine extreme Ausprägung ist die prämenstruelle dysphorische Störung (PDMS), deren vorrangig psychische Symptome eine depressive Ausprägung annehmen können und die Lebensqualität erheblich einschränken.
  • Je nach Hauptsymptomatik werden fünf PMS-Typen unterschieden

Vorkommen und Auftreten

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) bezeichnet eine Vielfalt körperlicher und emotionaler Beschwerden bei Frauen, die zyklusabhängig in der Zeit zwischen Eisprung und dem Beginn der Regelblutung in jedem Monatszyklus einer Frau auftreten können und mit dem Einsetzen der Blutung aufhören.

PMS wird in fünf Gruppen unterteilt. Die Zuordnung zu einer Gruppe orientiert sich an den Hauptbeschwerden der Betroffenen:

  • Depression
  • Reizbarkeit
  • Gelüste
  • Wassereinlagerungen
  • Schmerzen

 

Da die prämenstruellen Symptome in unterschiedlicher Ausprägung auftreten, von jeder Frau subjektiv anders wahrgenommen und sogar in jedem Zyklus von unterschiedlicher Intensität erlebt werden können, sucht nur ein geringer Prozentsatz der betroffenen Frauen ärztlichen Rat. Daher geht man davon aus, dass schätzungsweise 70 bis 80 % aller Frauen im gebärfähigen Alter vom PMS betroffen sind.

 

Krankheitswert hat jedoch die Extremform des PMS, die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS), deren vorrangig psychische Symptome wesentlich stärker ausfallen, bis hin zu depressiver Ausprägung, und häufig den Alltag der Betroffenen erheblich einschränken. Charakteristisch ist jedoch auch bei diesen Beschwerden, dass sie mit Beginn der Menstruation wieder verschwinden. Dies grenzt die prämenstruelle dysphorische Störung klar von anderen Formen klinischer, behandlungsbedürftiger Arten der Depression ab.

 

 

 

Ursachen und Risikofaktoren

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Ursachen und Risikofaktoren in der Übersicht

  • Die Ursache ist nicht eindeutig geklärt, jedoch scheinen Vererbung, hormonelle Dysbalancen und Lebensstil eine Rolle zu spielen. In der Anamnese stellt sich meist eine familiäre Häufung heraus, was auf einen epigenetischen Zusammenhang hinweist.
  • Stress, Unzufriedenheit und eine negative Lebenseinstellung führen zu einer erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen, wodurch PMS Beschwerden verstärkt werden.
  • Auch psychische Ursachen können an der Entstehung eines prämenstruellen Syndroms beteiligt sein. Insbesondere der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS), die mit ausgeprägten depressiven Episoden einhergeht, kann eine psychische Komponente zugrunde liegen.
  • Außerdem kann zu wenig Bewegung sowie eine ungünstige Ernährung, mit der ein Mikronährstoffmangel einhergeht, die PMS-Symptomatik auslösen beziehungsweise bestehende Beschwerden verschlimmern.

Die genaue Ursache des PMS ist noch unbekannt. In Studien konnte beobachtet werden, dass das prämenstruelle Syndrom gehäuft in Familien oder bei Zwillingen auftritt. Daher liegt die Vermutung nahe, dass eine erbliche Komponente den Beschwerden zugrunde liegt.1

Auch ein Ungleichgewicht im Hormonsystem wird als Auslöser für die Beschwerden angenommen, da die Symptome nach dem Eisprung mit Anstieg des Hormons Progesteron einsetzen und mit dem Anstieg der Östrogenausschüttung wieder verschwinden. Die hormonellen Schwankungen beeinflussen den Serotonin-Stoffwechsel, der vor Menstruationsbeginn deutlich absinkt, wodurch Stimmungsschwankungen und Schmerzen begünstigt werden. Zudem können eine übermäßige Prolaktinausschüttung sowie Störungen der Schilddrüse zur Auslösung oder Verstärkung des PMS beitragen.

 

Psychische Ursachen sollten besonders bei ausgeprägten Symptomen mit in Betracht gezogen werden. Unbewusste Ängste und Überzeugungen, unbewältigte Konflikte oder negative Erfahrungen können einen nicht unerheblichen Anteil an den Beschwerden haben. Die innere Anspannung führt nicht nur zu Stimmungsschwankungen, sondern erhöht die Ausschüttung von Stresshormonen und Botenstoffen, die vielfältige Auswirkungen auf den Organismus haben, u. a. Muskelanspannung, hormonelle Dysfunktion, Schlafstörungen, Weinerlichkeit oder Stimmungslabilität bis hin zu depressiven Ausprägungen.

Darüber hinaus begünstigen Schlaf- und Bewegungsmangel, ein hoher Koffein- oder Nikotinkonsum sowie Stress die prämenstruellen Beschwerden.

 

Ebenso ist eine ungünstige Ernährung ursächlich für das PMS. Ein hoher Zuckerkonsum, industriell verarbeitete Nahrungsmittel, Produkte aus Weißmehl statt Vollkorn sowie der übermäßige Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten führen zu Übersäuerung, Stoffwechselstörungen und zahlreichen weiteren funktionellen Störungen, die die zahlreichen Symptome vor der Periode beeinflussen. Eine Ernährung, die reich an Vitamin D und Kalzium ist, senkt dagegen das Risiko für die Entwicklung des prämenstruellen Syndroms, wie Wissenschaftler nachweisen konnten.3

 

Nicht zuletzt führen Stress, Unzufriedenheit und eine negative Haltung dem Leben gegenüber zu einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen. Diese verstärken das hormonelle Ungleichgewicht und die Stimmungslage noch mehr, führen zur Anspannung der Muskulatur, Durchblutungsstörungen in den Bauchorganen sowie den feinen Blutgefäßen und wirken sich ungünstig auf Schlaf, Konzentration und Nervensystem aus. Stress kann somit die prämenstruellen Beschwerden nicht nur verschlimmern, sondern das PMS auch auslösen.

Was ist Übersäuerung und wie kann man das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherstellen?

Unser Körper verstoffwechselt alles was wir essen und trinken, je nach Zusammensetzung der Lebensmittel, zu Säuren oder Basen. Für die Gesundheit wichtig ist eine basenüberschüssige Ernährung. Unsere westlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten führen jedoch zu einem Säureüberschuss im Körper. Langfristig zeigt sich das in funktionellen Störungen des Organismus, die man zum Beispiel an andauernder Erschöpfung und Abgeschlagenheit, Karies, Haut- und Verdauungsproblemen oder Haarausfall erkennen kann. Langfristig führt Übersäuerung zu zahlreichen Erkrankungen, allen voran Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose.

 

Ursachen für einen übersäuerten Organismus sind:

  • Ernährungsgewohnheiten, die viele Säurebildner enthalten wie Fleisch, Wurst, und Milchprodukte, Auszugsmehl, Zucker, Süßigkeiten, alle industriell gefertigten Nahrungsmittel, Alkohol und Kaffee
  • Ein stressiger Alltag, wenig Bewegung, wenig Erholungszeiten
  • Psychische Belastung, Sorgen und Konflikte
  • Sauerstoffmangel durch flache Atmung und wenig frische Luft

 

Die Entgiftungsorgane wie Leber, Niere, Lunge, Darm und Haut können einen großen Teil der Säuren, die im Stoffwechselprozess entstehen, abpuffern und ausleiten. Zur Pufferung braucht der Körper Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Zink, die bei einer ungünstigen Ernährung aus den körpereigenen Mineralstoffspeichern wie dem Haarboden, den Zähnen und den Knochen gelöst wird. Auch über die Lunge wird eine beträchtliche Menge an Säuren abgeatmet sowie über die Nieren durch ausreichend Trinken von Wasser ausgeschieden. Wird dem Körper jedoch über einen langen Zeitraum ein Säureüberschuss zugemutet, führt das zu einer Überlastung. Das Zuviel an Säuren kann nicht mehr ausgeschieden werden, sondern wird in Gelenken, Muskeln und im Bindegewebe eingelagert.

 

Um das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherzustellen, gibt es einige Grundsätze, die zu festen Lebensgewohnheiten werden sollten:

  • Basenüberschüssige, mineralstoffreiche Ernährung mit viel Rohkost oder schonend gedünstetem Gemüse, Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Mandeln, Samen, Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, frischen Kräutern und Gewürzen
  • Sport und Bewegung, die zu einer vermehrten Atmung und damit Säureausscheidung über die Lungen führt; außerdem baut Sport Stresshormone ab, die wiederum die Säureproduktion im Organismus anregen
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Qi Gong etc., die ebenfalls Stresshormone reduzieren
  • Trinken von Wasser oder Kräutertees, um Säuren über die Nieren auszuscheiden
  • Ausreichend Schlaf und Ruhezeiten

Symptome des PMS

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Symptome in der Übersicht

  • Die Beschwerden reichen von leichten Befindlichkeitsstörungen bis hin zu schweren depressiven Episoden und Schmerzen, die Alltag und Lebensqualität erheblich einschränken.
  • Die Symptome sind vielfältig und können sich im gesamten Körper sowie psychisch manifestieren.
    • Körperlich: Unterleibsschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Wassereinlagerung, Kreislaufprobleme, Spannungsgefühl in den Brüsten, Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Überempfindlichkeit für Gerüche, Temperatur, Geräusche etc.
    • Psychisch: Stimmungsschwankungen, Ängste, Schlafstörungen, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen

Die Symptome des prämenstruellen Syndroms sind vielfältig. Etwa 25 % aller Frauen klagen über stark ausgeprägte Befindlichkeitsstörungen, 3 bis 8 % leiden unter besonders schweren Ausprägungen der Symptomatik, die mit Einschränkungen in ihrem Alltag, in der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit wie auch in ihrer Freizeit verbunden sind.

Die zahlreichen Beschwerden können im gesamten Körper auftreten und auch die Psyche mehr oder weniger stark beeinträchtigen.

