Psoriasis und Psoriasis arthritis – Ursachen, Ernährung und ganzheitliche Therapie

Leiden Sie oder ein Angehöriger an Schuppenflechte? Wir stellen Ihnen hier alle Fakten zur Schuppenflechte (Psoriasis) und Psoriasis arthritis verständlich vor: Ursachen, Risikofaktoren, Symptome und Diagnose. Schuppenflechte ist bis heute nicht heilbar, jedoch gut behandelbar: Wir zeigen Ihnen neben den klassischen viele natürliche Therapiemöglichkeiten bei Schuppenflechte – bei Behandlung und Verlauf der Erkrankung spielt auch Ihr persönlicher Lebensstil eine wichtige Rolle.

Experte/Expertin:

Corina Hajak

Prakt. Ärztin, Expertin für integrative Medizin

Letzte Aktualisierung: 12. April 2021

Psoriasis – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Was ist Schuppenflechte? chronisch-entzündliche systemische Autoimmunerkrankung, betrifft v. a. die Haut, Verlauf in Schüben, nicht ansteckend; Gelenke bei 15 % mitbetroffen (Psoriasis arthritis).
  • Ursachen und Risikofaktoren: Erbliche Veranlagung und Trigger: mechanische Reize, Infektionen der Atemwege, Medikamente, Klimafaktoren, hoher Alkoholkonsum, Rauchen, hormonelle Schwankungen, Stress und dauerhafte psychische Belastungen, weitere Grunderkrankungen; auf Zellebene: oxidativer Stress
  • Symptome: silbrige Schuppen (Plaques) auf roter Haut, teils verdickter Haut (typisch Ellenbogen, Knie, Kopfhaut), starker Juckreiz und Nagelveränderungen; Psoriasis arthritis: Gelenkschwellungen/-schmerzen, Bewegungseinschränkungen
  • Diagnose und Tests: Krankengeschichte, Hautuntersuchung, Biopsie; bei Psoriasis arthrits: Ultraschall, MRT, Laborparameter
  • Krankheitsverlauf: nicht heil- aber gut behandelbar, sehr unterschiedliche Verläufe, häufig Begleiterkrankungen
  • Empfohlene Ernährung: Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollwertprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.
  • Therapie und Prävention:
    • Mikronährstoffe: Mikronährstoffe im Fokus bei Schuppenflechte: Vitamin D, Vitamin A, Vitamin C, B-Vitamine, Selen, Folsäure, Omega-3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe.
    • Lebensstil: Kleidung und Hautpflege, Entsäuerung und Entgiftung, Sport und Bewegung, Reduzieren von Alkohol und Nikotin, Stressreduktion und Entspannungstechniken, positive Lebenseinstellung, erholsamer Schlaf und Schlafhygiene
    • Konventionelle Therapie: Vitamin-D-Derivate, Photochemotherapie, Biologika, NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika), Kortisonpräparate
    • Ganzheitliche Therapie: Heilpflanzen (Mahonie, Aloe vera, Indische Wassernabel, Mariendistel, Zaubernuss), UV-Lichttherapie, Balneophototherapie, Klimatherapie, Physiotherapie und Thermotherapie, Psychotherapie bei Schuppenflechte:
  • Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie bei Schuppenflechte selbst tun

Was ist eine Schuppenflechte (Psoriasis)?

Das-Wichtigste-in-Kürze

Psoriasis in der Übersicht

  • chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Erkrankung, die vor allem die Haut, aber auch viele andere Organe betreffen kann (systemische Erkrankung)
  • Verlauf der Schuppenflechte sehr unterschiedlich; häufig sind Schübe und in Folge symptomfreie Phasen
  • nicht ansteckend, sondern vererbbar – bestimmte Faktoren triggern den Ausbruch
  • Behandlung ist auf die Symptome ausgerichtet, Heilung bis jetzt nicht möglich
  • Betroffene in Deutschland: 1,5 Millionen Menschen

Vorkommen und Auftreten

Die Schuppenflechte ist eine der häufigsten gutartigen Hauterkrankungen in den Industrieländern – in Europa herrscht jedoch ein deutliches Gefälle: Nordeuropäer sind häufiger betroffen als Südeuropäer. Menschen auf den Kontinenten Afrika und Asien, besonders indigene Völker, leiden dagegen viel seltener unter Schuppenflechte. In Deutschland sind ca. 1,5 Millionen Menschen an Schuppenflechte erkrankt, dabei sind Männer und Frauen gleichauf betroffen. Erkrankungen im Kindesalter sind eher selten. Die Schuppenflechte ist die zweithäufigste chronische Hauterkrankung nach Neurodermitis in Deutschland.

Die Erkrankung Schuppenflechte wird in zwei Typen (Alter und Schweregrad der Verlaufsform) unterteilt:

  • Typ-1-Psoriasis: ca. 75 % der Betroffenen erkranken vor dem 40. Lebensjahr; meist schwerer Verlauf
  • Typ-2-Psoriasis: Erkrankungsalter zwischen 50-60 Jahren; mildere Verläufe

Die häufigste Form der Erkrankung ist die Psoriasis vulgaris (gewöhnliche Schuppenflechte) mit ca. 85 %. Die Psoriasis vulgaris wird auch Plaque-Psoriasis genannt, da sich auf Ihrer Haut die charakteristischen Plaques entwickeln. Die Schuppen/Plaques auf der Haut entstehen, da die Erneuerungsprozesse der Haut durch einen Gendefekt um ein Vielfaches erhöht sind und nicht mehr geregelt ablaufen (normal: 26 Tage, bei Schuppenflechte: 3-7 Tage). Durch diese krankhaft beschleunigte Hauterneuerung entsteht die Schuppung (durch zu viele unreife, verklebte Hornzellen).

Außerdem ist Ihr Immunsystem erheblich an den nicht korrekt ablaufenden Prozessen in der Haut beteiligt: Verschiedene Entzündungsmediatoren (z. B. Zytokine) erhalten fälschlicherweise eine chronische Entzündung im Körper weiter aufrecht. Auslösende Faktoren (Trigger) können diese Entzündung weiter befeuern. Schuppenflechte wird deshalb auch zum Kreis der Autoimmunerkrankungen gezählt.

Schuppenflechte wurde in der Medizingeschichte häufig mit vielen anderen Erkrankungen (z.B. Lepra, Krätze, Syphilis) verwechselt und Betroffene wurden aufgrund der falsch angenommenen (ansteckenden) Diagnose oft ausgegrenzt.

Wichtig

Hauterkrankungen sind oft verantwortlich für Scham und sozialen Rückzug und damit schwindende Lebensqualität. Gehen Sie offen mit Ihrer Erkrankung um – Schuppenflechte ist nicht ansteckend und hat auch nichts mit falscher Hygiene zu tun!

Ursachen und Risikofaktoren der Psoriasis

Das-Wichtigste-in-Kürze

Ursachen und Risikofaktoren in der Übersicht

  • Erbliche Veranlagung für Schuppenflechte: das Risiko zu erkranken steigt, je mehr Personen in der Familie betroffen sind
  • Trigger (auslösende Faktoren), die zum Ausbruch der Schuppenflechte führen: mechanische Reize, Infektionen der Atemwege, Medikamente, Klimafaktoren, hoher Alkoholkonsum, Raucher, hormonelle Schwankungen, Stress und dauerhafte psychische Belastungen, weitere Grunderkrankungen

 

 

Warum erkranken Sie an Schuppenflechte und andere nicht? Bis heute ist die genaue Ursache der Schuppenflechte in der Wissenschaft nicht abschließend geklärt. Aktueller Stand: Wer an Schuppenflechte erkrankt, bringt eine erbliche Veranlagung (genetische Disposition) mit. Hatte z. B. ein Elternteil Schuppenflechte, haben Sie ein ca. 30 % Risiko ebenfalls, an Schuppenflechte zu erkranken. Wenn Sie außerdem bestimmten inneren und äußeren Triggern (auslösenden Faktoren) ausgesetzt sind, kann die Schuppenflechte eher ausbrechen. Manche davon können Sie nicht selbst beeinflussen wie Hormonschwankungen oder Saisonwechsel, andere jedoch sind direkt von Ihrem Lebensstil abhängig.

Die häufigsten Trigger (auslösende und unterhaltende Faktoren der Erkrankung) der Schuppenflechte sind:

  • mechanische Reize (medizinisch-fachsprachlich: Köbner-Phänomen): Kleidung scheuert, Kratzen der Haut, Sonnenbrand, Schnitt- und Schürfwunden und andere Verletzungen der Haut
  • Stress und dauerhafte psychische Belastungen1: Teufelskreis aus Stress und Schuppenflechte-Schüben: Symptome verursachen Stress – Stress verursacht Symptome – …

Stress bei Schuppenflechte

Zwischen vielen Autoimmunerkrankungen und Stress bestehen toxische Wechselwirkungen – auch bei Schuppenflechte: Stress löst Schübe aus und wirkt als Verstärker der Symptome1. Oft entsteht dieser Stress durch chronische Überbelastung im Arbeit- und Privatleben, aber auch durch soziale Interaktion: Vielleicht wurden Sie schon von anderen Menschen stigmatisiert (z. B. Hand wurde nicht zur Begrüßung gereicht, sich lustig machen), schämen sich und/oder Sie fühlen sich der Krankheit ausgeliefert („Egal, was ich mache, es wird nur schlimmer.“) Folge dieser psychischen Belastungen sind erhöhte Entzündungsparameter im Blut (Zellstress), Angststörungen und Depressionen. Der erste Schritt aus diesem Teufelskreis ist das Bewusstsein, das Stress die Symptome verschlimmert und umgekehrt – es gibt Hilfe und Auswege und Menschen, die Sie dabei unterstützen können.

  • Infektionen der Atemwege: häufig durch Mandelentzündungen (Bakterien wie Streptokokken) oder Grippeerkrankungen
  • Medikamente: Blutdruckmedikamente wie Betablocker, Antidepressivum Lithium, Cholesterinsenker Statine, Rheuma– und Malariamedikamente
  • Klimafaktoren: jahreszeitliche Schwankungen, Klimawechsel
  • hoher Alkoholkonsum: Alkohol schädigt auch bereits gesunde Haut(strukturen) durch die erhöhte Ausschüttung entzündungsfördernder Enzyme
  • Rauchen: doppelt so hohes Risiko für Schuppenflechte wie Nichtraucher
  • hormonelle Schwankungen: Pubertät, Schwangerschaft, Menopause
  • oxidativer Stress: Bei autoimmunen Entzündungsprozessen entsteht oxidativer Stress, der wie ein Katalysator bei der Zerstörung von Gewebe im Körper wirkt und die chronische Entzündung bei Psoriasis befeuert2. Eine Mangelversorgung mit Mikronährstoffen wie Antioxidantien (Vitamin A, C und E, sekundäre Pflanzenstoffe) begünstigt die destruktiven Prozesse durch die entstehenden freien Radikale.

Ausflug in die Wissenschaft

Oxidativer Stress

Oxidativer Stress entsteht durch das Überangebot an freien Radikalen. Freie Radikale sind Verbindungen, die auf Grund eines „verlorenen“ Elektrons chemisch instabil, kurzlebig und hoch reaktiv sind. Sie „entreißen“ anderen Molekülen Elektronen, um selbst wieder in einen stabilen Zustand übergehen zu können. Dadurch ändern sich jedoch deren Eigenschaften. In unserem Körper kann es durch zu viele freie Radikale (oxidativer Stress) zu Funktionsstörungen innerhalb der Zellen und zu Krankheiten kommen.

Freie Radikale entstehen als Nebenprodukte bei verschiedenen Stoffwechselvorgängen in unserem Organismus. Vor allem bei der Produktion von Energie für die Zellen in den Mitochondrien, wo aggressiver Sauerstoff verarbeitet wird, entstehen sehr viele freie Radikale. Sie sind aber nicht nur schädlich. Unter anderem erfüllen freie Radikale wichtige Aufgaben in der Immunabwehr, da sie Fremdorganismen, zum Beispiel Bakterien und Viren attackieren.

Damit körpereigene Strukturen wie die Bausteine der Erbsubstanz, Eiweiße wie Enzyme und besonders ungesättigte Fettsäuren der Zellwand keinen Schaden nehmen, muss die Zelle sich selbst vor Angriffen von freien Radikalen schützen. Dies übernehmen Radikalfänger, sogenannte Antioxidantien.

Sie können Elektronen abgeben, dadurch freie Radikale entgiften und sich selbst in einem Kreislauf von Reaktionen regenerieren. Bekannte Radikalfänger sind die Vitamine C, E und A. Jedoch spielen in der Zelle vor allem auch antioxidative Enzyme wie Superoxiddismutase (SOD), Katalase (KAT) und Glutathionperoxidase (GPX) eine bedeutende Rolle. Diese Enzyme benötigen als Cofaktoren die Spurenelemente Zink, Mangan und Selen sowie Kupfer und Eisen.

 

  • weitere Grunderkrankungen: (Komorbiditäten): Morbus Crohn, Glutenunverträglichkeit, Depressionen, Angststörungen, AIDS

Symptome bei Psoriasis

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Symptome in der Übersicht

  • Plaques: Scharf begrenzte, gerötete, erhabene Herde mit silbrig-grauen Schuppen, die v. a. an den Streckseiten der Arme und Beine (Ellenbogen, Knie), dem Kopf, den Ohren und in der Kreuzbeinregion auftreten
  • Juckreiz, Schmerzen, generell trockene Haut, die eine Neigung zu schmerzhaften Rissen hat
  • seltenere Formen: eitrige Bläschen, tropfenförmige Hautveränderungen, in Hautfalten rote, nässende, schmerzende Stellen
  • Nagelpsoriasis: weißlich-gelbe Färbung, Krümelnägel
  • Psoriasis arthritis: geschwollene, schmerzhafte Gelenke, Ruhe- und Nachtschmerz

Schuppenflechte kann in vielen unterschiedlichen Formen auftreten. Die häufigste Form ist die Psoriasis vulgaris (gewöhnliche Schuppenflechte/Plaque-Psoriasis) mit über 80 %. Sie ist gekennzeichnet durch scharf begrenzte, gerötete, erhabene Herde mit silbrig-grauen Schuppen (Plaques), v. a. an den Streckseiten der Arme und Beine (Ellenbogen, Knie), dem Kopf, den Ohren und in der Kreuzbeinregion. Die Plaques sind meist symmetrisch auf beide Körperhälften verteilt.

Wenn die Psoriasis vulgaris auf dem behaarten Kopf auftritt (oft hinter den Ohren), spricht man von einer Psoriasis capitis. Schwere Verläufe mit Plaques am ganzen Körper nennt man Psoriasis generalisata.

 

Weitere Formen der Psoriasis (ohne typische Plaques):

  • Psoriasis pustulosa: Haut bildet eitrige Bläschen, nach Platzen und Austrocknen bräunliche Krustenbildung; Typ Zumbusch: Den Bläschen gehen vorher Fieber und Schüttelfrost voran.
  • Psoriasis guttata: tröpfchenförmige Schuppenflechte (wie Wassertropfen auf dem Körper), häufig zu Beginn, häufig bei Kindern/Jugendlichen
  • Psoriasis intertriginosa: Schuppenflechte tritt in Hautfalten auf wie Gesäßfalte, Achselhöhlen, Leisten oder Genitalbereich, bei Frauen unterhalb der Brüste; typisch sind Nässen, Juckreiz, rote Hautstellen Schmerzen ohne Schuppen.
  • Psoriasis palmoplantaris: Schuppenflechte an Händen und Füßen
  • Nagelpsoriasis: Keine Symptome auf der Haut, sondern Tüpfel oder „Ölflecken“ auf den Fingern, verdickte Krümelnägel, weiße und gelbliche Verfärbungen auf den Nägeln, insgesamt optisch auffällig.
  • Psoriatische Erythrodermie: gesamte Haut rötlich und verdickt, Fieber, starker Juckreiz, Kälteempfindlichkeit

 

Symptome der Gelenkentzündung Psoriasis arthritis

Die rheumatische Gelenkerkrankung Psoriasis arthritis tritt bei ca. 5-15 % der Betroffenen auf. Die Entzündung beschränkt sich hier nicht auf die Haut, sondern dehnt sich auch auf Knochen, Sehnen und Gelenke aus. Besonders oft trifft es Finger und Zehen – typisch sind Schwellungen und Steifigkeit der betroffenen Gelenke. Während bei der rheumatoiden Arthritis die Gelenke oft beidseitig und symmetrisch betroffen sind, ist dies bei Psoriasis arthritis nicht der Fall. Auch läuft das Fortschreiten der Zerstörung der Gelenke nicht unbedingt parallel zu den typischen Schüben der Schuppenflechte, sondern eher lange „heimlich“ und fortschreitend im Hintergrund. Psoriasis arthritis sollte so früh wie möglich behandelt werden, um die Gelenkzerstörung aufzuhalten.

Diagnose und Test: Psoriasis feststellen

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Diagnose in der Übersicht

  • Krankengeschichte (Anamnese): Beschwerden? Familienmitglieder betroffen? Vorerkrankungen? Medikamente?
  • Körperliche Untersuchung: typische Psoriasiszeichen: Plaques, Kerzenwachsphänomen, Phänomen des letzten Häutchens, blutiger Tau, Veränderung der Nägel, Gelenkbeschwerden bei Psoriasis arthritis
  • Biopsie bei Uneindeutigkeit der Haut-Untersuchung
  • Psoriasis arthritis: Untersuchung Gelenke und Nägel, evtl. Ultraschall, MRT, Röntgen und Laborparameter zur Abgrenzung der rheumatoiden Arthritis
  • Schweregrade der Psoriasis PASI und Lebensqualitätmesser DQLI

Krankengeschichte (Anamnese) und körperliche Untersuchung

Der erste Ansprechpartner bei einer Schuppenflechte ist der Hautarzt (Dermatologe). Dieser wird Sie ausführlich zu Ihrer Krankengeschichte befragen, z. B. welche Vorerkrankungen Sie und Ihre Familie haben (erbliche Veranlagung der Psoriasis), wie lange und in welcher Ausprägung Ihre Beschwerden vorhanden sind, welche Medikamente Sie einnehmen, wie die Erkrankung Sie in Ihrer Lebensqualität beeinträchtig, ob morgens die Gelenke steif sind, Juckreiz besteht und vieles mehr.

Die körperliche Untersuchung konzentriert sich zunächst auf die Haut.

Bei der Schuppenflechte gibt es bestimmte typische Merkmale, die bei klassischem, voll ausgeprägtem Stadium oft eine Blickdiagnose ermöglichen. Dazu gehören:

  • typische silbrige Plaques und gerötete Haut an den Ellbogen, Knie, Kreuzbein und der behaarten Kopfhaut
  • Kerzenwachs-Phänomen: abgekratzte Schuppen erinnern an Kerzenwachs
  • Phänomen des letzten Häutchens: unter der abgekratzten Schuppe befindet sich ein dünnes Häutchen
  • Auspitz-Phänomen/blutiger Tau: Lösen des dünnen Häutchens – punktförmige Blutungen
  • Veränderung der Nägel: Ölflecken, Tüpfelnägel als Hinweis auf Psoriasis arthritis

 

Biopsie

Wenn die Hautuntersuchung nicht zu einer eindeutigen Diagnose führen konnte, kann der Hautarzt auch eine Gewebeprobe einer betroffenen Stelle entnehmen (Stanzbiopsie) und das Gewebe wird anschließend mikroskopisch untersucht und zugeordnet.

 

Diagnose der Psoriasis arthritis

Besteht Verdacht auf eine Psoriasis arthritis muss der Arzt andere chronische Gelenkerkrankungen (rheumatoide Arthritis, Gicht, Autoimmunerkrankungen) ausschließen. Hierbei ist zuerst der Blick auf die Nägel wichtig, da 70 % der Betroffenen mit Nagelveränderungen auch eine Gelenkbeteiligung aufweisen.

Typisch sind außerdem Ruhe- und Nachtschmerzen, die bei Bewegung abnehmen, die Schwellungen und Schmerzen der Gelenke sind meist asymmetrisch (einseitig).

Weiter kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz, um das Stadium der Gelenkzerstörung, Weichteilschwellungen und die vorliegende Entzündung erkennen und klassifizieren zu können. Dazu gehören der Ultraschall (Sonografie), Röntgenuntersuchungen und die Magnetresonanztomografie (MRT/Kernspin).

 

Laborparameter bei Psoriasis arthritis

Es gibt laut Experten keine rein typischen Laborwerte für die Psoriasis arthritis, aber einige Parameter sind nützlich, eine rheumatoide Arthritis von der Schuppenflechte abzugrenzen. Dazu gehören:

  • Anti-CCP-Antikörper (CCP-AK): Wenn dieser Wert erhöht ist, liegt zu 90 % eine rheumatoide Arthritis vor.
  • Rheumafaktoren: Wenn diese Werte erhöht sind, liegt zu 75-80 % eine rheumatoide Arthritis vor.
  • HLA-B27: tritt bei 60-70 % bei Personen mit Psoriasis arthritis auf
  • Entzündungsparameter: CRP, Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) sind unspezifisch und weisen auf eine Entzündung in Ihrem Körper hin, können jedoch bei Psoriasis arthritis auch normal oder nur sehr geringfügig erhöht sein

 

Diagnose Psoriasis arthritis

Wie Sie sehen, ist die Diagnose einer Psoriasis arthritis in nicht fortgeschrittenem Stadium nicht ganz einfach. Auch die oben aufgeführten bildgebenden Verfahren können erst deutlich sichtbare Gelenkschädigungen erkennen. Für die Diagnose und entsprechende Behandlung ist es wichtig, dass Ihr Arzt die Summe aller Teile zu einem Ganzen zusammenfügt – nur isolierte Laborparameter oder nur ein MRT führen, wie bei vielen anderen Erkrankungen auch, zu keiner Diagnose.

 

Schweregrade der Psoriasis: PASI und DLQI

Die Einteilung der Psoriasis in Schweregrade ist wichtig für die Wahl der geeigneten Therapie. Hierfür wird der PASI (Psoriasis Area and Severity Index) von 0-72 Punkten verwendet: In den PASI fließen Stärke der Rötung, Dicke der Plaques und Schuppung der Haut sowie die ungefähre Ausbreitung über Arme, Beine, Kopf und Rumpf in Prozent. Bei schweren Erkrankungen erreicht der Score bis zu 72 Punkten. Bei mittelschweren bis schweren Erkrankungen liegt der Score bei über 10 Punkten.

Der dermatologische Lebensqualitätsindex DLQI misst den krankheitsbedingten Einfluss auf die Lebensumstände. Inwiefern beeinflusst die Schuppenflechte Ihre schulische oder berufliche Situation? Wie Ihre Partnerschaft und/oder das Familienleben? Wie wirkt die Erkrankung auf Ihre Psyche?