 

Obwohl die häufigen Symptome von den meisten Patientinnen als unangenehm und einschränkend empfunden werden, haben nur wenige einen echten Krankheitswert. Zu diesen zählt die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS), die einer Depression ähnelt.

 

Charakteristisch für alle Beschwerden ist, dass sie während des weiblichen Zyklus nur in der zweiten Zyklushälfte bzw. wenige Tage vor dem Beginn der Periode auftreten und mit Einsetzen der Regelblutung wieder verschwinden.

Während der Wechseljahre kann es aufgrund der ausgeprägten Hormonschwankungen zu einer Verstärkung der Symptome kommen, die bisweilen jedoch über Wochen anhalten können, da die hormonelle Umstellung auch unregelmäßigere Zyklen mit sich bringt.

 

Im Folgenden finden Sie eine umfangreiche Übersicht und Beschreibung der zahlreichen Beschwerden:

Körperliche Symptome

  • Regelschmerzen im Unterleib, Schmerzen oder Schwellung der Geschlechtsorgane
  • Schwellung und Spannungsgefühl bis hin zu Schmerzen in den Brüsten aufgrund von Wassereinlagerungen
  • Zwischenblutung, Schmierblutung
  • Blähbauch, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Heißhunger, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung (auch im Wechsel)
  • Wassereinlagerungen, die sich in den Augenlidern, Brüsten, im Bauchbereich oder in den Beinen manifestieren können und zu einer Gewichtszunahme führen können
  • Kopfschmerzen, Migräneanfälle
  • Schmerzen oder Ziehen im unteren Rücken, Muskel- oder Gelenkschmerzen
  • Herzrasen, Schweißausbrüche
  • Hautunreinheiten, Pickel
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Schlafprobleme
  • erhöhte Sensibilität auf Reize wie Gerüche, Geräusche, Licht

 

 

Psychische Symptome

  • Reizbarkeit, Neigung zu Wutausbrüchen
  • Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsstörungen, Zerstreutheit, Vergesslichkeit
  • Innere Unruhe, Anspannung, Nervosität
  • Traurigkeit, Weinerlichkeit, sozialer Rückzug
  • Ängste, Panikattacken
  • depressive Verstimmung bis hin zu behandlungsbedürftiger depressiver Symptomatik
  • prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS)

 

 

Klassifizierung des PMS

 

Das prämenstruelle Syndrom wird in fünf Gruppen unterteilt. Die Zuordnung zu einer Gruppe orientiert sich an den Hauptbeschwerden der Betroffenen.

Die Einteilung in verschiedene PMS-Typen ist hilfreich, um Zusammenhänge und auslösende Faktoren besser zu verstehen. Außerdem kann die Klassifizierung von Therapeuten herangezogen werden, um einen individuellen Therapieplan für die Betroffenen zu erstellen. Grundsätzlich können bei jeder Frau Symptome aus allen Gruppen in unterschiedlicher Ausprägung auftreten.

 

  • PMS-Typ A (Anxiety = Angst)

Dieser Typ kommt am häufigsten vor und betrifft ca. 70 % aller Betroffenen.

Hauptsymptome sind Stimmungsschwankungen, Ängste, Unsicherheit, Traurigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen. Als Ursache wird ein hoher Östrogen- und ein niedriger Progesteronspiegel angenommen. Der hohe Östrogenspiegel wirkt sich negativ auf den Dopaminspiegel aus, was die Hauptsymptome hervorruft.

 

  • PMS-Typ H (Hyperhydratation = Wassereinlagerungen)

Bei diesem Typ sind die Hauptsymptome Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe, Spannungsgefühl in der Brust und Gewichtszunahme. Auch bei diesem Typ ist der Östrogenspiegel erhöht und der Progesteronspiegel zu niedrig. Die große Östrogenmenge begünstigt die Ausschüttung von Serotonin und Aldosteron. Aldosteron sorgt dafür, dass die Niere weniger Flüssigkeit ausscheidet, während Serotonin die Durchlässigkeit der Blutgefäße erhöht, was im Zusammenspiel zu einer erhöhten Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe führt.

Hier ist vermutlich ein zu hoher Aldosteron-Spiegel im Blut verantwortlich.

 

  • PMS-Typ C (Craving = Verlangen)

Bei diesen Frauen sind Symptome wie Heißhunger, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kreislaufprobleme und Schwindel charakteristisch. Diese entstehen durch den in der zweiten Zyklushälfte abfallenden Blutzuckerspiegel.

 

  • PMS-Typ D (Depression)

Diese Kategorie kommt in ihrer reinen Form am seltensten vor. Eine depressive Stimmungslage, Vergesslichkeit, Antriebslosigkeit und Schlaflosigkeit kennzeichnen diesen Typ. Ursächlich ist vermutlich ein hoher Progesteron- sowie ein niedriger Östrogenspiegel bzw. eine zu geringe Ausschüttung der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin.

 

  • PMS-Typ P (Pain = Schmerz)

Diese Frauen leiden hauptsächlich unter Kopf- und Rückenschmerzen sowie Unterleibskrämpfen, die zum Teil auch noch während der Regel auftreten.

Grund für die Schmerzen ist die erhöhte Konzentration von Prostaglandinen (zentrale Botenstoffe bei der Schmerzentstehung), die bewirken, dass sich die Gebärmuttermuskulatur zusammenzieht und die Schleimhaut abstößt.

 

Hormone

Progesteron wird hauptsächlich in der zweiten Zyklushälfte gebildet und bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einbettung der befruchteten Eizelle vor. In wesentlich höherer Konzentration wird es während der Schwangerschaft ausgeschüttet.

 

Östrogen fördert die Reifung einer befruchtungsfähigen Eizelle und löst indirekt den Eisprung aus. Zudem haben Östrogene eine wesentliche Bedeutung im Knochenstoffwechsel und für das Immunsystem.

 

Prolaktin ist ein Hormon, das vor allem während der Schwangerschaft für das Wachstum der Brustdrüse und während der Stillzeit für die Bildung der Muttermilch verantwortlich ist. Darüber hinaus hat es Einfluss auf die Psyche und unterdrückt den Eisprung.

 

Aldosteron ist ein Hormon der Nebennierenrinde, das Einfluss auf den Blutdruck und das Blutvolumen hat und die Rückresorption von Natrium fördert, wodurch vermehrt Wasser im Körper gebunden wird.

Neurotransmitter

Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe, die die Reizweiterleitung von einer Nervenzelle auf andere Nervenzellen übertragen.

 

Dopamin ist ein Neurotransmitter im Gehirn, der Motivation und Antrieb fördert und positive Gefühlserlebnisse vermittelt.

 

Serotonin beeinflusst neben vielen anderen Prozessen auch unsere Emotionen, steuert wie das Dopamin Stimmung und Antrieb und wird im Volksmund als „Glückshormon“ bezeichnet.

Diagnose und Test: PMS feststellen

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Diagnose in der Übersicht

  • PMS ist eine Ausschlussdiagnose.
  • Um andere Ursachen auszuschließen wird eine Blutuntersuchung durchgeführt.

Die Diagnose PMS ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Sie wird gestellt, wenn andere Erkrankungen, die mit einer ähnlichen Symptomatik einhergehen (Differentialdiagnosen), ausgeschlossen werden können.

 

In einer umfangreichen Anamnese stellt sich meist heraus, dass die prämenstruellen Beschwerden in der Familie gehäuft auftreten. Charakteristisch ist zudem, dass die Beschwerden zyklisch auftreten und mit dem Einsetzen der Regelblutung enden.

Hilfreich zur Diagnosefindung kann ein Symptomtagebuch sein, in dem die Beschwerden über mehrere Zyklen hinweg nach Art, Zeitpunkt und Intensität dokumentiert werden.

 

Um andere Ursachen auszuschließen, werden, je nach Art der Beschwerden, in einer Blutuntersuchung u. a. Schilddrüsenwerte, Entzündungsmarker und der Hormonstatus bestimmt.

 

Eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter gibt Aufschluss, ob eine Endometriose (Schleimhautgewebewachstum ähnlich dem in der Gebärmutter, nur außerhalb der Gebärmutterhöhle) vorliegt.

 

Eine Möglichkeit, um sich selbst einen Überblick über die aktuelle Hormonsituation zu verschaffen, ist die Durchführung eines Hormonspeicheltests. Dieser kann zuhause durchgeführt und anschließend an ein Labor geschickt werden. Wenige Tage später erhält man eine für Laien verständliche Interpretation des Ergebnisses sowie einen möglichen therapeutischen Behandlungsansatz.

 

Hormonspeicheltest

Sie ermitteln den aktuellen Hormonstatus und zeigen bereits geringste Veränderungen auf, die das hormonelle Gleichgewicht aus der Balance bringen. Im Speichel können die sogenannten freien, aktiven Hormone gemessen werden. Freie Hormone sind biologisch wirksam, da sie im Blut zirkulieren und in die Zellen eindringen können. Außerdem kann die Probenentnahme völlig schmerzfrei von zuhause aus durchgeführt werden. Auch Tagesprofile können gut sichtbar gemacht werden.

Bei der Ermittlung des Hormonstatus durch einen Bluttest werden sowohl die freien als auch die an Eiweiße gebundenen Hormone ohne Differenzierung erfasst. Aussagekräftig für die momentane Hormonsituation sind jedoch die freien, ungebundenen Hormone. Mehrmalige Probenentnahmen in nüchternem Zustand, um ein Tagesprofil zu erstellen, sind schwer umsetzbar. Dafür ist ein großes Spektrum an Hormonen mit einem einzigen Bluttest messbar.

Die Hormonspeicheltest sind unter Medizinern umstritten, da es keine wissenschaftlichen Referenzwerte gibt und die Ergebnisse des Tests von der Tageszeit abhängig sind. 21

Unser Hormonsystem ist ein sensibles Zusammenspiel aus zahlreichen Hormonen, die auf innere und äußere Reize reagieren und bei einem Ungleichgewicht Symptome im gesamten Organismus auslösen können. Ein Hormonspeicheltest kann Hinweise darauf geben, ob beispielsweise erhöhte Stresshormone die PMS-Beschwerden verursachen. Eine ausführliche Erläuterung des Ergebnisses kann therapeutische Ansätze aufzeigen.