Möglicher Krankheitsverlauf und Prognose

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Prognose in der Übersicht

  • Schuppenflechte ist nicht heilbar, aber gut behandelbar.
  • Ihre Gesundheitskompetenz beeinflusst den Verlauf der Schuppenflechte.
  • Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser ist die Prognose.
  • Psoriasis ist mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie Herzinfarkt, Atherosklerose) assoziiert
  • Häufige Begleiterkrankungen: Stoffwechselerkrankungen wie Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Übergewicht oder metabolisches Syndrom; Depressionen

 

Ihre Gesundheitskompetenz

Auf den Verlauf der Erkrankung Schuppenflechte haben Sie selbst Einfluss. Der erste Schritt ist, sich möglichst gut über die Krankheit zu informieren und sich mit der Diagnose eingehend auseinanderzusetzen. Zu Ihrer Gesundheitskompetenz zählen: Welchen Lebensstil pflegen Sie? Wo können Sie beginnen, etwas zu verändern, z. B. mit dem Rauchen aufzuhören, Stress zu reduzieren, mit gesunder, antientzündlicher, mikronährstoffreicher Ernährung ein Normalgewicht anzustreben oder sich mit Therapiemöglichkeiten auseinanderzusetzen? Auch der Schritt zur Akzeptanz „Ja, ich leide unter Schuppenflechte und schäme mich nicht“ ist ein wichtiger Gedankenschritt, der Ihre Lebensqualität verbessern kann.

 

Verlauf und Prognose bei Schuppenflechte

Die Schuppenflechte verläuft individuell sehr verschieden. Auch die Ausprägung bei Familienmitgliedern gibt nicht unbedingt Aufschluss über den Verlauf bei Ihnen. Die Bandbreite kann von einmaligen Symptomen bis zu schweren, chronischen Verläufen ohne symptomfreie Phasen reichen. Bei 25 % der Patienten kann es zu spontanen Abheilungen kommen. Vorsicht: Dies beruht jedoch nicht auf der Anwendung von erfolgsversprechenden, meist teuren „Wundermitteln“!

Schwere Verlaufsformen bei Schuppenflechte verkürzen die Lebenserwartung Betroffener, sie sterben ca. 3-4 Jahre früher, wie eine Studie zeigte.3

 

Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) bei Schuppenflechte

Die Schuppenflechte kommt leider selten allein: Mehr als 25 % der Menschen mit Psoriasis leiden an einer Depression, für Herz-Kreislauf-Ereignisse (wie Herzinfarkt und Schlaganfall) stellt sie sogar einen eigenen Risikofaktor dar, zwischen 20-30 % entwickeln eine Psoriasis arthritis. Betroffene haben oder entwickeln häufiger Stoffwechselerkrankungen wie Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Übergewicht oder metabolisches Syndrom.

Viele der ganzheitlichen Therapien, die wir vorstellen, zielen auch auf die Behandlung und Prävention dieser möglichen Begleiterkrankungen ab und können so zu einem besserem Verlauf Ihrer Erkrankung und höherer Lebensqualität beitragen.

Ernährung bei Psoriasis

Ernährung in der Übersicht

  • Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen.
  • Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt. Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Eine gesunde, ausgewogene Ernährung hilft Ihnen, langfristig Gewicht abzubauen (Übergewicht ist Triggerfaktor bei Schuppenflechte und Bauchfett befeuert Entzündungen).

Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen. Diese chronische Entzündung lässt Arterien verkalken, schwächt unseren Darm und unser Immunsystem, beeinflusst unsere Psyche negativ und lässt letztlich Zellstress entstehen. Wie im Kapitel Ursachen ausführlich dargestellt, sind entzündliche Prozesse auch bei Psoriasis an der Entstehung beteiligt. Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen bei Schuppenflechte in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:

  • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
  • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
  • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Psoriasis auswirken.
  • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

 

Probleme der heutigen Ernährung

Obwohl in Deutschland kein Mangel an Nahrungsmittelvielfalt herrscht, wird eine naturbelassene Ernährung mit vielen qualitativ hochwertigen und unverarbeiteten Produkten immer seltener. Volle Arbeitstage, Alltagsstress, keine Zeit zu kochen und auch der Mangel an Wissen und Fähigkeiten führen zunehmend zu einer ungesunden Ernährung.

 

Fertigprodukte statt frisch kochen: Western Diet

Diese Art der Ernährung wird oft unter dem Begriff Western Diet zusammengefasst, weil sie vor allem in den westlichen Industrieländern weit verbreitet ist und sich zunehmend auch in Ländern mit traditionell gesunder Ernährung ausbreitet – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.

Western Diet: hochkalorisch, zuckerreich, gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, salzreich, viele Konservierungsstoffe und hochverarbeitete Produkte (Fastfood, Fertigprodukte, „Junkfood“) – dagegen wenig frisches Obst und Gemüse, keine hochwertigen Pflanzenöle, wenig komplexe Kohlenhydrate, wenige Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe.

Nährstoffzufuhr aus dem Gleichgewicht

Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen. Unsere Lebensmittel setzen sich zum einen aus Makronährstoffen zusammen, die uns Energie und Baumaterial liefern: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße.

Auf der anderen Seite enthalten Lebensmittel auch unzählige Mikronährstoffe, die das Umsetzen der Makronährstoffe im Stoffwechsel erst möglich machen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fettsäuren, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.

Ungesund wird eine Ernährung dann, wenn die einzelnen Gruppen nicht mehr im Gleichgewicht zueinander stehen. Arbeit findet z. B. heute sehr oft als sitzende Tätigkeit am Schreibtisch statt, wo keine bis kaum Kalorien verbrannt werden – jedoch dominieren Kohlenhydrate nach wie vor zu einem großen Anteil unsere tägliche Ernährung, was die Entwicklung einer chronischen Entzündung besonders fördert – das ständige Zuviel.

 

Anti-entzündliche Ernährung: Profitieren Sie auf allen Ebenen

Erst gravierende Erkrankungen und Ereignisse wie das Auftreten einer Schuppenflechte lassen uns aufhorchen und führen oft zu einem Wendepunkt im Leben: Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen!

Sich gesund zu ernähren heißt nicht sich selbst zu kasteien, zu verzichten oder strikte Pläne einzuhalten. Es bedeutet Neues kennenzulernen, alte Wege zu verlassen und sich jeden Tag fitter, gesünder und leistungsfähiger zu fühlen statt immer müde, abgeschlagen und energielos. Sie können dabei Schritt für Schritt etwas an Ihrer Ernährung ändern, statt zu versuchen, von heute auf morgen alles auf den Kopf zu stellen. Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.

 

Was ist antientzündliche Ernährung?

Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Eine pro-entzündliche Ernährung ist einer der Hauptauslöser für eine chronisch-schwelende Entzündung in unserem Körper, die stille Entzündung (silent inflammation).

Die folgende Tabelle stellt Ihnen wichtige anti- und pro-entzündliche Nahrungsmittelgruppen vor:

Anti-entzündliche Nahrungsmittel und pro-entzündliche Nahrungsmittel

PRO Anti-entzündliche Ernährung (mediterrane Diät)KONTRA
Pro-entzündliche Ernährung („Westliche“ Diät)
Olivenöl, Walnussöl, Leinöl, Hanfölfrittierte Lebensmittel, Margarine, Sonnenblumenöl, Schweineschmalz, Sojaöl, Maiskernöl
Obst (zuckerarme Sorten bevorzugen: Beeren, Zitrusfrüchtw, Äpfel
Gemüse (mindestens „5 am Tag“: grüne Blattgemüse, Brokkoli, Spinat, Kohlsorten, Topinambur, alle Salate, Wildkräuter
Fast Food, Fertigprodukte, Süßigkeiten, industriell gefertigte Snacks
Vollkornprodukte: Getreideprodukte aus dem vollen Korn inklusive aller BallaststoffeProdukte aus Auszugsmehlen („Weiß“), Weizen
Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Tofu, Eier: moderater Konsum (mind. Bio-Freiland-HaltungWurstwaren, viele Milchprodukte
fetter Seefisch: Lachs, Makrele, SardinenSchweinefleisch
frische Kräuter, antientzündliche Gewürze wie Chilli, Kurkuma, Ingwer
Sulfide: Knoblauch, Zwiebeln, Meerettich
sehr salzreich
Getränke und Tee: Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, grüner TeeSoftdrinks, häufiger Alkoholkonsum Milchmixgetränke
Nüsse und Saaten: Walnüsse, Leinsamen, Pinienkerne, Kürbiskerne, MacadamianüsseErdnüsse, gesalzene und aromatisierte „Knabbernüsse“
Probiotika: Kefir, Joghurt, milchsauer eingelegte Gemüse, Misopaste

Weitere Eckpunkte einer gesunden Ernährung sind:

  • Flexitarismus: Insgesamt sollte Ihre Ernährung vorwiegend pflanzenbasiert ausgerichtet sein – Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind in Maßen zu genießen, dafür in hochwertiger Qualität.
  • Mittelmeer-Diät: Gute Orientierung bei einer anti-entzündlichen Ernährung bietet die mediterrane Ernährung – Menschen, die sich traditionell nach der Mittelmeerdiät ernähren, leiden seltener unter der chronischen Entzündung und deren Folgen, z. B. weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Regional und saisonal: Produkte aus der Region, die keinen weiten Anreiseweg hatten, sind frischer und oft nährstoffreicher. Viele Superfoods haben einheimische „Verwandte“ wie z. B. Leinsamen (statt Chiasamen) oder Hagebutten (statt Goji-Beeren).
  • Gesunde Fette: Fett reduzieren ist passé, viel wichtiger, ist die richtigen Fette aufzunehmen: Die optimalen Quellen sind kaltgepresste, hochwertige Öle. Dabei sollte der Anteil der Omega-3-Fettsäuren möglichst hoch sein, da sie im Gegensatz zu den Omega-6-Fettsäuren entzündungs- und schmerzhemmend wirken.
  • Kohlenhydrate reduzieren: Essen Sie insgesamt weniger Kohlenhydrate, also weniger weißes Brot, weniger weiße Nudeln und Reis. Zu viele dieser getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht der Botenstoffe.
  • Vegetarismus und Veganismus sind Ernährungsformen, die sehr gesund und ausgewogen sein können, aber nicht automatisch sind: Wenn viele oben genannte Nahrungsmittel integriert werden und auf ausreichend Mikronährstoffzufuhr geachtet wird. Auch der vegane Trend hat viele Fertigprodukte auf den Markt gebracht, die oft mit einer gesunden Ernährung nichts mehr gemeinsam haben. Achten Sie also weniger auf ein „Label“, sondern auf Ausgewogenheit.
  • Achtsamkeit beim Essen: Genuss, Freude und Langsamkeit gehören zu einer gesunden Ernährung genauso wie hochwertige Nahrungsmittel.
  • Fastenperioden: Intervallfasten oder Buchinger-Fasten können sinnvoll sein für einen Neustart oder ein jährliches Ritual, hier müssen Sie selbst abwägen, ob es zu Ihnen passt.
  • In Bewegung bleiben: Zu einer gesunden Ernährung gehört Bewegung – neben vielen anderen positiven Effekten, wirkt die Verdauung angeregt und die Darmpassage gefördert.

So sollte Ihr Teller aussehen

Mit dieser Telleraufteilung versorgen Sie Ihren Organismus optimal mit wichtigen Mikronährstoffen und ausreichend Energie-Lieferanten (Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß). Achten Sie also darauf nicht nur Beilagen und Fleisch/ Fisch zu sich zu nehmen, sondern variieren Sie vor allem mit verschiedenen Gemüse- und Obstkombinationen. So gehen Sie Übergewicht aus dem Weg und vermeiden Speisen mit zu hohen Kalorienwerten.

 

Die Zusammensetzung entspricht am ehesten einer mediterranen Ernährung und enthält reichlich Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, unterstützt den Abbau von Entzündungen im Körper und schützt präventiv wohl auch vor zahlreichen anderen Erkrankungen wie z. B. Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Entzündungsfördernd gelten tierische Lebensmittel mit vielen Omega-6-Fettsäuren in rotem Fleisch und Milchprodukten.

Wenn Sie an einer Psoriasis arthritis leiden, profitieren Sie ebenfalls von einer anti-entzündlichen Ernährung. Bei allen entzündlichen Gelenkerkrankungen ist die Umstellung der Ernährung von großer Bedeutung. Mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung erreichen und halten Sie auch Ihr Normalgewicht – Übergewicht ist ein ständiger Verstärker von Entzündungen.

Ausflug in die Wissenschaft

Fettgewebe produziert Entzündungen

Es belastet nicht nur die Gelenke direkt durch Gewicht, das Fettgewebe produziert auch wie eine Art endokrines Organ entzündungsfördernde Hormone Adipokine. Adipokine (z. B. Leptin und Adiponektin) tragen dazu bei, die Knorpelsubstanz schneller abzubauen, sie wird weicher und weniger widerstandsfähig. Hohe Leptin-Spiegel lassen die Knorpelmatrix schneller degenerieren.

Der Ausweg aus diesem Teufelskreis besteht aus drei Maßnahmen: Abbau von Fett, Aufbau von Muskelmasse und Änderung im Bewegungsverhalten. Sie profitieren nachgewiesen deutlich mehr von der Kombination Bewegung und Gewichtsverlust als nur von einer isolierten Gewichtsabnahme4.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Bei den pflanzlichen Ölen gilt es die Unterschiede der einzelnen Öle bezüglich der Fettsäurezusammensetzung zu beachten. Dabei sollte der Anteil der Omega-3-Fettsäuren möglichst hoch sein, da sie im Gegensatz zu den Omega-6-Fettsäuren entzündungs- und schmerzhemmend wirken. Hoch dosiert findet man Omega-3-Fettsäuren beispielsweise in nativen Hanföl, welches zusätzlich entzündungshemmende Gammalinolensäure enthält.


 

Therapie und Prävention

Jede Behandlung enthält präventive Aspekte und jede Prävention wirkt auch als Therapie. Die Grundpfeiler jeder Vorbeugung und Therapie basieren auf unserem Lebensstil: Wie ernähren Sie sich? Ist Ihr Organismus ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt? Wieviel Bewegung ist in Ihren Alltag integriert? Rauchen Sie und wieviel Alkohol konsumieren Sie? Bestimmt Stress Ihr ganzes Leben? Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, können sich diese Basispfeiler positiv auf Ihre Gesundheit auswirken, aber auch jahrelange Risikofaktoren für viele Erkrankungen darstellen. In diesem Kapitel werden zahlreiche ganzheitliche Methoden vorgestellt, die Ihre Gesundheit und Lebensqualität stärken können – präventiv und/oder auch als Therapie.

Mikronährstoffe

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Mikronährstoffe in der Übersicht

  • Mikronährstoffe sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus.
  • Achten Sie auf eine optimale Versorgung mit allen Mikronährstoffen bei Schuppenflechte.
  • Mikronährstoffe im Fokus bei Schuppenflechte: Vitamin D, Vitamin A, Vitamin C, B-Vitamine, Selen, Folsäure, Omega-3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe
  • Einige der typischen Medikamente, die bei einer Psoriasis verordnet werden, erhöhen zusätzlich Ihren Mikronährstoffbedarf. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mikronährstoffbedarf ausreichend über die Ernährung zu decken, können moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen sinnvoll sein.
  • Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Der Körper muss mit Mikronährstoffen optimal versorgt sein, damit Folgen der Schuppenflechte abgemildert und Nebenwirkungen der Medikamente reduziert werden können.

 

Mikronährstoffe – was ist das?

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert. Im weiteren Sinne lassen sich auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme hinzuzählen. Makronährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette sind unsere Energielieferanten, während die Mikronährstoffe an Prozessen wie z. B. Blutgerinnung, Immunabwehr und Knochengesundheit beteiligt sind. Einige Mikronährstoffe kann unser Körper selbst herstellen, die meisten jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Der menschliche Organismus – ein Blick in die Zellen

Der Mensch besteht aus über 70 Billionen Zellen. Diese können alle nur optimal funktionieren, wenn sie mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt sind. Es gibt nahezu keinen Stoffwechselschritt, an dem nicht mehrere Mikronährstoffe beteiligt sind. Dazu zählen unter anderem die:

  • Aktivierung von Enzymen und Hormonen (Stoffwechselaktivität)
  • Abwehrleistung des Immunsystems (Immunstoffwechsel)
  • Energieproduktion in den Kraftwerken unserer Zellen, den sogenannten Mitochondrien (Energiestoffwechsel)
  • Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (Herzkraft und -rhythmus)
  • Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskelkraft und -koordination)
  • Impulsübertragung in und der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Nerven- und Gehirnstoffwechsel)

Für alle Stoffwechselreaktionen im Körper sind Enzyme notwendig, sie wirken wie ein Katalysator. Enzyme können ihren Aufgaben jedoch nur mithilfe von Mikronährstoffen nachkommen. Je besser der Körper mit Nährstoffen versorgt ist, desto besser funktioniert der gesamte Organismus. Ein Mikronährstoffmangel kann sich also negativ auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Um Ihre Gesundheit zu schützen und Ihre weiteren Therapien zu unterstützen, sollten Sie also auf Ihren Mikronährstoffhaushalt achten.

 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?

Egal ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder die Antibabypille. Schon ein einzelnes Medikament kann unsere optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ungünstig beeinflussen. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto intensiver wird in den Mikronährstoffhaushalt eingegriffen, was Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander sowie das Auftreten von Nebenwirkungen erhöht. Hierdurch kann nicht nur die Wirkung des Medikaments negativ beeinflusst werden, sondern auch die Funktion der Mikronährstoffe.

 

Welche Lebensphasen führen noch zu einem erhöhten Mikronährstoff-Bedarf?

Aber nicht nur die regelmäßige Einnahme von Medikamenten führt zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf. Es gibt bestimmte Lebensphasen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen Nährstoffmangel aufweisen:

  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und Stillende
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Magen-Darm-Störungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

Diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist nicht immer einfach. Trotz des reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Lebensmitteln verringern verschiedene Faktoren den Mikronährstoffgehalt in Lebensmitteln:

  • nicht ausgereiftes Obst und Gemüse
  • größere Erträge in der Landwirtschaft
  • Einsatz von Pestiziden

Es ist wichtig, die Ernährung mit einer breiten und möglichst natürlichen Basis an allen Vitaminen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu optimieren.

 

Mikronährstoffkonzentrat als Grundlage

Gut versorgt sind Sie mit moderaten Mikronährstoffmischungen – von einzelnen hochdosierten Mikronährstoffen raten wir ohne Absprache mit Ihrem Arzt und vorherigen Untersuchungen ab.

Das Angebot an Mikronährstoffpräparaten ist groß und unübersichtlich. Entscheidend beim präventiven Ansatz ist die natürliche Vielfalt. Das ideale Mikronährstoffpräparat ist auf natürlicher Basis produziert, enthält neben allen klassischen Mikronährstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, ist flüssig, glutenfrei und vegan. Die Bioverfügbarkeit sollte wissenschaftlich belegt sein und es sollten keine künstlichen Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten.

Mikronährstoffkonzentrate Testsieger

 

Testsieger

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LaVita Mikronährstoffkonzentrat 500ml

  • wissenschaftlich fundiertes Naturprodukt auf pflanzlicher Basis
  • alle wichtigen Vitamine und Spurenelemente enthalten
  • ganzheitliche Optimierung der täglichen Ernährung
  • ohne Konservierungs- und andere Zusatzstoffe

Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Ein Mikronährstoffkonzentrat sichert auch die Versorgung der für die Krankheit Schuppenflechte wichtigen Mikronährstoffe.

 

Mikronährstoffe im Fokus bei Schuppenflechte

Unser Körper bildet bei vielen Reaktionen freie Radikale (z. B. in der Zellatmung und bei Immunreaktionen), die in normalen Konzentrationen nicht schädlich sind. Erst bei einem Zuviel (chronische Entzündungen) entsteht der sog. oxidative Stress. Hält der oxidative Stress über einen längeren Zeitraum an, steigt das Risiko für eine Vielzahl an Erkrankungen an wie Schuppenflechte, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Atherosklerose und Herzinfarkt), Multiple Sklerose, Alzheimer, Krebs und Parkinson.

Studien fanden heraus, dass oxidativer Stress bei Schuppenflechte bei der Entstehung und auch als Verstärker der Symptome eine wichtige Rolle spielt2,5.

Einige Triggerfaktoren (Übergewicht, Rauchen, Alkohol, ungesunde Ernährung) der Psoriasis erhöhen ebenfalls den oxidativen Stress im Körper.

Homocystein

Ein gut versorgter Mikronährstoffhaushalt kann oxidativem Stress entgegenwirken bzw. diesen abbauen. Ein Verstärker des oxidativen Stresses ist Homocystein: Steigerung der Zellschädigung, Erhöhung der Radikalbildung und Eingriff in die Funktion der Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen). Für den Abbau von Homocystein im Blutplasma sind Vitamin B2, B6, B12 und Folsäure nötig.

 

Vitamin A wird schon lange bei der Therapie von Schuppenflechten erfolgreich eingesetzt. Die gleichzeitige Gabe von natürlichen Carotinoiden und Vitamin D verbessert zusätzlich die Wirkung von Vitamin A und senkt die benötige Dosis. Tatsächlich könnte Vitamin D der Schlüssel bei der Behandlung der Psoriasis sein. Es hat großen Einfluss auf das Immunsystem, kann Autoimmunkrankheiten positiv beeinflussen und wirkt entzündungshemmend.

Schuppenflechte und Vitamin D

Vitamin D, das Sonnenvitamin, eine Hormonvorstufe, hat entzündungshemmende Eigenschaften und seine äußere und innere Wirkung bei Schuppenflechte ist gut untersucht. Vitamin D oder Vitamin-D-Derivate (Abkömmlinge) wirken stark entzündungshemmend und können als Cremes, als UV-Therapie/Lichttherapie (s. u.), durch Vitamin-D-reiche Nahrung und Mikronährstoffpräparate oder durch natürliches Sonnenlicht zum Einsatz kommen. Die Symptome können gelindert werden ohne Nebenwirkungen.

Neuere Studien zeigen auch, dass Vitamin-D-Mangel eine Schuppenflechte begünstigen kann und Betroffene davon profitieren können, einen gut versorgten Vitamin-D-Haushalt zu haben6. In den Wintermonaten können in Mittel- und Nordeuropa allein durch die Sonneneinstrahlung keine ausreichenden Werte erreicht werden.

 

Viele Menschen in Deutschland sind nicht ausreichend mit Selen versorgt. Studien zur Psoriasis zeigen: Je niedriger der Selen-Spiegel bei den Patienten ist, desto stärker ist die Ausprägung der Erkrankung7. Das Gleiche konnte auch für Vitamin C nachgewiesen werden.8

Eine hohe Aufnahme von Vitamin C hat einen positiven Effekt auf die Knochenstruktur, Carotinoide (speziell Lutein und Zeaxanthin) verringern das Risiko für Knorpelschäden immerhin um 29 %. Die Wissenschaftler schließen aus Studienergebnissen, dass die Einflüsse von Mikronährstoffen auf die Gesundheit von Knochen, Knorpel und das allgemeine Entzündungsgeschehen weitaus komplexer sind, als bisher vermutet.9

Neben den Vitaminen und Spurenelementen spielen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Omega-3-Fettsäuren eine bedeutende Rolle. Sie verbessern den Cholesterinspiegel im Blut und schützen so die gefährdeten Blutgefäße10. Sie wirken entzündungshemmend und beeinflussen auch die gefürchtete Psoriasis-Arthritis positiv.11

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Lycopin (aus Tomaten) und Lutein (aus Karotten) nehmen eine wichtige Funktion beim Schutz des Gelenkknorpels ein, wovon Menschen mit Psoriasis arthritis besonders profitieren können.