 

Unsere Produktempfehlung für einen Hormonspeicheltest zur Ermittlung des aktuellen Hormonstatus

Möglicher Krankheitsverlauf und Prognose

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Krankheitsverlauf in der Übersicht

  • Prognose und Verlauf sind höchst individuell.
  • Bei der geeigneten Therapie kann es zu einer Besserung der Beschwerden kommen bis hin zu völliger Symptomfreiheit.
  • Nach den Wechseljahren treten normalerweise keine Beschwerden mehr auf.

 

Eine genaue Prognose des Verlaufs eines prämenstruellen Syndroms ist schwierig, da die Beschwerden von Frau zu Frau variieren und von Zyklus zu Zyklus unterschiedlich stark und ausgeprägt sein können. Wird die individuelle Ursache des PMS entdeckt und schlägt die entsprechende Therapie an, bessern sich die Symptome oder sie verschwinden ganz. Generell ist festzustellen, dass die Beschwerden mit Beginn der Wechseljahre (Klimakterium) zunehmen oder fließend in Wechseljahresbeschwerden übergehen können. Nach den Wechseljahren treten normalerweise keine Beschwerden mehr auf.

Wissenschaftler haben zudem festgestellt, dass konsequente Nahrungsergänzung mit Mikronährstoffen nicht nur die Intensität der Beschwerden abschwächt, sondern möglicherweise die Entwicklung des PMS vollständig verhindern kann.2

 

Ernährung bei PMS

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Ernährung in der Übersicht

  • Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen.
  • Eine gesunde Ernährung ist vor allem abwechslungsreich und reich an Vitaminen und weiteren Mikronährstoffen – das Gegenteil der Western Diet.
  • Wichtig ist, dass unsere tägliche Ernährung reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthält. Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.

Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen. Diese chronische Entzündung lässt Arterien verkalken, schwächt unseren Darm und unser Immunsystem, beeinflusst unsere Psyche negativ und lässt letztlich Zellstress entstehen. Mit einer gesunden Ernährung können Sie die Beschwerden beim prämenstruellen Syndrom in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:

  • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
  • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
  • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die prämenstruellen Beschwerden
  • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

 

Probleme der heutigen Ernährung

Obwohl in Deutschland kein Mangel an Nahrungsmittelvielfalt herrscht, wird eine naturbelassene Ernährung mit vielen qualitativ hochwertigen und unverarbeiteten Produkten immer seltener. Volle Arbeitstage, Alltagsstress, keine Zeit zu kochen und auch der Mangel an Wissen und Fähigkeiten führen zunehmend zu einer ungesunden Ernährung.

 

Fertigprodukte statt frisch kochen: Western Diet

Diese Art der Ernährung wird oft unter dem Begriff Western Diet zusammengefasst, weil sie vor allem in den westlichen Industrieländern weit verbreitet ist und sich zunehmend auch in Ländern mit traditionell gesunder Ernährung ausbreitet – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.

 

Western Diet

hochkalorisch, zuckerreich, gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, salzreich, viele Konservierungsstoffe und hochverarbeitete Produkte (Fastfood, Fertigprodukte, „Junkfood“) – dagegen wenig frisches Obst und Gemüse, keine hochwertigen Pflanzenöle, wenig komplexe Kohlenhydrate, wenige Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe.

Nährstoffzufuhr aus dem Gleichgewicht

Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen. Unsere Lebensmittel setzen sich zum einen aus Makronährstoffen zusammen, die uns Energie und Baumaterial liefern: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße.

Auf der anderen Seite enthalten Lebensmittel auch unzählige Mikronährstoffe, die das Umsetzen der Makronährstoffe im Stoffwechsel erst möglich machen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fettsäuren, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.

Ungesund wird eine Ernährung dann, wenn die einzelnen Gruppen nicht mehr im Gleichgewicht zueinanderstehen. Arbeit findet z. B. heute sehr oft als sitzende Tätigkeit am Schreibtisch statt, wo keine bis kaum Kalorien verbrannt werden – jedoch dominieren Kohlenhydrate nach wie vor zu einem großen Anteil unsere tägliche Ernährung, was die Entwicklung einer chronischen Entzündung besonders fördert – das ständige Zuviel.

 

Anti-entzündliche Ernährung: Profitieren Sie auf allen Ebenen

Erst starke prämenstruelle Beschwerden mit Schmerzen, psychisch labiler Stimmungslage und zahlreichen weiteren Symptomen, die uns in unserem Alltag und unserem Wohlbefinden drastisch einschränken, lassen uns aufhorchen.

Sich gesund zu ernähren heißt nicht sich selbst zu kasteien, zu verzichten oder strikte Pläne einzuhalten. Es bedeutet Neues kennenzulernen, alte Wege zu verlassen und sich jeden Tag fitter, gesünder und leistungsfähiger zu fühlen statt immer müde, abgeschlagen und energielos. Sie können dabei Schritt für Schritt etwas an Ihrer Ernährung ändern, statt zu versuchen, von heute auf morgen alles auf den Kopf zu stellen. Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.

 

Was ist antientzündliche Ernährung?

Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Eine pro-entzündliche Ernährung ist einer der Hauptauslöser für eine chronisch-schwelende Entzündung in unserem Körper, die stille Entzündung (silent inflammation).

Die folgende Tabelle stellt Ihnen wichtige anti- und pro-entzündliche Nahrungsmittelgruppen vor:

 

Anti-entzündliche Nahrungsmittel und pro-entzündliche Nahrungsmittel

 

PRO Anti-entzündliche Ernährung (mediterrane Diät)KONTRA
Pro-entzündliche Ernährung („Westliche“ Diät)
Olivenöl, Walnussöl, Leinöl, Hanfölfrittierte Lebensmittel, Margarine, Sonnenblumenöl, Schweineschmalz, Sojaöl, Maiskernöl
Obst (zuckerarme Sorten bevorzugen: Beeren, Zitrusfrüchtw, Äpfel
Gemüse (mindestens „5 am Tag“: grüne Blattgemüse, Brokkoli, Spinat, Kohlsorten, Topinambur, alle Salate, Wildkräuter
Fast Food, Fertigprodukte, Süßigkeiten, industriell gefertigte Snacks
Vollkornprodukte: Getreideprodukte aus dem vollen Korn inklusive aller BallaststoffeProdukte aus Auszugsmehlen („Weiß“), Weizen
Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Tofu, Eier: moderater Konsum (mind. Bio-Freiland-HaltungWurstwaren, viele Milchprodukte
fetter Seefisch: Lachs, Makrele, SardinenSchweinefleisch
frische Kräuter, antientzündliche Gewürze wie Chilli, Kurkuma, Ingwer
Sulfide: Knoblauch, Zwiebeln, Meerettich
sehr salzreich
Getränke und Tee: Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, grüner TeeSoftdrinks, häufiger Alkoholkonsum Milchmixgetränke
Nüsse und Saaten: Walnüsse, Leinsamen, Pinienkerne, Kürbiskerne, MacadamianüsseErdnüsse, gesalzene und aromatisierte „Knabbernüsse“
Probiotika: Kefir, Joghurt, milchsauer eingelegte Gemüse, Misopaste

Weitere Eckpunkte einer gesunden Ernährung sind:

  • Flexitarismus: Insgesamt sollte Ihre Ernährung vorwiegend pflanzenbasiert ausgerichtet sein – Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind in Maßen zu genießen, dafür in hochwertiger Qualität.
  • Mittelmeer-Diät: Gute Orientierung bei einer anti-entzündlichen Ernährung bietet die mediterrane Ernährung – Menschen, die sich traditionell nach der Mittelmeerdiät ernähren, leiden seltener unter der chronischen Entzündung und deren Folgen, z. B. weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Regional und saisonal: Produkte aus der Region, die keinen weiten Anreiseweg hatten, sind frischer und oft nährstoffreicher. Viele Superfoods haben einheimische „Verwandte“ wie z. B. Leinsamen (statt Chiasamen) oder Hagebutten (statt Goji-Beeren).
  • Gesunde Fette: Fett reduzieren ist passé, viel wichtiger, ist die richtigen Fette aufzunehmen: Die optimalen Quellen sind kaltgepresste, hochwertige Öle. Dabei sollte der Anteil der Omega-3-Fettsäuren möglichst hoch sein, da sie im Gegensatz zu den Omega-6-Fettsäuren entzündungs- und schmerzhemmend wirken.
  • Kohlenhydrate reduzieren: Essen Sie insgesamt weniger Kohlenhydrate, also weniger weißes Brot, weniger weiße Nudeln und Reis. Zu viele dieser getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht der Botenstoffe.
  • Vegetarismus und Veganismus sind Ernährungsformen, die sehr gesund und ausgewogen sein können, aber nicht automatisch sind: Wenn viele oben genannte Nahrungsmittel integriert werden und auf ausreichend Mikronährstoffzufuhr geachtet wird. Auch der vegane Trend hat viele Fertigprodukte auf den Markt gebracht, die oft mit einer gesunden Ernährung nichts mehr gemeinsam haben. Achten Sie also weniger auf ein „Label“, sondern auf Ausgewogenheit.
  • Achtsamkeit beim Essen: Genuss, Freude und Langsamkeit gehören zu einer gesunden Ernährung genauso wie hochwertige Nahrungsmittel.
  • Fastenperioden: Intervallfasten oder Buchinger-Fasten können sinnvoll sein für einen Neustart oder ein jährliches Ritual, hier müssen Sie selbst abwägen, ob es zu Ihnen passt.
  • In Bewegung bleiben: Zu einer gesunden Ernährung gehört Bewegung – neben vielen anderen positiven Effekten, wirkt die Verdauung angeregt und die Darmpassage gefördert.

 

 

So sollte Ihr Teller aussehen

Mit dieser Telleraufteilung versorgen Sie Ihren Organismus optimal mit wichtigen Mikronährstoffen und ausreichend Energie-Lieferanten (Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß). Achten Sie also darauf nicht nur Beilagen und Fleisch/ Fisch zu sich zu nehmen, sondern variieren Sie vor allem mit verschiedenen Gemüse- und Obstkombinationen. So gehen Sie Übergewicht aus dem Weg und bewahren sich vor Speisen mit zu hohen Kalorienwerten.

Die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten kann sich auf die prämenstruellen Beschwerden sehr positiv auswirken. Insbesondere jedoch an den Tagen, an denen die prämenstruellen Symptome besonders ausgeprägt sind, sollte auf eine gesunde Ernährung und den Verzicht von Genussmitteln geachtet werden. Die Reduktion von Salz, zuckerhaltigen Snacks, Koffein und Alkohol kombiniert mit einer gesunden, ausgewogenen und vitaminreichen Ernährung erhöht den Nährstoffgehalt und versorgt den Körper mit den für ihn lebenswichtigen Mikronährstoffen, die für einen optimalen Stoffwechsel erforderlich sind. Werden zusätzlich noch Öle mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und Lebensmittel, die reich an Vitamin B und Magnesium sind, in den Speiseplan integriert, so hat dies zusätzlich einen positiven Einfluss auf die Stimmungslage und auf körperliche Beschwerden wie Brustspannen, Wassereinlagerungen und Heißhungerattacken.

 

Unser Buch-Tipp für gesunde Ernährung bei PMS:

Therapie und Prävention des PMS

Jede Behandlung enthält präventive Aspekte und jede Prävention wirkt auch als Therapie. Die Grundpfeiler jeder Vorbeugung und Therapie basieren auf unserem Lebensstil: Wie ernähren Sie sich? Ist Ihr Organismus ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt? Wieviel Bewegung ist in Ihren Alltag integriert? Rauchen Sie und wieviel Alkohol konsumieren Sie? Bestimmt Stress Ihr ganzes Leben? Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, können sich diese Basispfeiler positiv auf Ihre Gesundheit auswirken, aber auch jahrelange Risikofaktoren für viele Erkrankungen darstellen. In diesem Kapitel werden zahlreiche ganzheitliche Methoden vorgestellt, die Ihre Gesundheit und Lebensqualität stärken können – präventiv und/oder auch als Therapie.

 

Mikronährstoffe

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Mikronährstoffe in der Übersicht

  • sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus. Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen, wenn Sie am prämenstruellen Syndrom leiden. Besonders wichtig sind Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Gamma-Linolensäure, Vitamin D und E sowie B-Vitamine.
  • Einige der typischen Medikamente, die zur Linderung der PMS-Beschwerden eingesetzt werden, erhöhen zusätzlich Ihren Mikronährstoffbedarf. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mikronährstoffbedarf ausreichend über die Ernährung zu decken, können moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen sinnvoll sein.
  • Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Der Körper muss mit Mikronährstoffen optimal versorgt sein, damit schwere Formen und Nebenwirkungen der Medikamente reduziert werden können.

 

Mikronährstoffe – was ist das?

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert. Im weiteren Sinne lassen sich auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme hinzuzählen. Makronährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette sind unsere Energielieferanten, während die Mikronährstoffe an Prozessen wie z. B. Blutgerinnung, Immunabwehr und Knochengesundheit beteiligt sind. Einige Mikronährstoffe kann unser Körper selbst herstellen, die meisten jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Der menschliche Organismus – ein Blick in die Zellen

Der Mensch besteht aus über 70 Billionen Zellen. Diese können alle nur optimal funktionieren, wenn sie mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt sind. Es gibt nahezu keinen Stoffwechselschritt, an dem nicht mehrere Mikronährstoffe beteiligt sind. Dazu zählen unter anderem die:

 

  • Aktivierung von Enzymen und Hormonen (Stoffwechselaktivität)
  • Abwehrleistung des Immunsystems (Immunstoffwechsel)
  • Energieproduktion in den Kraftwerken unserer Zellen, den sogenannten Mitochondrien (Energiestoffwechsel)
  • Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (Herzkraft und -rhythmus)
  • Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskelkraft und -koordination)
  • Impulsübertragung in und der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Nerven- und Gehirnstoffwechsel)

 

Für alle Stoffwechselreaktionen im Körper sind Enzyme notwendig, sie wirken wie ein Katalysator. Enzyme können ihren Aufgaben jedoch nur mithilfe von Mikronährstoffen nachkommen. Je besser der Körper mit Nährstoffen versorgt ist, desto besser funktioniert der gesamte Organismus. Ein Mikronährstoffmangel kann sich also negativ auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Um Ihre Gesundheit zu schützen und Ihre weiteren Therapien zu unterstützen, sollten Sie also auf Ihren Mikronährstoffhaushalt achten.

 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?

Egal ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder die Antibabypille. Schon ein einzelnes Medikament kann unsere optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ungünstig beeinflussen. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto intensiver wird in den Mikronährstoffhaushalt eingegriffen, was Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander sowie das Auftreten von Nebenwirkungen erhöht. Hierdurch kann nicht nur die Wirkung des Medikaments negativ beeinflusst werden, sondern auch die Funktion der Mikronährstoffe.

 

Welche Lebensphasen führen noch zu einem erhöhten Mikronährstoff-Bedarf?

Aber nicht nur die regelmäßige Einnahme von Medikamenten führt zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf. Es gibt bestimmte Lebensphasen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen Nährstoffmangel aufweisen:

 

  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und Stillende
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Magen-Darm-Störungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

 

Diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist nicht immer einfach. Trotz des reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Lebensmitteln verringern verschiedene Faktoren den Mikronährstoffgehalt in Lebensmitteln:

 

  • nicht ausgereiftes Obst und Gemüse
  • größere Erträge in der Landwirtschaft
  • Einsatz von Pestiziden

 

Es ist wichtig, die Ernährung mit einer breiten und möglichst natürlichen Basis an allen Vitaminen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu optimieren.

 

Mikronährstoffkonzentrat als Grundlage

Gut versorgt sind Sie mit moderaten Mikronährstoffmischungen – von einzelnen hochdosierten Mikronährstoffen raten wir ohne Absprache mit Ihrem Arzt und vorherigen Untersuchungen ab.

 

Das Angebot an Mikronährstoffpräparaten ist groß und unübersichtlich. Entscheidend beim präventiven Ansatz ist die natürliche Vielfalt. Das ideale Mikronährstoffpräparat ist auf natürlicher Basis produziert, enthält neben allen klassischen Mikronährstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, ist flüssig, glutenfrei und vegan. Die Bioverfügbarkeit sollte wissenschaftlich belegt sein und es sollten keine künstlichen Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten.

 

 

Mikronährstoffkonzentrate Testsieger



Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

 

Ausflug in die Wissenschaft

Kalzium und Vitamin D bei PMS

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass eine kalzium- und Vitamin D-reiche Ernährung das Risiko für das prämenstruelle Syndrom (PMS) senken könnte. Diese Erkenntnis war das Ergebnis der Auswertung einer Studie mit rund 3.000 Frauen, bei denen der Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und dem Auftreten von PMS untersucht wurde. Die Frauen, die ausreichend Kalzium und Vitamin D entweder über ihre Ernährung oder als Nahrungsergänzung zu sich nahmen, entwickelten deutlich seltener PMS-Symptome wie Stimmungsschwankungen oder Schwellungen.

Die Wissenschaftler vermuten, dass eine konsequente Nahrungsergänzung nicht nur die Ausprägung des Syndroms abschwächt, sondern sogar seine Entstehung vollständig verhindert. Die Ernährungsgewohnheiten von ca. 1.000 Frauen mit PMS wurden mit denen von etwa 2.000 Frauen ohne derartige Beschwerden verglichen. Dabei stellten die Forscher fest, dass das prämenstruelle Syndrom bei den Probandinnen mit einer hohen Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr deutlich seltener auftrat. Demnach reichen bereits 1.200 Milligramm Kalzium aus, um diesen Effekt zu erzielen.3

Magnesium – die krampflösenden und nervenberuhigenden Eigenschaften von Magnesium lindern eine Vielzahl der PMS-Symptome. Bereits ein geringfügiger Magnesiummangel kann die Beschwerden verschlimmern, da Magnesium zahlreiche wichtige Funktionen im menschlichen Organismus hat. Es ist an allen Reaktionen im Stoffwechsel beteiligt, hat Einfluss auf die Reizweiterleitung im Nervensystem und die Übertragung von Reizen auf Muskeln. Magnesium wirkt sich somit lindernd auf Schmerzsymptome, Stimmungslabilität, innere Unruhe und Anspannung sowie Wasseransammlungen im Gewebe aus.

 

Kalzium + Vitamin D – auch Kalzium erfüllt wichtige Funktionen bei der Regulation der Reizleitung zwischen Nervenzellen und im Muskelsystem. In Verbindung mit Vitamin D, B6 und Magnesium scheint es Konzentrationsprobleme, Stimmungslabilität, Schmerzen und Wassereinlagerungen zu reduzieren.

 

B-Vitamine – Der sogenannte Vitamin B-Komplex, der aus acht wasserlöslichen Vitaminen gebildet wird, zählt zu den vielseitigsten Vitamingruppen. Da die B-Vitamine eine wichtige Rolle im Nervensystem bei der Erregungsleitung, der Regeneration und der Neubildung spielen, sind sie an der Verbesserung der nervlichen Belastbarkeit und der Konzentrationsfähigkeit beteiligt und tragen zur Reduzierung von depressiven Stimmungslagen und Reizbarkeit bei. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Vitamin B6 zu, da es in Verbindung mit Magnesium eine krampflösende Wirkung hat und Wasseransammlungen vermindert. Zudem sind insbesondere die Vitamine B6, B12 und Folsäure essentiell für den Abbau des Stoffwechselabfallprodukts Homocystein, das u. a. an der Entwicklung von Entzündungen, Durchblutungsstörungen und Depressionen beteiligt ist.