Mikronährstoffe bei Psoriasis und Medikamente

Bei Patienten mit Psoriasis ist der Folsäure-Stoffwechsel häufig gestört. Durch geringe Gaben von Folsäure können die Nebenwirkungen von dem bei Schuppenflechte gängigen Medikament (Übelkeit, Müdigkeit, Haarausfall, Leberveränderungen) verbessert werden.

Eine kleine Studie untersuchte den positiven Einfluss von kombinierten Mikronährstoffpräparaten bei Patienten, die mit Medikamenten behandelt wurden12. Die Probandengruppe, die zusätzlich Mikronährstoffe eingenommen hatten, wies nach drei Monaten eine geringere Konzentration der entzündungsfördernden Signalstoffe und eine erhöhte Konzentration der entzündungshemmenden Signalstoffe auf.

 

Lebensstil

Lebensstil in der Übersicht

  • Kleidung und Hautpflege bei Schuppenflechte:
    • Hautpflege muss angepasst sein an Hauttyp, Jahreszeit, Klima und individuelle Hautreaktion.
    • – Lockere und weite Kleidung vermeidet den Köbner-Effekt (Scheuern verursacht neue Plaque-Herde).
    • äußerliche Anwendungen mit Heilerdepaste
    • Kokosöl mehrmals täglich äußerlich aufgetragen
    • Nagelpflege: Nägel kurz und sauber halten.
  • Entsäuerung und Entgiftung: langfristig für eine Harmonisierung des Säure-Basen-Haushalts und damit für eine optimale Funktion des Immunsystems und der Regeneration der Haut
  • Sport und Bewegung:
    • Bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis sind Sport und Bewegung im richtigen Maß wichtig: Sport hilft den Verlauf der Psoriasis positiv zu beeinflussen und gleichzeitig das Risiko für häufige Begleiterkrankungen (Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Übergewicht) zu senken.
    • Ideal: Walking, Radfahren, Wandern, Schwimmen, Aquagymnastik, Skilanglauf
    • Achten Sie beim Training auch auf angenehme, atmungsaktive, weite Kleidung und ausreichend Sonnenschutz.
    • Sport- /Gymnastikgruppen sind eine gute Möglichkeit, in einem sozialen Rahmen fit und beweglich zu bleiben.
  • Reduzieren von Alkohol und Nikotin: Raucherentwöhnung bei Schuppenflechte. Rauchen beeinflusst den Ausbruch und den Verlauf der Schuppenflechte negativ. Raucher haben ein doppelt so hohes Risiko haben wie Nichtraucher, an Schuppenflechte zu erkranken.
  • Stressreduktion und Entspannungstechniken:
    • Stress ist einer der vielen Triggerfaktoren bei Schuppenflechte: Vor allem in Kombination mit anderen Triggern wie Übergewicht, Typ-2-Diabetes, häufigem Alkoholkonsum und Rauchen ist Stress toxisch – diese Auslöser für Schuppenflechte verstärken sich gegenseitig.
    • Ideale Techniken zum Stressabbau trainieren Anspannung und Entspannung und oft sind meditative Elemente integriert: Yoga, Meditation, Autogenes Training sind gut geeignete Entspannungstechniken, die regelmäßig angewendet sehr wirksam zum Abbau von Stress sind.
  • positive Lebenseinstellung: eine positive Lebenseinstellung wirkt sich in vielfacher Hinsicht günstig auf die Gesundheit aus
  • Schlaf und Schlafhygiene: Häufige Ein- und Durchschlafstörungen bei Psoriasis können mit einer etablierten Schlafhygiene gelindert und die Qualität des Schlafs verbessert werden.

Kleidung und Hautpflege bei Schuppenflechte

Die Auswahl geeigneter Kleidung gehört zu den Basismaßnahmen bei Schuppenflechte. Generell sind nicht reizende, atmungsaktive, weiche Materialien mit weitem Schnitt geeignet – alles, was Juckreiz auslöst, scheuert oder Schweißbildung fördert, sollten Sie aussortieren.

Wichtige Punkte zur Kleidungs- und Bettwäscheauswahl stellen wir hier für Sie zusammen:

  • Material: Baumwolle, Leinen oder Seide; vermeiden Sie Wolle, Kunstfasern oder grobe Stoffe
  • Wetter/Klima: Passen Sie die Auswahl so gut als möglich an die klimatischen Begebenheiten an: Vermeiden Sie Hitzestaus/starkes Schwitzen oder Frieren. Schützen Sie sich vor Sonnenbrand.
  • Waschen: Waschmittel müssen gründlich ausgewaschen werden, verwenden Sie keine Weichspüler.

Konsequente Hautpflege ist einer der Basis-Essenzen für eine erfolgreiche Therapie bei Schuppenflechte. Generell ist bei der Hautpflege wichtig, diese geschmeidig und genau richtig feucht zu halten, um Risse zu vermeiden, die wichtige Abwehrfähigkeit der Haut zu erhalten/verbessern und so die Phasen ohne Schübe zu verlängern. Dabei helfen rückfettende Produkte. Je nach Schweregrad der Schuppenflechte, Ihrem Hauttyp und den vorherrschenden Klimafaktoren, wechselnden Jahreszeiten muss die Hautpflege angepasst werden. Im Winter z. B. sind fettreichere Präparate nötig, um die Haut zu schützen, im Sommer sollten Sie eher Produkte mit niedrigem Fettgehalt verwenden. Besonders im Sommer kann es hilfreich sein, die Präparate im Kühlschrank zu lagern – Kühlung hilft zusätzlich gegen den Juckreiz.

Zur äußerlichen Anwendung eignet sich Heilerdepaste, die die Haut bei der Ausscheidung von Reizstoffen unterstützt und mit ihren entzündungshemmenden Inhaltsstoffen beruhigt. Zudem empfiehlt es sich, Kokosöl mehrmals täglich äußerlich aufzutragen. Das unterstützt den Heilungsprozess, macht die Haut geschmeidig und hilft, die abgestorbenen Hautzellen abzutragen.

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Kokosöl zusätzlich in den Speiseplan eingebaut, führt dem Körper die im Kokosöl enthaltenen wertvollen Inhaltsstoffe zu. Unser Tipp für Kokosöl:


Halten Sie die immer Fingernägel kurz und knapp, damit keine Verletzungen bei Juckreiz und Kratzen entstehen.

 

Entsäuerung & Entgiftung

Unser Körper verstoffwechselt alles, was wir essen und trinken, je nach Zusammensetzung der Lebensmittel, zu Säuren oder Basen. Für die Gesundheit wichtig ist eine basenüberschüssige Ernährung.

Ein übersäuerter Organismus ist nicht mehr in der Lage adäquat auf Infektionen zu reagieren. Zudem führen Säuren zu Gewebsschädigungen und Mikroentzündungen. Langfristig führt Übersäuerung zu zahlreichen Erkrankungen, allen voran Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose.

Daher ist es wichtig, langfristig für eine Harmonisierung des Säure-Basen-Haushalts und damit für eine optimale Funktion des Immunsystems und Regeneration der Haut zu sorgen.

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Wer sich eingehender mit den Auswirkungen von Säuren und Basen auf unseren Organismus beschäftigen möchte, empfehlen wir dieses Buch:


 

Ursachen für einen übersäuerten Organismus sind:

  • Ernährungsgewohnheiten, die viele Säurebildner enthalten wie Fleisch, Wurst-, und Milchprodukte, Auszugsmehl, Zucker, Süßigkeiten, alle industriell gefertigten Nahrungsmittel, Alkohol und Kaffee
  • Medikamente
  • wenig Bewegung
  • fehlende Erholungszeiten
  • psychische Belastung, Sorgen und Konflikte, Stress
  • Sauerstoffmangel durch flache Atmung und wenig frische Luft

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist Grundvoraussetzung, damit der pH-Wert unseres Blutes im Idealbereich zwischen 7,34 – 7,45 liegt. Unser Organismus ist stets damit beschäftigt, unseren Säure-Basen-Haushalt zu regulieren. Eine Möglichkeit der Unterstützung bietet die regelmäßige Verwendung eines Basensalzes im Vollbad, Fußbad oder vielem mehr. Wir empfehlen Ihnen:


 

Um das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherzustellen und damit die Immunabwehr zu stärken, gibt es einige Grundsätze, die zu festen Lebensgewohnheiten werden sollten und gleichzeitig Unterstützung des Organismus bei Psoriasis darstellen:

  • basenüberschüssige, mikronährstoffreiche Ernährung mit viel Rohkost oder schonend gedünstetem Gemüse, Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Mandeln, Samen, Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, frischen Kräutern und Gewürzen
  • mäßige Bewegung, die zu einer vermehrten Atmung und damit Säureausscheidung über die Lungen führt; außerdem baut Bewegung Stresshormone ab, die wiederum die Säureproduktion im Organismus anregen und Entzündungen begünstigen
  • basische Körperpflege wie Bäder oder tägliche Körperwaschungen bzw. Wickel mit Wasser, dem Basensalz hinzugefügt wurde
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Qi Gong etc., die ebenfalls Stresshormone reduzieren
  • trinken von Wasser oder Kräutertees, um Säuren über die Nieren auszuscheiden
  • ausreichend Schlaf und Ruhezeiten
  • Säureausscheidung über die Haut durch Sauna und Dampfbad 40

 

Sport und Bewegung bei Schuppenflechte

Sport und Bewegung fördern die körperliche und geistige Gesundheit: Sport macht im Idealfall Spaß und dient auch als Ventil im Alltag, um Stress abzubauen. Wenn unser Körper unbeweglich wird, können kognitive Störungen entstehen wie Depressionen und Konzentrationsstörungen. Gerade bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis sind Sport und Bewegung im richtigen Maß wichtig – Studien zeigten, dass Sport hilft den Verlauf der Psoriasis positiv zu beeinflussen und gleichzeitig das Risiko für häufige Begleiterkrankungen (Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Übergewicht) senken kann13. Moderater Sport und Schuppenflechte schließen sich also nicht aus – im Gegenteil: Die Beschwerden können sich sogar verbessern.

Ausdauer-/Gelenkschonende Sportarten (geeignet auch bei Psoriasis arthritis):

  • Walking
  • Radfahren (auch Fahrradergometer)
  • Wandern
  • Schwimmen, Aquagymnastik (Achtung: Wenn möglich natürliche Gewässer ohne Chlor!)
  • Skilanglauf
  • Gymnastik

Sportarten, die oft Stürze und/oder Verletzungen provozieren, eignen sich bei Schuppenflechte weniger – die Hautverletzungen können neue entzündliche Herde (Köbner-Phänomen) auslösen. Achten Sie beim Training auch auf angenehme, atmungsaktive, weite Kleidung und ausreichend Sonnenschutz. Auch die Hautpflege nach dem Sport ist besonders bei Schuppenflechte wichtig.

Allgemein wichtig ist, die Sportart nach Alter, Schwere Ihrer Erkrankung und natürlich Ihrer persönlichen Präferenz auszuwählen; Ärzte und Physiotherapeuten können Sie bei der richtigen Auswahl beraten. Vor allem Sport- /Gymnastikgruppen sind eine gute Möglichkeit, in einem sozialen Rahmen fit und beweglich zu bleiben.