 

Homocystein

Im Stoffwechsel des Menschen entstehen allerlei Abfallprodukte, die ständig von der „Körperpolizei“ entsorgt werden müssen. Neben den freien Radikalen zählt hierzu das Homocystein.

Homocystein ist eine Aminosäure, die im normalen Stoffwechsel der Zellen entsteht. Unter normalen Umständen wird diese Aminosäure sehr schnell von Enzymen in den Zellen abgebaut. Diese Enzyme benötigen allerdings einige Mikronährstoffe als Co-Faktoren für diese Arbeit. Erhöhte Werte von Homocystein entstehen dann im Körper, wenn die Mikronährstoffe für den Abbau dafür nicht zur Verfügung stehen. Vitamin B6, Folsäure und Vitamin B12 sind die wichtigsten Mikronährstoffe, die Ihnen helfen, den Homocysteinspiegel normal zu halten. Am besten wirken diese drei Mikronährstoffe im natürlichen Verbund mit anderen Mikronährstoffen.

Vitamin E – Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Vitamin E in Verbindung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren signifikant zur Reduzierung der PMS-Symptome beiträgt. Nervöse Spannungszustände, Abgeschlagenheit und Erschöpfung, Heißhungerattacken, Wassereinlagerung im Gewebe und Schwellung der Brüste sowie depressive Stimmungslagen werden reduziert und verbessern somit das allgemeine Wohlbefinden. Man vermutet, dass Vitamin E eine Auswirkung auf das Hormon Prolaktin hat, welches wohl erheblich an der Ausbildung der PMS-Beschwerden beteiligt ist.4

 

Zink – Zink hat eine wichtige Funktion im Gehirnstoffwechsel. Eine optimale Zinkversorgung verbessert depressive Episoden, Stimmungsschwankungen und die allgemeine nervliche Belastbarkeit.12 Außerdem wirkt es entzündungshemmend und verbessert das Hautbild.

 

Eisen – Eisen, insbesondere aus pflanzlichen Quellen, ist erforderlich für die Bildung des Neurotransmitters Serotonin, der im Volksmund auch als „Glückshormon“ bekannt ist. Ein genügend hoher Eisenwert im Blut beugt somit unter anderem Depressionen, ausgeprägten Stimmungsschwankungen und inneren Unruhezuständen vor. Zudem hat es eine entspannende Wirkung auf die Skelettmuskulatur und dämpft das Schmerzempfinden.13

 

Gamma-Linolensäure – Diese Omega 6-Fettsäure wirkt ausgleichend auf den Hormonhaushalt der Frau und reduziert dadurch Symptome wie Brustschwellung, Empfindlichkeit der Brüste, Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit, Erschöpfungszustände und Antriebslosigkeit.

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren – Eine amerikanische Studie hat nachgewiesen, dass eine tägliche Dosis von 2 Gramm mehrfach ungesättigter Fettsäuren die PMS-Symptome deutlich verbessert.5

 

Bei der Suche nach den gut wirksamen Mikronährstoffen haben sich natürliche Mikronährstoffkombinationen deutlich besser bewährt als einzelne Mikronährstoffe. So hat eine Studie aus den USA gezeigt, dass Vitamine aus Obst oder Gemüse zusammen mit den darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen mehr als 200-mal stärker schützend wirken als einzelne Vitamine20

Lebensstil

Das-Wichtigste-in-Kürze

Lebensstil in der Übersicht

  • Ausreichend Wasser hilft dem Körper Giftstoffe und überschüssige Flüssigkeit auszuspülen.
  • Mäßiger Sport sorgt für eine bessere Durchblutung und Ausschüttung von „Glückshormonen“ und lindert dadurch die Beschwerden.
  • Regelmäßige Auszeiten im Alltag helfen aus dem Hamsterrad auszusteigen und sorgen für das Gleichgewicht zwischen Aktivität und Ruhe.
  • Entspannungsmethoden wie autogenes Training, Yoga, Qi Gong oder Mediation entspannen Körper und Geist und sorgen für mehr Ausgeglichenheit und innere Zufriedenheit.
  • Ausreichend Schlaf wirkt sich positiv auf die PMS-Symptomatik aus und kann die Beschwerden reduzieren.
  • Eine positive Lebenseinstellung stärkt nicht nur unser Immunsystem, sondern wirkt sich auf den gesamten Organismus harmonisierend aus. Dankbarkeit für all das Gute lenkt die Aufmerksamkeit auf Kraftquellen im Alltag.
  • Der Verzicht auf Alkohol und Nikotin bewirkt eine Verbesserung der Durchblutung, eine bessere Nährstoffversorgung des Organismus und fördert einen ausgeglichenen Hormonhaushalt.

Unser Lebensstil und unsere Lebenseinstellung haben nicht nur auf das prämenstruelle Syndrom großen Einfluss. Eine stressige Lebensweise, häufige Konflikte oder langanhaltende Sorgen wirken sich negativ auf die prämenstruelle Symptomatik aus. Die Ausschüttung von Stresshormonen bringt den gesamten Hormonhaushalt durcheinander, das vegetative Nervensystem gerät aus dem Gleichgewicht und verursacht vielfältige körperliche Beschwerden wie Anspannung, Schlafprobleme, Muskelverspannungen und Verdauungsbeschwerden.

 

Gerade was unseren Lebensstil betrifft, haben wir viele Möglichkeiten, unsere Gesundheit positiv zu beeinflussen.

 

Ausreichend Trinken

Die Empfehlung, täglich ausreichend stilles Wasser zu trinken, ist grundsätzlich für jeden Menschen bedeutsam, da Wasser mehr als zwei Drittel unseres Körpers ausmacht.

Wasser ermöglicht unseren Stoffwechsel und ist Lösungs- und Transportmittel für Nährstoffe und andere Substanzen. Es führt den Zellen Nährstoffe und Salze zu, sorgt für die Ausscheidung von Stoffwechselabfällen und Giftstoffen und reguliert die Körpertemperatur über die Schweißproduktion. Eine ausreichende Trinkmenge fördert die gesunde Nierenfunktion und hilft, überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper auszuschwemmen.

Auch Kopfschmerzen können oft schon durch eine Erhöhung der Trinkmenge gelindert werden, da der Kreislauf und damit die Durchblutung angeregt wird.

 

Sport & Bewegung

Bewegung sorgt dafür, dass der Körper das vermehrt eingelagerte Wasser schneller abtransportieren kann. Zudem verbessert die Bewegung die Durchblutung im gesamten Organismus, wodurch die krampfartigen Schmerzen im Bereich der Gebärmutter, die in den Unterbauch und sogar in den unteren Rücken ausstrahlen können, nachlassen.

Empfehlenswert sind mäßige Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen.

Besonders effektiv soll sich Bauchtanz auf PMS-Beschwerden auswirken. Neben der Lockerung und gleichzeitigen Kräftigung der gesamten Rumpfmuskulatur, steigert der Tanz das Selbstwertgefühl, löst Gefühle der Freude und Leichtigkeit aus und beeinflusst die PMS-Symptomatik positiv.

Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die sportliche Aktivität die vermehrte Ausschüttung von Serotonin und von Endorphinen im Gehirn anregt. Diese „Glückshormone” wirken den PMS-bedingten Stimmungsschwankungen auf natürliche Weise entgegen

 

Stressreduktion & Alltagsrituale

Dass die Vermeidung von Stress unserer Gesundheit zugutekommt, ist wohl jedem bewusst. Die konkrete Umsetzung im Alltag stellt jedoch meist eine große Herausforderung dar.

Grundsätzlich gilt: Die eigene Gesundheit sollte immer oberste Priorität haben. Es dient niemandem, wenn wir durch Krankheit eingeschränkt werden.

Auf Phasen der Aktivität sollten stets Phasen der Ruhe und Erholung folgen. Wenn dies an einigen Tagen nicht möglich ist, sollten dafür zeitnah Freiräume geschaffen werden, die für das Wohlbefinden und die Regeneration reserviert sind.

Hilfreich sind beispielsweise fest eingeplante Termine im Kalender, die der eigenen Regeneration dienen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der „Termin“ mit einem Hobby, einen ausgedehnten Spaziergang, Treffen mit Freunden oder einfach dem Nichtstun gefüllt wird.

Alles was dem eigenen Wohlbefinden dient, ist richtig.

 

Wichtig: Diese Wohlfühl-Termine haben die gleiche Priorität wie das Fußballtraining der Kinder, wie das Geschäftsessen mit den Kunden oder der Geburtstagsfeier der Schwägerin.

 

Ebenso empfehlenswert sind kleine Alltagsrituale, die uns am besten mehrmals täglich aus dem Hamsterrad aussteigen lassen. Beispiele hierzu sind die morgendliche Dusche mit der Lieblingsseife, die Viertelstunde am Nachmittag, der ausschließlich eine Tasse Tee gewidmet wird, während die Kinder oder das Handy Pause haben, die Runde um den Block bei jedem Wetter oder mehrmals am Tag kurze Pausen, in denen alles liegen bleibt und wir uns ausgiebig strecken und dehnen, mehrere Male tief atmen und erst dann wieder die nächste Aufgabe unsere Aufmerksamkeit erhält.

Zur Erinnerung an die Alltags-Oasen empfiehlt es sich, den Handywecker auf feste Zeiten zu programmieren. Dadurch gilt die Ausrede nicht mehr, dass wir die Pausen vergessen.

 

 

 

Entspannungsübungen

Es gibt zahlreiche Methoden die, regelmäßig praktiziert, zu einer nachhaltigen Entspannung auf körperlicher und psychischer Ebene beitragen und die Lebensqualität insgesamt erhöhen. Entspannung, innere Ausgeglichenheit und die Reduktion von Stress führen insgesamt zu mehr Wohlbefinden, verbessern den Schlaf und die Belastbarkeit.