 

Stressreduktion und Entspannungstechniken bei Schuppenflechte

Stress ist einer der vielen Triggerfaktoren bei Schuppenflechte. Viele Menschen, vielleicht auch Sie, haben einen hoch verdichteten Alltag: Arbeit, Familie, Freizeitgestaltung laufen parallel und passen kaum in einen 24-Tag. Bei Schuppenflechte spielt Stress eine besondere Rolle, da die Hauterscheinungen und der Juckreiz, das „Bild in der Öffentlichkeit“, Betroffene massiv unter Stress setzen können.

Verschiedene Situationen werden von verschiedenen Menschen auch unterschiedlich wahrgenommen: Zu hohe Ansprüche an sich selbst, permanent überquellender Terminkalender, Perfektionismus und Versagensängste lösen viel schneller negativen Stress aus als eine freundliche, geduldige, ja auch vergebende Haltung zu sich selbst und der Welt und ein „weniger ist mehr“ im Alltag mit dem Fokus auf für Sie wirklich wichtigen Elementen.

Auslöser der Schuppenflechte verstärken sich gegenseitig

Vor allem in Kombination mit anderen Triggern der Schuppenflechte wie Übergewicht, Typ-2-Diabetes, häufigem Alkoholkonsum und Rauchen ist Stress toxisch – diese Auslöser für Schuppenflechte verstärken sich gegenseitig.

Ideale Entspannungstechniken zur Stressreduktion trainieren Anspannung und Entspannung und oft sind meditative Elemente integriert:

  • Meditation

Meditation (lat. meditari = nachdenken, nachsinnen, die Mitte finden) ist eine spirituelle Praxis, die in vielen Religionen und Kulturen bekannt ist. Verschiedene Wahrnehmungs-, Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen helfen, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, die eigene Mitte wieder zu spüren und Kraftressourcen in sich zu entdecken. Es wird unterschieden in passive und aktive Meditationstechniken. Zu den passiven Varianten zählen die Kontemplation, Stille und Schweigen, Achtsamkeitsübungen und transzendentale Meditation. Aktive Techniken sind z. B. Yoga, Geh-Meditationen, Mantra- oder Gebetrezitationen, Tanz und Musizieren mit Rhythmusinstrumenten. Die Stressreduktion durch regelmäßiges Meditieren und in Folge positive Wirkungen auf endokrinologische Prozesse konnten in ersten Studien bereits nachgewiesen werden14

 

  • Yoga

Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Vereinigung, Integration“ als auch „Anspannen“. Der Ursprung des Yoga liegt in Indien und ist eine philosophische Lehre, die eine Vielzahl geistiger und körperlicher Übungen bzw. Praktiken, Atemübungen und Meditationstechniken umfasst. Ziel ist es Körper und Seele auf dem Weg der Selbsterkenntnis wieder in Einklang zu bringen.

Yoga hat bei uns im Westen weite Verbreitung gefunden, da das regelmäßige Praktizieren nachweislich einige positive Effekte sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit hat15, auch bei Autoimmunerkrankungen und Erkrankungen der Haut. Yoga kann nach Erlernen der Grundpraxis überall und unkompliziert in Gruppen oder individuell praktiziert werden.

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Damit Sie Yoga überall und komfortabel praktizieren können, lohnt es sich, in eine hochwertige, rutschfeste Yogamatte aus abbaubaren Materialien zu investieren.


 

Autogenes Training

Das Autogene Training ist ein Entspannungsverfahren, das von einem Psychiater bereits vor fast 100 Jahren entwickelt wurde. Es geht darum, die Fähigkeit der Selbstentspannung zu entwickeln, die sich mittels autosuggestiver (sich selbst beeinflussender) Übungen verbessern soll. Über bewusste Konzentration auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers wird ein Zustand tiefer innerer Entspannung, Ruhe und Ausgeglichenheit erzeugt. Regelmäßig angewendet, kann das Autogene Training insbesondere stressbedingte Beschwerden lindern oder sogar dauerhaft beheben16.

Tipp

Unsere Atmung können wir gezielt beeinflussen und auch therapeutisch zum Stressabbau nutzen17. Bei Stress ist die Atmung meist flach und schnell, statt die möglichen 6 L (!) Atemvolumen voll auszuschöpfen. Atemübungen, wie sie auch Teil der Yogapraxis sind, können Sie selbst einfach und regelmäßig durchführen:

  • Wechselatmen: ein Nasenloch beim Einatmen zuhalten, beim Ausatmen das andere; ruhig und gleichmäßig atmen, beliebig lang wiederholen (mind. 10x).
  • Bauchatmung: Legen Sie sich hin und konzentrieren Sie sich ganz auf Ihre Atmung. Die ersten Atemzüge können nur beobachtend ohne Beeinflussung sein: Wie atme ich? Dann legen Sie die Hände auf den Bauch und atmen jetzt tief und bewusst gegen die Hände ein und wieder aus. Wiederholen Sie diese Übung beliebig oft (mind. 10x).

Weitere bei Psoriasis gut geeignete Entspannungstechniken sind:

  • Qi Gong
  • Feldenkrais
  • Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindful-based stress reduction)
  • Progressive Muskelentspannung
  • Tai Chi

 

Raucherentwöhnung bei Schuppenflechte

Rauchen gehört zu den Triggern bei Schuppenflechte – sowohl Entstehung als auch der Verlauf werden negativ beeinflusst. Eine Analyse aus 25 Fall-Kontroll-Studien zeigte, dass Raucher ein doppelt so hohes Risiko haben wie Nichtraucher, an Schuppenflechte zu erkranken. Rauchen verstärkt wohl ebenso, wie eine ungesunde Ernährung, Stress und Übergewicht und oxidativen Stress18. Auch beeinflusst Rauchen viele weitere Erkrankungen negativ, die ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für Schuppenflechte assoziiert sind wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Tipps zur Raucherentwöhnung

Wenn Sie sich entscheiden sollten, mit dem Rauchen aufzuhören, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, diesen Vorsatz zu unterstützen:

  • medikamentengestützt durch Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis
  • Akupunktur, v. a. Ohrakupunktur, um die Entzugssymptome zu mildern und den Wunsch nach Nikotin abzuschwächen
  • Hypnose, um evtl. Verhaltensweisen, die im Unterbewusstsein schlummern, zu finden. Diese Behandlung muss meist nach ½ – 1 Jahr wiederholt werden.
  • Verhaltenstherapie, um herauszufinden, weshalb Sie rauchen

 

Sie können Ihre Raucherentwöhnung noch unterstützen, indem Sie alle Rauchertreffpunkte meiden und sämtliche Rauchutensilien wegwerfen. Am wichtigsten ist jedoch Ihr eigener Wille, mit dem Rauchen dauerhaft aufhören zu wollen.

 


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Dieses Buch hat schon zahlreichen Menschen geholfen, mit dem Rauchen aufzuhören – die alles entscheidende Frage ist: WARUM bin ich von Zigaretten abhängig?


Positive Lebenseinstellung

Forscher haben festgestellt, dass sich eine positive optimistische Lebenseinstellung in vielfacher Hinsicht positiv auf die Gesundheit auswirkt, unsere Gedanken und Vorgänge in unserem Körper ganzheitlich den Organismus beeinflusst19.

Eine positive Haltung dem Leben gegenüber verändert nicht augenblicklich unsere Umstände und Beschwerden. Wer jedoch durch den Tag geht und seinen Blick auf all die vielen Momente richtet, die Schönes mit sich bringen, auf die netten Begegnungen, die guten Gespräche oder auf den freien Parkplatz vor dem Geschäft, verändert mit der Zeit seine Perspektive und nimmt immer mehr von dem wahr, was uns dankbar sein lässt.

Um zu lernen, die eigene Wahrnehmung auf all das Gute zu richten, das uns trotz allem Unwohlsein, trotz aller Widrigkeiten und Sorgen jeden Tag widerfährt, ist es hilfreich, ein Dankbarkeitstagebuch zu führen. Das Schreiben lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das, wofür wir dankbar sind. Widmen wir uns dem Tagebuch am Abend vor dem Schlafengehen, ist es zugleich ein schönes Ritual, das uns den Tag mit positiven Gefühlen beschließen lässt und unsere Gedanken zur Ruhe bringt.

 

Schlaf & Schlafhygiene

Im Schlaf erholt und regeneriert sich der Körper, die Zellerneuerung läuft auf Hochtouren, der Geist kommt zur Ruhe, wir verarbeiten die Erlebnisse des Tags und nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird während der Nacht das Yin gestärkt. Ein chronischer Schlafmangel verursacht im Körper ähnliche Beschwerden wie langanhaltender Stress, da der Körper vermehrt Stresshormone ausschüttet.

Schlafbeschwerden sind häufig bei Menschen mit Psoriasis. Einschlafen und Durchschlafen werden beeinträchtigt durch Schmerzen, Gedankenkreisen und quälenden Juckreiz. Auch Atemaussetzer (Schlafapnoe) haben negativen Einfluss auf die Schlafqualität. Eine etablierte Schlafhygiene kann nachgewiesen Ein- und Durchschlafstörungen verbessern20

Tipps für einen guten Schlaf

  • morgens eine ausgiebige Lichtdusche, auch tagsüber viel Tageslicht tanken, um den Melatoninspiegel auf natürliche Weise zu regeln
  • ab dem Nachmittag keine koffeinhaltigen Getränke mehr wie Kaffee oder Colagetränke (bei Hyperthyreose sollten der Konsum insgesamt sehr moderat gehalten werden)
  • leicht verdauliche Kost am Abend
  • mäßige Bewegung am Abend wie ein gemütlicher Abendspaziergang
  • vor dem Schlafengehen Handy, Computer und Fernseher aus – das blaue Licht stört die Melatoninbildung (Schlafhormon)
  • Einschlafrituale schaffen wie ruhige Musik, eine Tasse Kräutertee, ein Buch lesen
  • störende oder kreisende Gedanken aufschreiben, um den Geist zur Ruhe zu bringen – am nächsten Tag ist noch genug Zeit, um sich damit zu beschäftigen
  • das Schlafzimmer gut lüften und abdunkeln

Konventionelle Therapie

Therapie in der Übersicht

  • topische (äußere) Therapie: Vitamin-D-Derivate, Kortison
  • systemische Therapie: konventionell-systemisch, Biologika, Photochemotherapie
  • klassische Therapie der Psoriasis-Arthritis: konventionell-systemisch, Biologika, NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika), Kortisonpräparate

 

Topische Therapie: Äußerliche Therapie (Salben, Cremes, Gele)

Trotz systemischer Therapien und Biologika haben äußerliche angewandte Wirkstoffe bei der Psoriasis noch immer einen hohen Stellenwert; vor allem bei milden Schweregraden oder begleitend bei mittelschweren bis schweren Verläufen. Die Wirkstoffe sind entzündungshemmend und können folgende Nebenwirkungen bei Ihnen auflösen: Brennen, Stechen, Ausschlag und Rötung.

Goldstandard Plaque-Psoriasis: fixe Kombination in Form von Schaum, Salbe oder Gel

  • Calcipotriol (Vitamin D3-Derivat) 50 µg/g
  • Kortison 0,5 mg/g 1-mal täglich über 4-8 Wochen

 

Klassisch-systemische Therapie und Biologika

Systemische Therapie wirkt auf das ganze Körper“system“ durch die Verteilung der Wirkstoffe im Blutkreislauf. Immunsuppressiva (Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken) kommen bei Psoriasis häufig zum Einsatz. Die Entzündungsreaktion wird an vielen Stellen gehemmt (konventionell-systemisch) oder es wird direkt spezifisch in den Entzündungsprozess bei Schuppenflechte eingegriffen (Biologika) – so kommt es zu einer Abmilderung der Schuppenflechte-Symptome. Oft wirken die Medikamente gleichzeitig auf die Psoriasis vulgaris als auch auf die Psoriasis arthritis. Die Therapie ist dauerhaft und rein symptomatisch: Werden die Medikamente abgesetzt, flammt die Entzündung wieder auf.

Die Medikamente können in Form von Tabletten, Injektionen oder Infusionen verabreicht werden.

Biologika

Biologika haben nichts mit „natürlich“ oder „bio“ zu tun, wie der Name erst vermuten lässt. Biologika (engl. biologicals) sind vielmehr aufwendig biotechnologisch hergestellte Eiweißsubstanzen, die sich gegen entzündungsfördernde Substanzen des Körpers richten und so letztlich die Entzündungsreaktion hemmen. Sie blocken z. B. bestimmte Interleukine, den Tumor-Nekrosefaktor-alpha (TNF-alpha), blocken die Aktivierung der T-Lymphozyten oder verringern die Anzahl der B-Lymphozyten. Biologika kommen nicht nur bei Schuppenflechte zum Einsatz, sondern auch bei rheumatischen Erkrankungen (rheumatoide Arthritis), einigen Krebserkrankungen oder Morbus Crohn. Biologika sind sehr starke Medikamente, die auch schwere Nebenwirkungen haben: Der massive Eingriff ins Immunsystem geht mit erhöhter Anfälligkeit für Entzündungen, häufigen Erkältungen, Grippe und Hautausschlägen einher.

Falls die Basistherapie mit Immunsuppressiva keinen Erfolg bei Ihnen zeigt, muss genau abgeklärt werden, ob Sie mit Biologika behandelt werden können. Der Arzt wird Sie auf viele Erkrankungen testen wie durchgemachte Tuberkulose oder Lebererkrankungen, zahlreiche Laborparameter untersuchen und ggfs. muss eine Antibiotika-Therapie vorangehen.

 

PUVA: Psorale-UVA-Therapie: Photochemotherapie

Bei einer PUVA wird die Haut mit UVA-Licht bestrahlt und die Strahlenwirkung durch die zusätzliche Gabe von Psoralen verstärkt. Psoralen wird als Badezusatz oder in Tablettenform (oral) verabreicht oder auf der Haut in Form von Cremes oder Gels aufgetragen. Weitere Lichttherapien ohne Medikamente finden Sie im Kapitel „Natürliche Therapien“.

 

Klassische Therapie der Psoriasis arthritis

Bei der Behandlung der Psoriasis arthritis sollten sich idealerweise Dermatologe und Rheumatologe miteinander abstimmen, um die bestmögliche Therapie für Sie zu erarbeiten. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und welche Körperpartien betroffen sind: Gelenke? Sehnen? Wirbelsäule? Auch hier ist das Ziel, die Entzündungsprozesse zu unterdrücken, die Haut- und Gelenkbeschwerden zu verringern und das Fortschreiten der Gelenkzerstörung aufzuhalten.

Die vier wichtigsten klassischen Medikamentengruppen bei Psoriasis arthritis sind:

  • Biologika (s. o.)
  • NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika): Ibuprofen, ASS, Diclofenac
  • Kortisonpräparate (Steroide): bei Schüben direkt in betroffene Gelenke spritzen, bei Langzeitanwendung starke Nebenwirkungen

Ganzheitliche Therapie

Ganzheitliche Therapie in der Übersicht

Heilpflanzen (Phytotherapie) bei Schuppenflechte:

  • Mahonie: effektive, nachgewiesene Wirkung bei Schuppenflechte mit 10 %-Cremes
  • Aloe vera: beruhigt die Haut, spendet Feuchtigkeit und wirkt antientzündlich.
  • Indische Wassernabel: Erfahrungsheilkunde, Anwendung als Creme oder Umschläge
  • Mariendistel: Der Inhaltsstoff Silymarin bremst die (bei Schuppenflechte überschießende) Produktion der Entzündungsmediatoren Leukotriene.
  • Zaubernuss: Bei Schuppenflechte konnte ein milder, antientzündlicher Effekt nachgewiesen werden.

UV-Lichttherapie bei Schuppenflechte

  • UV-Lichttherapie (Phototherapie) kommt besonders bei großflächigem Auftreten der entzündlichen Plaques zum Einsatz.
  • Betroffene Hautstellen werden mit ultraviolettem (UV-) Licht bestrahlt: Hemmung der entzündlichen Reaktionen in der Haut.
  • Balneophototherapie: Baden mit bestimmten Zusätzen (wie z. B. Salz) und gleichzeitige Bestrahlung mit UVB-Licht.

Klimatherapie bei Schuppenflechte

  • Option für langjährige erkrankte Menschen
  • Spezialisierte Einrichtungen an Orten, die viel Sonnenlicht garantieren und gleichzeitig salz- und mineralhaltige Gewässer bieten: Totes Meer, Hochgebirge und Nord- und Ostsee
  • Ziel: Verbesserung der Hautbeschwerden, Unterstützung der Psyche, neue Kraft für den Alltag mit Schuppenflechte tanken

Physiotherapie und Thermotherapie bei Schuppenflechte

  • Physiotherapeutische Methoden erhalten und unterstützen gezielt Muskelmasse- und kraft, Gleichgewicht, Koordination, Haltung, Selbstbewusstsein und Sturz-Prophylaxe.
  • Bei Psoriasis arthritis ist eine Physiotherapie besonders wichtig: Beschwerden lindern, Schmerzen reduzieren und Langzeitschäden der Gelenke vorbeugen.Wärme- und Kältetherapie an: Temperaturspektrum reicht von +42 °C bis zu -110 °C. Oft Kombination mit Schwefel, Sole oder Schlammanwendungen mit anti-entzündlicher Wirkung auf Haut und Gelenke.

Psychotherapie bei Schuppenflechte:

  • Hoher Leidensdruck bei Schuppenflechte: Scham, soziale Isolation, Stress
  • Psychische Probleme wie Angststörungen oder Depressionen entwickeln sich häufig.
  • Eine Psychotherapie kann hilfreich sein, Ihren Umgang und das Leben mit Schuppenflechte zu verbessern und zu bewältigen.

Die Therapie bei Schuppenflechte ist symptomatisch, d. h. es können nur die Symptome behandelt werden, nicht die Ursache. Die klassisch-schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten haben oft viele Nebenwirkungen und die Therapie muss beständig fortlaufen, da die Entzündung sonst sofort wieder aufflammen würde (v. a. bei schweren Verläufen).

Es lohnt sich, auch alternative Wege auszuprobieren – im Idealfall werden Sie ganzheitlich behandelt. Eine ganzheitliche Therapie behandelt Körper und Psyche unter Einbeziehung Ihrer aktuellen Lebenssituation und kombiniert individuell die besten Therapieansätze für Sie, um das Maximum an Lebensqualität mit Schuppenflechte zu ermöglichen.

 

Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) bei Schuppenflechte

Heilpflanzen können Sie besonders sanft und nebenwirkungsfrei bei der Basispflege der Haut unterstützen und enthalten zudem oft anti-entzündliche Wirkstoffe. Am besten treffen Sie Therapieentscheidungen zusammen mit Ihrem Therapeuten – auch Heilpflanzen können Nebenwirkungen haben.

  • Mahonie (Mahonia aquifolium) entstammt der traditionellen Medizin nordamerikanischer Indianer, die diese u. a. äußerlich (topisch) bei Hautkrankheiten nutzten. Lange wurde die Mahonie rein der Erfahrungsmedizin zugeordnet. Neuere Erkenntnisse belegen jedoch die Wirkung von 10 %- Mahonie-Cremes bei milder Schuppenflechte21,22. Ein weiteres Review von 2018 kam ebenfalls zum Schluss, dass die Mahonie bei minimalen Nebenwirkungen sehr effektiv die Symptome der Schuppenflechte verringern kann.23
  • Die echte Aloe (Aloe vera) beruhigt die Haut, spendet Feuchtigkeit und wirkt antientzündlich. Idealerweise verwenden Sie direkt die Flüssigkeit aus der Pflanze und tragen diese 2x täglich dünn auf betroffene Hautpartien auf. Alternativ sind zahlreiche Gels erhältlich.
  • Indische Wassernabel (Centella asiatica). Das Wassernabelkraut wird ebenfalls in der Erfahrungsheilkunde bei Hauterkrankungen angewendet, ist jedoch wissenschaftlich nicht ausreichend untersucht. Wenn Sie trotzdem einen Versuch wagen wollen, kann das Wassernabelkraut als Salbe, Creme oder auch als Umschläge angewendet werden. Versuchen Sie neue Wirkstoffe aus der Erfahrungsmedizin immer erst an kleinen Haustellen – so gehen Sie nicht das Risiko einer eventuellen großflächigen Verschlimmerung ein.
  • Mariendistel (Silybum marianum) wird typischerweise bei Lebererkrankungen Menschen mit Schuppenflechte haben ein erhöhtes Risiko für Lebererkrankungen wie Fettleber und Leberzirrhose. Der Inhaltsstoff Silymarin bremst auch die (bei Schuppenflechte überschießende) Produktion der Entzündungsmediatoren Leukotriene.
  • Zaubernuss (Hamamelis) und seine anti-entzündliche Wirkung wird schon lange in der Erfahrungsmedizin bei Hauterkrankungen angewendet. Bei Schuppenflechte konnte ein milder Effekt nachgewiesen werden.

 

UV-Lichttherapie bei Schuppenflechte

Bei mittelschweren und schweren Verläufen der Schuppenflechte reichen konsequente Hautpflege und topische Therapien oft nicht mehr aus. Eine UV-Lichttherapie (Phototherapie) kann besonders bei großflächigem Auftreten der entzündlichen Plaques zum Einsatz kommen. Betroffene Hautstellen werden mit ultraviolettem (UV-) Licht bestrahlt, welches entzündliche Reaktionen in der Haut hemmt und die überschießende Zellteilung bei Schuppenflechte vermindert. Verwendet wird UVB-Licht mit begrenztem Lichtspektrum (311-313 Nanometer), um Schäden des UVB-Lichts zu vermeiden. Auch werden Badetherapien in Kombination mit Phototherapien angeboten, die Balneophototherapie. Hierbei wird künstlich ein Aufenthalt am Meer imitiert: Sie baden mit bestimmten Zusätzen (wie z. B. Salz) und werden gleichzeitig oder danach mit UVB-Licht bestrahlt.

Die Lichttherapie muss mit den Therapeuten genau auf Sie abgestimmt werden: Welchen Hauttyp haben Sie? Nehmen Sie Medikamente ein, die die Haut lichtempfindlicher machen? Haben Sie weitere Vorerkrankungen? Ist die relativ zeitaufwendige Therapie mit Ihrem Alltagsleben gut vereinbar?

 

Klimatherapie bei Schuppenflechte

Vor allem, wenn Sie schon viele Jahre unter Ihrer Erkrankung leiden, bietet sich ein Kuraufenthalt mit einem speziellen Klima an – eine Klimatherapie. Die spezialisierten Einrichtungen befinden sich an Orten, die viel Sonnenlicht garantieren und gleichzeitig salz- und mineralhaltige Gewässer bieten. Dazu gehören v. a. das Tote Meer, das Hochgebirge und die Nord- und Ostsee. Die Balneophototherapie „kopiert“ diesen Ansatz der Kombination aus Sonnenlicht und Baden in Salzwasser. Die Verbesserung der Beschwerden durch die Klimatherapie wurde in zahlreichen Studien bestätigt.24,25

Die Kur kann Ihnen nicht nur helfen die Hautbeschwerden zu verbessern, sondern auch die Psyche heilsam zu unterstützen, neue Kraft für den Alltag zu sammeln und andere Betroffene zu treffen. Besteht eine medizinische Indikation, wird eine Kur von den Krankenkassen übernommen – sprechen Sie mit Ihrem zuständigen Arzt.