Dass die verschiedenen Entspannungstechniken Kopfschmerzen, Ängste, Schlafstörungen, Nervosität und zahlreiche weitere vegetative Beschwerden deutlich reduzieren, konnte in verschiedenen Studien nachgewiesen werden.13,14,15,16

Einige der bekanntesten Entspannungsübungen seien hier kurz vorgestellt. Welche die geeignetste ist, muss jeder für sich selbst herausfinden.

 

  • Autogenes Training: Das Autogene Training ist ein Entspannungsverfahren, das von einem Psychiater bereits vor fast 100 Jahren entwickelt wurde. Es geht darum, die Fähigkeit der Selbstentspannung zu entwickeln, die sich mittels autosuggestiver (= sich selbst beeinflussender) Übungen verbessern soll. Über bewusste Konzentration auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers wird ein Zustand tiefer innerer Entspannung, Ruhe und Ausgeglichenheit erzeugt. Regelmäßig angewendet, kann das Autogene Training insbesondere stressbedingte Beschwerden lindern oder sogar dauerhaft beheben.

 

  • Yoga: Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Vereinigung, Integration“ als auch „Anspannen“. Der Ursprung des Yoga liegt in Indien und ist eine philosophische Lehre, die eine Vielzahl geistiger und körperlicher Übungen bzw. Praktiken, Atemübungen und Meditationstechniken umfasst. Ziel ist es Körper und Seele auf dem Weg der Selbsterkenntnis wieder in Einklang zu bringen. Yoga hat bei uns im Westen weite Verbreitung gefunden, da das regelmäßige Praktizieren nachweislich einige positive Effekte sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit hat. Es wurden Verbesserungen bei Durchblutungsstörungen, Angst und Depression, Störungen im vegetativen Nervensystem, Bluthochdruck, Asthma, Muskelschmerzen, Hormonstörungen und vielen mehr beobachtet.6

 

  • Qi Gong: Qi Gong ist eine aus China stammende Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zum Training von Körper und Geist. Verschiedene Atem-, Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsübungen werden miteinander kombiniert. Die Übungen dienen der Harmonisierung und Regulierung des Qi-Flusses im Körper. In der chinesischen Philosophie dient das regelmäßige Praktizieren des Qi Gong sowohl der Gesundheitsvorsorge als auch durch die Förderung und Stabilisierung des Energiehaushaltes der Behandlung von Krankheiten.

Qi

Qi stammt auch dem Chinesischen und bedeutet soviel wie Energie, Atem, Äther oder Fluidum. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird damit die Energie bezeichnet, die allem Leben zugrunde liegt. Gesundheit ist, gemäß der chinesischen Philosophie, ein gleichmäßiger Energiefluss, der den ganzen Körper in den Meridianen (Kanäle, in denen die Lebensenergie fließt) durchzieht. Stauungen oder Blockaden im Energiefluss führen von Funktionseinschränkungen des Organismus bis hin zu manifesten Krankheiten.

  • Meditation: Meditation (lat. meditari = nachdenken, nachsinnen, die Mitte finden) ist eine spirituelle Praxis, die in vielen Religionen und Kulturen bekannt ist. Verschiedene Wahrnehmungs-, Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen helfen, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, die eigene Mitte wieder zu spüren und Kraftressourcen in sich zu entdecken. Es wird unterschieden in passive und aktive Meditationstechniken. Zu den passiven Varianten zählen die Kontemplation, Stille und Schweigen, Achtsamkeitsübungen und transzendentale Meditation. Aktive Techniken sind z.B. Yoga, Geh-Meditationen, Mantra- oder Gebetrezitationen, Tanz und Musizieren mit Rhythmusinstrumenten.

 

Schlaf & Schlafrhythmen

Im Schlaf erholt und regeneriert sich der Körper, die Zellerneuerung läuft auf Hochtouren, der Geist kommt zur Ruhe, und wir verarbeiten die Erlebnisse des Tages. Ein chronischer Schlafmangel verursacht im Körper ähnliche Beschwerden wie langanhaltender Stress, da der Körper vermehrt Stresshormone ausschüttet. Ausreichend Schlaf hat daher auch wesentlich Einfluss auf die Intensität der PMS-Beschwerden.

Da insbesondere in den Tagen vor der Periode Symptome wie Abgeschlagenheit, andauernde Müdigkeit aber auch Schlafprobleme auftreten können, ist es umso wichtiger, besonders in dieser Zeit gut für sich zu sorgen und im Alltag etwas kürzer zu treten.

Förderlich für einen guten Schlaf sind

  • Ab dem Nachmittag keine koffeinhaltigen Getränke mehr wie Kaffee oder Colagetränke
  • Leicht verdauliche Kost am Abend
  • Mäßiger Sport am Abend, möglichst keine aufputschenden Workouts
  • Vor dem Schlafengehen Handy, Computer und Fernseher aus – das blaue Licht stört die Melatoninbildung (Schlafhormon)
  • Einschlafrituale schaffen wie ruhige Musik, eine Tasse Kräutertee, im Buch lesen
  • Störende oder kreisende Gedanken aufschreiben, um den Geist zur Ruhe zu bringen – am nächsten Tag ist noch genug Zeit, um sich damit zu beschäftigen
  • Das Schlafzimmer lüften und für gedimmtes Licht sorgen

 

Positive Lebenseinstellung

Forscher haben festgestellt, dass sich eine positive Lebenseinstellung in vielfacher Hinsicht vorteilhaft auf die Gesundheit auswirkt, unsere Gedanken Vorgänge in unserem Körper beeinflusst und das Immunsystem stärkt.7

Eine positive Haltung dem Leben gegenüber verändert nicht augenblicklich unsere Umstände und Beschwerden. Wer jedoch durch den Tag geht und seinen Blick auf all die vielen Momente richtet, die Schönes mit sich bringen, auf die netten Begegnungen, die guten Gespräche oder auf den freien Parkplatz vor dem Geschäft, verändert mit der Zeit seine Perspektive und nimmt immer mehr von dem wahr, was uns dankbar sein lässt.

Um zu lernen, die eigene Wahrnehmung auf all das Gute zu richten, das uns trotz allem Unwohlsein, trotz aller Widrigkeiten und Sorgen jeden Tag widerfährt, ist es hilfreich, ein Dankbarkeitstagebuch zu führen. Das Schreiben lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das, wofür wir dankbar sind. Widmen wir uns dem Tagebuch am Abend vor dem Schlafengehen, ist es zugleich ein schönes Ritual, das uns den Tag mit positiven Gefühlen beschließen lässt und unsere Gedanken zur Ruhe bringt.

 

Verzicht auf Rauchen und Alkohol

Dass Nikotin und Alkohol schädlich für die Gesundheit sind und überall im Körper Schäden anrichten können, ist weitreichend bekannt.

Alkohol erschwert einerseits die Aufnahme wichtiger Vitamine und Spurenelemente, andererseits werden beim Abbau des Alkohols in der Leber wichtige Nährstoffe verbraucht, die dem Körper an anderer Stelle fehlen. Die Auswirkungen von chronischem Alkoholkonsum wurde u. a. hinsichtlich Vitamin B6 erforscht. 8

Ein Mikronährstoffmangel führt zu vielfältigen Beschwerden sowohl körperlicher wie auch seelischer Art und kann somit ebenso die prämenstruellen Symptome verstärken.

 

Ebenso führt der Nikotinabusus zu verschiedenen körperlichen Beschwerden, die in ihrer Ausprägung zunehmen, je höher der Nikotinkonsum ist und je länger er andauert.

Eine Studie hat ergeben, dass das Zigarettenrauchen signifikant zu der Entstehung des prämenstruellen Syndroms beiträgt 9.

In anderen Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Östrogen- und Progesteronwerte vermindert waren, wenn den Probandinnen Nikotin verabreicht wurde. Daraus lässt sich der Einfluss von Rauchen auf den Hormonhaushalt ableiten. Zudem führt der Nikotinkonsum zu einer schlechteren Durchblutung des Körpers, wodurch weniger Nährstoffe und Sauerstoff in den Zellen ankommen. Die Minderversorgung führt zu Funktionsstörungen der Organe, womit wiederum die vielfältigen Beschwerden erklärt werden können.10

Allein diese Zusammenhänge können eine Motivation sein, mit dem Rauchen aufzuhören oder am besten gar nicht erst damit anzufangen.

 

Konventionelle Therapie

Das-Wichtigste-in-Kürze

Konventionelle Therapie in der Übersicht

  • Es gibt keine ursächliche medikamentöse Therapie bei PMS-Beschwerden. Die Medikamente werden symptomatisch eingesetzt. Nutzen und Risiko sollte vorher jedoch sorgfältig abgewogen werden.
  • Schmerzmittel wie ASS oder Ibuprofen können die Beschwerden der Frauen lindern, die hauptsächlich unter Kopf-, Rücken- oder Brustschmerzen leiden, krampflösende Wirkstoffe können außerdem bei Unterleibsschmerzen Linderung verschaffen.
  • Diuretika werden eingesetzt, um ausgeprägte Wassereinlagerungen auszuleiten.
  • Die Antibabypille ist das häufigste Mittel der Wahl, um die vielfältigen Symptome zu lindern.
  • Wenn schwere depressive Verstimmung vorliegen, kann der Einsatz von milden Antidepressiva in Erwägung gezogen werden. Dies kann insbesondere bei der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) angeraten sein.

Es gibt keine spezifischen Medikamente gegen das prämenstruelle Syndrom. Eine medikamentöse Therapie kommt daher symptombezogen zum Einsatz, das heißt, der Arzt verordnet Medikamente, die die schlimmsten Beschwerden lindern.

 

Schmerzmittel

Stehen Kopf-, Brust- bzw. Rückenschmerzen im Vordergrund werden Analgetika verordnet. Manche Frauen leiden unter so starken Schmerzen, dass eine medikamentöse Behandlung erforderlich wird. Allerdings sollte beachtet werden, dass Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) blutverdünnend wirken und zu einer übermäßigen Regelblutung führen können. Alternativ kann der Wirkstoff Ibuprofen zum Einsatz kommen. Bei krampfartigen Unterleibsschmerzen sind Spasmolytika die Arzneimittel der Wahl.