 

Physiotherapie und Thermotherapie bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

Bewegung beeinflusst unsere körperliche und geistige Gesundheit in großem Ausmaß. Physiotherapeutische Methoden erhalten und unterstützen gezielt Muskelmasse- und kraft, Gleichgewicht, Koordination, Haltung, Selbstbewusstsein und Sturz-Prophylaxe.

Besonders bei Psoriasis arthritis ist eine Physiotherapie von großer Bedeutung, um Beschwerden zu lindern, Schmerzen zu reduzieren und Langzeitschäden der Gelenke vorzubeugen. Ihr Physiotherapeut wird sich zunächst eingehend mit Ihrer Krankengeschichte befassen und einen individuellen Therapieplan mit Ihnen erarbeiten, der auch neben den regelmäßigen Therapiesitzungen Übungen für Zuhause enthält. Der Fokus wird vor allem auf der Verbesserung und Erhaltung der Koordination, Dehnbarkeit, Mobilisierung und Stabilisierung der betroffenen Gelenke liegen.

Neben der klassischen Krankengymnastik wenden Physiotherapeuten oft auch Wärme- und Kältetherapie an. In entzündlichen Hochphasen (Schub) kommt die Kältetherapie (Kryotherapie) zum Zug, in weniger entzündlichen Phasen Wärmetherapie. Das eingesetzte Temperaturspektrum reicht dabei von +42 °C bis zu -110 °C. Oft werden Schwefel (Sulfur), Sole oder Schlammanwendungen kombiniert, die antientzündlich auf Haut und/oder Gelenke wirken und Schmerzen lindern können.

 

Psychotherapie bei Schuppenflechte

Der Leidensdruck bei Schuppenflechte ist hoch: Das Hautbild ist weit entfernt von einem ästhetischen Anblick, der Juckreiz, die Nägel. Viele Betroffene schämen sich aufgrund ihrer Erkrankung, isolieren sich sozial und fühlen sich in der Öffentlichkeit unwohl. Stress wiederum kann die Symptome verstärken. Wenn Sie an Schuppenflechte erkrankt sind, können sich häufig auch psychische Probleme wie Angststörungen oder Depressionen entwickeln.

Eine Psychotherapie kann sehr hilfreich sein, Ihren Umgang und das Leben mit Schuppenflechte zu verbessern und zu bewältigen („Warum ich?“) – oft ist der erste Schritt das Annehmen der Erkrankung. Einige Hautärzte haben auch psychotherapeutische Zusatzqualifikationen, da psychische Beschwerden bei Hautkrankheiten häufig vorkommen; sonst hilft Ihnen auch der Hautarzt bei der Vermittlung und Antragstellung für einen Therapeuten. In sehr schweren Fällen kann auch ein Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik hilfreich sein. Zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen!

Checkliste

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Psoriasis

  • Wissen: Informieren Sie sich bestmöglich über die Erkrankung Schuppenflechte und die zahlreichen Therapiemöglichkeiten.
  • Akzeptanz: Versuchen Sie die Erkrankung zu akzeptieren – dies ist lebensnotwendig, da es keine Heilung/Befreiung davon gibt, jedoch Verbesserung und Einfluss auf den Verlauf sehr wohl möglich sind.
  • „Hören“ Sie auf Ihren Körper! Bei Schuppenflechte gilt es bei jedem einzelnen herauszufinden, was die schlimmsten Trigger sind. Beim einen kann dies Rauchen sein, beim anderen Klimawechsel, bestimmte Materialien der Kleidung oder emotionaler Stress. Wenn Sie Ihre Trigger kennen, können Sie diese so weit als möglich aktiv vermeiden lernen. Auch schlagen die verschiedenen Therapieansätze nicht bei jedem gleich an – informieren, Risiken und Nutzen abwägen und ausprobieren kann sich lohnen.
  • Selbsthilfegruppen: Tauschen Sie sich mit Leidensgenossen aus.
  • Compliance: Halten Sie Untersuchungstermine und Therapiepläne ein.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Physiotherapeuten, Ernährungsberater, Psychotherapeuten, Heilpraktiker,…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patient und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Gesunde Ernährung: Versuchen Sie sich gesund, frisch, ausgewogen und antientzündlich zu ernähren. Sie können sich hierbei an der mediterranen Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Nüssen, Hülsenfrüchten, Olivenöl und Seefisch orientieren. Eine gesunde Ernährung hilft auch Übergewicht langfristig zu reduzieren.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Schuppenflechte stehen neben einer optimalen Basisversorgung mit Mikronährstoffen vor allem im Fokus: Vitamin D, Vitamin A, Folsäure, Selen, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C, B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.
  • RauchStopp: Rauchen ist einer der Triggerfaktoren bei Schuppenflechte. Versuchen Sie, das Rauchen so weit als möglich zu reduzieren oder am besten ganz aufzugeben. Raucherentwöhnungsprogramme können Ihnen dabei helfen.
  • Stress reduzieren: Stress ist Gift bei Schuppenflechte! Versuchen Sie, Ihren Alltag weniger voll zu packen und legen Sie gezielte Pausen ein, Entspannung ist genauso wichtig wie Anspannung. Erlernte Entspannungstechniken können Ihnen dabei helfen.
  • Sport und Bewegung: Sport und Bewegung sind rundum empfehlenswert bei Schuppenflechte. Sie können den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen, ein gutes Körpergefühl aufbauen, sozial aktiv sein und das Risiko für Begleiterkrankungen reduzieren.

 




Quellennachweise

1Heller M et al.: Stress as an Influencing Factor in Psoriasis. In: Skin Therapy Letter, 2011;16(5).

2Serafinella Patrizia Cannavò et al. Oxidative stress involvement in psoriasis: a systematic review. Free Radic Res. 2019 Aug;53(8):829-840. doi: 10.1080/10715762.2019.1648800. Epub 2019 Aug 8.

3Joel M. Gelfand et al.: The Risk of Mortality in Patients With Psoriasis – results from a population-based study Arch Dermatol 2007 Dec;143(12):1493-9. doi: 10.1001/archderm.143.12.1493.

4Miller GD et al: The Arthritis, Diet and Activity Promotion Trial (ADAPT): design, rationale, and baseline results. Control Clin Trials. 2003 Aug;24(4):462-80.

5Dipali P. Kadam et al.: Role of Oxidative Stress in Various Stages of Psoriasis. Indian J Clin Biochem. 2010 Oct; 25(4): 388–392. Published online 2010 Sep 24. doi: 10.1007/s12291-010-0043-9

6Mattozzi C et al. Correlation between plasmatic levels of Vitamin D and PASI score: our experience and mini-review of the literature. G Ital Dermatol Venereol. November 2017. doi:10.23736/S0392-0488.17.05622-X.

7Serwin A.B. et al.: Selenium status in psoriasis and its relations to the duration and severity of the disease. Nu-trition. 2003 (4): S. 301-304.

8Leveque N. et al.: In vivo assessment of iron and ascorbic acid in psoriatic dermis. Acta Derm Venerol 2004 (1): S. 2-5

9Yuanyuan Wang et al.: Effect of antioxidants on knee cartilage and bone in healthy, middle-aged subjects: a cross-sectional study. Arthritis Research & Therapy, Nr. 9, 2007 (Free Article)

10Connor W.E. et al.: N-3 fatty acids from fish oil. Effects on plasma lipoproteins and hypertriglyceridemic patients. Ann N Y Acad Sci. 1993 (683): S. 16-34

11Madland T.M. et al.: Subjective improvement in patients with psoriatic arthritis after short-term oral treatment with seal oil. A pilot study with double blind comparison to soy oil. J Rheumatol. 2006 (2): S. 307-310

12Yousefzadeh H et al.: Expression of Th1 and Th2 Cytokine and Associated Transcription Factors in Peripheral Blood Mononuclear Cells and Correlation with Disease Severity. Reports Biochem Mol Biol. 2017;6(1):102-111.

13Balato N et al.: Psoriasis and Sport: a new ally? J Eur Acad Dermatol Venerl, 2015 Mar; 29(3):515-520. doi: 10.1111/jdv.12607

14Michaela C. Pascoe et al. Meditation and Endocrine Health and Wellbeing. OPINION| VOLUME 31, ISSUE 7, P469-477, JULY 01, 2020. Published:February 06, 2020. DOI: https://doi.org/10.1016/j.tem.2020.01.012

15B. Rael Cahn et al. Yoga, Meditation and Mind-Body Health: Increased BDNF, Cortisol Awakening Response, and Altered Inflammatory Marker Expression after a 3-Month Yoga and Meditation Retreat. Front. Hum. Neurosci., 26 June 2017

16Eunju Seo et al. Effect of Autogenic Training for Stress Response: A Systematic Review and Meta-Analysis. Meta-Analysis J Korean Acad Nurs. 2019 Aug;49(4):361-374. doi: 10.4040/jkan.2019.49.4.361.

17Xiao Ma et al. The Effect of Diaphragmatic Breathing on Attention, Negative Affect and Stress in Healthy Adults. Front Psychol. 2017; 8: 874. Published online 2017 Jun 6. doi: 10.3389/fpsyg.2017.00874

18Naldi L et al.: Psoriasis and smoking: links and risks. Psoriasis (Auckl). 2016; 6: 65–71. doi: 10.2147/PTT.S85189

19F Cohen et al. Differential immune system changes with acute and persistent stress for optimists vs pessimists. Clinical Trial Brain Behav Immun. 1999 Jun;13(2):155-74. doi: 10.1006/brbi.1998.0531.

20Angela Smith Lillehei et al. Effect of Inhaled Lavender and Sleep Hygiene on Self-Reported Sleep Issues: A Randomized Controlled Trial. J Altern Complement Med. 2015 Jul 1; 21(7): 430–438. doi: 10.1089/acm.2014.0327

21Steve Bernstein et al.: Treatment of mild to moderate psoriasis with Reliéva, a Mahonia aquifolium extract–a double-blind, placebo-controlled study. Am J Ther Mar-Apr 2006;13(2):121-6. doi: 10.1097/00045391-200603000-00007.

22Wayne P Gulliver et al.: A report on three recent clinical trials using Mahonia aquifolium 10% topical cream and a review of the worldwide clinical experience with Mahonia aquifolium for the treatment of plaque psoriasis. Am J Ther Sep-Oct 2005;12(5):398-406. doi: 10.1097/01.mjt.0000174350.82270.da.

23Monica Janeczek et al.: Review of the Efficacy and Safety of Topical Mahonia aquifolium for the Treatment of Psoriasis and Atopic Dermatitis. 15 J Clin Aesthet Dermatol. 2018 Dec; 11(12): 42–47.

24Thomas Emmanuel et al.: Effect of Dead Sea Climatotherapy on Psoriasis; A Prospective Cohort Study. Front Med (Lausanne). 2020; 7: 83. doi: 10.3389/fmed.2020.00083

25R Engst et al.: High-mountain climate therapy for skin diseases and allergies– mode of action, therapeutic results, and immunologic effects. Rehabilitation (Stuttg) 2000 Aug;39(4):215-22. doi: 10.1055/s-2000-5897