 

Diuretika

Manche Frauen leiden unter übermäßigen Wasseransammlungen im Gewebe. Um diese Beschwerden zu behandeln, stehen so genannte Diuretika zur Verfügung, die die verstärkte Wasserausscheidung anregen.

 

Hormone

Häufig wird die Antibabypille, die den Eisprung verhindert (Ovulationshemmer), bei ausgeprägten PMS-Beschwerden mit vielfältiger Symptomatik empfohlen. Diese kann durchgehend im sogenannten Langzyklus, das heißt ohne Einnahmepause, eingenommen werden. Es kommt dadurch während der Einnahmepause nicht zu einer Abbruchblutung. Da es nicht zu den während eines natürlichen Zyklus üblichen Hormonschwankungen kommt, treten die PMS-Symptome nur noch schwach ausgeprägt bis gar nicht mehr in Erscheinung. Allerdings sind die Nebenwirkungen der Pille nicht zu unterschätzen. Diese reichen von Gewichtszunahme, Blähungen und Kopfschmerzen über psychische Beeinträchtigungen oder depressive Verstimmungen bis hin zu schweren Nebenwirkungen wie Abnahme der Knochendichte und damit erhöhtes Osteoporoserisiko, Thrombosen, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

 

Antidepressiva

Wenn sich die Hauptsymptomatik in Form schwerer depressiver Verstimmungen während der prämenstruellen Phase zeigt, können stimmungsaufhellende Präparate wie selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (Antidepressiva) verordnet werden. Dies kann bei der extremen psychischen Ausprägung des PMS, der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) erforderlich sein. Wegen möglicher Nebenwirkungen werden diese Arzneimittel meist erst dann eingesetzt, wenn andere Therapien wirkungslos geblieben sind.

Da die Einnahme sowohl von Ovulationshemmern als auch Antidepressiva, Diuretika und Schmerzmittel zum Teil erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen können haben und Risiken mit sich bringen können, sollte die Entscheidung dafür sorgfältig abgewogen werden.

 

Medikamente sind Mikronährstoffräuber

Alle Arzneimittel sind Mikronährstoffräuber, das heißt, dass der Abbau der Medikamente in der Leber die Ausscheidung und Neutralisierung der für den Körper belastenden Inhaltsstoffe Mikronährstoffe verbraucht, die an anderer Stelle, wie beispielsweise bei der Zellneubildung, bei der Produktion von Hormonen oder Neurotransmittern fehlen. Bei einer konventionellen, medikamentösen Therapie ist daher eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen angeraten.

Ganzheitliche Therapie

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Ganzheitliche Therapie in der Übersicht

Heilpflanzen (Phytotherapie)

Heilpflanzen, die wirkungsvoll bei PMS eingesetzt werden können, sind Mönchspfeffer, Gänsefingerkraut, Frauenmantel, Schafgarbe, Kamille und Johanniskraut. Speziell zur Entwässerung finden Löwenzahn und Brennnessel Anwendung.

 

Akupunktur

Akupunktur kann nachhaltig den gestörten Energiefluss im Körper harmonisieren und den Fülle- oder Leere-bedingten Ursachen des PMS entgegenwirken.

 

Physikalische Therapie

Wärmeanwendungen und Sitzbäder wirken wohltuend und entkrampfend. Ätherische Öle verstärken die Wirkung.

 

Trockenes Schröpfen

Trockenes Schröpfen der entsprechenden Reflexzonen am Rücken verbessert die Durchblutung des kleinen Beckens und sorgt für Entspannung der Unterleibsorgane.

 

Hormon-Yoga

Hormon-Yoga ist eine festgelegte Reihe von Körper-, Atem- und Entspannungsübungen, die aktivierend und ausgleichend auf das Hormonsystem wirken und PMS-Beschwerden nachhaltig entgegenwirken.

 

Ätherische Öle

Ätherische Öle wie Lavendel, Rose oder Römische Kamille wirken beruhigend, entspannend und wohltuend auf das Nervensystem.

 

Psychotherapie

Eine Gesprächstherapie oder systemische Therapie kann helfen, psychosomatische Ursachen der prämenstruellen Beschwerden bewusst zu machen und Lösungswege zu finden, um die depressiven Episoden bei PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung) zu lindern.

Heilpflanzen bei PMS

Der Einsatz und die Wirkung von Heilpflanzen entstammt der jahrhundertealten Volks- und Erfahrungsmedizin und ist daher oft nicht wissenschaftlich erforscht. Der Wirksamkeit der Naturmedizin tut dies dennoch keinen Abbruch.

Empfehlenswert ist eine individuell zusammengestellte Teemischung, die die heilenden Kräfte verschiedener Pflanzen vereint. Lassen Sie sich von Ihrem Therapeuten oder in einer Apotheke mit naturheilkundlichem Schwerpunkt beraten, welche Heilpflanzenmischung in Ihrem Fall empfehlenswert ist.

 

Mönchspfeffer (Agnus castus)

Der Mönchspfeffer ist ein progesteronhaltiges Kraut, das dabei helfen kann, Schwankungen im Östrogen-Gestagen-Haushalt auszugleichen und den Zyklus zu normalisieren. Auch hormonell bedingte Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen und schmerzende Brüste erfahren hier Linderung.

 

Unsere Produktempfehlung für Mönchspfeffer bei PMS:


Gänsefingerkraut (Potentilla anserina)

Das Gänsefingerkraut hat eine krampflösende Wirkung auf die glatte Muskulatur der Gebärmutter. Als Tee oder Tinktur eingenommen, können die Unterleibskrämpfe gelindert werden.

 

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Dass der Frauenmantel insbesondere bei Frauenleiden Verwendung findet, lässt der Name schon erkennen. Das Wirkungsspektrum erstreckt sich u. a. auf die Regulation des weiblichen Hormonspiegels, die Linderung von Gebärmutterkrämpfen und auf Stimmungsschwankungen

 

Kamille (Matricaria chamomilla)

Der lateinische Begriff geht auf das Wort „matrix“ zurück, welches Gebärmutter bedeutet, und auf seine Wirksamkeit bei PMS-Beschwerden hinweist.

Die krampflösende Wirkung der Kamille sowie ihre Bedeutung bei Verdauungsstörungen und Blähungen, unter denen Frauen mit PMS häufig leiden, ist hier besonders hervorzuheben. Ein weiterer wichtiger Aspekt liegt in ihrer beruhigenden Wirkung und der Linderung von stressbedingten Beschwerden wie Schlafstörungen, nervöse Unruhe oder Ängste.

 

Unsere Empfehlung für ein naturreines, ätherisches Öl aus der Römischen Kamille zur effektiven und natürlichen Behandlung von Hautunreinheiten:

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Ebenso krampflösend und schmerzlindernd wirkt die Schafgarbe, die im Volksmund auch bezeichnenderweise Bauchwehkraut genannt wird. Sie enthält Salicylsäure, welche in synthetischer Form als Schmerzmittel bekannt ist.

 

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Eine der bekanntesten Heilpflanzen, deren Wirksamkeit erforscht ist, ist das Johanniskraut. So scheint Johanniskraut bei PMS unter anderem bei der Stressverarbeitung, Abbau der Reizempfindlichkeit und Schlaflosigkeit hilfreich zu sein 11. Dazu kommt seine eindeutig nachgewiesene antidepressive und stimmungsaufhellende Wirkung. Da der Wirkstoff ausreichend hoch dosiert sein sollte und die Einnahme von Johanniskraut auch Nebenwirkungen wie erhöhte Lichtempfindlichkeit oder Wechselwirkung mit Herzglykosiden oder Gerinnungshemmern verursachen kann, ist von einer Selbstbehandlung abzuraten.

 

Brennnessel (Urtica) & Löwenzahn (Taraxacum)

Bei den prämenstruell bedingten Wassereinlagerungen und Schwellungen können zusätzlich zu der täglichen Trinkmenge an Wasser 3 bis 4 Tassen eines entwässernden Tees aus Brennnessel oder Löwenzahn dabei helfen, das überschüssige Wasser über die Nieren wieder loszuwerden.

 

Unsere Empfehlung für eine entwässernde Teemischung: Brennessel und Löwenzahn in Bioqualität





Akupunktur bei PMS

Die Akupunktur ist eine ganzheitliche Therapie aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Grundlage der jahrtausendealten chinesischen Medizin ist die Annahme, dass der Körper von Energiebahnen, den so genannten Meridianen, durchzogen ist. Ein gleichmäßiger Energiefluss sorgt für einen gesunden, vitalen Körper und psychische Ausgeglichenheit. Störungen im Energiefluss führen dazu, dass es in manchen Körperbereichen zu Energiestauungen kommt (Fülle-Zustände), in anderen dagegen ein Energiemangel (Leere-Zustand) vorliegt. Dieses Ungleichgewicht ist die Grundlage für die Ausprägung von Funktionsstörungen bis hin zu manifesten Krankheiten.

Mit Hilfe der Akupunktur lassen sich die Fülle- und Leere-Zonen behandeln, der Energiefluss wieder in Gang bringen, was langfristig zu einer deutlichen Verbesserung der PMS-Beschwerden führen kann.17

 

Physikalische Therapie bei PMS

Wärmeanwendungen im Bereich des Unterleibs wie beispielsweise eine Wärmflasche, ein Kirschkernkissen, ein Heublumensack oder feucht-warme Umschläge mit entspannenden ätherischen Ölen wirken krampflösend und vegetativ ausgleichend.

Auch Sitzbäder mit einem Zusatz von Schafgarbe, Kamille, Lavendel, Rosmarin oder Melisse in Form eines Kräuterauszugs oder einiger Tropfen naturreiner ätherischer Öle können wohltuend bei PMS sein. Die Öle wirken dabei mit ihrem Duft gleichzeitig über das limbische System und haben eine emotional ausgleichende Wirkung.

Außerdem sollten betroffene Frauen für warme Füße sorgen, da kalte Füße reflektorisch die Unterleibsdurchblutung vermindern. Ebenso empfiehlt es sich, die Nierengegend warm zu halten.

 

Trockenes Schröpfen bei PMS

Am Rücken gibt es verschiedene Reflexzonen, die mit den einzelnen Organen in Verbindung stehen. Erfahrende Therapeuten erkennen an Haut- und Temperaturveränderungen sowie Verhärtungen oder Aufquellungen, bei welchen Organen Fehlfunktionen oder Mangelversorgung vorliegen können. Das gezielte Aufsetzen von Schröpfgläsern auf diese Zonen oder die Durchführung von Schröpfmassagen löst reflektorische Reize auf das zugehörige Organ aus, was zu einer Verbesserung der Durchblutung, der Nährstoffversorgung und Anregung der Organfunktionen führt.

Im Bereich des unteren Rückens befinden sich die Reflexzonen für Gebärmutter und Eierstöcke. Das Schröpfen dieser Zonen führt zu einer verbesserten Durchblutung des kleinen Beckens und damit einer Entspannung der Unterleibsorgane.

 

 

Hormon-Yoga bei PMS

Eine spezielle Yoga-Variante, das so genannte Hormon-Yoga, soll hormonbedingte Beschwerden rund um PMS und Wechseljahre auf natürliche Weise lindern. Eine Reihe von festgelegten Übungen, die sehr dynamisch und zügig durchgeführt werden, soll das weibliche Drüsen- und Hormonsystem aktivieren und damit hormonellen Schwankungen entgegenwirken.

Die Körperübungen bestehen vor allem aus intensiven Bauchbewegungen, tiefer Bauchatmung und Entspannungsübungen. Dadurch werden die Beckenorgane massiert und deren Durchblutung gefördert.

Die Kombination der verschiedenen Übungen hat zum Ziel, dass der Körper überschüssige Stresshormone abbaut. Diese sind Gegenspieler der weiblichen Sexualhormone und können das Hormonsystem aus der Balance bringen sowie hormonell bedingte Beschwerden, die für das PMS charakteristisch sind, verstärken.

Regelmäßig praktiziert soll durch das Hormon-Yoga das Wohlbefinden verbessert und das Hormonsystem positiv beeinflusst werden.

Empfehlenswert ist es, zum Erlernen des Hormon-Yogas einen entsprechenden Kurs zu belegen, bevor man zuhause mit den Übungen beginnt. Gerade für Yoga-Anfänger ist es wichtig, dass ein erfahrener Lehrer die richtige Ausführung der Übungen überwacht und gegebenenfalls korrigiert.

 

Ätherische Öle bei PMS

Naturreine, ätherische Öle enthalten wirksame Pflanzenstoffe in hoher Konzentration, weshalb meist eine geringe Dosis genügt, um deutliche Reaktionen beobachten zu können.

Lavendel

Lavendelöl enthält bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe, die beruhigend, ausgleichend, entspannend und stimmungsaufhellend auf die Gefühlswelt wirken.

Bei Abgeschlagenheit, innerer Anspannung und Schlafstörungen können folgende Anwendungsmöglichkeiten helfen: ein- bis zweimal täglich einen Tropfen auf die Fußsohlen auftragen, einige Tropfen vor dem Schlafengehen aufs Kopfkissen oder in einen Diffusor geben oder ein kleines Fläschchen im Alltag immer griffbereit haben, um bei innerer Unruhe oder Anspannung daran riechen zu können.

 

Römische Kamille

Das Öl der Römischen Kamille hat eine entkrampfende und nervenberuhigende Wirkung. Es hilft am Abend zur Ruhe zu kommen und in den Schlaf zu finden. Mit etwas Mandel- oder Weizenkeimöl vermischt kann mit sanft kreisenden Bewegungen der schmerzende Unterleib oder Rücken massiert werden, um die krampflösende Wirkung lokal einzusetzen. Als Duftöl in einer Duftlampe oder einem Diffusor sorgt es für rasche Entspannung und beruhigt aufgewühlte Emotionen. Mit einem Wattestäbchen kann es auch auf die hormonell bedingten Pickel und Hautunreinheiten aufgetupft werden.

 

Rose

Rosenduft wirkt unmittelbar auf das limbische System, der Bereich im Gehirn, der unsere Emotionen verarbeitet und Hormone (Endorphine) ausschüttet, die eine positive Auswirkung auf die Stimmungslage haben. Stressempfindung wird reduziert und ein Gefühl der inneren Entspannung breitet sich aus. Geben Sie einige Tropfen in einen Diffusor und vernebeln Sie das Öl während der Tage vor der Menstruation täglich in dem Raum, in dem Sie sich am meisten aufhalten, oder tupfen Sie 2-3 Tropfen auf Ihr Handgelenk oder auf ein Taschentuch, um mehrmals daran riechen zu können, wenn sich Schwermut, Anspannung oder sorgenvolle Gefühle wieder breit machen.

 

Psychotherapie bei PMS

Gesprächstherapie

Da besonders beim prämenstruellen Syndrom die psychosomatische Komponente nicht zu unterschätzen ist, kann eine begleitende Gesprächstherapie die Frau dabei unterstützen, den Ursachen ihrer Beschwerden auf den Grund zu gehen. Besonders ratsam ist diese Therapieform, wenn die Hauptbeschwerden auf der psychischen Ebene liegen und depressive Verstimmungen oder extreme Stimmungsschwankungen mit sich bringen. Aber auch wenn die Frau so sehr an den Ausprägungen des PMS leidet, dass sie sich in ihrer Lebensqualität eingeschränkt fühlt, bringt eine Gesprächstherapie oft überraschende Erkenntnisse.

Psychische Ursachen können in ungelösten Beziehungskonflikten, einer allgemeinen Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben, Überforderung oder auch einer tief im Unterbewusstsein sitzenden ablehnenden Haltung des Frauseins liegen.

 

Systemische Therapie

Eine besondere Form der Psychotherapie ist die systemische Therapie. Probleme oder psychosomatische Beschwerden werden nicht als Störung eines einzelnen Menschen betrachtet, sondern der Mensch wird eingebunden in sein soziales Umfeld mit den verschiedenen Einflussfaktoren gesehen – also sein System.

 

Je nach Art und Umfang der Problematik werden verschiedene Systeme in Betracht gezogen, dies kann beispielsweise die Familie sein, in der man gegenwärtig lebt, gegebenenfalls auch die Herkunftsfamilie oder das Arbeitsumfeld. In der Therapie werden die verschiedenen Wechselwirkungen zwischen dem Klienten und seinem Umfeld genauer beleuchtet. Indem die verschiedenen Einflussfaktoren, die oft Personen im näheren Umfeld der Betroffenen darstellen, auf Papier gezeichnet oder als Figuren oder Holzklötze auf einer begrenzten Fläche aufgestellt werden, hilft dies den Klienten, Abstand zu der belastenden Situation zu gewinnen und sein Leben gewissermaßen von oben zu betrachten, aus einer Metaperspektive.

 

Bei Frauen, die an ihren ausgeprägten prämenstruellen Symptomen leiden, vor allem wenn hauptsächlich psychische Beschwerden auftreten, kann diese Methode dazu beitragen, unbewusste Zusammenhänge zwischen ihren Beschwerden und ihren Lebensumständen zu erkennen. Der Therapeut entwickelt mit der Frau gemeinsam Lösungsansätze, um eine Veränderung im Leben der Frau zu bewirken. Die Lösung von Konflikten, das Zurückerlangen der eigenen Handlungsfähigkeit oder die Erkenntnis, welche Bedürfnisse mehr Aufmerksamkeit benötigen, aktiviert neue Energien und löst emotionale Blockaden, die wieder handlungsfähig machen und Kräfte freisetzen.

 

Unser Buch-Tipp für Frauen, die mehr über ganzheitliche Gesundheit und die Weisheit ihres Körpers wissen wollen:

Checkliste

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei PMS

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen zu gut wie möglich über Ihre Erkrankung
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei PMS stehen viele Mikronährstoffe im Fokus – eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.
  • Ernährung: Eine gesunde Ernährung mit einem hohen Anteil an Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und hochwertigen Ölen sowie wenig Fleisch- und Milchprodukte und
  • Verzicht auf Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und zuckerhaltige Nahrungsmittel , vor allem in der zweiten Zyklushälfte, verbessern das allgemeine Wohlbefinden und sind Voraussetzung für eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen.
  • Positive Lebenseinstellung: Auch wenn das PMS unangenehm ist – finden Sie täglich mehrere Gründe, was trotzdem schön ist und wofür Sie dankbar sind. Verändern Sie Ihre Perspektive und entwickeln Sie eine positive Grundhaltung. Der Fokus richtet sich nicht mehr vorrangig auf die Beschwerden.
  • Heilpflanzen: Viele Heilkräuter und ätherische Öle haben einen ausgleichenden Effekt auf Hormon- und Nervensystem, lindern Krämpfe, Anspannung, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen. Werden Sie hier aktiv und finden Sie heraus, welche Kräuter und Öle Ihr Wohlbefinden steigern und Ihre Beschwerden lindern. Sie fördern die Selbstheilungskräfte und vermeiden unnötige Nebenwirkungen.
  • Stressreduktion: Stress bringt den Hormonhaushalt durcheinander und verstärkt nicht nur die vorhandenen Symptome, sondern kann noch weitere Beschwerden auslösen. Sorgen Sie für tägliche Erholungszeiten, atmen Sie öfter tief durch und bewegen Sie sich regelmäßig. Das alles trägt dazu bei, den Stresspegel gar nicht erst ansteigen zu lassen.
  • Entspannungstechniken: Regelmäßig angewendet reduzieren sie innere Unruhe und Spannungszustände, wirken ausgleichend auf das Nervensystem und können einen positiven Einfluss auf alle Beschwerden haben. Besonders das Hormon-Yoga kann Ihre Symptome lindern, da es darauf abzielt, das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen.

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